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Warum pfropfen?

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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  Henning am Mo 21 Mai 2018, 16:59

Moin zusammen,
ist vielleicht gerade der falsche Zeitpunkt, profane Fragen zum Thema "Pfropfung" zu stellen, aber ich mache es trotzdem mal.
Im Winter habe ich zwei "Pfröpflinge" (Copiapoa) hier im Forum im Tausch gegen andere Blümchen bekommen. Heute habe ich nun festgestellt, dass die Unterlage des einen auf der mir abgewandten Seite einen sehr schönen und kräftigen Neutrieb aus dem Bodenbereich treibt - und ich wundere mich, dass der Pfröpfling eigentlich gar nicht so richtig aus dem Quark kommen will.
Nun zur Frage: soll / muss ich den Neutrieb der Unterlage abbrechen? Bei veredelten Sträuchern und anderen Gehölzen würde man die Unterlage immer ausbrechen, um weitere wilde Triebe möglichst vollkommen auszuschließen. Was dabei heraus kommt, wenn man das nicht macht, hat bestimmt jeder schon einmal an Korkenzieherhaselnusssträuchern gesehen, bei denen die Unterlage durch getrieben ist und nicht zurück geschnitten oder heraus gebrochen wurde.
Da ich selber nicht propfen möchte, würde ich die Unterlage also nur behalten, um mal zu gucken, was daraus wird.
Danke und Gruß
Henning
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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  Kakteenfreek am Mo 21 Mai 2018, 21:29

Hallo Henning;
Ich würde die Triebe der Unterlage konsequent entfernen, da geht die Kraft für Deinen Pfröpfling verloren. Nach meinen Beobachtungen treiben vor allem
auf Echinopsis gepfropfte Unterlagen gern immer wieder aus.

viele Grüße
Ehrenfried
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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Deshalb pfropfen

Beitrag  Ronaldos d. l. F. am Di 22 Mai 2018, 10:03

Hallo zusammen,

anbei 2 Bilder zum Thema. Alles aus gleicher Herkunft. 10 Korn,  5 gekeimt und hier das Ergebnis.

Aussaat 2014 (2015?), leider nicht aufgeschrieben, E. abdita


Wurzelecht

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Gepfropft auf Trichoc. pachanoi, seit 2 Jahren blühfähig

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Gruss

Roland
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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  ossiilch am Di 22 Mai 2018, 20:48

Hallo Roland,

die sehen ja ganz zauberhaft aus. Bisher kannte ich tatsächlich nur die quitschroten Pfropfungen aus den Gartencentern. Wirklich hübsch, die Kleinen.

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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  Ronaldos d. l. F. am Di 22 Mai 2018, 23:22

ossiilch schrieb:Hallo Roland,

die sehen ja ganz zauberhaft aus. Bisher kannte ich tatsächlich nur die quitschroten Pfropfungen aus den Gartencentern. Wirklich hübsch, die Kleinen.


Verwechselst du da irgendwie "quietschrote" Gymnocalycium mit denen von meinen Fotos? Gibt's zwar auch Farbmutanten von E. abdita, aber nicht als Massenvermehrung wie im Baumarkt. Und selbst da gibt's nicht nur die "Bunten" sondern auch normale bis rare Kakteen.

Sollte ja nur den Vorteil des Pfropfens darstellen und welchen Zeitgewinn man dabei erlangt.

LG

Roland
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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  ossiilch am Mi 23 Mai 2018, 15:04

ich bin eigentlich grad begeistert, von Deinen Pflanzen. Very Happy , da ich so etwas zuvor noch nie gesehen hatte. Inzwischen weiß ich ja auch etwas mehr über das Pfropfen, mag aber die roten Gymnocalicien immer noch nicht leiden lol!

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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Heute gab es gepfropftes zum auspacken

Beitrag  Cristatahunter am Mi 23 Mai 2018, 23:17

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Auspacken deshalb, weil ich die Pfropfungen im Plastikbeutel lasse bis die Teile verwachsen sind.
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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  Klaus 007 am Sa 10 Nov 2018, 19:15

Dieses für und wider zum Pfropfen eine interessante Geschichte. Auf dem Foto von Cristatahunter vom 23.Mai 2018 sind einige Pfröpflinge auf Unterlagen zu sehen. Die Größenunterschiede sind teilweise doch sehr gravierend. Verschwinden oder verwachsen diese Unterschiede  indem der Pfröpfling  noch an Größe zunimmt. Oder wachsen beide weiter, so daß dieser Unterschied ein Dauerzustand sein wird. Oder besteht hier eine Möglichkeit durch entsprechende Wahl von Unterlage und Pfröpfling ein gewisses synchrones Wachstum zu erreichen. So z.B. bei einer Unterlage und Pfropf mit ca. gleichen Durchmesser.
Und ab welche Größe in etwa kann man eine Sämlingspfropfung durchführen.

Gruß Klaus!
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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  filou* am Sa 10 Nov 2018, 20:12

Hallo Klaus,

hab hier mal ein paar Bilder von meinen kleinsten Sämlingspfropfungen ( von ca 3-4 Wochen alten Sämlingen)
Mit der Rasierklinge geköpft und dann einfach auf die Unterlage geschoben funktionier das mit etwas
Fingerspitzengefühl ganz gut. Das Wachstum gegenüber wurzelechten Sämlingen ist enorm.
Das mache ich aber nur, wenn ich von einer Kreuzung schnell Ergebnisse sehen möchte.



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Warum pfropfen? - Seite 5 Empty Re: Warum pfropfen?

Beitrag  Kaktusfreund81 am Sa 10 Nov 2018, 20:25

Die Größenunterschiede zwischen Edelreis (Pröpfling) und Pfropfunterlage heben sich ab dem Zeitpunkt auf,
wenn der Edelreis an Größe gewinnt und immer mehr wächst. Irgendwann ist dann die Unterlage abgenutzt,
weil der Pfröpfling jahrelang Nährstoffe und Wasser über sie zuführen musste.

Bei der Pfrofung sollte die Unterlage im Trieb sein (möglichst im Frühling oder Sommer) und zumindest etwas
größer als der Edelreis. Die Pfropfunterlage wird nach der Durchtrennung des Leitbündels nicht mehr über
Scheitelapikalmeristeme wachsen, nur noch über Subapikalmeristeme an seitlichen Areolen, wo sich später
evtl. Seitenableger bilden können, die man aber entfernen sollte, weil sie die Pfropfunterlage zu sehr schwächen.
Synchrones Wachstum besteht nicht zwischen Edelreis und Pfrofunterlage, weil wie oben beschrieben die
Unterlage nicht mehr im Scheitelbereich weiterwächst, lediglich in Form von Seitensprossen. Das heißt jedoch
nicht, dass physiologische Funktionen nicht mehr vorhanden sind - die Unterlage assimilliert weiterhin, ihr
Wachstum wurde dagegen unterbrochen.

Eine Sämlingspfropfung kannst du mit wenige Tage alten Sämlingen durchführen. Sie müssen die Samenhülle
vollständig durchbrochen sowie sich von dieser seperiert haben. Die erste Faserwurzel sucht sich ihren Weg in
das Erdreich. Das passiert i.d.R. relativ schnell - deine Sämlinge von M. hahniana sind schon bereit für die
Sämlingspfropfung.
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