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Grauschimmel-Hilfe benötigt

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Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Simon am Do 20 Jul 2017, 22:22

Grauschimmel

Hier ist schnelle Hilfe von Nöten:
Patient: Stapelia leendertziae f.cristata.
Vorgeschichte vor knapp 3 Wochen: Pflanze aus Lave-Seramis-Aquariensand Mischung ausgetopft.
Nach dem Fund einer (einzelnen) Wollaus,gesamte Pflanze gründlich mit warmem Wasser abgebraust.Nach dem Trocknen habe ich  den zur Wildform zurückgebildeten Mittelteil u. Einen Seitentrieb abgetrennt.
Schnittflächen mit Zimtpulver bestrteut  (Super Tip, danke funktioniert bei den anderen Pflanzen bisher großartig!) und die Stapelie gleich in ihr neues !trockenes! Substrat >Zusammensetzung: ca. 1Teil Kies, 1TeilVermiculit fein, 1Teil Blähschiefer fein, etwas Flussand <
gepflanzt.

Hier die frisch eingepflanzte Stapelia:

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Hintergrund: Diese pflanze hat sich in der Vergangenheit als überaus „bewurzelungsresistent“
erwiesen > hat, nachdem ich sie -vor etwa 6 Jahren- aus den Kokosfasern ala´ Baumarkt rausgefriemelt habe gute 2 Jahre gebraucht um in ihrem bisherigen Substrat „Fuß zu fassen“.
Da die Wurzeln das Austopfen u. Abbrausen ohne sichtbare Schäden überstanden haben und sehr gut aussahen,wollte ich die nicht gleich wieder opfern und der Pflanze auch keinen weiteren Transfer in Vogelsand und dann in das eigentliche Substrat zumuten.

Nach 1 Woche habe ich das Substrat  dort wo es  mit den Unterkanten der Schnittflächen Kontakt hatte beiseite geschoben (alles knochentrocken darunter) und das Substrat vom Topfrand aus mit abgekochtem Regenwasser leicht angefeuchtet. Ging auch erst mal gut.
Nun haben wir hier in Oldenburg seit 2 Tagen Gewitter und Dauerwaschküche. Luftfeuchtigkeit wie im Tropenhaus. Und heute Nachittag entdecke ich an 2 Schnittflächen der Stapelie Schimmelpilz auf dem zimt.

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Aufgrund der Lage der Herde könnte man meinen,(was ich nicht hoffe) daß sich hier bereits Pilzhyphen im Inneren der angeschnittenen „Spitze“ befinden und aufgrund der Witterung nun deren Fruchtkörper  nach draußen wachsen.

Meine Frage nun: Pflanze doch wieder ausgraben,Stelle großzügig abschneiden und dann
nochmal Zimt u. Trocknen lassen?
Statt Zimt Fungizid drauf? (habe Ortiva (universal) u. Duaxo (spezial) von Compo zur Verfügung)

oder pflanze in Ruhe lassen und nur Fungizid auf die befallenen Stellen?

..sollte auf jeden Fall baldmöglichst etwas tun... Neutral

Mit freundlichen grüßen,
Simon
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Simon
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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  OPUNTIO am Do 20 Jul 2017, 23:49

Schnittflächen die später unter die Erde kommen würde ich auch nicht mit Zimt behandeln sondern mit Holzkohle.
Zimt ist geriebene Baumrinde. Logisch das die unterirdisch zu schimmeln beginnt.

Gruß Stefan
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OPUNTIO
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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Simon am Fr 21 Jul 2017, 00:38

OPUNTIO schrieb:
Zimt ist geriebene Baumrinde. Logisch das die unterirdisch zu schimmeln beginnt.

Moin Stephan,
Danke für die rasche Antwort Very Happy  !
Dann werd´ich jetzt mal versuchen den Zimt wieder zu entfernen und die Stelle doch noch mal genauer unter die Lupe nehmen.
Wenn tatsächlich nur das Zimtpulver verschimmelt ist der "Wundverschluss" darunter aber noch intakt, könnte die Sache doch noch glimpflich ausgehen...
> Die Schnittfläche sollte auch nicht unter die Erde kommen...das lockere Substrat ist wohl beim Aufstellen au der Fensterbank in Bewegung geraten.<

Bis denne,
Simon
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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Simon am Fr 21 Jul 2017, 01:54

....Hmmmm.... War leider nicht nur das Pulver das verschimmelt ist.
Darunter lagen bereits grauschwarze Stellen mit abgestorbenem Gewebe. Hab den Zimt in den unteren Bereichen mit warmem Wasser und Haarpinsel soweit möglich entfernt, die erkrankten Bereiche ausgeschnitten (auch ein paar beschädigte Wurzeln eingekürzt) und die beiden Pflänzchen so, ohne Zimt oder Fungizid erst mal zum trocknen hingelegt.
Morgen schau ich mir das nochmal bei Tageslicht an und mache fotos.

bis denne,
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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Simon am Fr 21 Jul 2017, 16:55

Moin,
Hier die angekündigten Fotos:
Die angegriffenen Stellen habe ich großzügig ausgeschnitten,bei diesem Exemplar hab ich wohl auch alles erwischt:

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Hier bin ich mir nicht ganz sicher....Zunächst sah es alles sauber aus...innerhalb der nächsten 25 min. färbten sich dann einige Bereiche rötlich-braun...kommt das nun durch eine oxidation pflanzeneigener Wirkstoffe (wie beim angeschnittenen Apfel) zustande oder ist das ein Zeichen daß hier noch ein Rest vom Infektionsherd vorhanden ist? Da hier fast das gesamte Wurzelwerk ansetzt habe ich erst mal nicht mehr abgeschnitten.

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Zweite Frage: Würde es helfen wenn ich die (angetrockneten )Schnittstellen mit Fungizid (siehe 1. Post in diesem Thread) behandele?
Hier nochmal ein Bild von oben....Die Pflanze rollt sich langsam zusammen...Wassermangel.

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Mit freundlichen Grüßen,
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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Shamrock am Fr 21 Jul 2017, 23:28

Hi Simon!

Simon schrieb:Schnittflächen mit Zimtpulver bestrteut  (Super Tip, danke funktioniert bei den anderen Pflanzen bisher großartig!) und die Stapelie gleich in ihr neues !trockenes! Substrat >Zusammensetzung: ca. 1Teil Kies, 1TeilVermiculit fein, 1Teil Blähschiefer fein, etwas Flussand <
gepflanzt.
Ich befürchte der Hund liegt beim "gleich" begraben. Prinzipiell hast du ja alles vorbildlich richtig gemacht - nur hätte die Schnittstelle nach dem Würzen mit Zimt wohl erstmal eine lockere Woche an der Luft abtrocknen sollen.

Ob jetzt ein Fungizid noch hilft? Schaden wird´s sicher nicht. Wenn der Pilz allerdings im Leitbündel schon nach oben gewandert ist, dann hilft nur ein neuer Schnitt im gesunden Gewebe (nach jedem Messerschnitt mit Pilzkontakt aber unbedingt das Messer desinfizieren).

Eine Oxidation wie beim Apfel könnte theoretisch schon für die zeitverzögerte Verfärbung verantwortlich sein. Sowas hab ich zwar bisher noch nie beobachtet, aber jede Pflanze verfügt ja über ihre eigenen Inhaltsstoffe. Wer weiß?

Ansonsten wünsche ich maximalen Erfolg!


OPUNTIO schrieb:Zimt ist geriebene Baumrinde. Logisch das die unterirdisch zu schimmeln beginnt.
Wenn Zimt so eine antiseptische Wirkung hat, dann finde ich das gar nicht logisch. Zudem ist ja Holzkohle auch nur oxidierter Baum mit Rinde. Wink

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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Simon am Sa 22 Jul 2017, 00:51

Okay, dann muss noch mal das Messer ´ran.

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Du hast Recht Shamrock, das sieht schon viel besser aus...
hier tritt auch deutlich mehr Saft aus > Vitales Gewebe = besserer Wundverschluss danke
und jetzt 1 Woche ohne Bodenkontakt.

Übrigens, wirklich unter der Erde war die Schnittstelle auch beim ersten Versuch nicht (siehe Fotos).Da lag nur die unterste Kante oben auf dem (in der 1. Woche ebenfalls trockenen,rein mineralischen Substrat auf.)
Ich habe aber so 2 Tage vor dem "Unglück" in der Nähe der Fensterbank mit einem Block "CocoHum" hantiert, der so nach feuchten Wänden/staubigem Dachboden gemüffelt hat, daß ich ihn gleich entsorgt habe. Suspect Vermutlich war das die Sporenschleuder schlechthin.

Werd´nochmal Bilder posten wenn´s was neues gibt,
Simon
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Beitrag  OPUNTIO am Sa 22 Jul 2017, 01:08

Shamrock schrieb:Hi Simon!

Simon schrieb:Schnittflächen mit Zimtpulver bestrteut  (Super Tip, danke funktioniert bei den anderen Pflanzen bisher großartig!) und die Stapelie gleich in ihr neues !trockenes! Substrat >Zusammensetzung: ca. 1Teil Kies, 1TeilVermiculit fein, 1Teil Blähschiefer fein, etwas Flussand <
gepflanzt.
Ich befürchte der Hund liegt beim "gleich" begraben. Prinzipiell hast du ja alles vorbildlich richtig gemacht - nur hätte die Schnittstelle nach dem Würzen mit Zimt wohl erstmal eine lockere Woche an der Luft abtrocknen sollen.

Ob jetzt ein Fungizid noch hilft? Schaden wird´s sicher nicht. Wenn der Pilz allerdings im Leitbündel schon nach oben gewandert ist, dann hilft nur ein neuer Schnitt im gesunden Gewebe (nach jedem Messerschnitt mit Pilzkontakt aber unbedingt das Messer desinfizieren).

Eine Oxidation wie beim Apfel könnte theoretisch schon für die zeitverzögerte Verfärbung verantwortlich sein. Sowas hab ich zwar bisher noch nie beobachtet, aber jede Pflanze verfügt ja über ihre eigenen Inhaltsstoffe. Wer weiß?

Ansonsten wünsche ich maximalen Erfolg!


OPUNTIO schrieb:Zimt ist geriebene Baumrinde. Logisch das die unterirdisch zu schimmeln beginnt.
Wenn Zimt so eine antiseptische Wirkung hat, dann finde ich das gar nicht logisch. Zudem ist ja Holzkohle auch nur oxidierter Baum mit Rinde. Wink


Zimt wirkt relativ kurz durch seine ätherischen Öle. Wenn die verflogen sind ist es auch nur tote Biomasse die zersetzt wird, auch von Pilzen .

Gruß Stefan
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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Shamrock am Sa 22 Jul 2017, 01:18

*daumen* Nun lockere 10 Tage trocknen lassen, bevor´s wieder Substratkontakt gibt.
Saubere Leitbündel sind der Schlüssel zum Glück. Wink Da noch Wurzeln dran sind, ist das doch nun die halbe Miete.


OPUNTIO schrieb:Zimt wirkt relativ kurz durch seine ätherischen Öle. Wenn die verflogen sind ist es auch nur tote Biomasse die zersetzt wird, auch von Pilzen.
Sollte dann der Zimt nach monatelangem Ausharren im Gewürzdöschen auch jegliche Würzwirkung verloren haben, wenn die ätherischen Öle so flüchtig sind?

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Re: Grauschimmel-Hilfe benötigt

Beitrag  Simon am Sa 22 Jul 2017, 02:21

Okay, 10 Tage... *klopf auf Holz*

Danke Euch Beiden danke danke

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