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Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

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Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Tarias am Fr 28 Jul 2017, 22:40

Hallo,

ich les mich gerade durch den Spinnmilben-Thread, vielleicht bekomme ich ja noch eine Erleuchtung  Rolling Eyes .
Ich habe in meiner kleinen Sammung ein Phänomen, das mich ganz aktuell wieder sehr frustriert: Ich pflege dutzende verschiedene Kakteengattungen und unter anderem einige verschiedene Mediolobivien.
Die Medios stehen alle zusammen in der selben Ecke, und es sind auch schon recht alte und stattliche Exemplare dabei.
Und jedes Jahr, aber wirklich jedes einzelne Jahr, werden ausschließlich zwei Arten von den Spinnmilben zerfressen: Mediolobivia eos und canacruzensis. (Taxonomen stellen die beiden Arten ja mittlerweile zusammen).
Ich habe in den letzten Jahren mehrere Exemplare kompostiert, da sie mehrmals in Folge attackiert wurden, und sogar einjährige Sämlinge nicht sicher sind.
Das Frustrierende daran ist wirklich, dass die Medio im Topf direkt neben dran nicht befallen wird, während die eos und canacruzensis aussehen, als hätten sie Pest und Blattern gleichzeitig.
Ich habe insgesamt sehr wenig Probleme mit Spinnmilben, selbst Chamaecereen werden nur sehr sporadisch befallen.

Kennt jemand von euch in seiner Sammlung solche Phänomene? Habt ihr irgendwelche Strategien dagegen? Prophylaktisch meinen ganzen Bestand "giften" werde ich auf keinen Fall. Aber vielleicht muss ich sie doch vorbeugend behandeln, ansonsten muss ich diese Arten aus meiner Sammlung endgültig rausnehmen.
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Shamrock am Fr 28 Jul 2017, 22:53

Hi Bianca,

wenn du immer die Wahl hast, dann greifst du doch auch gerne zu dem, was du am liebsten isst. Die Biester haben auch ihre Vorlieben. Das ist also völlig normal, dass immer die gleichen Arten befallen werden. Wenn du die aus deiner Sammlung verbannst, kannst du fast davon ausgehen, dass sie dann auf die Chamaecereen ausweichen.
Die einzige Strategie wäre wahrscheinlich, genau ihre Lieblingsarten konsequent systemisch gegen Spinnmilben zu behandeln und abwarten, wo sie dann auftauchen oder halt hoffen, dass nichts mehr da ist, was ihnen schmeckt.

Gute Nerven und gutes Gelingen!

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Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Rebutzki am Fr 28 Jul 2017, 23:15

Hallo Bianca,
das kann ich nicht nachvollziehen.
Bei mir ist es immer eine bestimmte Ecke im Gewächshaus, egal was da steht.
Auf jeden Fall, würde ich die angesprochen Arten separieren. Spinnmilben mögen Trockenheit, also für feuchteres Klima sorgen.
Kannst Du die Viecher sehen oder nur das Ergebnis?
Es gibt mittlerweilen auch eine, wie ich annehme, Pilzerkrankung, die in den Symptomen sehr ähnlich ist.
Ich muss mal schauen, ob ich da noch Bildmaterial finde.
Ansonsten hilft nur eine konsequente Spritzkur abwechselnd mit 2 unterschiedlichen Wirkstoffen im Abstand von nicht mehr als 10 Tagen.
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Tarias am Sa 29 Jul 2017, 18:23

Hallo,

danke schon mal für die Ideen.
Ich habe kein Gewächshaus, und bis vor einigen Jahren wusste ich nicht mal, was Spinnmilben sind, da ich in meiner kleinen Sammlung keine Schadbilder hatte Wink .
Die meisten Schäden treten - wie sollte es anders sein - in heißen, trockenen Sommern auf.
In manchen Sommern habe ich keinen einzigen sichtbaren Schaden, außer an den besagten beiden Mediolobivia-Arten.

Leo, dein Einwurf, ob es sich vielleicht um was anderes handelt ist vielleicht gar nicht so aus der Luft gegriffen.
Ich schrieb ja, dass die Pflanzen aussehen wie "Pest und Blattern", da sie zusätzlich zu dem typischen Spinnmilben-Schadbild einen borkigen Überzug bekommen. Am Anfang hatte ich fast den Verdacht Schildläuse, aber es sind definitiv keine Läusetiere, die Borke ist mit der Haut der Pflanzen verwachsen.

Ich suche weiter...
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Litho am Sa 29 Jul 2017, 18:38

Ich würde alle Pflanzen mit einem systemischen Mittel durchdringend gießen und spritzen und danach alles mit einem Pilzmittel besprühen.
Dann sollte (bei Wiederholung nach 10 - 14 Tagen) alles in Butter sein.
Immerhin besser als sich jedes Jahr über dieselben Schädlinge zu ärgern.
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Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Richard am Sa 29 Jul 2017, 19:31

Hallo Bianca
Ich glaube es macht keinen Sinn, einen langen, aussichtslosen Kampf gegen Spinnmilben zu führen.
Wenn die Quelle des Übels entdeckt ist, bei Dir die.Melolobivia, ist es am Besten sich davon zu trennen.
Ich selbst habe 1 1/2 Jahre gegen Spinnmilben angekämpft. Lies mal meinen Erfahrungsbericht, Beitrag 290 in
"Was hilft am besten gegen Spinnmilben".
Wenn Du es tatsächlich schaffst alle Spinnmilben auszurotten, hast in kürzester Zeit wieder neue Spinnmilben
von irgendwo her. Diese Viecher sind tatsächlich überall.
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Viele Grüße
Richard
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Shamrock am Sa 29 Jul 2017, 21:34

Wobei man bei einer Kultur im Freien und ohne GWH (fast) so gut wie nie mit diesen Biestern konfrontiert wird... Will ja nix Beschreien, aber wenn hier mal welche auftauchen, dann freuen sich wahrscheinlich die Raubmilben, dass sie endlich mal was Anderes als Pollen zu Futtern bekommen.

Insofern könnte es bei einer Freilandkultur schon reichen, wenn Bianca ihre einschlägig belasteten Kakteen regelmäßig einsprüht und so zumindest temporär die Luftfeuchtigkeit erhöht.

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Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Rebutzki am Sa 29 Jul 2017, 22:30

Hallo Bianca,
lass uns doch bitte ein paar Bilder zukommen.
Wenn es um die eos geht, so sind das auch meine Sorgenkinder. Auch die aus Samen gezogenen Pflanzen, egal welche Herkunft, wollen nach ca. 3-4 Jahren einfach nicht mehr natürlich wachsen. Die Scheitel verhärten ( nehme ich an ), fangen dann an zu sprossen und auch diese Sprosse weisen das gleiche Verhalten auf. Ich habe es bis heute nicht geschafft, eine vernünftige Gruppe zu bekommen.
Aber Spinnmilbenbefall hatten sie noch nie. Ob drinnen oder draussen.
Bis dann
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Msenilis am Sa 29 Jul 2017, 23:21

Hallo Bianca,
an meinen eos, und ich habe einige Exemplare mit verschiedenen Feldnummern hatte ich noch nie Probleme mit Spinmilben.
Alerdings schon häufig an anderen Pflanzen. Wie bekämpft Du sie denn?
Wenn Du da nicht konsequent vorgehst, bleibt häufig ein sehr kleiner Teil übrig, der dann deutlich später wieder zu einem großen Befall wird.
Wenn ich sie irgendwo in der Sammlung entdecke, wird alles , was in der Umgebung steht richtig ausgiebig bekämpft.
Ich nehme Kiron, und das hilft. Zumindest bis ich mir anderweitig wieder welche "erworben" habe.
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Tarias am So 30 Jul 2017, 22:33

Hallo,

ich habe, wie gesagt kein Gewächshaus, und außer in sehr heißen, trockenen Sommern auch nie Probleme mit Spinnmilben gehabt. Meine Pflanzen stehen alle luftig, ohne stauende Hitze.
Bisher habe ich mit einem Auszug aus Niemschrot die befallenen Pflanzen gesprüht, und i.d.R. ist danach Ruhe und die Pflanze wird auch kein zweites Mal geschädigt.
Zu "härteren" Mitteln werde ich nicht greifen, da ich auf dem Standpunkt stehe, dass Pflanzen, die nur mit Gift am Leben erhalten werden können, bei mir nichts zu suchen haben. Außerdem turnen und hantieren meine Kinder zwischen und mit den Kakteen herum. Da sind Pestizide für mich ein absolutes No-Go.

Hier mal Bilder meiner Eos und Canacruzensis.

Diese canacruzensis wurde drei Mal befallen. Ich habe sie mittlerweile entsorgt.
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Diese canacruzensis war bis vor drei Wochen makellos. Sie steht zwischen anderen Mediolobivien. Um sie her hat niemand sonst auch nur einen Fleck abbekommen:
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Diese Eos hat sich Jahr um Jahr vom Befall berappelt. Als kurz nach dieser Aufnahme erneut Befall bis in den Scheitel auftrat, habe ich dem Elend ein Ende gemacht.
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Diese beiden Sämlinge wurden letztes Jahr befallen, und haben sich derzeit erholt. Ich habe sie mit Niem gesprüht, in der Hoffnung, dass sie diesmal davonkommen.
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Der Befall fand dieses Jahr sogar während einer richtigen Nässeperiode statt. Von trockener Hitze kaum eine Spur...

So stehen meine Mediolobivien:
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