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Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Shamrock am So 30 Jul 2017, 22:37

Zum Glück hatte ich bisher noch keine persönlichen Spinnmilbenerfahrungen (gleich mal auf Holz klopfen...!), aber gehen die Biester normalerweise nicht primär auf den empfindlichen Scheitel?
Als Außenstehender und aus dem Bauch heraus würde ich mal behaupten, dass dieses Schadbild nicht von Spinnmilben hinterlassen wurde. Lasse mich im Zweifelsfall aber auch eines Besseren belehren.

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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Tarias am So 30 Jul 2017, 22:46

Die Pflanzen sind auch meist bis in den Scheitel betroffen. Ihre Wuchskraft ist zum Glück so stark, dass sie selbst aus einem zerfressenen Scheitel komplett neu durchtreiben.
Und Spinnmilben halten sich nicht an Fachbücher. Ich (bzw. meine Pflanzen Wink hatte schon Schäden auf einem winzigen Bereich im Scheitel, Schäden komplett über die gesamte Pflanze, und Schäden von unten nach oben.

Aber du hast schon recht, das Schadbild ist teilweise nicht typisch für "nur" Spinnmilben, wie ich es z.B. an Chamaecereen kenne.
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Msenilis am So 30 Jul 2017, 23:51

Hallo Bianca,
Tarias schrieb:
Aber du hast schon recht, das Schadbild ist teilweise nicht typisch für "nur" Spinnmilben, wie ich es z.B. an Chamaecereen kenne.
Hast Du wenigstens eine Lupe (Vergrößerung am besten etwa 5-fach), dann kannst Du doch diese scheußlichen Viecher sehen,
und damit anderes ausschließen.
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Re: Spinnmilben gehen immer an die selben Mediolobivia-Arten

Beitrag  Escobar am Mo 31 Jul 2017, 23:05

Hallo zusammen,
ich glaube in diesem Fall handelt es sich nicht um tierische Schaderreger. Einige meiner Medios haben jedes Jahr das gleiche Problem wie von Bianca geschildert. Dabei ist interessant, dass es auch immer die gleichen Pflanzen sind. Es bilden sich dunkle bis schwarze Pusteln unter der Epidermis die nachfolgend aufbrechen und Nekrosen bilden. Die Epidermis wird trocken und verkrustet also in Folge. Man könnte es für Schäden durch Milben oder Thrips halten. Betroffen sind die Gattungen Aylostera, Rebutia, Modeolibivia und manchmal selbst Lobivien.Das Problem tritt bei feuchtem und kühleren Stand auf bzw. wenn Feuchtigkeit sich lange auf den Pflanzenkörpern oder der Bedornung hält. Stehen die Pflanzen trocken, verschwinden die schwarzen Pusteln schnell und zurück bleibt die verletzte, schorfige Epidermis. Ob die Ursache nun ein Pilz ist oder einfach nur nicht optimale Klimabedingungen kann ich nicht sagen. Bislang hat jedenfalls kein Fungizid funktioniert.
Vermutlich spielt auch die jeweilige Genetik eine besondere Rolle, da nur ein kleiner Teil und immer die gleichen Pflanzen betroffen sind. Im übrigen wachsen und blühen betroffene Pflanzen sonst ganz normal. Übertreibt man es nicht mit nebeln und sprühen und lässt diese Pflanzen trocken in die Nacht gehen, bilden sich die Probleme kaum sichtbar aus. Es ist auch denkbar, dass bestimmte Nährelemente fehlen könnten, welche die Epidermis in Folge sensibler machen bzw. den Zellinnendruck nicht optimal regulieren. Ähnliche Beobachtungen kennt man aus dem Produktionsgartenbau bei der Kultur von Pelargonim Peltatum. Gibt es während der Kultur starke Wechsel in der Luftfeuchte und ist die Ernährung zudem nicht optimal, bilden die Pflanzen unter den Blättern Pusteln die später aufplatzen und verkorken bzw. Nekrosen bilden. Ursachen sind hier geplatzte Zellen.
Um es im Falle unserer Kakteen genau zu wissen , müsste man mal Gewebeproben zur Analyse in ein Labor einsenden.
Sorgt für eine gute Luftbewegung und für nachts abgetrocknete Pflanzen sowie für ausgewogene Pflanzenernährung und das Problem ist letztlich kaum mehr sichtbar.
Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.


Grüße Christian
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