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Aussaatsubstrat sterilisieren

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Aussaatsubstrat sterilisieren

Beitrag  DanielDD am Fr 01 Sep 2017, 14:35

Hallo Leute,

mir sind in diesem Jahr einige interessante Kreuzungen von Astrophyten gelungen
(u.a. my-as, Astrobergia), so dass ich mir etwas mehr Mühe bei der Aussaat geben will.

Fest steht, dass ich im Substrat einen geringen Anteil Kompost verwenden will, weil
die Sämlinge in rein mineralischen Substrat sehr langsam wachsen.

Warum wachsen die Sämlinge schneller, wenn das Substrat organische Bestandteile
enthält?

Wachsen die Sämlinge auch dann schneller, wenn ich das Substrat (mit organischen
Bestandteil) durch Hitze oder Chinosol sterilisiere? Ich habe durchaus den Verdacht,
dass die Wachstumsbeschleunigung durch Bakterien (oder Pilze?) bedingt ist, welche
aber durch die Sterilisation abgetötet werden.

DanielDD












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DanielDD
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Re: Aussaatsubstrat sterilisieren

Beitrag  Echinopsis2017 am Fr 01 Sep 2017, 16:06

Hallo "DanielDD",

ich desinfiziere mein Aussaatsubstrat (mit Humusanteil) für 1h im Backofen bei ca. 200°C. Nach der Aussaat bewässere ich von unten mit einer Chinosollösung (1/4 Tablette auf 1 Liter abgekochten Wasser, nach Auflösung verdünne ich noch mal um 50%). Meine Sämlinge wachsen ganz normal. Selenicereus grandiflosus ist nach bissel über 3 Monate bis zu 8cm lang ;-)

Gruß

Mirko
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Re: Aussaatsubstrat sterilisieren

Beitrag  Gilbert am Fr 01 Sep 2017, 17:21

Warum wachsen die Sämlinge schneller, wenn das Substrat organische Bestandteile
enthält?

Nur mal so - eine theoretische Überlegung:

Für gutes Wachstum werden Nährstoffe gebraucht.
Nährstoffe sind je nach Substrat mehr oder weniger im Substrat vorhanden.
Was daraus nicht kommt, ist im Idealfall vollständig und mengenmäßig richtig durch Düngung zu ersetzen.

In mineralischen Substraten werden Nährsatoffe, soweit man das so pauschal sagen kann und soweit darin überhaupt vorhanden,
zumeist in für die Pflanze nicht verfügbarer Form vorliegen. Sie werden erst nach und nach verfügbar, d. h. für die Wurzel aufnehmbar.

In organischer Substanz werden dagegen mehr Nährstoffe in verfügbarer Form vorliegen und nicht verfügbare schneller in verfügbare umgewandelt.
Daran sind die Bodenlebewesen beteiligt, die das aber nur leisten können, wenn Chinosol oder Hitze sie nicht abgetötet hat.

Hat man also ein minerlisches Substrat, in dem kaum direkt aufnehmbare Nährstoffe sind, hat man evtl. Humus dabei, aber die Lebewesen abgetötet,
dann muss um so mehr aus dem Dünger kommen.
Pflanzen brauchen 16 chemische Elemente lebensnotwendig, ein paar andere sind nicht lebensnotwendig, aber nützlich.
Einige Elemente braucht man nie düngen, wie Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und z. B. Schwefel. Das kommt z. B. aus Luft und Wasser.
Aber die vielen anderen Nährstoffe, sind die alle im Dünger drin? Wohl nicht. Selbst in guten Düngern sind nicht alle Nährstoffe, die lebensnotwendig nötig wären.

Magnesium z. B. ist ein ganz wichtiger Nährstoff, denn ohne Magnesium keine Chlorophyllbildung.
Und wenn ich auf die Zutatenlisten von Düngern schaue, finde ich Magnesium in manchen Düngern nicht.
So kann dann auch nicht jeder Dünger das ersetzen, was im Substrat fehlt, weil es im Dünger eben auch nicht drin ist.
Das Fehlende kommt dann aber vielleicht aus dem Humus, falls er zugefügt wurde.

Ohne (lebenden) Humus also eventuell eher mal ein Nährstoffmangel. Folge: Keimlinge wachsen langsamer.

So könnte es sein, vielleicht aber auch nicht. Wink
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Gilbert
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