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Zephyranthes robusta

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Zephyranthes robusta

Beitrag  Henning am So 10 Sep 2017, 16:37

Moin zusammen,
kennt Ihr das auch? Im letzten Jahr hat sich eine Pflanze super entwickelt, geblüht und offensichtlich auch Tochterzwiebeln gebildet.




Den Winter über schläft sie, wie es sich gehört und man wartet geduldig, dass sich erstes Wachstum regt. Und dann HURRA es tut sich was. Aber im Ganzen doch recht dünne. Nur eine mickrige Blüte und das Laub der letztes Jahr fast 10 Einzelpflanzen umfassenden Gruppe deutet auf nicht viel mehr als 5 mickrige Pflänzchen hin. Na klar, falsch gegossen! Was soll es auch sonst sein? Also erst mal Wasser reduzieren und warten.
Recht zögerlich taucht ab und an mal ein Blättchen auf, aber kein Vergleich zu letztem Jahr.
Vorhin dachte ich nun, den Rest der Pracht einmal aus der Erde zu nehmen und anzugucken. Von manchen Zwiebeln war gar nichts mehr da und von den restlichen hatte die Mehrzahl jeweils eine sehr dicke Faulstelle. Also wohl doch falsch gegossen? Unmittelbar über dem Wurzelaustritt war jeweils ein ca. 5 bis 7 mm dickes Loch mit viel Matsch innen drin.
Mit der Pinzette habe ich alles Matschige und Faule weg gepuhlt, so dass man zum Teil längs durch die Zwiebel gucken konnte...
Und plötzlich sah ich je Zwiebel eine dicke (bestimmt ebenfalls 5 bis 6 mm im Durchmesser und etwa 2 bis max. 3 cm lang) und fette Made.
Ich habe ihrer Entwicklung ein jähes Ende bereitet (allen Natur- und sonstigen Schutzgedanken zum Trotz), so dass ich jetzt natürlich kein Foto zeigen kann.
Aber eine Frage in die Rande habe ich: hattet Ihr auch schon einmal solch ein doch sehr artspezifisches Schädlingsverhalten?
Ich finde es schon sehr zielgerichtet, dass nur die Zephyranthes angefressen worden sind.
Und jetzt hoffe ich, dass nicht noch mehr Plagegeister im Erdreich herum lungern.
Über ein paar Hinweise, um welche Art von Schmetterling, Nachtschwärmer, "Eule" oder was auch immer es sich handeln könnte, würde ich mich freuen.
Bis bald.
Gruß
Henning

P.S. Die zum Teil ausgehöhlten und durchlöcherten Zwiebeln habe ich in sehr sandig-mineralisches Erdgemisch gesetzt und hoffe nun auf die ansonsten sagenhafte Regenerationskraft von Zwiebelblümchen.
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Henning
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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  Rouge am So 10 Sep 2017, 16:42

Hallo Henning,

vermutlich war das ein Befall durch die Narzissenfliege. Diese Mistviecher haben auch schon meine Hippeastren heimgesucht ... da hilft leider nur absuchen, wenn man kein Gift einsetzen möchte (ich möchte das schon wegen der Hunde und Kinder nicht) ...

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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  romily am So 10 Sep 2017, 17:30

Narzissenfliegen sind wirklich blöde Mistviecher. Die treten anfallsweise auf und haben mir voriges Jahr meine Hippeastren kräftig dezimiert. Ich habs erst im Frühjahr bemerkt, als die Pflanzen nciht mehr austrieben. Dafür haben einige aber heftig gekindelt, so daß doch nicht alles verloren ist.
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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  RalfS am So 10 Sep 2017, 17:44

Moin  Henning

wie der Name Habranthus robustus schon sagt, sind das eigentlich
einfach zu pflegende Pflanzen.
Meine stehen im Sommer draußen, ohne Regenschutz.
Als Sustrat nehme ich ein Gemisch aus 50% Vulcatec und 50% Humus(Blumenerde).
Im Unterschied zu deinen Pflanzen, stehen meine in Einzeltöpfen.
Da ist die Einstiegsöffnung für das Ungeziefer kleiner. Very Happy
Ein aktuelles Bild vom Garagendach.


Bei einem alten eingewachsen Topf sieht man die Zwiebelansätze über der Erde.



Eigentlich gibt da jede Blüte auch eine Frucht.
Wenn du Bedarf hast, könnte ich dir Saatgut zukommen lassen. Wink
Eine Aussaatanleitung hat die Kerstin hier schonmal gepostet.

Grüße

Ralf
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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  plantsman am So 10 Sep 2017, 18:10

Moin,

hört sich tatsächlich nach Narzissenfliege an.
Es gibt eine ganz einfache Methode sie an der Eiablage zu hindern. Während bzw. gleich nach dem Einziehen der Blätter macht man die Löcher im Substrat, durch die die Blätter gewachsen sind, einfach zu. Die Narzissenfliege ist auf diese kleinen Röhren im Boden angewiesen um zur Zwiebel vorzudringen und dort ihre Eier zu legen. Oder, wenn man einen größeren Bestand an Amaryllidaceae hat, besorgt man sich für die Zeit des Einziehen ein Gemüseschutz-Netz gegen Möhrenfliegen und Konsorten und legt es drüber. Die Löcher sollte man aber trotzdem später zuschütten.

So mach ich es in "meiner" Sammlung und hatte noch nie Probleme mit dieser Fliege.

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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  Rouge am So 10 Sep 2017, 18:30

Crying or Very sad Ja, die Aussaat mittels Wasser hat super funktioniert ... leider haben sie das Umsetzen nur bedingt überlebt Crying or Very sad ... ich hatte einen massiven Fliegenbefall (nicht nur die nervigen Trauermücken, sondern so kleine "richtige" Fliegen), der mir die Pflänzchen komplett vernichtet hat Crying or Very sad

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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  romily am Mo 11 Sep 2017, 00:07

plantsman schrieb:
Oder, wenn man einen größeren Bestand an Amaryllidaceae hat, besorgt man sich für die Zeit des Einziehen ein Gemüseschutz-Netz gegen Möhrenfliegen und Konsorten und legt es drüber. Die Löcher sollte man aber trotzdem später zuschütten.
Das habe ich jetzt nicht verstanden.
Bei Hippeastren schaut mehr als die Hälfte der Zwiebel aus dem Boden. Einziehen tun meine - wenn überhaupt - nicht vor Dezember. Bis zum ersten Frost sind sie im Freien.

Wenn ich das richtig gelesen habe, dann legt die Große Narzissenfliege ab Mai ihre Eier ab, also während der Vegetationsperiode der Hippeastren.

Bei meinen Zwiebeln ware es eindeutig die Große Narzissenfliege, ich habe in den ausgehöhlten Zwiebeln Puppenhüllen gefunden. Einige Pflanzen konnte ich retten, da waren die Wurzelböden nicht komplett gefressen worden.


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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  Rouge am Mo 11 Sep 2017, 00:10

Ich denke, Plantsman bezog sich nur auf die Zephyranthes ... die Hippeastren konnte ich auch nicht abdecken oder sonstwie schützen ... und mir ging es wie Dir, Katrin: Die Hippeastren, die befallen waren, hatten gekindelt wie doof, von daher konnte ich die Verluste der Mutterzwiebeln ein wenig verschmerzen ... ärgerlich war's trotzdem ...

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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  TobyasQ am Mo 11 Sep 2017, 14:32

Hallo,
Henning sahen die so aus?



Ich hab am WE meine Rittersterne für die Schlafenszeit vorbereitet. Dabei hab ich 7 Stück von denen aufgestöbert. In einer Zwiebel waren allein 4. Ein Hippeastrum war nicht mehr zu retten. Die anderen wurden weitestgehend gesäubert und stecken zum Abtrocknen in Kieselgur.
Die Amseln haben sich gefreut und anschliesend gelauert, ob's noch mehr gibt.


Zuletzt von TobyasQ am Mo 11 Sep 2017, 14:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : korrigiert)
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Re: Zephyranthes robusta

Beitrag  Henning am Mo 11 Sep 2017, 15:33

Moin Ihr Freunde der Narzissenfliege,
genau so, wie Ihr das beschrieben oder sogar per Foto belegt habt, sah das gestern bei meinen Zephyranthes aus.
Zumindest weiß ich jetzt, welch possierliches Tierchen dafür verantwortlich war. Wahrscheinlich habe ich das blöde Viech sogar irgend wann einmal im Wintergarten bewundert...
Jetzt hoffe ich nur, dass nicht auch noch welche von diesen Vielfraßen im Boden hocken und weiteren Schaden verursachen.
Ich drücke Euch allen die Daumen, dass Ihr von solchen Schäden verschont bleibt.
Danke für Eure Hilfe und Information.
Bis bald.
Gruß
Henning
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