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Kakteensubstrate am Standort

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Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Kotschoubey am Mo 11 Sep 2017, 18:28

Ich habe mir einmal die Mühe gemacht und an verschiedenen Kakteen-Standorten auch das natürlich vorkommende Substrat fotografiert. Vielleicht ergibt das ja für manche ein paar erhellende Einsichten für die heimische Kultur. Falls Interesse besteht, kann ich die Serie in lockerer Folge weiterführen Wink Vielleicht haben ja auch andere interessante Substratfotos im Archiv.

Beginnen möchte ich mit Thelocactus bicolor (Mapimi, Durango). Die Pflanzen sind am Standort regelrecht mit Dornen vernagelt, die flachen Dornen bieten besonders viel Schatten. Es kommen rein gelbdornige neben rotdornigen und Pflanzen mit flachen Dornen vor, die Art ist extrem vielgestaltig. Begleitend auch Mammillaria pottsii.

Substrat auf einem Bergsporn: Staubfeiner, verwitterter Kalkstein, kein Anzeichen von Humus.

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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Kotschoubey am Mo 11 Sep 2017, 18:40

Thelocactus heterochromus
Standort: Mit Felsen durchsetztes, saftiges Grasland. Gleicht sehr einer heimischen Mittelgebirgskuhwiese. Weitere Arten: Mammillaria heyderi, Ecc. pectinatus

Substrat: Lehmig-sandiger "Mutterboden" mit Humusanteil, der Boden riecht deutlich organisch.

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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Spike-Girl am Mo 11 Sep 2017, 19:31

Super interessant.

cheers

Bitte weiter !!
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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Nopal am Mo 11 Sep 2017, 20:12

Hallo Kotschoubey,

ich finde das sehr Interessant mit der Vorstellung des Substrat im Habitat, daher wäre ich dir dankbar diesen Thread fortzusetzen und eventuell schließen sich noch andere User des Forums dir an.
Klasse Idee, vielen Dank danke

Beste Grüße
Nopal
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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Ralle am Mo 11 Sep 2017, 20:14

Tolle Idee. Very Happy

Gerne mehr davon und danke für die Mühe!

Gruß

Ralf

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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Kotschoubey am Di 12 Sep 2017, 20:05

Dann mache ich doch gerne weiter sunny

Mammillaria grahamii und M. thornberi (Sonora)
Standort: Zusammen mit Carnegiea gigantea, Ferocactus. Extreme Belichtung, Mammillarien wachsen im Schatten unter Sträuchern. Sehr wüstenhafte Ebene.
Substrat: glühend heißer "Wüstensand", extrem feiner Sand, fast lössartig (Feinsand mit hohem Schluff/Ton-Anteil). Kein Humusanteil zu erkennen.

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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Wüstenwolli am Di 12 Sep 2017, 21:42

Super Standort-Bilder -
interessante auch die Substrat-Beschreibung.

Gerne mehr!

LG Wolli
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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Cristatahunter am Di 12 Sep 2017, 21:42

Kein Humusanteil zu erkennen. So ist es. Der Humus ist nicht als Humus im sinne von Kompost oder Waldboden erkennbar. Es fehlen die Faktoren Feuchte, Würmer, Pilze, Bakterien die Humus bilden so wie wir ihn kennen.

Aber es hat auch Biomasse wie abgeworfenes Laub, Pflanzenreste, Aas, Kot, Früchte, usw. Dieses Material ist auch im Kreislauf der Natur vorhanden. Nicht in Form von Kompost. Es wird zermahlen und verrieben weil es zerfällt wie der trockene Basilikum den wir zwischen den Fingern zerreiben und auf die Spaghetti streuen.
Diese Biomasse steht den Pflanzen als Nährstoff zur Verfügung. Es ist in Pulverform vorhanden und wird im Regen freigesetzt. Ich habe mich auch an Standorten von Kakteen herumgetrieben und schaue mir gerne Fotos von Habitaten an.
Interessant ist, dass Kakteen nicht in Gegenden wachsen die ohne anderer Vegetation sind. Wüsten die sonst vegetationslos sind werden auch von Kakteen gemieden. Dünenfelder die nur aus mineralischem Sand bestehen oder mineralische Steinwüsten in der Atacama sind auch von Kakteen nicht bewohnt. Sobald es aber eine Begleitflora gibt, ist es auch für Kakteen bewohnbar.
Pflanzen, auch wenn sie noch so hart im nehmen sind, brauchen Nahrung. NPK wie es auf dem Dünger steht.
Und da in den Habitaten kein Gärtner mit dem Dünger in der Giesskanne rumläuft und giesst, muss der Dünger irgendwo herkommen. Zermahlenes Gestein hat kein Stickstoff und ohne Stickstoff geht es einfach nicht.

Rein mineralisches Substrat hat keinen Nährwert. Kakteen in reinem Quarzkies ohne Dünger geht auf die dauer nicht. Der Kaktus macht zwar ein wunderbares Wurzelwerk weil er nach Nahrung sucht die vielleicht in gelösster Form in Spuren im Regenwasser vorkommen. Zur Ernährung genügt das aber nicht.

Rein mineralisches Substrat hat nur den Vorteil das keine Organischen Stoffe vorhanden sind die vielleicht verfaulen könnten.
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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Cristatahunter am Di 12 Sep 2017, 21:54

https://www.kakteenforum.com/t25245-am-standort-negrita?highlight=negrita


Hier habe ich einen Standortbericht zum Thema Substrat geschrieben.
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Re: Kakteensubstrate am Standort

Beitrag  Kotschoubey am Mi 13 Sep 2017, 22:12

@Cristatahunter: Super interessant, Deine Ergänzungen! Ich wollte nur sagen, dass optisch kein signifikanter Humusanteil feststellbar ist. Meine Einlassungen sind ja nur flüchtige Feldbeobachtungen, keine chemischen oder bodenkundlichen Analysen, den Anspruch können und wollen sie nicht erfüllen. Aber vielleicht sind diese schnell hingeworfenen Tagebuchnotizen doch interessante Hinweise für die Kultur und Pflege, nur darum geht es mir. Ich bin aber auch kein absoluter pedologischer Idiot, während des Geographiestudiums musste ich das vor Jahren mal ausführlich pauken, das Allermeiste ist aber bereits wieder vergessen Wink

Also weiter: Mammillaria wrightii (nördl. Sonora)
Substrat: Sehr gebirgig, auf 1.500 m ü.NN. Nur grob verwitterter Kalkstein mit deutlich erkennbarem Humusanteil. Boden riecht humos. Der massive Kalkstein steht kaum einen halben Meter unter der Bodenauflage an.

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