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Schlumbergera überzüchtet

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Re: Schlumbergera überzüchtet

Beitrag  airabocse am Do 04 Jan 2018, 16:01

Ja, ich denke auch, wenn eine solche Pflanze das Glück hat in die Hände eines Kakteenfreundes zu fallen, wird sich der Habitus mit den Jahren einigermaßen normalisieren.

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Re: Schlumbergera überzüchtet

Beitrag  chrisg am Sa 06 Jan 2018, 07:56

Phyllo schrieb:
Hi
Deine Ausage kann ich so nicht bestätigen. Wenn ich meine schon mehrjährigen Thor-Hybriden anschaue, verliert sich diese starke Bildung neuer Blattsegmente im Laufe der Zeit. Der Wuchs lässt sich dann durchaus als "normal"  bezeichnen!  Es  regt sich bei mir der Verdacht, dass in der Produktion mit Chemie, speziell, Wachstumsreglern gearbeitet wird. Warum auch nicht! Müssen doch innerhalb eines Jahres kompakte und verkaufsfähige Pflanzen entstehen. Massenproduktion eben!

Die vermehrte Sprossbildung ist erblich festgelegt. Die Knospenbildung auch, kann aber in Gegesatz dazu chemisch beeinflusst werden. Man kann darüber auch etwas in den Patentbeschreibungen nachlesen. Die Sprossbildung usw lässt sich natürlich sehr durch die Kulturbedingungen beeinflussen. Es besteht eben ein recht erheblicher Unterschied zwischen den natürlichen Bedingungen im Urwald oder in Gewächshäusern und eine durchschnittliche Menschenwohnung. Stell ich einen Kaktus, egal von welchem Grossbetrieb stammend, unter Zusatzbeleuchtung, mit Temperatursteuerung, timergesteuerte Bewässerung und Düngung auf, wird er diese Karaktäristiken weiterhin vorzeigen. In Vietnam, Afrika oder sonstwo wo die aufgezogen werden sowieso. Zuhause vorm Fenster ist das eine ganz andere Angelegenheit. Um nur den Beleuchtungsfaktor zu nennen, reicht es aus die Schlumbis im Fenster hinter einem Baum zu stellen um die Sprossbildung und Blühfreudigkeit erheblich zu verringern. Ich merke direkt wenn ein Jahr der Sommer verregnet und kaum Sonne war. Ich merke auch einen deutlichen Unterschied zwischen älteren und modernen Sorten, und weil wir hier den betreffenden Zuchtbetrieb bereits erwähnt haben, zwischen die "New Generation" und andere Sorten. Die Pflanzen dieser Grösse dauern übrigends etwa 1½ Jahr, kommt drauf an wie man rechnet. PKM zB vertreibt auch 2-jährige Pflanzen.

Wegen Wachstumsregelung habe ich voriges Jahr zwei Grossbetriebe mit internationaler Kundschaft angesprochen und beide haben ausgesagt, sie verwenden keine. Die Steuerung wird zum Teil temperaturmässig unternommen. Ich habe einige Fälle von Phyllodie und noch einige andere etwas verdächtige vegetative Symptome beobachtet und wollte mehr über die Kulturbedingungen der symptomatischen Pflanzen wissen. Es konnte nicht bestätigt werden das es sich um Folgen von Hormonstörungen durch chemische Mittel oder irgendwelchen Krankheiten handelte, sondern man meinte es passierte wegen der Temperatursteuerung. Da hat was nicht geklappt.

Wichtig für diese Firmen ist, das die Pflanzen zum Liefertermin möglichst kompakt und blühbar sind und nicht sofort die Knospen oder Blüten abwerfen, weder beim Transport durch ganz Europa bis USA oder im Blumengeschäft. Auch sollten sie ein oder zwei Wochen unter einem Händlerregal oder Lieferregal stehen können ohne zu erblassen oder anderswie negativ zu reagieren. Was danach passiert intressiert denen wenig. Es ist aber erfreulich, das die grossen Firmen teilweise doch registriert haben, das es intresseirte Leute gibt die darauf Wert legen den Sortennamen zu erfahren und die Pflanze weiter zu kultivieren.

Ich habe fast alle Sorten aus der Thor-serie. Diese Firma ist jedoch nur ein Beispiel nach diesem Trend. Da besteht meiner bescheidenen Meinung nach mit Ausnahme der genannten NG-serie kein besonderer Unterschied zu den modernen Sorten anderer Firmen, wie etwa PKM, de Vries, Houtermann-Klessens, Rosa Danica etc Ich würde sogar sagen sie machen alle so zeimlich das Gleiche und kopiieren Sorten von einander. Abgesehen von individuellen Details der Sorten finde ich das momentan überall die Zuchtziele sehr in der super-verzweigten Richtung gehen. Ich hoffe das wird sich bald ändern.

/ CG
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