Kakteenforum
Herzlich Willkommen auf www.kakteenforum.com
Werde auch Du Mitglied in Deutschlands grösster & aktivster Kakteencommunity im Web!

Wir bieten:
- komplett werbefreies, kostenloses und nicht kommerziel geführtes Forum
- egal ob Neueinsteiger oder Profi, hier zählt Jeder gleich!
- einmal registrieren und Zugriff auf alle Foren
- sehr schnelle Hilfe bei allen Fragen zur Bestimmung, Pflege, Krankheiten & Schädlinge etc.
- interessante Diskussionen in stressfreier, freundlicher Community

Wir würden uns freuen, Dich als neues Mitglied begrüßen zu dürfen!

Hinweis auf unsere Datenschutzerklärung:
https://www.kakteenforum.com/Impressum-h1.htm

Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Seite 1 von 5 1, 2, 3, 4, 5  Weiter

Nach unten

Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Mi 07 Feb 2018, 18:46

Nabend!

Ich möchte bei meiner ersten Aussaat anstelle von Chinosol Kaliumpermanganat zum Anstauen verwenden. Fast alle (oder sogar alle?) hier werden sicherlich Chinosol verwenden und damit auch gute Erfahrungen gemacht haben. Sieht man ja an einigen Aussaatberichten.

Ich habe auf der Seite von Köhres und Beiträgen aus anderen Foren, die ich mit Google gefunden habe, gelesen, dass Chinosol auch eine keimhemmende Wirkung besitzen soll. Jetzt könnte ich die Töpfe trotzdem einfach mit Chinosol anstauen und würde mich dann fragen, ob es am Chinosol gelegen hat, falls das teilweise sehr teure Saatgut nicht keimen sollte. Über Kaliumpermanganat konnte ich nichts über keimhemmende Eigenschaften finden. Daher wäre mir dieses Mittel -stand jetzt- lieber.

Chinosol würde ich nur bei aktivem Pilzbefall sprühen.

Hat jemand Erfahrungen mit Kaliumpermanganat gemacht? Falls ja, wie hoch sollte die Konzentration sein? Habs ziemlich günstig in Pulverform gefunden; fertige Lösungen sind zu teuer. Das Thema scheint es hier noch nicht gegeben zu haben.
avatar
M.Ramone
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 807
Lieblings-Gattungen : Keine

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Mexikaner am Mi 07 Feb 2018, 19:06

Hallo,
bitte mach das nicht.Kaliumpermanganat reagiert sehr schnell zu Braunstein und das in ein paar Stunden.Damit hat es jede Wirksamkeit verloren.Außerdem tust du den jungen salzempfindlichen Wurzeln nichts Gutes.Das wäre der sichere Tod für die Keimlinge.Samen beizen in KMnO4 kannst du ,aber mehr auch nicht.Der ganze Kram mit Chinosol und co ist meistens völlig übertrieben.Meine ersten Aussaaten habe ich genauso behandelt und habe festgestellt,dass es absolut nicht notwendig ist.Jeder hat ja sein eigenes Rezept.Ich beispielsweise nehme Schachtelhalmextrakt 10ml/l statt Chinosol und bei mir funktioniert es.Chinosol funktioniert ebenfalls und wirkt auch nicht keimhemmend bei 0,5g/l.

Ich persönlich nutze kein Chinosol mehr! Wenn Schimmel auftritt sprühe ich mit Schachtelhalmlösung und sobald das Keimen abgeschlossen ist beginne ich zu lüften (nach 2-3 Wochen)....eine Woche lüften und dann kommt der Deckel weg.Die Sämlinge benötigen die stickige Luft nach dem Keimen nicht mehr,sie wollen nur feucht stehen..

Aber zum Kaliumpermanganat kann ich dir absolut nicht raten (zumindest nicht zum Gießen/Anstauen),denn damit bringst du alles um.
avatar
Mexikaner
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 446
Lieblings-Gattungen : Escobaria,Turbinicarpus

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Dietz am Mi 07 Feb 2018, 19:26

[quote="Mexikaner"]Hallo,
bitte mach das nicht.Kaliumpermanganat reagiert sehr schnell zu Braunstein und das in ein paar Stunden.
Kann mich der Meinung von Ines nur anschließen. Hatte vor 2 Jahren eine Aussaatschale damit angestaut , verschiedene Arten und mehrere Bezugsquellen---- nichts aber auch gar nichts ist gekeimt. Kann mir nur erklären dass das Kaliumpermanganat Schuld war.
avatar
Dietz
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 1681
Lieblings-Gattungen : sehr viele

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Mi 07 Feb 2018, 19:48

Ui, überall liest man etwas anderes Smile Das ist sehr verwirrend.

Auf Schachtelhalmextrakt als Desinfektionsmittel bin ich noch nicht gestoßen. Danke für den Tipp! Die Biovariante hab ich sowieso immer lieber, als alles deren Namen ich nicht aussprechen oder mir nicht merken kann. Zu dumm, dass ich damals den ganzen Schachtelhalm hier mit widerlichem Gift bekämpft habe. Das steckt sicherlich noch im Boden...

Als ich über Kaliumpermanganat gelesen habe, hats mir bei dem Wort "Salz" sauer aufgestoßen. Aber weil andere gute Erfahrungen damit gemacht haben, hab ich mir dann nichts weiter gedacht, bzw. gedacht, dass es den Kakteen wohl nicht schade. Also gut, dass ich hier nochmal nachgefragt habe. Vielleicht meldet sich ja sogar noch jemand hier, der doch gute Erfahrungen damit gemacht hat. Aber bei so einer eindringlichen Warnung, sollte ich wohl lieber die Finger davon lassen.

Mit Schachtelhalm anzustauen finde ich gut. Nicht, dass ich die gleiche Erfahrung wie Dietz mache und genau das Gegenteil von dem bezwecke, weshalb ich das Kaliumpermanganat ausprobieren wollte. Mal abgesehen davon, habe ich mit dem Schachtelhalm den Dünger inklusive.
avatar
M.Ramone
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 807
Lieblings-Gattungen : Keine

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Mexikaner am Mi 07 Feb 2018, 20:08

Du kannst die Samen in Kaliumpermanganatlösung einlegen um sie zu desinfizieren.Habe ich noch nie gemacht,aber hier im Forum schon gesehen.

Die Kieselsäure,die im Schachtelhalmextrakt enthalten ist wirkt fungizid.Es reicht wenn das Wasser eine leicht bräunliche Färbung hat (5-10ml pro Liter) und wenn man Schimmel sieht einfach mit dieser Lösung sprühen.Ich beziehe mich mit meinen Angaben auf den käuflichen Schachtelhalmextrakt der Firma Neudorff.

Ich bin ein Verfechter von hohen Salzkonzentrationen im Anstauwasser. Der Samen muss ja ordentlich aufquellen um zu keimen und das funktioniert ja durch Osmose.Osmose funktioniert wiederum nur wenn ein Konzentrationsgefälle vorliegt.Deshalb ist es besser wenn das Wasser salzarm ist (am besten Regenwasser).So kann das meiste Wasser durch die Samenschale aufgenommen werden.
avatar
Mexikaner
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 446
Lieblings-Gattungen : Escobaria,Turbinicarpus

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  M.Ramone am Mi 07 Feb 2018, 20:23

Die Samen wollte ich eigentlich trockenbeizen, da ich mir das noch mühseliger vorstelle, die entweder aus dem wasser zu fischen oder sie irgendwo zu filtern. Dann kleben die noch an den Fingern, usw..

Bei der Menge an Samen, die ich nun da habe, wird selbst das Trockenbeizen sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Habe auch eben schon in der Bucht nach Schachtelhalmextrakt gesucht und das von dir angesproche von Neudorff entdeckt. Werde auch gleich morgen in den Baumarkt (da wollte ich sowieso hin) und das Extrakt mitnehmen.

Und dass mir etwas über Osmose erzählt worden ist, ist auch schon 20 Jahre her grinsen2. Aber wieder eine Wissenslücke, die geschlossen werden muss.

Dankeschön!
avatar
M.Ramone
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 807
Lieblings-Gattungen : Keine

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  nordlicht am Mi 07 Feb 2018, 20:41

Moin Marcus,

nachdem ich zum Thema Kaliumpermanganat viel gelesen habe, versuchte ich seit zwei Jahren das Zeug zu kaufen. Das ist in Hamburg aber außerordentlich schwer zu bekommen. In diesem Jahr habe ich etwa ein Gramm Restbestand kaufen können. Ich habe es aber nur verwendet, um die Samenkörner darin zu baden, bevor ich diese ausgesät habe. Zum Anstauen habe ich es nicht eingesetzt.

Etwa vier Wochen nach der Aussaat hatte ich auf drei oder vier Sämlingen Pilzbefall festgestellt, die befallenen Sämlinge entfernt, die Stellen mit Chinosollösung eingesprüht, seitdem ist alles gut.

Anstauen mit Kaliumpermanganat war für mich nie eine Option.

_________________
Grüße vom nordlicht
"Wer die Dornen nicht ehrt, ist den Kaktus nicht wert"
avatar
nordlicht
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 1846
Lieblings-Gattungen : Frostharte und alles, was klein bleibt, robust ist und mehrfach blüht

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  TobyasQ am Mi 07 Feb 2018, 21:17

Außer zum Beizen nehmen doch einige Forianer hier, Kaliumpermanganat (KPM) zum Desinfizieren von Töpfen, Schalen etcetera.

KPM-Granulat käuflich zu erwerben ist eigentlich unmöglich. Selbst in Apotheken ist es nicht mehr vorrätig, da der Verkauf dokumentiert werden muss. Bei Online-Apotheken bekommt man nur Lösung oder die leeren wasserdichten Aufbewahrungsdosen.
avatar
TobyasQ
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 1838
Lieblings-Gattungen : Mammillaria, EC, Cleistocactus, Matucana, Epiphyten, Thelo-, Tephro-, Pterocactus

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  Mexikaner am Mi 07 Feb 2018, 21:31

Das stimmt natürlich,aber warum Kaliumpermanganat (Ich kann das Wort bald nicht mehr sehen  Mad  grinsen2) nehmen,wenn es dazu eine noch billigere Alternative gibt.Die gute,alte Chlorbleiche (DanKlorix) wirkt schneller und besser.

Man bräuchte ja Massen an KMnO4 um Töpfe zu desinfizieren und Apotheken geben nicht gerne festes Kaliumpermanganat ab,denn es ist brandfördernd. Außerdem ist die erhältliche 1%ige Lösung um ein Vielfaches teurer und weniger ergiebig als eine Flasche Chlorbleiche und ein Schuss Spülmittel...
avatar
Mexikaner
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 446
Lieblings-Gattungen : Escobaria,Turbinicarpus

Nach oben Nach unten

Re: Kaliumpermanganat statt Chinosol?

Beitrag  TobyasQ am Mi 07 Feb 2018, 21:50

Keine Massen, in einen Eimer Wasser ein paar Gramm rein, auflösen und die gereinigten Gebrauchten getaucht und trocknen lassen. Fertig.
avatar
TobyasQ
Kakteenfreund

Anzahl der Beiträge : 1838
Lieblings-Gattungen : Mammillaria, EC, Cleistocactus, Matucana, Epiphyten, Thelo-, Tephro-, Pterocactus

Nach oben Nach unten

Seite 1 von 5 1, 2, 3, 4, 5  Weiter

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten