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Mein Astrobergia-Experiment

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Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  DanielDD am Sa 10 Feb 2018, 20:16

Hallo Leute,

ich bin seit einigen Jahren bemüht,  Astrophyten und Leuchtenbergia
principis zu kreuzen.    Ich kenne die Diskussion hier:
https://www.kakteenforum.com/t20474-astrobergia

Im letzten Jahr hat es anscheinend funktioniert.   Die Mutter stammt
aus der myriostigma Japan Mischung s58 von starastrophytum (Ast195).
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Der Vater ist eine Leuchtenbergia principis (522 bei MESA Garden).

Ich habe im September 2017 gesäht und teilweise auf Seleni gepfropft.  
Die Wurzelechten wachsen sehr langsam.

Ein Gepfropfter:
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Weitere Gepfropfte:
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Einige Wurzelechte:
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Es ist zunächst verwunderlich, dass die Nachkommen nicht so aussehen,
wie die Astrobergias, die man im Netz findet.  Es sind noch nicht mal Ansätze
von Tentakeln zu sehen.

Weiterhin fällt auf, dass die Geschwister große Unterschiede untereinander
aufweisen. Das würde man eher erwarten, wenn Mutter oder Vater hybriden
sind.   Die Mutter (Ast195) scheint jedoch kein Hybrid zu sein.  Ich habe Aus-
saaten,  an denen Ast195 beteiligt ist, und bei diesen Aussaaten sind die
Geschwister weitgehend ähnlich.    Ich denke auch, dass der Vater (immerhin
von MESA) reinrassig ist.

Das könnte darauf hindeuten, dass der Vater eher ein Astrophytum-Hybrid ist,
oder dass die Samen sogar verschiedene Väter haben.

Wie es auch ausgeht,  schon wegen der deutlichen Unterschiede zwischen
der Mutter und den Kindern denke ich, dass es interessante Pflanzen werden.

DanielDD
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Cristatahunter am Sa 10 Feb 2018, 21:01

Das sind hochinteressante Neuigkeiten. Ich bin gespannt wie diese sich weiter entwickeln. Vielleicht sieht man später mehr. Wenn ich deine Geschichte nicht gelesen hätte, würde ich die gezeigten für normale Hybriden halten.
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Bimskiesel am Sa 17 Feb 2018, 12:14

Hallo Daniel, bitte kläre mich mal auf: "myriostigma Japan Mischung s58" klingt für mich nicht unbedingt nach Astrophytum asterias, das ja die reine Art wäre. Also ich würde bei dieser Bezeichnung davon ausgehen, dass die Mutterpflanze Deiner Astrobergia eine Hybride ist.

So was in der Art hast Du ja schon vermutet.

Viele Grüße von Antje
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Cristatahunter am Sa 17 Feb 2018, 16:51

Wie kommst du auf asterias?

Die Mutterpflanze, also die Trägerin der Frucht und der Samen ist eindeutig ein myriostigma Fukuryu. Also eine myriostigma Hybride.
Der Vater sollte eine Leuchtenbergia principis von SB sein, wenn ich richtig gelesen habe.
Wenn wir uns aber die Nachkommen anschauen, so gibt es einen Einfluss von asterias zu erahnen. Auch die schrumpeligen Sämlinge haben unterschiedliche Färbungen.
Rötliche Sämlinge gehen in Richtung asterias, grüne Sämlinge Richtung myriostigma. Vielleicht ist auch atavismus im Spiel, wodurch alles in Unordnung geraten ist.
Mich würde es natürlich sehr freuen wenn dem Daniel tatsächlich eine Astrobergia gelungen wäre.


Zuletzt von Cristatahunter am Sa 17 Feb 2018, 17:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  sensei66 am Sa 17 Feb 2018, 17:14

Hallo Daniel,

wie kommst du darauf, dass die Mutter keine Hybride ist? "Japan-Mischung" und das Aussehen klingen für mich doch sehr danach. Daher verwundert es mich nicht, dass die Nachkommen unterschiedlich aussehen. Was mich viel mehr wundert ist, dass die Nachkommen viel mehr Ähnlichkeit mit A. asterias haben, wogegen die Mutter doch viel mehr Merkmale von myriostigma hat.
Anzeichen, dass da eine Leuchtenbergia mit drin ist, sehe ich keine. Schade eigentlich.

ciao
Stefan
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Bimskiesel am Sa 17 Feb 2018, 18:14

Cristatahunter schrieb:Wie kommst du auf asterias?

Ja, natürlich ein myriostigma! Rolling Eyes  

Fehler vom Amt. Gut, dass hier immer einer aufmerksam ist. grinsen

Vielleicht habe ich mich zu sehr von den Sämlingen verwirren lassen. Gestört

Danke sagt Antje
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  DanielDD am Sa 17 Feb 2018, 19:59

Hallo Leute,

ich denke auch, dass man an den Sämlingen keinen Einfluß von
Leuchtenbergia erkennen kann.    Zu der Frage, ob die Mutter
ein Hybrid ist oder nicht, kann ich nur sagen, dass ich noch eine
weitere Ausaat von der gleichen Mutter habe, und dort sehen
die Sämlinge ziemlich gleich aus:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Das deutet eher darauf hin, dass die Mutter kein Hybrid ist.

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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Cristatahunter am Sa 17 Feb 2018, 20:51

Die Farbe der Sämlinge und die sichtbaren Dornen sehen nicht wie Nachkommen eines sortenreinen myriostigmas aus. Starastrophytum wird doch wohl nicht Sortenreine Samen in einen Samenmix mischen.
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Kaktusfreund81 am Sa 17 Feb 2018, 21:07

Stefan,

deine Idee mit dem Atavismus finde ich sehr interessant. Man muss auch
bedenken, dass es dominante und rezessive Erbgänge gibt, also das Mekmale
des Phänotyps (Erscheinungsbildes) nicht immer gleich weitergegeben werden,
sonders dass Merkmale aus älteren Parentalgenerationen wiederkehren können.
Deshalb ist Ansatz eines Atavismus durchaus sinnvoll.

Was ich zu der Astrobergia-Diskussion halte:

Man sollte nicht pauschalisieren, dass man Astrophytum und Leuchtenbergia problemlos kreuzen kann,
aufgrund gemeinsamer oder zumindest ähnlicher Merkmale wie der Blüten- / Wuchsform etc..

Ich bin davon überzeugt, dass die Genetik keine wirklich transparente Wissenschaft ist, sondern
eine Mischung verschiedener Einflüsse und erblicher Anlagen. Es ist bei einer erhöhten
Tendenz zur Entstehung einer Hybride möglich, dass eine Astrobergia entsteht.
Aber nicht nur aufgrund der Parentalgeneration, sondern entweder durch vorher
vorhandene heterozyte Gensequenzen auf der DNA der Eltern, oder wegen des
Anhängens von Nukleotidsequenzen des Leuchtenbergia-Genotyps bei der Meiose.
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Re: Mein Astrobergia-Experiment

Beitrag  Cristatahunter am Sa 17 Feb 2018, 22:17

Es besteht eine These, das die Gattung Astrophytum früher viel grösser war. Die Astrophyten haben ein sehr grosses Verbreitungsgebiet und sind innerhalb der Gattung zweigeteilt. A. myriostigma und A. coahuilense sind konvergent aber nicht verwandt. Sie lassen sich nicht miteinander kreuzen obwohl sie sich doch sehr ähnlich sind. Myriostigma und ornatum stehen sich nahe und lassen sich kreuzen, obwohl ihr natürliches Vorkommen sehr weit auseinander liegen.
Durch Hybridisierung kann Atavismus zum Vorschein kommen. Merkmale längst ausgestorbener Astrophytum Arten werden sichtbar. Lange fingerartige Warzen, Zwischenrippen und anderes Formenspiel sind das Ergebnis dieses grossen Genpools. Darum erstaunt es nicht das einzelne extreme Kikkos als Gattungshybride Astrobergia bezeichnet werden.
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