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discocactus flagelliformis?

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discocactus flagelliformis?

Beitrag  Patrick1991 am Mi 14 März 2018, 17:14

Hallo zusammen,
Meine Mitarbeiterin meinte es gut und hat einen kompletten Messebestand aufgekauft. Meine Laube war nicht wirklich gut als ich gestern sah was da kommt.
Natürlich musste ich auch welche mitnehmen.

Bild 1 könnte Discocactus flagelliformis
Bild 2 weiß ich leider nicht

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Gruß Patrick
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Patrick1991
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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  Epi-Anzucht-Fan am Mi 14 März 2018, 17:47

Hallo Patrick,
Du meintest sicher Disocactus (nicht Disco..); aber ob es der flagelliformis ist, kann man erst bei der Blüte feststellen. Vom äußeren Erscheinungsbild würde ich eher auf einen D. mallinsonii tippen.
Die zweite Pflanze würde ich als Rhipsalis bezeichnen, aber welche? Da gibt es so viele....
MfG
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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  Patrick1991 am Mi 14 März 2018, 18:14

Danke für die schnelle Antwort.
Ja ist blöd wenn man den falschen Namen kopiert Rolling Eyes

Welche Erde würdest du nehmen reinmineralisch oder Humoslastig
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Patrick1991
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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  plantsman am Mi 14 März 2018, 18:34

Moin,

handelsübliche Orchideenerde ist bei diesen beiden Gattungen gut geeignet.

Die zweite Pflanze sollte Rhipsalis pilocarpa sein.

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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  Patrick1991 am Mi 14 März 2018, 21:54

Vielen dank
Orchideenerde hätte ich nicht gedacht.
Speichert Orchideenerde nicht Wasser und das könnte zu Wurzelfäule führen.
Sorry will es nur verstehen
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Patrick1991
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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  Kaktusfreund81 am Mi 14 März 2018, 22:45

Orchideenerde speichert erst dann Wasser, wenn die Pinienrindenbrocken zu verrotten beginnen.
Dann sollte man die Pflanze umtopfen um Wurzelfäule zu vermeiden.

Für die oben gezeigten Pflanzen kommt es mir auch ein bisschen seltsam vor, aber da die beiden
Urwaldbewohner sind ist dieser Vorschlag teilweise nachvollziehbar.

Meine Phalaenopsis trocknen nach ein paar Tagen größtenteils wieder ab, bei
viel Sonneneinstrahlung noch schneller. Die Orchideentöpfe sind oft durchsichtig und man
kann das Abtrocknen quasi optisch verfolgen.

Bei Aporocacteen sollte das Substrat zwar nährstoffreicher und humushaltiger sein als bei den
anderen Gattungen, aber Orchideenerde zu verwenden klingt für mich etwas absurd.
Selinicereus, Hylocereus etc. wollen es auch etwas reichhaltiger haben, genauso wie Aporos.
Bei reiner Orchideenerde würde die Drainage einfach zu gering sein, um die empfindlichen
Faserwurzeln zügig abtrocknen zu lassen. Ich würde einfach mineralisches Kakteensubstrat mit
30 % Komposterde mischen und gut iss.  Wink
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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  plantsman am Do 15 März 2018, 12:28

Moin,

die Wurzeln epiphytischer Pflanzen sind von Natur aus luftbedürftig. Dabei haben sie aber durch Moospolster und Rindenspalten oft eine gewisse Restfeuchte um sich herum, auch wenn der Rest der Pflanze abgetrocknet ist. Wenn die Möglichkeit besteht, werden viele auch in morsche Holzstrukturen einwurzeln weil dort mehr Nährstoffe zu finden sind. Viele sind auch in der Lage auf Lehmbänken zu wachsen. Sie wurzeln dort aber niemals hinein sondern die Wurzeln wandern stets über die Oberfläche, oft zwischen Lehm und Falllaub. So kann man sagen, dass der Wurzelraum dieser Pflanzen fast immer sehr flachgründig ist, sie auf der Suche nach Nährstoffen aber meist sehr weit herumstreichen. Auch die Besiedlung von Felsen ist für Epiphyten möglich weil dort ähnliche Bedingungen herrschen wie auf einem Baum: flachgründiges Substrat mit Moos- und Flechtenbewuchs, wenig Nährstoffe und Felsspalten, in denen sich roher Humus mit einem Anteil "Steinchen" ansammelt.
Die klimatischen Bedingungen an den Standorten sind dann so, dass es recht regelmäßig sehr ergiebige Regenfälle und/oder morgens viel Nebel oder Tau gibt. Der Wurzelraum durchfeuchtet also fast täglich recht gut. Durch Wind und Sonne trocknet alles aber stets gut wieder ab, oft jedoch mit einer leichten Restfeuchte an den Wurzeln. Trockenere Standorte werden von stärker sukkulenten Vertretern bewohnt. Dafür sind Kakteen natürlich gut geeignet wie z.B. Aporocactus, die auch in trockenen Landstrichen auf die Bäume gewandert sind.

Das lässt mich zu folgenden Substrateigenschaften kommen:
- sehr gute Luftführung bei gleichzeitig stets leichter Feuchtigkeit
- relativ wenig Nährstoffe
- hauptsächlich humose Stoffe und ein recht vielfältiges Bodenleben, das den Humus mineralisiert.
An diese Bedingungen haben sich die Wurzeln der Epiphyten angepasst.

Wir haben die Sammlung epiphytischer Kakteen, ca. 80 Taxa, des botanischen Garten Magdeburg, Gruson-Gewächshäuser, vor 4 Jahren vollständig auf eine Orchideenmischung (1 Teil grobe Pinienrinde, 1 Teil feine Pinienrinde, 1 Teil grober Bims) umgestellt. Vorher wurde eine ähnliche Mischung wie hier vorgeschlagen benutzt. Wurzelschäden gehören nun der Vergangenheit an. Vorher waren diese teilweise nur noch kleine, verfaulte Stümpfe. Selbst Stecklinge, einfach in das neue Substrat hineingesteckt, wurzeln seht gut an.
Wichtig ist halt eine mäßige tägliche Befeuchtung (nebeln, sprühen, in der Hauptwachstumszeit giessen), am Besten morgens, und danach ein gutes Abtrocknen. Je sukkulenter, umso ausgeprägter die Trockenphase.

Es sind zwar Kakteen, aber von der Kultur mit den "üblichen" Kakteen überhaupt nicht gleichzusetzen. Da sie anpassungsfähiger sind, kann man sie natürlich auch in anderen Substraten kultivieren, Hauptsache ihre Grundbedürfnisse werden eingehalten.
Kaktusfreund81 schrieb:Bei Aporocacteen sollte das Substrat zwar nährstoffreicher und humushaltiger sein als bei den anderen Gattungen, aber Orchideenerde zu verwenden klingt für mich etwas absurd.
Es ist, meiner Meinung nach, recht unlogisch Pflanzen, die mit Orchideen und Trichterbromelien auf den Bäumen wachsen, nicht ähnlich wie diese zu kultivieren. Ich empfehle, mal nach Habitatbildern zu suchen (z.B. "Aporocactus in Habitat" als Suchbegriff). Durch diese bekommt man eine Vorstellung, wie sie in natura wachsen.

Patrick1991 schrieb:Speichert Orchideenerde nicht Wasser und das könnte zu Wurzelfäule führen.
Kaktusfreund81 schrieb:Bei reiner Orchideenerde würde die Drainage einfach zu gering sein, um die empfindlichen Faserwurzeln zügig abtrocknen zu lassen. Ich würde einfach mineralisches Kakteensubstrat mit 30 % Komposterde mischen und gut iss.  Wink
Eine gutes Orchideensubstrat muss mindestens genau so durchlässig sein wie eine grob-mineralische Sukkulentenerde. Durch die Komposterde wird die empfohlene Mischung sogar deutlich undurchlässiger und weniger luftführend, die Drainage ist also geringer als bei einem Orchideensubstrat. Der Feinanteil im Kompost ist im Allgemeinen recht hoch und da Kompost in seinen Eigenschaften stärker variieren kann würde ich diese Empfehlung mit etwas Vorsicht geniessen. Als Gärtnermeister, der mit vielen Kulturen zu tun hat, bevorzuge ich Lösungen, die ich stets in fast gleichbleibender Qualität nachbekommen kann und da gehört Kompost nicht dazu.

Selenicereus und Hylocereus sind als Beispiele leider nicht ideal, weil sie als Kletterpflanzen ihren Ursprung oft am und mit ihren Wurzeln auch im Boden haben. Da sind die Substrateigenschaften natürlich anders und mit denen von obligatorischen Epi- oder Lithophyten wie Rhipsalis, Lymanbensonia, Lepismium, Aporocactus, Disocactus, Epiphyllum, Hatiora und Schlumbergera nicht gut zu vergleichen.

Der Vorschlag mit der Orchideenerde basiert auf den guten Erfahrungen in "meinem" und anderen botanischen Gärten, die ich bisher besuchen konnte. Aber bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Was Du jetzt daraus machst, ist Deine Entscheidung.

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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  Avicularia am Do 15 März 2018, 13:12

Hallo Stefan!

Ich ziehe mal meinen imaginären Hut vor so viel Fachwissen! Das ist auch für mich als nur Mitleserin in diesem Beitrag sehr interessant und ich habe mir bereits im Hinterkopf notiert, dass mein Aporocactus bei nächster Gelegenheit ein geeigneteres Substrat bekommen sollte.
Danke, dass du deine langjährige Erfahrung mit uns teilst!

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Viele Grüße
Sabine


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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  romily am Do 15 März 2018, 13:30

Ich schließe mich Avicularia einfach mal an.

Und danke für den Substrat-Tip, ich will in den nächsten Tagen meine Blattkakteen umtopfen und da kam mir das jetzt sehr recht. danke
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Re: discocactus flagelliformis?

Beitrag  TobyasQ am Do 15 März 2018, 16:30

Bild 1 halte ich für eine Rhipsalis horrida.
Bild 2 eine R. baccifera oder wie schon erwähnt eine R. pilocarpa. Festzulegen dann anhand der Früchte 1. weiss, 2. rot.
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