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Crassula ovata kränkelt?

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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Kaktusfreund81 am Mo 07 Mai 2018, 20:03

Dieses Thema wurde bei anderen Portalen schon mal diskutiert.
Wenn ich die hier verlinke, würde das den Moderatoren aber nicht passen
wegen der Konkurrenz... Wink

Deshalb mal schnell die Kurzfassung:

- bei dem ersten Blog ist die Rede von Salzablagerungen bei der Guttation, die aber völlig harmlos sind
- im zweitem Forum wird von zu viel Chemiekeule, zu viel Dünger oder gar von Thripsen gesprochen
- im nächten sagt man, dass die gepunkteten Blätter ein Merkmal der Art Crassula ovata sind, d.h eine
Eigenart dieser spezifischen Pflanze / ein anderes Mitglied sieht Wolläuse als Ursache, was ich aber
aufgrund der Regelmäßigkeit der Punktierung ausschließe

Ich sehe keine Schädlinge dahinter, jede Pflanze hat sogenannte Stomata in den Zellwänden, die dem
internen Zellplasmaaustausch und der Transpiration (Feuchtigkeitsabgabe) dienen. Durch bestimmte
chemische Reaktionen bei pH-Unregelmäßigkeiten (Neutralisationen) könnten Salze entstanden sein,
die sich ab den Spaltöffnungen ablagern. Somit unterstütze ich definitiv die erste These und denke, dass
Crassula ovata zur Salzbildung bei der Guttation neigt.
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Pekra am Mo 07 Mai 2018, 20:30

Also Parasiten sind es auf keinen Fall, sonst könnte ich die ja wegwischen.

Die Pflanze ist jahrelang in der gleichen Erde gestanden und wurde so gut wie nie gedüngt.
Habe sie nun umgetopft in sehr gute Bonsai Erde und sie steht seit drei Tagen im Freien.
Beim Umsetzen ist mir auch aufgefallen dass sie kaum Wurzeln ausgebildet hat.

Herzlichen Dank für diese schnelle und ausführliche Antwort

LG
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Stachelkopp am Mo 07 Mai 2018, 20:34

Hallo,
bin kein Experte, aber das könnten Mangelerscheinungen sein...wegen der fehlenden Wurzeln...
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Kaktusfreund81 am Mo 07 Mai 2018, 20:42

Stachelkopp schrieb:das könnten Mangelerscheinungen sein...wegen der fehlenden Wurzeln...

Ganz genau. Ohne entsprechend vernünftig ausgebildetes Wurzelwerk können Wasserrationen
schlechter aufgenommen werden und die Pflanze "schwitzt". Durch fehlende Wasserzuführung
kann die Pflanze ihre Nährstoffration nicht decken - und sie kann Wasser mit einem hohen pH-Wert
kaum filtern, entsprechend lagert sich Kalk an den Stomata an. Ist aber nur eine Theorhie, ich bin
auch kein Professor. Wink
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Pekra am Mo 07 Mai 2018, 22:38

Bin mal gespannt ob und wie sie sich in den nächsten Wochen verändern wird.

Jedenfalls danke ich Euch für die Antworten und wünsche einen schönen Abend.

LG
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Fred Zimt am Di 08 Mai 2018, 00:09

Sami schrieb:Dieses Thema wurde bei anderen Portalen schon mal diskutiert.
Wenn ich die hier verlinke, würde das den Moderatoren aber nicht passen
wegen der Konkurrenz...

Ist das so?
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  Pekra am Do 17 Mai 2018, 18:11

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Kurzes Update...

Seitdem meine Crassula in neuer Erde und vor allem tagsüber im Freien steht, werden die weißen Punkte langsam aber sicher weniger.
Ich denke dass es an fehlenden Nährstoffen und Übersalzung gelegen hat.
Auf dem Foto ein Seitentrieb, der knapp unter der Erde direkt aus dem Stamm wächst.

Andere Frage:
Wie kann ich das Wurzelwachstum an dieser Pflanze fördern ?
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Re: Crassula ovata kränkelt?

Beitrag  plantsman am Do 17 Mai 2018, 22:51

Moin,

bei der Gattung Crassula sind auf den Blättern sogenannte Hydathoden zu finden. Teilweise ist die Anordnung dieser Drüsen sogar artspezifisch und für die Bestimmung ein wichtiges Merkmal.

Es besitzen jedoch viele Pflanzen Hydathoden oder Wasserspalten und diese dienen der Ausscheidung von Wasser. Bei Pflanzen arider Standorte sind in den Böden oft zu viel Salze vorhanden. Diese können dann als Salzlösung über die Hydathoden ausgeschieden werden. Das können kochsalzartige aber auch calciumhaltige Salze sein. Sehr auffällig sind die Inkrustierungen z.B. bei verschiedenen Steinbrech-Arten, die auch Krusten-Steinbreche genannt werden. Bei denen sind die Blätter teilweise sehr deutlich mit über die Hydathoden ausgeschiedenem Kalk bedeckt.

Wenn die Wurzeln geschädigt waren, kann es sein, dass die Pflanze nur so in der Lage war, ihren Wasserhaushalt aufrechtzuerhalten indem sie über die Hydathoden aktiv Wasser ausgeschieden hat. Durch den dabei entstehenden Unterdruck in den Leitungsbahnen war es den schlechten Wurzeln möglich, noch Wasser aufzunehmen. Die im Gewebewasser gelösten Salze sind dann bei der Verdunstung des Wasser auskristallisiert. Das der Belag beim Freilandaufenthalt verschwunden ist, liegt sicher daran, dass ihn ein Regen mal weggewaschen hat.

Die Bewurzelung kann man fördern, indem man eine relativ grobporige, tendenziell eher mineralische Erde zum Topfen nimmt. Ein Substrat mit guter Luftführung und Durchlässigkeit fördert die Bewurzelung. Bei zu hohem Feinanteil, egal ob humos oder mineralisch, kann es eher zu leichten Staunässeschäden kommen. Auch sind bei Sukkulenten tendenziell kleinere Töpfe besser für die Bewurzelung. Sie trocknen halt auch schneller ab und damit kommt wieder Luft ins Substrat.

_________________
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"Trotz aller Wissenschaftlichkeit und Systematik vergeßt mir niemals, daß die Pflanzen einfach schön sind."
Prof. Hans Pitschmann, 1984
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