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Kleines Aussaat-Tagebuch von Tom

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Kleines Aussaat-Tagebuch von Tom

Beitrag  FensterBrad am Mi 30 Mai 2018, 13:40

Hallo,

Ich möchte frohe Kunde teilen. (Nein, diesmal werden nicht Wurzeln fälschlicherweise für eine Schimmelpilzbildung gehalten)

8 Wochen lang habe ich sämtliche Pflegetipps aus dem Forum befolgt und meinen kleinen Rackern, Samen der Opuntie ficus-indica, noch im Bauch der Erde täglich Musik vorgespielt, Geschichten vorgelesen und die sie umgebende Erde vorsichtig massiert, wie es ein Vater eben nur tun kann.
Ich hatte es schon fast aufgegeben, da zeitgleich ausgesääte andere Pflanzen längst schon gekeimt waren, doch als ich heute morgen ans Fenster trat, brake-te ich together:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Mein erster selbst gezogener Feigenkaktus erblickte das Licht der Welt. sunny
Kann mir jemand sagen, wie lange es bis Feige Number one dauern kann?
Oder überfrachte ich das junge Geschöpf durch derlei Kosten/Nutzen-Gedanken viel zu früh mit Erwartungen?
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FensterBrad
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Re: Kleines Aussaat-Tagebuch von Tom

Beitrag  papamatzi am Mi 30 Mai 2018, 15:55

Hallo Tom,
Ich freue mich mit Dir. Smile

Und toll, was Du alles anstellst, um den "kleinen Rackern" genügend Lebensmut einzuhauchen. Muss ich auch mal probieren. Wink

Ficus indica hatte ich auch schon mal in der Aussaatschale liegen. Und da die Dinger eine echt harte Schale haben, lassen die sich mitunter sehr - SEHR - viel Zeit, bevor sie mal ein Beinchen vorstrecken. Ungeduldig, wie ich bin, habe ich deshalb die Schalen der Samenkörner ein wenig angeschnitten, ganz an der Seite, dort wo dem Kern keine Gefahr droht, um dem Lebenssaft (Wasser) das Eindringen zu erleichtern. Damit sind sie dann genauso fix mit der Keimung, wenn nicht noch fixer, als andere Kakteensamen.

Auf dem Foto sieht es so aus, als würdest Du mit einem reinen Torfsubstrat arbeiten und die Saatschale nicht abdecken. Über Substrat kann man streiten, ich selbst bevorzuge auch schon bei der Aussaat ein eher mineralisches Substrat. Sehr vorteilhaft ist aber eine lichtdurchlässige Abdeckung, die innerhalb der Saatschale ein feuchtes Klima aufrecht erhält (ohne standing sprühen oder gießen zu müssen) und die Kleinen so animiert schneller aus ihren Gehäusen zu schlüpfen.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Erfolg und viel Spaß.
Du weißt aber schon, dass O. ficus indica sehr - SEHR - groß wird? Twisted Evil Und böse Glochiden hat?

Ach ja, um wirklich Feigen ernten zu können wirst Du wahrscheinlich mindestens zwei Pflanzen brauchen. Ich glaube nicht, dass O. ficus indica selbstfertil (selbstbestäubend) ist. Oder irre ich da? Und bis zur ersten Blüte können durchaus ein paar Jährchen vergehen. Wie lange genau, wissen die Experten hier besser als ich. Wink
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Re: Kleines Aussaat-Tagebuch von Tom

Beitrag  FensterBrad am Mi 30 Mai 2018, 18:30

Hallo Papamatzi,

dankeschön, ich freue mich sehr über deine Anteilanhme an der Geburt Smile
und danke auch für deine Tipps

Ja, das mit den Glochiden habe ich schon gehört oder auf youtube gesehen (am eigenen Leib noch nicht spüren müssen). Man sollte kaktusfeigen wohl nicht unbedingt mit dem Mund ernten? Ein Freund war auch gerade erst in Armenien und hat mir Bilder davon geschickt, wie sie geschält werden. Wegen der Grösse habe ich mir allerdings noch keine Gedanken gemacht. Kann sie denn innerhalb der nächsten 5 Jahre 2,5 m in die Höhe wachsen?

Das Substrat in dem Töpfchen auf dem Foto ist reines Kokohum. (noch feucht vom morgendlichen Sprühen, vielleicht täuscht das dadurch)

zuerst hatte ich alle 10 Samen in einem mit Kokohum gefüllten, transparenten Obst-Plastikschälchen stehen, mit Frischhaltefolie überspannt, zusätzlich in einem Zimmergewächshaus (so ein einfaches, wabbeliges Plastikteil aus dem Baumarkt). Alle 2 Tage habe ich das für 2 h gelüftet. Aber es passierte 5 Wochen lang rein gar nichts.

Dann habe ich alle Samen wieder heraus geholt, 5 davon angefeilt/angeritzt, alle nochmal einen Tag in lauwarmem Wasser eingeweicht.

Anschliessend habe ich eine 5er Samen-Portion auf Kakteenerde von Vulkatec gestreut und diese mit Terrariensand leicht bedeckt (diese Samen sind noch nicht gekeimt),
und die anderen 5 Stück wanderten wieder ca. 0,5 cm tief in ein Anzuchttöpfchen mit reinem Kokohum (und das hat heute morgen laut "fotografiere mich" gerufen).

Der Samen-Anschneide-Tipp scheints also voll gebracht zu haben Wink

(allerdings hatte ich beide Töpfchen seit 3 Wochen wetterbedingt frei herumstehen, kein Gewächshausabdeckung, keine Folie mehr)

Mal sehen, ob sich noch weitere Beinchen ans Licht strecken. Mit etwas Glück wird vielleicht noch eine Familie draus...
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FensterBrad
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