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Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  jpx am Di 17 Jul 2018, 08:20

Moin zusammen,

vielen Dank für den Hinweis; ich habe das Foto entfernt!

Auch vielen Dank für die Erläuterungen! Mir geht es nicht darum, mit Gewalt aus der schönen Pflanze eine tonnenartige Gestalt zu machen, sondern mich interessierte - als Anfänger - die Frage, warum der Fero nur oben die hellen Wachstumsstellen aufweist und ob man daher damit rechnen kann, dass er langsam aber sicher die Kugelform verlässt. Das dies alles sehr lange dauert, war mir schon klar.
Ich will auch nicht mit Gewalt diese Art des Wachstums erreichen und mit übermäßigen Düngegaben (den Dünger soll es ja lt. Aussage unseres Schweizers auch bei dem genannten namhaften Züchter geben - sieh mal an, hätte ich gar nicht gedacht) zu einer Veränderung des Wachstums zu bewegen.

Als - für mich - besondere Pflanze - steht er nicht am Teich, sondern in der vollen Sonne auf der teilgeschützten Terrasse. So kann ich die Wassergaben selbst regulieren.

Vielen Dank für die guten Erklärungen. Ich habe jetzt die Logik des Wachstums soweit verstanden.

Beste Grüße

Jürgen
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Leichtes Säulenwachstum beim Fero stainesii zu sehen!?

Beitrag  jpx am Di 18 Sep 2018, 15:26

Hallo an die Fachleute hier im Forum, die sich schon i.d.R. seriös geäußert haben (andere user blättern bitte weiter und unterlassen am besten jeden Kommentar!)

Ich habe aktuell noch mal einige Fotos von meinem schönen Kaktus erstellt, die nach meiner Einschätzung doch allmählich eine leichte Entwicklung zu einem säulenförmigem Kaktus erkennen lassen. Wenn ich mich (immer noch Anfänger) irren sollte, klärt mich bitte auf!

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Es wird vielleicht damit zusammen hängen, dass dieser Kaktus nicht auf den Kanaren gepuscht wurde, um möglichst schnelle Masse zuzulegen, sondern er machte bei der Anschaffung zumindest auf mich den Eindruck, dass er in Ruhe wachsen konnte.

Bin auf Eure Meinungen gespannt!

Vielen Dank im voraus und beste Grüße

Jürgen
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  TobyasQ am Di 18 Sep 2018, 16:13

Hallo Jürgen,
ich würde mich gerne irren, aber für mich sieht es eher nach Vergeilen aus.
Grund könnte die Anpassung an die neuen Bedingungen bei Dir sein.
Viele große Kakteen stagnieren m. E. im Wachstum nach einer Standortänderung z. B. beim Händler im Glashaus als Showroom und Verkaufsraum steht er im Verband und dann plötzlich einzeln an der Frischluft auf der Terrasse; allein die Temperatur-, Luftfeuchtigkeits- und Lichtverhältnisse die sich dadurch für ihn ändern.
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  jupp999 am Di 18 Sep 2018, 17:44

Nö, vergeilen kann man das nicht nennen.
Aber natürlich gehen überlicherweise Durchmesser und Bedornung bei Importpflanzen zurück ... .
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  jpx am Di 18 Sep 2018, 18:41

Hallo Manfred,

ja, die Erklärung ist sehr einleuchtend für mich! Von Vergeilen würde ich persönlich auch nicht sprechen, da ist die Pflanze m.E. sehr weit von entfernt!

Die Frage ist nur, ob ich jetzt noch mal vor dem Winter düngen sollte, oder nur wässern? Ich habe mich nämlich mit diesem Fero doch etwas zurückgehalten mit dem Düngen, um lieber eine normale Entwicklung zu haben.
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Aber wie gesagt, lieger noch mal etwas "puschen" oder nicht?

Die Pflanze soll sich ja hier gut weiterentwickeln, die muss nicht so extrem wachsen, aber ich meine, sie ist bestimmt schon älter und könnte sich evtl. wirklich von der Kugelform entfernen, ohne zu vergeilen, oder?

Viele Grüße

Jürgen
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  Kaktusfreund81 am Di 18 Sep 2018, 19:08

Hallo Jürgen,

von dir Idee mit dem Düngen vor dem Winter kann ich dir dringend abraten.
Mit Düngen sollte man Ende August eingentlich schon aufgehört haben - außer
Kalidünger Anfang September zum Stabilisieren des Gewebes haben Phosphor
und Stickstoff nichts mehr im Herbst zu suchen. Ein Überschuss mit diesen  
Nährstoffen würde die Pflanze in dem ohnehin schon lichtarmen Winter in
Wachstum investieren. Wenn die Pflanze einmal vergeilt ist, hat man einen
irreparablen Schaden, also eine unschöne "Einschnürung. Das würde ich bei
deinem wirklich beneidbar schönem Ferocactus nicht provozieren. Bedenke
auch, dass große Töpfe langsamer abtrocknen als kleine. Bei einer solchen
Topfgröße kann das schon mal 6 Wochen dauern, bis die wieder völlig einmal
durchgetrocknet sind. Deshalb meine ich sogar, vor dem Winter bei dem Fero
nicht mehr zu gießen. Bei kühlerer Außentemperatur bleibt das Substrat noch
länger feucht, weil weniger verdunstet als bei Wärme. Chronische Feuchte im
Winter kann zum Verhängnis für die Wurzeln werden. Ein Großteil davon würde
wegfaulen. Dann stagniert das Wachstum in der nächsten Saison erst recht.
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Wassergaben im Herbst

Beitrag  jpx am Di 18 Sep 2018, 19:43

Hallo Sami,

(leider hatte ich auf den falschen button gedrückt, so dass ein neues Thema aufgemacht wurde)!


herzlichen Dank für die sehr aufschlußreichen Informationen!

Es leuchtet mir natürlich alles ein, so dass es keine Nachfragen zu diesem Fero gibt. Schön, dass er Dir offensichtlich gefällt. Ich war auch bein Kauf schon sehr begeistert und bin es immer noch, glaube aber, dass ich in diesem Sommer vielleicht zu vorsichtig war mit dem Düngen, d.h. ich wollte ein normales Wachstum und nicht "puschen".
Ich glaube aber, dass ich im nächsten Sommer dann mal etwas intensiver das Wachstum beeinflussen sollte, oder?

Bezüglich der Wassergaben dann doch noch eine Frage: ich habe neben den winterharten Kakteen (die ab Ende Oktober vor Regen geschützt werden) auch einige nicht winterharte Kakteen (u.a. Säulen) am Teich stehen. Die wurden in diesem Sommer ja vor viel Regen verschont, könnten aber demnächst doch mehr Regen abbekommen. Wann sollte ich die denn dort aus dem Beet nehmen, um sie auf dem überdachten Teil der Terrasse stehen zu lassen?
Ende Oktober sollen sie dann z.T. in meinem Arbeitszimmer vor größerer Fensterfront (bodentief) im Süd-West-Bereich vor dem Balkon stehen, andere kommen später in den Keller.

Vielen Dank und beste Grüße

Jürgen
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  jupp999 am Di 18 Sep 2018, 20:26

Hallo Jürgen,

Aber wie gesagt, lieger noch mal etwas "puschen" oder nicht?
Sami hat dazu eigentlich schon alles gesagt.

Meine größeren Feros, die draußen stehen, werden in der Regel so gegen Anfang September zum letzten Mal gegossen (und vor Regen geschützt). Bei großen Töpfen, die u. U. auch noch "ziemlich" von den Pflanzen abgedeckt werden, kann es Wochen dauer, bis die abtrocknen.

Ein bisschen (mehr) Dünger zur Wachstumszeit kann bei Feros nicht schaden. Es sind ja schließlich keine Sulcorebutien. Woher sollen die sonst ihre Masse aufbauen. Von nix kommt auch nix ... .
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  Kaktusfreund81 am Di 18 Sep 2018, 21:07

Hallo Jürgen,

bis Mitte Oktober kannst du die Säulen ruhig am Teich stehen lassen.
Trotzdem immer den Wetterbericht und die Luftemperaturwerte beachten,
notfalls ab plötzlichen Nachtfrostperioden reagieren. Die Pflanzen sollten
so lange wie es nur geht draußen bleiben, denn das härtet ab.

Die großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und der Luftfeuchte-
anstieg nachts fördert ihren natürlichen Stoffwechsel, die CAM-Photosynthese. Dabei
werden die Spaltöffnungen (Stomata) in den Plastidenzellen der Epidermis nur nachts
geöffnet und Kohlenstoffdioxid wird aus der Luft aufgenommen, die Vorraussetzung für
den Assimilationsprozess, um Glucose herzustellen. In der Regel ist das D-Glucose,
die in Form von Apfelsäure in den Vakuolen gespeichert wird.

Bei Bedarf wird sie durch Osmose durch die Membran der Zellorganelle an die anderen
Zellstrukturen abgegen. Normale photoautotrophe Organismen nutzen die Lichtenergie
tagsüber und nehmen gleichzeitig CO2 auf.

Kakteen nicht, sie beginnen diesen Prozess erst, wenn die Lichtenergie nicht mehr vorhanden
ist, eine Überlebensstrategie bei Hitze und Trockenheit. D.h. ihre biochemischen Vorgänge sind
wesentlich differenziert im Vergleich zu anderen Pflanzen, ein Kennzeichen der Xerophythen.
Damit schützen sich sukkulente Pflanzen vor Verdunstung von Wasser aus dem Gewebe.

Außerdem kommt es auch darauf an, welche Spezies du pflegst. Einen Kaktus
tropischen Ursprungs kann man z.B. nicht einfach so bis Mitte Oktober draußen
lassen. Schreib am besten mal, welche Arten du an deinem Teich stehen hast.
In aller Regel sind Säulenkakteen sehr robuste Vertreter, die einiges abkönnen.
Ausnahmen gibt es aber immer und die will man bei der Planung nicht außer
Acht lassen. Wink
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Re: Säulenwachstum bei meinem Ferocactus stainesii var. pilosus anhand der Austriebe erkennbar?

Beitrag  jpx am Mi 19 Sep 2018, 13:42

Hallo Sami,

"Schreib am besten mal, welche Arten du an deinem Teich stehen hast."

Das mache ich gerne:

1. Kakteen am Teich
- Feroactus stainesii (viel jünger als meine Solitärpflanze, nach der ich gefragt hatte, "grobere" Wuchsform, aber schon vor einigen Wochen mit der ersten Blüte!
- Trichocereus terscheckii (klein aber mit großem Durchmesser)
- Echinocactus grusonii (2 mittelgroße, 2 kleine)
- Cereus jamacaru (selbst bewurzelter Cactus von Elke (nach 3 Jahren gutes Wachstum und die erste Knospe)
- Stetsonia coryne

2. Terrasse (trocken) und Balkon (teilüberdacht)

Terrasse:
- Pachycereus pringlei (junge Pflanze mit starkem Wachstum)
- Ferocactus stainesii (erwähnte Solitärpflanze)
- Pilocereus gornellii
Trichocereus pachanoi

Balkon
- Pachycereus pringlei (große und stattliche Solitärpflanze)
- Trichocereus terscheckii


Vielleicht kannst Du mir noch den einen oder anderen Tip geben, bis zu welchem Zeitpunkt die Kakteen am Teich und auf dem Balkon (der nur zum Teil durch einen Dachüberstand geschützt ist) noch Regen abbekommen dürfen!


Vielen Dank im voraus und beste Grüße

Jürgen




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