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Wüstenrose in Not

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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  lookina am Mo 01 Jun 2015, 16:15

Also besprüht habe ich sie bestimmt schon 4 mal ca. Sie stehen jetzt seit einem Monat auf meinem Südbalkon. Seit heute sind
sie in einem Hochbeet, da ja die Temperaturen nachts hier manchmal noch unter 5 Grad rutschen.
Na mal schauen wie es mit ihnen weiter geht. Werde sie ggf. noch mal einsprühen und hoffen.
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  papamatzi am Mo 01 Jun 2015, 17:01

Hallo Lookina,

Meinst Du mit Spinnmilbenspray "Fazilo" von Compo?
Das ist an sich nicht schlecht. Hatte damit schon gute Erfolge gegen Schmierläuse. Ich würde es aber trotzdem bei anhaltendem Befall nochmal mit einem anderem Mittel probieren. Das von Peter-Paul angesprochene Lizetan (oder noch besser Lizetan-Plus) ist da auch meine erste Wahl (da einfach und schnell in der Anwendung) oder wenn gar nichts hilft Bi58 (gibt es nicht als Spray). Mit letzterem sammle ich jetzt gerade Erfahrung. Wink

Wichtig ist, die Behandlung nach ein paar Tagen zu wiederholen, um wie Peter-Paul sagt, auch die Brut zu erwischen. Ob da 3 Tage schon reichen, weiß ich nicht. Ich hätte den Zeitraum etwas größer gewählt.

Wenn man schon häufiger mit einem Mittel gearbeitet hat, empfielt es sich auch das Mittel zu wechseln (andere Wirkstoffgruppe), um resistent gewordene Schädlinge zu bekämpfen.
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  Peter-Paul am Mo 01 Jun 2015, 17:41

Irgendwie ist mein kleiner Beitrag vor 10 Minuten verschwunden. Also nochmal ganz kurz: Unter sehr günstigen Bedingungen (für die Milben) kann eine frischgeschlüpfte Gemeine Spinnmilbe schon nach einer Woche Eier ablegen (andere Angaben: 10 Tage). Wenn man z.B. erst 10 Tage nach der ersten Behandlung die 2. folgen lässt, wird man der Plage nicht Herr, die Generationsfolge ist einfach zu rasch. Ich bin für eine intensive Bekämpfung über eine kurze Zeit, z.B. 3 Behandlungen in 3tägigem Abstand. Das ist besser, als am immer wieder auftretenden Befall zu verzweifeln.
Noch eins: scheinbar nichtbefallene Nachbarpflanzen unbedingt mitbehandeln.
Wer Anstoss an der vielen Chemie nimmt: mit Neem geht das auch.
Vor Bi 58 möchte ich warnen, das stinkt noch sehr lange. Auf keinen Fall im Zimmer anwenden!
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  malageno am Mo 01 Jun 2015, 17:52

Hallo Peter-Paul,
in Deinem Betrag erwähnst Du Neem. Meinen wir hier das Gleiche nämlich das Öl vom Niembaum? Soweit ich weiss, wird dies auch in der Landwirtschaft eingesetzt und auch in Verbindung mit Teebaumöl in der Medizin (Z.B. bei Hautpilz).

Hast Du damit Erfrahrung und welche Erfolge waren zu verzeichnen?
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  Peter-Paul am Mo 01 Jun 2015, 20:52

Hallo Klaus,
Neem dürfte die englische Variante von Niem sein, es ist jedenfalls alles dasselbe: Niembaum-Wikipedia. Ich verwende ein Fertigpräparat (z.B. Celaflor Schädlingsfreii Neem.), das muss man nur noch in Wasser suspendieren und kann diese Suspension gleich anwenden.
Dieses Fertigpräparat enthält 4% natürlichen Neem-Kern-Extrakt, was 1% Azadiachtin entspricht, der eigentlich wirkenden Substanz - das nur zum evtl. Vergleich mit anderen Präparaten.
Ich verwende immer die höchste angegebene Konzentration, das sind 5 ml Neem-Präparat auf 1 l Wasser.
Ich habe das schon bei verschiedenen Kakteen, bei Hoodia gordonii (mein Avatar), Crassula ovata, aber auch bei nicht sukkulenten Pflanzen wie Passiflora oder Prachtbohnen eingesetzt. Meist waren Spinnmilben der Grund, manchmal auch Blattläuse, in einem Fall Wicklerraupen (wahrscheinlich Celypha lacunana). Ich habe nun keine Bekämpfungsversuche mit Protokollierung des Erfolges gemacht. Aber es wirkt. Am deutlichsten war das bei den Wicklerraupen zu sehen, die nicht mehr fraßen und nur noch rumsaßen. Die Tiere sterben bald, da sie sich nicht mehr häuten können. Ob eine Blattlaus oder eine Spinnmilbe saugt oder nicht, ist nun wesentlich schwerer zu erkennen. Nach ein paar Tagen sieht man mit Hilfe der Lupe, dass etliche Tiere eingetrocknet sind. Der Befall geht spürbar zurück. Es wird auch von einer Wirkung gegen die Eier von Spinnmilben berichtet, aber die Angaben sind widersprüchlich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Neem zumindest nicht ausreiched gegen Spinnmilbeneier wirkt, denn bei nur einer Behandlung bemerkt man nach einigen Tagen wieder Nymphen.
Neem reicht auf jeden Fall aus, um mäßigen Befall zu "kontrollieren". Es ist in der Anwendung recht angenehm, riecht nicht übermäßig. Da der Wirkstoff z.B. auch bei Mundspülungen angewandt wird, kann man wohl von einer guten Verträglichkeit beim Menschen ausgehen. Lizetan nehme ich nur, wenn eine schnelle Wirkung geboten scheint, wenn ich z.B. "plötzlich" eine sehr stark befallene Pflanze entdecke (lange nicht hingeguckt).
Da wir uns hier in einem Thread befinden, bei dem es um Adenium geht, muss ich noch bemerken, dass ich Neem bei dieser Pflanze noch nicht angewandt habe, ich würde das aber ohne weiteres tun.  Da war nur mal ein "plötzlicher" starker Spinnmilbenbefall - mit Lizetan nach kurzer Zeit erledigt.
Mit freundlichen Grüßen
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Adenium und Spinnmilben

Beitrag  Orchidsorchid am Mo 01 Jun 2015, 22:26

Hallo miteinander

Ich habe mit Knoblauchbrühe an Schlangengurken im Gewächshaus sehr gute erfahrungen gemacht den Ansatz mache ich immer in einer Flasche mit einen Liter Volumen ,einige Knoblauchzehen schälen und klein schneiden ,2-3 Tage in der Sonne stehen lassen und dann 3 Tage hintereinander auf die Pflanzen spritzen und die Spinnmilben suchen das weite .Wirkt auch gegen Blattläuse !
Und ganz wichtig es ist nicht GIFTIG aber es riecht SEHR,SEHR streng,bitte nicht im Haus anwenden

Grüsse Orchidsorchid/Manfred
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  Peter-Paul am Di 02 Jun 2015, 07:35

Wir hätten einen Spinnmilbenbekämpfungsthread aufmachen sollen.
Zum Knoblauch: Ich glaube nicht, dass Neem giftiger ist als diese Brühe. Es wirkt sicher, aber warum sich diesem Geruch aussetzen, wenn es auch anders geht. Der Preis wäre noch ein Argument, denn Neem ist relativ teuer. Das spielt allerdings bei meinen Blumentöpfen keine Rolle. Ich verwende eine Kleinpackung (100 ml) schon einige Jahre.
Hier ist noch ein Link zu Neemprodukten (bzw. Niemprodukten): Niem
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  papamatzi am Di 02 Jun 2015, 12:38

Hallo Peter-Paul,

Danke für Deine vertiefenden Informationen. Ich lerne auch immer gerne dazu.  *daumen*

Peter-Paul schrieb:Unter sehr günstigen Bedingungen (für die Milben) kann eine frischgeschlüpfte Gemeine Spinnmilbe schon nach einer Woche Eier ablegen (andere Angaben: 10 Tage). Wenn man z.B. erst 10 Tage nach der ersten Behandlung die 2. folgen lässt, wird man der Plage nicht Herr, die Generationsfolge ist einfach zu rasch. Ich bin für eine intensive Bekämpfung über eine kurze Zeit, z.B. 3 Behandlungen in 3tägigem Abstand. Das ist besser, als am immer wieder auftretenden Befall zu verzweifeln.
Da stimme ich Dir voll und ganz zu.

Dennoch war und bin ich der Meinung, dass Mittel wie Bi58, Lizetan, Calypso, etc. mit ihren Wirkstoffen (Dimethoat, Thiacloprid oder Imidacloprid) aufgrund ihrer systemischen Wirkung, d.h. dass diese von der Pflanze aufgenommen und im ganzen Körper verteilt werden, eine deutlich längere Wirkungsdauer haben. Dadurch sollten auch nachschlüpfende Sauger erledigt werden. Eine zu rasche und damit deutlich häufigere Anwendung halte ich deshalb für übertrieben. Ich weiß allerdings nicht, wie lange die Mittel nun tatsächlich wirken, was von Mittel zu Mittel unterschiedlich, aber auch von Pflanze oder Witterung abhängig ist. Leider habe ich dazu (außer einem User-Forenbeitrag) keine belastbaren Infos im Web gefunden.

Interessant wäre auch zu wissen, wie lang der maximale Generationswechsel ist, also wann spätestens die Nachkommen aus ihren Eiern geschlüpft sind. Dies würde den Zeitraum vorgeben, wann man die Bekämpfung einstellen kann.

Letztendlich denke ich, dass mit einem systemischen Mittel der Abstand von einer Woche einen guten Kompromiss darstellt, um alle Sauger zu erwischen und die Anwendungshäufigkeit im Rahmen zu halten. Bei nicht-systemischen Mitteln muss die Wiederholung natürlich deutlich kürzer und dafür häufiger stattfinden!

Noch eins: scheinbar nichtbefallene Nachbarpflanzen unbedingt mitbehandeln.
Unbedingt. Die frisch geschlüpften Milben und Läuse sind sehr agil und haben keinen geringen Wanderradius bevor sie es sich auf einer Pflanze gemütlich machen.

Wer Anstoss an der vielen Chemie nimmt: mit Neem geht das auch.
Ja, es gibt, wie ihr ja weiter diskutiert habt, viele "verträgliche" Mittel und Methoden. Diese sind aber nicht systemisch, sollten also wie oben gesagt, in deutlich kürzeren Abständen und öfter wiederholt werden.

Vor Bi 58 möchte ich warnen, das stinkt noch sehr lange. Auf keinen Fall im Zimmer anwenden!
Ja, recht unangenehm. Aber auch Lizetanspray stinkt. Nicht ganz so schlimm wie Bi58 und nicht so lange.
Und alle diese Mittel sind Gifte, mit denen entsprechend vorsichtig umgegangen werden muss!

Noch ein wichtiger Punkt!
Die meisten systemischen Wirkstoffe gelten als bienengefährdend. Also bitte niemals an blühenden Pflanzen im Außenbereich anwenden!
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Re: Wüstenrose in Not

Beitrag  Peter-Paul am Di 02 Jun 2015, 16:22

Hallo Matthias,
mit der systemischen Wirkung ist das so eine Sache. Die hängt sehr von der Stoffwechselaktivität der Pflanze ab. In einer wüchsige krautige Pflanze ist schnell der Wirkstoff verteilt. Anders ist es bei sehr langsam wachsenden Pflanzen. Beim Adenium wird vielleicht im wachsenden Blatt der Wirkstoff schnell verteilt, aber sonst bin ich sehr skeptisch, ob schon nach 3 Tagen der Wirkstoff so in der Pflanze verteilt ist, dass die neue Generation Spinnmilben beim Saugen genügend Wirkstoff aufnehmen.
Im übrigen muss da wohl jeder seine Erfahrungen machen. Es ging hier ursprünglich u.a. darum, dass nach einer Behandlung nach einiger Zeit wieder Spinnmilben  da sind. Da sollte man die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das an der unzureichenden Wirkung auf die Eier liegen kann.
Bei Neem ist von einer "teilsystemischen" Wirkung die Rede. Was das heißen soll, geht aus der Beschreibung nicht hervor. Man sollte sich davon also nicht allzuviel versprechen.
Wichtig ist Dein Hinweis auf die Nützlinge. Da kommt Neem auch gut weg. Ich möchte noch ergänzen, dass die Auswirkungen auf  Wassertiere gering sind und Neem außerdem schnell im Wasser abgebaut wird.
Mit freundlichen Grüßen
Peter-Paul


Zuletzt von Peter-Paul am Di 02 Jun 2015, 18:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mal noch ne Frage zu Neem

Beitrag  Der Kaktusfreund am Di 02 Jun 2015, 17:58

Hallo,

Mal ne Frage noch zu Neem.
Wenn das natürlich und Umweltverträglich ist, warum muß dann der leere Behälter als Sondermüll entsorgt werden?

LG Anja
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