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Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  feldwiesel am Fr 10 Aug 2018, 10:11

Mexikaner schrieb:
Das klappt aber eben auch nur bei 3 Pflanzen und nicht bei einer größeren Sammlung,wo die Spinnmilben sich rasant auf alle Pflanzen ausbreiten.Ohne systemische Mittel geht da kaum was...

Absolut - aber ich hatte in meiner Sammlung bisher noch nie einen großflächigen Befall und in der Vergangenheit trotzdem immer eine komplette Behandlung durchgeführt. Liest man meine Beiträge zum Pflanzenschutz, so sieht man, dass ich die chemische Keule durchaus umfassend einsetze, aber wenn man es im einen oder anderen Fall vielleicht vermeiden kann ...
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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  Cristatahunter am Fr 10 Aug 2018, 12:32

Hallo Michi, deine Spinnmilben Warnung hat mich kurz aufschrecken lassen. Im Gewächshaus habe ich dann alle Risikopflanzen mit dem Supermacro meiner Digicam fotografiert und anschliessend die Fotos auf meinem Laptop auf das Maximum vergrössert.
Kontrolliert habe ich die Coryphanten, Lophophora und die Chamaecereen. Zu meiner Freude sind keine Tiere und auch keine Schäden sichtbar. Alles pumperlgsund wie du zu sagen pflegst. Ich denke, es hat damit zu tun das ich regelmässig meine Pflanzen mit der Orchideendüse und reinem Wasser einsprühe.
Die Spinnmilben mögen Trockenheit und Zugluft. Immer dann, wenn das Spinnmilben Risiko steigt. Im Vorfrühling im Hochsommer und im Spätherbst neble ich die Kakteen mit Wasser ein. So konnte ich schon länger auf Akarizide verzichten.
Confidor ist ein Neonikotinoid und sollte nicht mehr, oder nur nach der Blüte eingesetzt werden.
Ich verwende Dimethoat und dann auch hauptsächlich im Herbst. Das kann gegossen und gesprüht werden. Das soll gemäss Wikipedia sogar gegen Spinnmilben und Thripse nützen, was ich zwar bezweifle.

Wenn ich mit einer Motorspritze meine Pflanzen behandeln müsste, würde ich mich auch wie ein Astronaut einkleiden. Aber mit der kleinen Handspritze genügt es, nicht gegen die Windrichtung zu sprühen. Und danach die Kleider zu wechseln.
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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  tephrofan am Fr 10 Aug 2018, 21:42

ja, da hast Du recht- allerdings Zugluft mögen die Biester absolut nicht- die treten nur da auf, wo sich die Luft staut- ganz krass z.B. bei den Gurken, das kann man bei denen fast nicht verindern.... Evil or Very Mad - trotz täglichem abbrausen mit Wasserbrause, intressiert die gar nicht- naja, haben dann Exil nähe Kompost bekommen.. Twisted Evil -
Ich hasse spritzen wie die Pest, bin geläutert von meiner früheren Tätigkeit als Betriebsleiter eines Zierpflanzenbetriebes- da musste ich in der Saison fast täglich irgendwo was spritzen/stauchen mit teilweise echt krassen, meist verbotenen (im Gartenbau üblich!) Mitteln- auf Geheiß des Erzeugerrringes, könnte alleine darüber ein Buch schreiben... es gibt fast keine Mittel, die ich nicht schon spritzen musste- und ehrlich, ich habe immer noch große Sorge, ob sich da nicht was bei mir nachträglich was festgesetzt hat, sind viele Mittel erst nach Jahren im Körper so richtig fies aktiv (Leber) mit teils irreparablen Zügen- darum agiere ich hier wirklich nur in extremen Fällen und bin echt froh so eine dankbare Kultur führen zu können- Leute glaubt mir, der Bereich Zierpflanzen ist das heftigste in Sachen Pflanzenschutz was es gibt. Ich arbeite viel mit Alternativen und Vitanal sauer-kombi ist ein biologisches Mittel welches- öfter gespritzt- so gut wie alles von den Pflanzen fern hält, egal ob Pilz oder Viech Teufel - das geilste, ich brauche nicht diesen schwitzigen, nervigen, doofen Spritzanzug, Gasmaske anziehen und wie ein Astronaut da rumblödeln...
Ja, Confidor ist leider ein Neonicotinoid und wirkt auch bei Kakteen heftig gegen Nutzinsekten- ich verwende es schon seit mehreren Jahren nicht mehr und habe es nur für meine Kunden. Das kann ich mir auch nur deshalb leisten, weil ich 100% selber erzeuge und mir von außen nichts einfangen kann-
Trotzdem- seid echt vorsichtig! Das wird so unterschätzt WIE giftig das ganze Zeugs ist- ich war damals auch sorglos- keine Ahnung ob das davon kommt, aber ich habe schon Probleme mit Belastung, muss mich ständig reuspern, konnte irgendwann nicht mehr rauchen (ja das gibts wirklich- andere quälen sich aufhören zu könnne...ich musste)- obwohl ich damals gerne rauchte- aber selbst R1 waren mir noch zu heftig- OK, mittlerweile nach 25 Jahren Abstinenz muss ich sagen- danke, so leicht wird es nicht vielen gemacht aufzuhören- ist gut so, spare ich mir jede Menge Kohle, stinkedes Gewand, gelbe Finger, Doofkrebs.... lol!
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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  Litho am Fr 10 Aug 2018, 21:49

Michi,
ich bin seit 2 Jahren am dampfen. Konnte von heut auf morgen mit den Zigaretten aufhören. Hab seitdem viel geld gespart und atme und rieche heute wesentlich besser.

Was Schädlingsbekämpfung anbelangt: Ich schwöre auf Pyrethrum und Neem. Beides gesundheitlich unbedenklich - denke ich.
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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  tephrofan am Fr 10 Aug 2018, 22:04

Litho...ja Respekt- gut, das dampfqualmen ist jetzt nicht wirklich gesünder, gibt scheinbar nur eine andere Form des Lungenkrebs´ Razz
Pyrihroide sind generell zwar natürlichen Ursprungs, bedeutet aber nicht, dass die deswegen ungefährlich sind- im Gegenteil- das sind Nervengifte, die auch beim Menschen bedenkliche Auswirkungen haben können- das beste Spritzmittel ist immer noch das, welches man erst gar nicht einsetzen muss... sunny
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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  Litho am Fr 10 Aug 2018, 22:09

Michi, kannste recht haben hinsichtlich Nervenschädigung.
Meine Nerven sind eh am Ende - 2 Kids plus 6 Enkelkinder...

Eine Nervenschädigung könnte schon vorliegen, denn ich werde immer kribbelig, wenn meine Lebensgefährtin stundenlang solche Trash-Krimis auf Kabel oder Vox guckt.
Die haben, wie auch im 1. und ZDF, immer dasselbe Ende: "Schlusswitz" und alles ist gut. Einfach total verblödend...
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Re: Anwenderschutz beim Pflanzenschutz

Beitrag  TomTom am So 12 Aug 2018, 14:49

Evtl. ein Vorschlag zur Vorbeugung...
Neempellets im Substrat wirkten bei mir diesen Sommer nachweislich zumindest gegen Wurzelläuse. Und dient als milder organischer Dünger.
Vorher hatte ich mich gefragt woher das große Interesse der Ameisen kommt.
Neem wirkt wohl auch systemisch. Und auch gegen Pilze.
(Siehe auch Niembaum bei Wikipedia)

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