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endständige Blüten

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Manfrid am Mo 01 Apr 2019, 22:13

... Also erstmal nennt man das "Notblüte", woraus dann logisch folgt, dass der Kaktus "kurz vor dem Abnippeln" steht, woraus sich dann wiederum leicht erklärt, dass er eine Notblüte hervorbringt... Bin schwer beeindruckt.

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Shamrock am Mo 01 Apr 2019, 22:24

Entweder kann ich dir nicht ganz folgen oder du konntest mir nicht ganz folgen. Es ging ja nicht darum, dass eine Notblüte in der Not entsteht, sondern darum, WARUM eine Notblüte endständig gebildet wird. Der Thread heißt ja auch "Endständige Blüten" und nicht "Notblüten". Insofern finde ich diese Theorie vom Nachwuchs nicht abwegig.

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Manfrid am Di 02 Apr 2019, 06:43

Shamrock schrieb:Es ging ja [...] darum, [...] WARUM eine Notblüte endständig gebildet wird.
Ja war's denn überhaupt eine Notblüte? War der Kaktus "kurz vor dem Abnippeln"? - Aber jut! Eure Theorie hebt hervor, wie schlau doch wieder mal so ein Kaktus handelt, und da weiß man doch gleich, warum man ihn so gerne hat. Wink

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Shamrock am Di 02 Apr 2019, 10:04

Klar, vorausgesetzt es war eine Notblüte. Natürlich begibt man sich bereits ab diesem Punkt auf Wege der puren Theorie. Aber deshalb hat Hansi ja auch so wunderbar die Begleitumstände in seinem Artikel dargelegt. Weit überdurchschnittlich heiß und trocken kommt jedenfalls so einem wüchsigen und durstigen Kaktus nicht sonderlich entgegen. Und beim besagten Echinocereus war´s Kälte samt Dauerregen, was auch nicht unbedingt den gewohnten Habitatgegebenheiten entspricht. Klar kann es in beiden Fällen einfach nur Zufall gewesen sein, aber diese Verbindungen lassen zumindest die Vermutung "Notblüte" nicht abwegig erscheinen.

Hat ja nicht unbedingt was mit Schlauheit zu tun, wenn der Weg des geringsten Widerstandes beschritten wird, um zumindest mit der Notblüte noch was zu retten. Wäre der Kaktus wirklich schlau gewesen, dann hätte er sich gedacht: "Der gute Hans-Jürgen hat mich die letzten 20 Jahre nicht im Stich gelassen, der wird schon wissen was er tut.". Wink

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Manfrid am Di 02 Apr 2019, 21:16

Der Kaktus hat sich gesagt: Der Hansi hat mich auch in diesem trockenen Sommer nicht im Stich gelassen; da belohne ich ihn mal mit was Besonderem. - So klug war der.

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Shamrock am Di 02 Apr 2019, 21:20

Das ist natürlich auch gut möglich... *daumen*
Gesetz des Falles es handelt sich beim Echinocereus und beim Aporocactus um eine Notblüte - hättest du eine bessere oder andere Theorie?

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endständige Blüten - Seite 3 Empty Re: endständige Blüten

Beitrag  Manfrid am Mi 03 Apr 2019, 01:22

Gesetzt den Fall, der Begriff der "Notblüte" wäre sinnvoll, dann wird es schwierig mit einer anderen Theorie. Denn in den Begriff der "Notblüte" ist ja die Annahme von einer Art Willen, sich wenigstens schnell noch in anderer Form (Samenform) weiterzuretten, schon reingesteckt, und dann ergibt sich daraus auch zwangsläufig die Interpretation aller Einzelheiten bei der Bildung dieser "Notblüte". Die müssen dann auch entsprechend klug gewollt gedacht werden. Da muss dann eben angenommen werden, die Bildung am Sprossende sei schneller zu bewerkstelligen, leichter zu ernähren etc.
Mein Alternativvorschlag wäre: Zusammentragen, wo regulär Endblüten entstehen, und sich fragen, warum sie gerade beim Aporocactus oder Echinocereus oder anderswo nur unter irgendwelchen noch genauer zu eruierenden besonderen Umständen (Trockenheit, Wärme, Pflanzenalter...?) entstehen. Interessant könnte auch die Betrachtung von evtl. zwischen Seiten- und Endblüten vermittelnden Phänomenen sein (wobei ich u. a. die einseitigen Cephalien in Verdacht hätte). Einfach mal in Verbindung bringen mit normalen Blütenbildungen, um über die Anthropomorphismen mit der Zweckmäßigkeit hinaus- und in die realen Phänomenzusammenhänge hineinzukommen. "Einfach nur Zufall" wäre für mich nicht die Alternative zur "Notblüte". Zusammenhänge zwischen der irregulären Endblütenbildung mit den besonderen Umständen gibt es gewiss. Aber ich würde sie nur in einer Verstärkung dessen suchen, was auch die regulären Seitenblütenbildungen bewirkt. Also suchen nach dem, was generell das vegetative ins generative Wachstum umwandelt - an den Areolen leichter, an der "Großareole" Sprossspitze nur bei Verstärkung. - So etwa.

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Zuletzt von Manfrid am Mi 03 Apr 2019, 10:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Manfrid am Mi 03 Apr 2019, 10:06

Cristatahunter schrieb:Die endständige Blüte ist das Gegenteil einer Knospe die sich in einen Trieb verwandelt.
Das sehe ich auch so und würde deshalb auch die letztere Sache (https://www.kakteenforum.com/t26494p70-eigentlich-sollte-es-eine-blute-werden?highlight=eigentlich) in die Überlegungen einbeziehen: Unter bestimmten Bedingungen werden sogar Blütenknospen vegetativ <-> unter entgegengesetzten Bedingungen wird sogar die sonst vegetativ bleibende Sprossspitze generativ.
Im Übrigen würde mich mal interessieren, wie Hansis Aporocactus nun weiterwächst an den mit Blüte abgeschlossenen Trieben. Vegetativer Seitentrieb unterhalb der alten Spitze? Ganz neuer Trieb von unten raus...?

Kakteen mit sich regulär in Blütenanlagen umwandelnden Sprossspitzen sind übrigens - mit gewissen Einschränkungen - auch die Pereskien. Und was Pterocactus anbelangt: Da hat man öfter zwei Sprossarten, eine u. U. nur unterirdisch, und könnte daher die am Ende blühenden Sprosse auch als eine Art extrem verlängerten Fruchtknoten ansehen. - Also: Die Überlegungen zum Verhältnis zwischen End- und Seitenblüten machen auf lauter interessante Details aufmerksam, wenn man nicht alles isoliert voneinander als einzeln zweckmäßig für den Kampf ums Dasein "angeschaffte" Waffe eines unsichtbaren Schlaumeiers betrachtet.

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Beitrag  Hansi am Mi 03 Apr 2019, 12:11

Hallo @ all,
es ist bewundernswert über die rege Diskussion.
In meiner Sammlung habe ich 2 Aporocactus flagelliformis mein Großer, der die Endständigen Blüten zeigte hängt Sommer wie Winter im Gewächshaus, der zweite im Garten unterm Apfelbaum, der zeigte natürlich nicht die endständigen Blüten, obwohl es der gleiche Klon ist. Aus diesem Grunde war meine Schlussfolgerung, dass die Pflanze im Gewächshaus gestresst war. Ich kann von einer Notblüte nicht reden da die Triebe nicht notdürftig aussahen. Die endständigen Triebe waren am Weiterwachsen gehindert, und bildeten auch keine Seitenäste aus, dafür bildet die Pflanze jetzt im Frühjahr aus der Basis viele Neutriebe.
Da ich auch bei meinen Echinocereen endständige Blüten erwähnte, bin ich jedoch einer anderen Meinung, hier vermute ich überwiegenden Gendefekt.

Aber was wäre unser Forum ohne schöne Bilder.

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auch wenn es eine Afängerpflanze ist aber immer eine Augenweide
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Echinocereus adustus ssp. roemerianus auch eine Spielerei der Natur
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Beitrag  jupp999 am Mi 03 Apr 2019, 21:06

Hallo Hansi,

tolle Bilder - danke!

Zum Echinocereus:
sind das zwei zusammengewachsene Blüten, hat sich die Knospe "dichotomisch" geteilt?
Kannst Du dazu etwas "sagen"?
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