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Meine Azteken

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Beitrag  KakteenFreundKoeln am Fr 11 Jan 2019, 19:05

Die Gattung Aztekium

Als ich Anfang des letzten Jahres angefangen habe mit intensiv mit der Materie Kakteen und Sukkulenten zu befassen, hab eich mir ein buch gekauft, dieses aufgeschlagen und die erste Pflanze die mir entgegen sprang war ein Aztekium ritterii. Ich war sofort hellauf begeistert und die Gattung Aztekium wurde schlagartig meine Lieblingsgattung.Obwohl ich garnichts über die Pflanzen wusste wollte ich unbedingt welche haben.Mein erstes Studium brachte dann aber erstmal Ernüchterung.Preislich hatte ich da ungewollt eine der teuersten und anscheint auch heikelsten Gattungen ausgesucht. Aber ich hab mich trotzdem nicht abschrecken lassen und nach kurzer Suche dann auch die ersten Exemplare gefunden.Mittlerweile hab ich ein gutes dutzend Azteken, die Hälfte knapp wurzelecht.

Aztekium ritterii
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Aztekium hintonii
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Von Aztekium valdezii hab ich ( aus Unwissenheit) auch gepropfte Exemplare erworben, allerdings wusste ich da noch nichts um die scheinbar komplizierte Thematik.Ich hab den Thread hier im Forumerst später entdeckt und gelesen , mich mit etlichen teilweise sehr erfahrenen Menschen ausgetauscht , teilweise auch Mitglieder der DKG mit Jahrzehnte langer Erfahrung und dabei sehr unterschiedliche Meinungen erhalten, aber niemand konnte mir was ganz genaues sagen.Ich respektiere den aktuellen Status von Aztekium valdezii und werde keine weiteren Exemplare mehr kaufen oder verkaufen.Was ich mich nur Frage , wen der Verkauf, Erwerb und Besitz Europaweit ( oder nur Deutschlandweit ? ) verboten ist, wieso kann man die Pflanze dann trotzdem so oft und einfach bekommen ?? ( sie wurde auf der ELK verkauft , bei Ebay hab ich sie schon gesehen , bei einem deutschen Kakteen Händler kann man gepropfte A.valdezii bekommen und in Tschechien und Italien kann man die auch bei mehreren Händlern beziehen ). Sind das alles Illegale Pflanzen oder hat sich an der Sachlage mittlerweile etwas geändert ??
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Beitrag  Litho am Fr 11 Jan 2019, 20:50

Habe gerade auf Wikipedia gelesen, dass die Aztekiums nicht gefährdet sind. Warum also die Verbote bzw. Einschränkungen?
Ich selbst interessiere mich nicht für die Gattung. Noch nicht.
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Beitrag  Echinopsis am Sa 12 Jan 2019, 07:38

Mike kannst du bitte mal diesen Artikel verlinken in dem das geschrieben steht?

Daniel, die Kultur von Aztekium ist recht einfach. Im Substrat habe ich viel Löss ( Neuwied) und wässere die Aztekium öfter als andere Pflanzen. Dann wachsen die auch recht gut.

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Beitrag  Cristatahunter am Sa 12 Jan 2019, 08:50

Das ist erstaunlich.
Ich habe die Cites durchgeschaut. Da ist mir folgendes aufgefallen. Aztekium ritterii gehört zu Appendix 1. Aztekium hintonii gehört zu Appendix 2. Auch Geohintonia mexicana gehört zu Appendix 2. Das heisst, dass ritterii unter höherem Schutz steht als hintonii. Wenn man aber die Verbreitung am Standort anschaut so ist hintonii in einem enger begrenzten Gebiet zu finden als ritteri. Ein starkes Naturereignis (Unwetter) kann die ganze Population auslöschen.
Aztekium valdezii ist überhaupt nicht auf der Cites liste. Das ist so, weil Hunt valdezii als eigene Art nicht anerkennt.
Aztekium valdezii ist, gemäss Hunt nur ein Synonym von A. ritterii und steht darum unter dem selben Schutz wie ritterii.
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Beitrag  KakteenFreundKoeln am Sa 12 Jan 2019, 09:17

Guten Morgen.

Ja soweit war ich auch schon.Also ist es so das Aztekium valdezii demnach ein Synonym für Aztekium ritterii ist und da gilt dann für den Kauf / Verkauf das selbe wie bei Aztekium ritterii ??Es ist so gewesen das mir Leute bei Facebook geschrieben haben als ich Bilder gezeigt habe das ich ich die bloß raus nehmen soll , von Gefängnisstafen und Beschlagnahmung der ganzen Sammlung war da die rede.Da war ich als Anfänger natürlich verunsichert und hab angefangen zu Recherechieren.Ich hab Tage lang mehrere Stunden das Internet durchforstet und alle gefragt die ich fragen konnte.Ich hab sogar eine bekannte die beim Zoll arbeitet gefragt und die wiederum konnte mich nur auf Cites verweisen.Da hab ich auch nur das gefunden was Cristatahunter schon beschrieben hat.


Echinopsis; Ich finde auch das die Azteken sich bisher als nicht besonders schwierig erweisen.Substrat mit Löss/Lehm hab ich auch so herausgefunden... Aber was das gießen angeht ?? Öfter als andere Pflanzen ?? Das wiederspricht allem was ich bisher gelesen habe , wo es eher heisst vorsichtiger und eher weniger als bei anderen Kakteen.Hab meine Azteken den Sommer über nur bei jedem zweiten Gießintervall mit gegossen und beim tauchen die Töpfe auch nur ca halb so lang getaucht wie alle anderen (die wurzelechten ).
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Beitrag  Echinopsis am Sa 12 Jan 2019, 09:30

Moin Daniel,

meine Aztekium bis 3cm Durchmesser bekommen im Sommer mindestens 1 mal in der Woche Wasser.
Alle Aztekium ritteri werden bei mir im Sommer, wenn es heiß ist (wenn ich es zeitlich schaffe) jeden Abend mit der Ballbrause übergossen, sodass die Epidermis klatschnass ist und etwa 1cm vom Substrat feucht. Also wie ein milder Sommerregen.
Bis um 10 Uhr am nächsten Morgen sind die Pflanzen wieder trocken.

Die landläufige Meinung dass Aztekium ritteri eher sparsam gegossen werden soll kenne ich und kann ich, nach 10-jähriger Erfahrung mit dieser Art als Falschinformation bestätigen.
Vermutlich sind bisher mehr Aztekium ritteri vertrocknet als verfault Wink


Zuletzt von Echinopsis am Sa 12 Jan 2019, 11:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag  Cristatahunter am Sa 12 Jan 2019, 11:08

Aztekium ritterii wurden jahrelang nicht richtig kultiviert. Man nahm an das sie zu Oberst in den Giebel des Gewächshaus gehören und nur ganz wenig Wasser brauchen.
In Wirklichkeit mögen sie Schatten und hohe Luftfeuchtigkeit.
Am Standort wachsen sie an Steilwänden entlang von Fliessgewässern. Ich musste zum Fotografieren zu einem abendlichen Zeitpunkt wieder kommen, da am Tag keine Sonne auf die Pflanzen schiente.
Das Wachstum würde ich aber nicht fördern. Die Pflanzen am Standort hatten sich in drei Jahren nicht wirklich vergrössert.
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Beitrag  Echinopsis am Sa 12 Jan 2019, 11:17

Richtig, ideal ist ein halbschattiger Standort.

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Beitrag  KakteenFreundKoeln am Sa 12 Jan 2019, 11:23

Ja das Aztekium ritterii lieber halbschattig steht hab ich auch mehrfach gelesen.Hab Aztekium ritterii in einem Anzuchtregal in der zweiten Reihe von oben.Die Pflanzen bekommen zwar ordentlich Licht , aber duch halbwegs Transparenten Kunststoff keine direkte Sonne.Allen Pflanzen scheint es gut getan zu haben, auch die Astrophyten standen so vor praller Sonne geschützt und alle Pflanzen sind gut gewachsen. Damit ihr wisst was ich meine mache ich mal im Frühjahr wen alle wieder an ihrem Platz sind ein Foto.
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Beitrag  Pantalaimon am Sa 12 Jan 2019, 18:41

Hallo,

@ KakteenFreundKoeln:
Ich bin kein Jurist, aber was ich mir in den letzten Jahren in Sachen Artenschutz (insb. bzgl. mexikanischer Kakteen) so zusammengereimt habe, ist folgendes (bitte korrigiere mich, wer sich damit besser auskennt):

In Sachen Artenschutz gibt es 3 einschlägige "Schienen", die zu beachten sind:

- Lokale Bestimmungen der Herkunftsländer bzgl. Naturschutz und Ausfuhr von Pflanzen und Samen
- Regelungen zum Verbringen der Pflanzen, Pflanzenteilen und Samen über Landesgrenzen (= CITES)
- Einfuhrbestimmungen und lokale Gesetze "zu Hause" (EU-Gesetze oder / und Gesetze im Land des Wohnorts)

Ich weiß nicht, ob sich in der Zwischenzeit was geändert hat, aber mein Stand ist folgender:

Das Problem mit Aztekium valdezii sind die lokalen Gesetze in Mexiko. Mexiko hat am 27. November 1997 Gesetze erlassen, nach welchen eine Ausfuhr von Pflanzen, Pflanzenteilen und Samen, die in CITES Appendix 1 und Appendix 2 gelistet sind (also alle Kakteen!), nur mit einer mexikanischen Ausfuhrgenehmigung erlaubt ist. Aztekium valdezii (und weitere Arten, z. B. Coryphantha abdita, Turbinicarpus graminispinus) wurde aber erst nach 1997 entdeckt und beschrieben. Es kann also kein altes Pflanzenmaterial (oder Samen) vor 1997 legal hier nach Europa gelangt sein. Zudem ist bekannt, dass die mexikanischen Behörden nie eine Ausfuhrgenehmigung für Aztekium valdezii erteilt haben.

So wie ich das verstehe, sieht Mexiko praktisch alles, was dem mexikanischen Grund und Boden entspringt (ja, auch Kieselsteine), als Staatseigentum an. Wer sich hier widerrechtlich (also ohne Sammelerlaubnis + Ausfuhrgenehmigung) bedient, begeht Diebstahl - und der Weiterverkauf der Pflanzen, oder von Ablegern der Pflanzen, oder von illegal ausgeführten Samen, oder von aus diesen Samen gezogenen Pflanzen, oder von von illegalen Pflanzen abstammenden Pflanzen oder Samen späterer Generationen ist Hehlerei. Daher kann das Auffinden einer solchen Pflanze in einer Kakteensammlung dazu führen, dass die Pflanze beschlagnahmt wird und ein Strafverfahren gegen den Besitzer eingeleitet wird (wobei mir persönlich bisher kein Fall bekannt geworden ist).

Warum also kann man die Pflanzen fast überall kaufen?
Weil es allen wurscht ist. Viel zu vielen Kakteenliebhabern ist wichtiger, die Pflanzen zu besitzen als sich um geltendes Recht zu scheren - oder sie kennen die Problematik schlicht nicht. Und die Behörden haben vermutlich besseres zu tun, als Kakteensammlungen nach illegalen Pflanzen zu durchsuchen (und vielleicht verlassen sie sich auch einfach darauf, dass der Zoll an Europas Außengrenzen seinen Job macht). Und die Kakteengärtnereien und -Händler wollen Umsatz machen und Geld verdienen - und vermutlich können sie auch rechnen, denn wenn sich die Behörden um nix kümmern, dann ist die Entdeckungswahrscheinlichkeit äußerst gering, und allzu hoch werden die Strafen dann wohl auch nicht ausfallen, wenn zufällig doch man ne Hand voll Pflanzen entdeckt werden (vermute ich). Und Ebay hat einfach keine Ahnung, oder es geht ihnen auch nur ums Geldverdienen, oder beides.

Viele Grüße!
Chris


Zuletzt von Pantalaimon am Sa 12 Jan 2019, 19:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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