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Neue DKG Sonderpublikation: Säulenkakteen für Gewächshaus und Fensterbank

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Neue DKG Sonderpublikation: Säulenkakteen für Gewächshaus und Fensterbank Empty Neue DKG Sonderpublikation: Säulenkakteen für Gewächshaus und Fensterbank

Beitrag  Dt. Kakteen-Gesellschaft am Mo 04 März 2019, 23:20

Säulenkakteen für Gewächshaus und Fensterbank
von Hans Frohning und Andreas Hofacker

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144 Seiten, Format 17 x 24 cm, Softcover, 182 farbige, zum Teil ganzseitige Abbildungen.

Säulenkakteen werden zu groß und gelten als wenig attraktiv. Die Autoren Hans Frohning und Andreas Hofacker stellen diese Arten vor, die diesem Klischee nicht gerecht werden und auch von Liebhabern mit begrenztem Platzangebot kultiviert werden können. Hinweise zu den vorgestellten Arten und Kulturtipps runden das Buch ab.

Als Mitglied der Deutschen Kakteen-Gesellschaft kann man exklusiv ein Expemplar dieser neuen Sonderpublikation bestellen. Bestellhinweise gibt es hier.

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Beitrag  TobyasQ am Do 14 März 2019, 12:06

Da ist den Autoren ja mal wieder etwas ganz besonderes gelungen. Ein tolles Werk mit eigener Taxonomie/Nomenklatur, daß einem die Fragezeichen im Kopf schwirren und ein vergessenes o auf Seite 143. Sehr informativ und hilfreich, dem Verkürzen der Haben-Will-Liste allerdings nicht sehr zuträglich. Die Gattungsprofile sind kurz und pregnant gehalten, super. *daumen*
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Beitrag  Shamrock am Do 14 März 2019, 13:40

Der Textanteil kommt hier meiner Meinung nach zu kurz... Wenn man sich schon gezielt mit "Säulen für die Fensterbank" befasst, dann hätte ich mir hier die Informationen gewünscht, die man sonst in der Literatur kaum findet. Wächst die Art schnell, moderat oder langsam (nur mal so als simples Beispiel)? Was reizt den Fensterbankpfleger eine Säule, die zwar schon ab 15 cm Höhe blühen kann, wenn sie dafür aber auch 25 Jahre braucht? Mal etwas überspitzt formuliert. Aber vielleicht war ja auch nur meine Erwartungshaltung an das Buch etwas zu hoch gegriffen?
Auch wäre die Angabe, ab wann man mit den ersten Blüten rechnen kann, auf die Art umgelegt hilfreicher gewesen, als diese Angabe zur Gattung zu machen. Selbst wenn sowas natürlich auch nur eine rein subjektive Kulturerfahrung (welche bekanntlich von vielen Faktoren abhängen kann) sein sollte, so wäre sie als grober, völlig unverbindlicher Richtwert schon sinnvoll.

Wobei man aber auch auf jeden Fall festhalten muss, dass dieses Werk trotz der Kritik für € 10,00 inkl. Porto wirklich geschenkt ist! Das sollte man bei dieser Sonderpublikationsreihe auch wirklich nie vergessen... Hätte ich jetzt € 45,00 dafür bezahlen müssen, dann würde ich mich über den zu kurz gehaltenen Textanteil wirklich ärgern. So freu ich mich an den mehr als nur hervorragenden Fotos von Hans und Andreas, welche allein den Erwerb dieses Buches rechtfertigen.
Zudem freut es mich persönlich, dass so vielleicht diese völlig unbekannten Säulengattungen wie z.B. Yungasocereus etwas beliebter in Kultur werden. Verdient haben sie es allemal!

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Beitrag  Sascha am Do 14 März 2019, 16:12

Ich überlege ob ich diesen Buch brauche oder nicht. Es hängt hauptsächlich davon ab welche Gattungen umrissen werden. Kann Jemand der es schon hat mal ein Foto schießen? Eventuell stehen im Inhaltsverzeichnis die beinhaltenten Gattungen drin. Danke.
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Beitrag  TobyasQ am Do 14 März 2019, 17:20

Wegen des Urheberrechts geht das leider nicht. Es sind 35 Gattungen + Hybriden und Auslesen, aber davon auch nur die kleinerbleibenden Arten. Die aufzuzählen ist müßig.
Sabine oder Matthias haben hier ja schon Teile des Werkes gezeigt. Vielleicht darf eine(r) von Beiden noch das Inhaltsverzeichnis hier veröffentlichen.
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Beitrag  OPUNTIO am Do 14 März 2019, 17:51

Das Buch ist auf jeden Fall kaufenswert, zeigt es doch nicht alltäglich gepflegte Kakteen.
Der Text hätte ein wenig ausführlicher sein können, da gebe ich Matthias Recht. Aber bei Interesse an einer besonderen Pflanze kann man sich heutzutage ja
ausführlicher darüber informieren, und das Werk als Anstoß dazu betrachten.

Einzig die Bemerkungen zur Überwinterungstemperatur waren bei einigen Pflanzen verwirrend. Da steht z.B. bei Haageocereus
'' Temperaturen unter 10° Grad sollten vermieden werden, da die Pflanzen kälteempfindlich sind. Bei Gewöhnung an Kälte -5°Grad C siehe Seite 7. ''

Was auf Seite sieben steht ist aber nicht ausführlich genug. Ich lasse es mal offen ob es immer möglich ist, Pflanzen die in der Regel zweistellige Plusgrade benötigen soweit abzuhärten, das sie mehrere Minusgrade aushalten. Aber selbst wenn, für wie lange? Über Nacht, mehrere Tage oder Wochen?
Hier hätte ich mir etwas mehr ins Detail gehende Informationen gewünscht.


Gruß Stefan
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Beitrag  Shamrock am Do 14 März 2019, 20:19

Wegen € 10,00 inkl. Porto den Aufwand betreiben und die Gattungen abfotografieren? Meinst du nicht, dass da eine Überweisung deutlich einfacher wäre?
Es ist halt alles an Säulen drin, was man so auf der Fensterbank in Blüte erleben kann. Die kleinbleibenden Perlen Mila. Klassiker wie Cleistokakteen oder Oreocereus. Natürlich auch die wärmeliebenden Brasilianer mit den gigantischen Blüten wie Micranthocereus oder Pierrebraunia. Die Peniocereus-Spargel. Exoten, die kaum in Kultur zu finden sind wie Yungasocereus oder Leocereus. Sachen die in keiner Sammlung fehlen sollten wie Corryocactus, die Nachtblüher mit den herrlich großen Blüten wie Arthrocereus oder Harrisia. Rauhocereus, Samaipaticereus usw. usw. Wenn man vom Mindestlohn ausgeht, dann hab ich mit diesem kleinen Ausblick auf die behandelten Gattungen ja fast die € 10,00 schon reingeholt. Wink

Stefan, bezüglich der Temperaturen ist es halt etwas schwierig die Kulturumstände von Hans und Andreas unter einen Hut zu bringen! Andreas pflegt halt seine Brasilianer klassisch brasilianisch warm, wie wohl 98% aller Kakteenfreunde, die diese Gattungen pflegen - und zu den Kulturumständen bei Hans gibt´s ja bereits ein extra Buch in dieser Serie. Wäre etwas mühsig, wenn man dieses Buch in der Säulen-Sonderpublikation nochmals zusammenfassen müsste. Wenn man die Frohning-Sonderpublikation und die besagte Seite 7 in diesem Werk liest, dann hat man doch schon mehr als genug Details.
Das "wie lange" wird doch auch explizit erwähnt: Am besten bereits vom Sämlingsalter an!
Persönlich würde ich dann bei den Brasilianern aber auch eher bei Andreas Vorgehensweise bleiben. Sowas wie Frost kann für Ostbrasilaner, selbst wenn sie es aushalten, nur Stress pur sein. Ich bewundere Hans Mut zum Experimentieren und seine Erfolge - aber für mich und meine Brasilianer ist das nix.

Natürlich kann ich mich bei explizitem Interesse an einer bestimmten Pflanze gezielt informieren. Aber ob ich damit dann finde, ab welcher Größe sie in etwa blüht, wie schnell sie in etwa wächst oder wie lange sie von der Aussaat bis zur Erstblüte braucht? Wink
Da könnte ich dagegen locker auf die von dir genannten Temperaturangaben verzichten, denn die Herkunft der jeweiligen Art herauszufinden ist wirklich ein Kinderspiel! Wenn eine Säule aus dem flachen Küstengebiet des nördlichen Perus kommt, dann würde ich sie halt warm überwintern. Wer aus 4.000 Höhenmetern in den Anden kommt, der verträgt dagegen locker eine klassische Kakteenüberwinterung.
Wie man sieht, scheinen auch hier unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche zu herrschen. Wink

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Beitrag  konsilia2014 am Mi 10 Apr 2019, 01:21

Von der Sonderpublikation bin ich generell enttäuscht - insbesondere auch deshalb da seltene Gattungen (bsp. Armatocereus) nicht vorkommen. Manche Arten sind auch falsch angegeben das Bild betreffend - zwar selten und auch kein Beinbruch, da dies auch in anderer Fachliteratur stets passiert. Davon abgesehen wird zumindest bei Säulen häufig auch falsch "etikettiert" in manchen Fachgärtnereien, vor allem bei Pilosocereen. Häufig auch bei Micranthocereen. Generell ist auch im Internet sehr viel falsches Bildmaterial im Umlauf was das "Chaos" perfekt macht.

Ich finde es insbesondere für einen unwissenden Leser sehr irritierend dass zwei Philosophien bzgl. der Überwinterungsgrade von den Autoren zusammenkommen.

Hier mal ein paar Erfahrungswerte von mir (ich kultiviere seit über 20 Jahren mit Hauptaugenmerk Säulen)

Acanthocalycium
Im Alter säulig (oder "solitär"). Kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden.

Kultivierung im Freien ohne Regenschutz ist möglich. Regnet es aber im Sommer "durchschnittlich" stagniert die Pflanze. Von dem her: Eher Gewächshaus, dann kann man sich auch an einer Blüte erfreuen.

Armatocereus
kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden - ist es wärmer (um die 10 Grad wächst die Pflanze auch im Winter), will gerne gelegentlich mit Wasser besprüht werden. Aber kein "MUSS" - wächst auch so, Sonnenlicht vorausgesetzt.

Kultivierung ohne Regenschutz im Sommer ist nicht empfehlenswert.

Arrojadoa
kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden - ist es wärmer (um die 10 Grad wächst die Pflanze auch im Winter - wenn auch minimal - Sonnenlicht vorausgesetzt).

Kultivierung ohne Regenschutz im Sommer ist nicht empfehlenswert.

Brachycereus
kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden - am besten wärmer (8 bis 10 Grad). Die Pflanze stellt im Winter ihr Wachstum ein.

Kultivierung ohne Regenschutz im Sommer ist nicht empfehlenswert.

Diese Gattung werden die wenigsten in Kultur haben. Kann aber entgegen der Fachliteratur (gepfropft wird empfohlen) auch auf eigenen Wurzeln gehalten werden. Ist aber in der Pflege etwas heikel.

Browningia
kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden - am besten wärmer (8 bis 10 Grad). Werden die Pflanzen dauerhaft (länger) unter 0 bis 5 Grad (oder weniger) ausgesetzt gibts mindestens Kälteflecken und der Verlust der Pflanze droht. Von Kälteflecken erholen sich die Pflanzen nur sehr langsam... Pflanze stellt im Winter das Wachstum ein.

Pflanze kann im Sommer auch ohne Regenschutz kultiviert werden - Pflanze liebt UV-Strahlen und die direkte Sonne. Zumindest hertlingiana (viridis) - candelaris würde ich nur im Gewächshaus halten - verträgt zuviel Regen eher nicht.

Carnegia
kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden. Braucht viel UV-Licht.

Pflanze kann im Sommer auch ohne Regenschutz kultiviert werden.

Cereus #aethips & validus (vormals forbesii)
Die beiden Arten können ab 5 Grad überwintert werden. Ist es etwas wärmer und das Sonnenlicht entsprechend wachsen sie auch etwas im Winter.

Große Solitärpflanzen können auch ohne Regenschutz im Freien im Sommer kultiviert werden. Bei kleineren Pflanzen würde ich jedoch abraten.

Cipocereus
Würde ich dauerhaft nicht um die 5 Grad überwintern (sind etwas kälteempfindlicher) - Überwinterung bei 8-10 Grad ist kein Problem. Pflanze wächst leicht im Winter - Sonnenlicht vorausgesetzt.

Kann ohne Regenschutz im Sommer kultiviert werden. Im Gewächshaus ist aber ein besseres Wachstum bei kontrollierten Wassergaben - gegeben.

Cleistocactus
Können problemlos bei 5 Grad überwintert werden, auch etwas kühler. Kleinwüchsige Arten sind aber etwas empfindlicher und sollten schon bei mindestens 5 Grad überwintert werden.

Im Sommer muss man auch "trennen" - kleinwüchsige Arten sind ohne Regenschutz "kritisch" - große Solitärpflanzen (bsp. strausii) halten auch Dauerregen stand. Dennoch empfehle ich auch hier (wenn man die Möglichkeit hat) das Gewächshaus.

Coleocephalocereus
Dauerhafte Überwinterung bei 5 Grad würde ich nicht empfehlen. Die Pflanzen sind etwas sensibler. Überwinterung bei 8 bis 10 Grad ist kein Problem.

Kutlivierung im Freien ohne Regenschutz ist nicht empfehlenswert. Regnet es zuviel gibt es Fäulnis.

Corryocactus
Pflanzen sind sehr kälteempfindlich. Überwinterung bei mindestens 10 Grad. Kälteschäden treten sonst an der Spitze der Pflanze ein.

Kultivierung im Freien ohne Regenschutz ist nicht empfehlenswert.

Dendrocereus/Epiphyllum/Hylocereus/Lepismium oder bsp. Discocactus phyllanthoides
Für mich persönlich mehr Sukkulente als Kaktus (...) - zweitens kann ich die Unterteilung auf gleich 5x (!) Gattungen nicht nachvollziehen. Überwinterung ab 0 Grad möglich. Ist da "recht schmerzfrei" - meine Solitärpflanze blüht jeden Sommer - kann leicht im Freien ohne Regenschutz kultiviert werden. Liebt UV-Licht. Sommer wie Winter "schmerzfrei".

Denmoza
Zwar in jungen Jahren kugelförmig - wird aber im Alter durchaus "säulig" - Überwinterung ab 5 Grad möglich.

Zur Kultivierung im Sommer ohne Regenschutz kann ich nichts sagen, hierbei hab ich keine Erfahrungswerte. Die Gattung steht bei mir folglich im Gewächshaus (hab ich erst seit 3 Jahren)

Echinocereus
Hier gibt es zum einen winterharte, frostharte - und "normale". Die Normalos hab ich auch schon zwischen 0 bis 5 Grad dauerhaft überwintern, die wollen auch eher eine kühle als eine warme Überwinterung und für mein Empfinden viel "Frischluft".

Können im Sommer auch ohne Regenschutz kultiviert werden - und blühen trotzdem - auch ohne Düngung mit viel Phosphor. Dünge meine Pflanzen mit hohem Kalium-Anteil und geringem Phosphor-Anteil. Lieben UV-Licht, auch was das Wachstum betrifft sehe ich keinen großen Unterschied zwischen Gewächshaus - und im Freien.

Bei empfindlichen Arten wie nivosus oder kleinstwüchsigen (gilt auch für Sämlingspflanzen) würde ich davon abraten ohne Regenschutz zu kultivieren.

Echinopsis (und Trichocereus)
Können zwischen 0 bis 5 Grad dauerhaft überwintern, die wollen auch eher eine kühle als eine warme Überwinterung und für mein Empfinden viel "Frischluft". Blühen bei mir genauso im Freien (ohne Regenschutz) wie im Gewächshaus. Einfach zu kultivierende Art - einige sind aber sehr anfällig bzgl. Wollläuse. Insbesondere bei einer Überwinterung über 10 Grad. Auch von dem her: Eher kühler überwintern.

Insbesondere die Trichocereen (oder säulenförmigen Echinopsen) lieben UV-Strahlen - diesen Pflanzen macht eine Kultivierung im Freien ohne Regenschutz gar nichts aus - Wachstum sehr gut und gleichzusetzen mit dem im Gewächshaus.

Blaue Trichocereen sollten aber bei mindestens 5 Grad überwintert werden. Weiter sind sie sehr nässe empfindlich. Von dem her kann ich dabei eine Kultivierung ohne Regenschutz nicht empfehlen.

Eriosyce
Im Alter säulenförmig. Sollte bei mindestens 5 Grad überwintert werden. Eher wärmer (8 bis 10). Pflanze ist sehr nässe empfindlich.

Kultivierung ohne Regenschutz ist nicht empfehlenswert. Der Verlust der Pflanze droht bei länger anhaltendem Regen (oder kurzen stark Regenperioden).

Espostoa
Kann ab 5 Grad aufwärts überwintert werden. Es sollten aber auch mindestens 5 Grad sein. Pflanze ist etwas kälteempfindlicher. Von daher empfehle ich mindestens 8 bis 10 Grad.

Kultivierung ohne Regenschutz ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Regnet es zuviel wachsen die Pflanzen nicht.

Espostoopsis dybowskii
Mindestens 8 bis 10 Grad im Winter und möglichst etwas UV-Licht (Sonnenlicht). Pflanze ist sehr kälteempfindlich. Kultivierung ohne Regenschutz nicht empfehlenswert, sehr nässe empfindlich.

Eulychnia
Pflanzen sind zum Teil (!) sehr kälteempfindlich. Überwinterung bei mindestens 10 Grad. Kälteschäden treten sonst an der Spitze der Pflanze ein. Größere Pflanzen sind aber etwas robuster.

Kultivierung im Freien ohne Regenschutz ist nicht empfehlenswert.

Facheiroa
Mögen es im Winter auch etwas wärmer (8 bis 10 Grad) - halten nur kurzzeitig Temperaturen um die 5 Grad aus. Dauerhaft kann es bei um die 5 Grad kritisch werden.

Kultivierung im Freien ohne Regenschutz ist bei Solitärpflanzen möglich. Mit den Blüten wirds dann aber schwierig. Bei kleineren Pflanzen rate ich davon komplett ab.

Haageocereus
Pflanzen sind zum Teil (!) etwas kälteempfindlich. Nach Möglichkeit eher bei 8 bis 10 Grad. Als um die 5 Grad.

Kultivierung im Freien ohne Regenschutz ist zum Teil möglich - aber bei einigen Arten nicht empfehlenswert, da sehr nässe empfindlich. Eher Gewächshaus (...)

Harrisia
Werden die meisten nur als Pfropfunterlage verwenden (...) - Überwinterung ab 0 Grad möglich. Mag es etwas kühler.

Kultivierung im Freien ohne Regenschutz ist möglich, sofern es keine Sämlinge oder Jungpflanzen sind.

Isolatocereus
Kälteempfindlich und etwas sensibler. Würde ich nur ab 8-10 Grad überwintern.

Staunässe vermeiden. Infolgedessen Freilandkultur ohne Regenschutz nicht empfehlenswert.

Micranthocereus
Überwinterung empfehle ich bei mindestens 8-10 Grad und etwas Sonnenlicht. Kühler hab ich es noch nicht ausprobiert.

Kultivierung im Freien ist nicht zu empfehlen. Sehr empfindlich bzgl. Staunässe. Pflanzen mit Cephalium bei Standortwechsel immer so stellen, dass sich das Cephalium zur Sonne richtet. Nach Möglichkeit keinen Standortwechsel vornehmen (Sommer/Winter).

Pflanzen sind generell sehr heikel - insbesondere die Wurzelbildung betreffend. Hat die Pflanze ein gutes Wurzelwerk ausgebildet ist sie sehr robust, gesund und schiebt auch gut an (das Wachstum betreffend)

- Myrtillocactus cochal
Sehr kälteempfindlich. Verträgt kurzzeitig Temperaturen um die 5 Grad, aber nicht dauerhaft. 8 bis 10 Grad sollten es sein. Wächst dann auch im Winter und bildet auch Neutriebe (Arme) aus.

Kultivierung ohne Regenschutz nicht empfehlenswert, da sehr nässe empfindlich.

- Myrtillocactus eichlamii
Sehr kälteempfindlich. Verträgt kurzzeitig Temperaturen um die 5 Grad, aber nicht dauerhaft. 8 bis 10 Grad sollten es sein. Wächst im Winter auch leicht (in Kultur meist unverzweigt).

Kultivierung ohne Regenschutz nicht empfehlenswert, da sehr nässe empfindlich. Im Gewächshaus sehr sparsam gießen, auch im Sommer. Neigt schnell zur Fäulnis.

- Myrtillocactus geometrizans
Verträgt auch eine Überwinterung ab 5 Grad (obwohl blau bereift). Empfehlenswert sind aber 8 bis 10 Grad (mit Sonneneinstrahlung) - erhält die Pflanze im Winter Licht, wächst sie und bildet auch Neutriebe (Arme) aus.

Leicht zu haltende Art - auch eine Kultivierung ohne Regenschutz ist möglich, die Pflanze verträgt viel Wasser, ohne dass dies zum Nachteil wird.

Neobuxbaumia
Überwinterung bei 5 Grad hab ich noch nicht probiert. Vom Gefühl eher 8 bis 10 Grad (=besser, vom Gefühl...)

Mit der Kultivierung im Freien hab ich ebenfalls keine Erfahrungswerte, da ich die Gattung erst habe seit ich ein Gewächshaus habe und die Pflanze dort kultiviert wird.

Neoraimondia
Auch ein wenig sensibler und etwas kälte empfindlich. Überwinterung nur bei 8-10 Grad empfehlenswert.

Im Sommer ist grundsätzlich eine Kultivierung ohne Regenschutz möglich. Regnet es durchschnittlich eher wenig kann dies ein Vorteil sein (da viel UV-Licht) - regnet es aber sehr stark oder sehr lange durchschnittlich viel, ist dies der Pflanze eher abträglich. Kommt auf den Sommer an (...)

- Notocactus leninghausii (Parodia)
Bei Solitärpflanzen wie der Art leninghausii kann auch von Säulen gesprochen werden. Nicht zu warm überwintern, sonst kommen Wollläuse. Am besten 8 bis 10 Grad. Pflanze neigt auch bei dauerhaften Temperaturen um die 5 Grad seltsamer Weise zu Wollläusen. Bei 8-10 Grad hab ich dieses Phänomen noch nicht festgestellt.

Meine Solitärpflanzengruppe (ca. 40 Jahre alt - 60-70cm hoch) hab ich auch schon im Garten ohne Regenschutz blühender Weise kultiviert. Kleinere Pflanzen sind nässe empfindlicher. Sind generell im Gewächshaus etwas besser aufgehoben als draußen.

- Notocactus magnifica/schumanniana/warasii (Parodia)
Sehr alte Pflanzen werden auch säulenförmig. Mit mittleren und großen Solitärpflanzen hab ich gute Erfahrungen mit der Kultivierung ohne Regenschutz gemacht (blühen auch regelmäßig, ---) die Arten schumanniana & warasii) - Überwinterung ab 5 Grad möglich. Blühen auch ohne Regenschutz.

Die Art magnifica (blaue Farbe) sollte aber bei 8-10 Grad überwintert werden und im Sommer einen Regenschutz haben (#Gewächshaus) - reagiert sehr empfindlich auf Staunässe.


Oreocereus
Fachliteratur und Fachleute sagen zwar die Pflanze kann dauerhaft kühl ab 0 Grad überwintert werden. Bin da aber aufgrund Erfahrungswerten anderer Meinung. Würde die Pflanzen nicht mal dauerhaft bei 5 Grad überwintern. Persönlich kann ich nur 8-10 Grad empfehlen. Zumindest meine (kleinere Solitärs) sind sehr kälteempfindlich.

Kultivierung im Sommer ohne Regenschutz ist nicht empfehlenswert, die Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe.

Pachycereus
Überwinterung ab 5 Grad möglich. Pflanzen mögen es etwas kühler, können aber genau so gut bei 8 bis 10 Grad überwintert werden, sehe da keinen Unterschied bzgl. der Entwicklung der Pflanze.

Etwas empfindlicher dagegen ist die Art "marginatus" - eine sehr empfindliche Art. Verträgt 5 Grad nicht so gut (etwas zu kühl), sollte aber auch nicht über 10 Grad sein. Wird die Pflanze bei Zimmertemperatur überwintert neigt sie zu Wollläusen. "schottii" sollte auch nicht zu warm überwintert werden, sonst besteht ebenfalls die Gefahr von Wollläusen.

Pierrebraunia
Auch etwas kälte empfindlicher. Von dem her nach Möglichkeit mit 8 bis 10 Grad überwintern.

Kultivierung im Sommer ohne Regenschutz ist nicht empfehlenswert, die Pflanzen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe.

Pilosocereus
Die meisten sind blau bereift. Alles was blau ist, sollte nach Möglichkeit bei 8 bis 10 Grad überwintert werden. Unter 5 Grad entstehen zum Teil Kälteflecken. Manche Arten kann man gut (unbedenklich ab 5 Grad überwintern) - die meisten mögen es aber schon etwas wärmer, von daher Empfehlung: 8 bis 10 Grad.

Im Sommer kann man pauschal nichts sagen, da es zu viele Arten gibt. Insbesondere die Art gounellei sollte man vor Staunässe schützen und nur im Gewächshaus kultivieren. Die meisten Arten entwickeln sich besser, wenn sie einen Regenschutz haben - die meisten können aber auch ohne Regenschutz kultiviert werden. Wobei hier die Formel gilt, je größer die Pflanze desto eher ist eine Kultivierung im Freien sinnvoll/möglich. Sollten mindestens 10cm Größe hierfür aufweisen (...)

Polaskia
Etwas kälte empfindlicher als die meisten Säulengattungen. Würde ich nicht dauerhaft bei 5 Grad überwintern. 8 bis 10 Grad erscheinen mir ideal. Wird die Pflanze zu warm (bei Zimmertemperatur) überwintert, neigt sie zwar zum Wachstum, aber auch zu Wollläusen.

Kann auch im Freien (ohne Regenschutz) kultiviert werden, entwickelt sich im Gewächshaus aber besser und es besteht die Chance auf Blüten (auch in Kultur - bei Solitärpflanzen)

Rauhocereus riosaniensis
Für mich persönlich keine Gattung, sondern wie die Alt-Gattung Borzicactus - der Gattung Cleistocactus anzusiedeln.

Selenicereus
Am bekanntesten ist wohl die Königin der Nacht. Kann ab 0 Grad überwintert werden - mag es etwas kühler. Überwintere ich generell im Treppenhaus wie auch manche Echinopsen oder sonstige wenige Pflanzen die bei 8-10 Grad Wollläuse bekommen. Kann im Sommer auch ohne Regenschutz kultiviert werden. Allerdings muß man dabei auf Blüten meist verzichten.

- Stenocereus beneckei
Überwinterung bei 8-10 Grad optimal, verträgt auch um die 5 Grad. Kann hell (mit Sonne) wie dunkel (ohne Sonne) überwintert werden. Stagniert bei 5 Grad, wächst leicht bei 8-10 Grad und neigt bei Zimmertemperatur im Winter zu starkem Wachstum aber auch zu Wollläusen.

Sollte im Sommer nur mit Regenschutz gehalten werden, da die Pflanze (insbesondere Habitatpflanzen in Kultur sehr "vermehlt" sind)

- Stenocereus eruca
Überwinterung bei 8-10 Grad. Sehr kälte empfindlich. Nach Möglichkeit auch im Winter die Pflanze mit Licht (Sonnenbestrahlung) überwintern.

Im Sommer ist eine erfolgreiche Kultivierung ohne Regenschutz kaum möglich. Pflanze braucht im Gewächshaus hohe Temperaturen und viel UV-Strahlen um gesunde kräftige Dornen (die typisch für diese Art sind) auszubilden. Keine Anfängerpflanze.

- Stenocereus griseus / pruinosus
Nach Möglichkeit bei 8-10 Grad überwintern. Vertragen aber auch 5 Grad.

Im Sommer ist bei ausgewachsenen Pflanzen eine Kultivierung ohne Regenschutz möglich. Die Pflanzen entwickeln sich aber mit Regenschutz etwas besser. Wollen aber viel UV-Licht.

- Stenocereus martinezii / thurberi
Für mich eine Art - in der Fachliteratur wird unterschieden. Thurberi ist von der Bedornung her die gängige Art die zu 98% angeboten wird. Sehr selten findet man auch die Art martinezii. Martinezii hat rötlich braune Areolen und deutlich kürzere Dornen. Persönlich hab ich beide Varianten, wobei sie ich persönlich als eine Art zählen würde. Das Chaos perfekt macht, dass die Art Martinezii als "gefährdet" eingestuft wird. Persönlich denke ich, dass sie aufgrund eines anderen Habitats etwas anders ausfällt aber genetisch das gleiche ist.

Wie auch immer (...) nach Möglichkeit bei 8-10 Grad überwintern, vertragen auch kurzzeitig um die 5 Grad, aber nicht dauerhaft. Neigen bei zu warmer Überwinterung (= Zimmertemperatur) zu Wollläusen. Hat sich die Pflanze verzweigt bzw. Seitentriebe gebildet, wachsen diese gut im Winter weiter (bei 8-10 Grad).

Stepahnocereus
Pflanze ist etwas kälte empfindlich. Würde ich nur bei 8-10 Grad überwintern, dauerhaft 5 Grad ist zu wenig.

Im Sommer ist eine Kultivierung ohne Regenschutz nicht empfehlenswert.

Stetsonia
Pflanze kann auch bei 0 bis 5 Grad überwintert werden (entwickelt sich dann im Sommer aber nicht so gut). Ideal sind 8 bis 10 Grad. Steht die Pflanze über den Winter zu warm neigt sie zu Wollläusen.

Solitärpflanzen können auch ohne Regenschutz kultiviert werden. Regnet es aber zuviel (überdurchschnittlich) ist dies der Pflanze eher abträglich. Liebt UV-Licht (UV-Strahlen).

Trichocereus
siehe Echniopsis

Weberbauerocereus
Eher bei 5 Grad überwintern - als bei 8-10 Grad. Stehen sie zu warm (zum Teil auch bei 8-10 Grad der Fall) neigen manche Arten zu Wollläusen.

Kann im Sommer auch ohne Regenschutz kultiviert werden.
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Beitrag  Shamrock am Mi 10 Apr 2019, 21:42

konsilia2014 schrieb:Von der Sonderpublikation bin ich generell enttäuscht - insbesondere auch deshalb da seltene Gattungen (bsp. Armatocereus) nicht vorkommen.
Schonmal darüber nachgedacht, dass Armatocereus vielleicht größen- und wuchsformbedingt nicht gerade die beste Wahl für einer Fensterbank ist?


konsilia2014 schrieb:Manche Arten sind auch falsch angegeben das Bild betreffend - zwar selten und auch kein Beinbruch, da dies auch in anderer Fachliteratur stets passiert. Davon abgesehen wird zumindest bei Säulen häufig auch falsch "etikettiert" in manchen Fachgärtnereien, vor allem bei Pilosocereen. Häufig auch bei Micranthocereen.
Ah, hervorragend wenn du dich diesbezüglich besser auskennst, als die Fachleute, die in Brasilien rumgekreucht sind und teilweise auch die Arten beschrieben haben. Dann können wir uns ja glücklich schätzen dich hier im Forum zu haben.

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Beitrag  konsilia2014 am Do 11 Apr 2019, 03:02

Shamrock schrieb:
konsilia2014 schrieb:Von der Sonderpublikation bin ich generell enttäuscht - insbesondere auch deshalb da seltene Gattungen (bsp. Armatocereus) nicht vorkommen.
Schonmal darüber nachgedacht, dass Armatocereus vielleicht größen- und wuchsformbedingt nicht gerade die beste Wahl für einer Fensterbank ist?


konsilia2014 schrieb:Manche Arten sind auch falsch angegeben das Bild betreffend - zwar selten und auch kein Beinbruch, da dies auch in anderer Fachliteratur stets passiert. Davon abgesehen wird zumindest bei Säulen häufig auch falsch "etikettiert" in manchen Fachgärtnereien, vor allem bei Pilosocereen. Häufig auch bei Micranthocereen.
Ah, hervorragend wenn du dich diesbezüglich besser auskennst, als die Fachleute, die in Brasilien rumgekreucht sind und teilweise auch die Arten beschrieben haben. Dann können wir uns ja glücklich schätzen dich hier im Forum zu haben.

Armatocereus ist grundsätzlich für eine Fensterbank gut und besser geeignet als viele andere Säulen, die aufgeführt wurden. Wächst auch sehr dankbar und seit Jahren stets im Winter - zumindest meine Pflanzen. Benötigt infolge dessen etwas weniger UV-Licht, was in Kultur essenziell zu berücksichtigen ist.

Südamerika hab ich in der Tat noch nicht bereist. Bezüglich der Angaben der Arten (das Bildmaterial betreffend) sind wenige Fehler passiert, was wie gesagt keinen Beinbruch darstellt und bei Säulenkakteen üblich ist. Die Sonderpublikation ist mir wie gesagt zu sehr auf Blüten ausgelegt. Weiter sollte man grundsätzlich berücksichtigen, dass Säulen in Kultur (insbesondere Nachzuchten) zum Teil erheblich von Pflanzen im natürlichen Habitat abweichen.

Das allgemein verfügbare Bildmaterial im Internet ist einfach nur Mist (!) - für den Laien.

Grundsätzlich hat mich die Sonderpublikation ursprünglich motiviert, insbesondere hier im Forum wieder aktiver zu werden. Säulen sind mangels fachspezifischem Interesse ein eigenes Thema. Merk und empfinde ich bei den monatlichen Heftchen auch. Ist keine Kritik an der DKG - die sich in den monatlich erscheinenden Heften auch manchmal (wenn auch eher selten) mit Säulen auseinandersetzt. Die Gattung wird stets (auch in der Fachliteratur) richtig angegeben. Die Art oftmals falsch - meist bei den Pilos, zum Teil verheerend daneben. Und mit verheerend meine ich oberflächlich.

Mit Säulen wird gerne für Veranstaltungen/Börsen oder Ähnliches geworben, tiefer (gelegentlich mal auch das Stachel zählen oder mit der Lupe drauf schauen) wird sich nicht bemüht.

Bsp. bei Stenocereus thurberi versus stenocereus martinezii. Vergleich ich sinnbildlich gerne mit den Überraschungseier-Figuren von früher (dabei wurde bei Raritäten stets von Varianten gesprochen). Auf Kakteen umgemünzt sind diese Varianten einem anderen Habitat "geschuldet", durch Samen von Vögeln "verschleppt". Wenn man bei Säulen genau hinsieht, sind Sämlings-Nachzuchten optisch (auch das Stachel oder Rippen zählende betreffend) erheblich anders als im Habitat, was jedoch keine Rechtfertigung für verzerrtes (falsch angegebenes Bildmaterial) darstellt.

Literatur / Säuen allgemein

Wenn man bzgl. der Bestimmung (leeres Etikett) sucht empfiehlt sich eher tschechische oder nordamerikanische als deutsche Fachliteratur. Sind zumindest meine subjektiven Erfahrungswerte im Quervergleich.
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