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Wie alt kann ein Ariocarpus werden?

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Wie alt kann ein Ariocarpus werden? - Seite 3 Empty Re: Wie alt kann ein Ariocarpus werden?

Beitrag  Cristatahunter am Di 12 März 2019, 23:26

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Die sehen halt auch alt aus. Dieser ist sicher uralt mit einem Dm von 60cm.
Aber was erstaunlich ist, das kein Nachwuchs zu finden war. Entweder wachsen die extrem schnell und der Ariocarpus ist gar nicht alt oder sie wachsen extrem langsam und die Bedingungen sind so schlecht das nur alle 100 Jahre eine neue Generation entstehen kann.

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Wer ist hier wohl der Ältere?
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Wie alt kann ein Ariocarpus werden? - Seite 3 Empty Re: Wie alt kann ein Ariocarpus werden?

Beitrag  Matches am Mi 13 März 2019, 07:12

Cristatahunter schrieb:Die sehen halt auch alt aus. Dieser ist sicher uralt mit einem Dm von 60cm.
Aber was erstaunlich ist, das kein Nachwuchs zu finden war. Entweder wachsen die extrem schnell und der Ariocarpus ist gar nicht alt oder sie wachsen extrem langsam und die Bedingungen sind so schlecht das nur alle 100 Jahre eine neue Generation entstehen kann. ...

... oder man hat die "jüngeren" Pflanzen immer wieder entnommen. Über viele Jahrzehnte wurden ja Unmengen dieser Kakteen ausgebuddelt und nach Europa oder sonst wohin versendet.
Und ob es nicht auch aktuell immer wieder geschieht, kann wohl keiner wirklich kontrollieren.
Jedenfalls gibt es auch in Deutschland viele alte Pflanzen, die mal ursprünglich in Mexiko lebten und importiert worden waren, bevor es ausdrücklich untersagt war.
Danke Stefan für dieses erstaunliche Foto einer erstaunlichen Pflanze, die wohl auch in der Natur nicht überall so groß zu finden ist.

Freundliche Grüße
Matthias
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Wie alt kann ein Ariocarpus werden? - Seite 3 Empty Re: Wie alt kann ein Ariocarpus werden?

Beitrag  Cristatahunter am Do 14 März 2019, 12:19

Mir ist bei meinen Mexikoreisen schon oft aufgefallen dass Kakteen in einem Areal immer das gleiche Alter haben. Die Natur sät nicht jedes Jahr aus. Nur wenn die Bedingungen alle paar Jahre einmal optimal sind werden aus den unzähligen Samen nur wenige blühfähig und erwachsen. Wenn beim Spazierengehen ein schöner Ariocarpus gefunden wird, sind meistens unweit davon entfernt noch andere. Dann sind sie auch vergesellschaftet mit anderen Kakteen in ähnlicher Grösse. Wenn wir sehen was für ein Potential eine Hand voll Kakteensamen haben wenn sie ein wenig gepflegt werden, dann erstaunt es doch schon dass es in der Natur nur wenige schaffen erwachsen zu werden.
Mag sein das früher Kakteen in rauen Mengen ausgegraben wurden. Zu vorkriegszeiten als Kakteen noch kleine Vermögen gekostet haben. Heute kann ich es mir wirklich nicht vorstellen das noch viel gewildert wird. Ich hatte bis jetzt nur einmal einen teilweise geplünderten Standort gesehen. Die Leute gehen lieber in die Industrie zum Arbeiten um Geld zu verdienen. Mexiko ist kein Entwicklungsland mehr, die Leute haben Handys, Auto, Tabletts, Markenkleider usw.
Wer Kakteen wildert, der muss dann auch noch die Kontakte haben die Pflanzen zu verkaufen. Glaube mir es ist wesentlich einfacher und ungefährlicher sein Geld in der Wirtschaft zu verdienen. Zudem haben viele Mexikaner angst in die Natur zu gehen. Für sie ist die wilde Natur gefährlich, voller Tiere und Pflanzen und die Sonne und Banditen.
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Beitrag  sensei66 am Do 14 März 2019, 12:34

Cristatahunter schrieb:Heute kann ich es mir wirklich nicht vorstellen das noch viel gewildert wird.
Das ist, glaube ich, eine etwas blauäugige Wunschvorstellung.
Woher kommen wohl Escobaria abdita, Mammillaria bertholdii etc. die man mittlerweile auch bei verschiedenen Händlern kaufen kann? Dass das alles legal eingeführt wurde kann ich mir nicht vorstellen.
Wenn man dann noch den Boom betrachtet, den Kakteen und andere Sukkulenten derzeit erfahren (v. a. in China), kann man sich leicht vorstellen, dass da Begehrlichkeiten geweckt werden. Und wenn der Preis stimmt, haben es viele nicht so mit der Moral. Erst heute morgen auf Facebook einen Artikel gelesen, dass der Thailändische Zoll eine größere "Lieferung" uralter Lophos aus dem Verkehr gezogen hat...
Auch wenn es stimmt, dass die Mexikaner das selbst nicht mehr tun, es robben ja genügend Ausländer auf Kakteensuche durch Mexiko. Die einen mit Kamera, die anderen mit Schaufeln.
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Beitrag  Cristatahunter am Do 14 März 2019, 13:00

sensei66 schrieb:
Cristatahunter schrieb:Heute kann ich es mir wirklich nicht vorstellen das noch viel gewildert wird.
Das ist, glaube ich, eine etwas blauäugige Wunschvorstellung.
Woher kommen wohl Escobaria abdita, Mammillaria bertholdii etc. die man mittlerweile auch bei verschiedenen Händlern kaufen kann? Dass das alles legal eingeführt wurde kann ich mir nicht vorstellen.
Wenn man dann noch den Boom betrachtet, den Kakteen und andere Sukkulenten derzeit erfahren (v. a. in China), kann man sich leicht vorstellen, dass da Begehrlichkeiten geweckt werden. Und wenn der Preis stimmt, haben es viele nicht so mit der Moral. Erst heute morgen auf Facebook einen Artikel gelesen, dass der Thailändische Zoll eine größere "Lieferung" uralter Lophos aus dem Verkehr gezogen hat...
Auch wenn es stimmt, dass die Mexikaner das selbst nicht mehr tun, es robben ja genügend Ausländer auf Kakteensuche durch Mexiko. Die einen mit Kamera, die anderen mit Schaufeln.

Lohnt sich das denn, von China oder Thailand um die Welt zu fliegen um ein Habitat zu plündern?
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Wie alt kann ein Ariocarpus werden? - Seite 3 Empty Re: Wie alt kann ein Ariocarpus werden?

Beitrag  sensei66 am Do 14 März 2019, 21:54

Cristatahunter schrieb:Lohnt sich das denn, von China oder Thailand um die Welt zu fliegen um ein Habitat zu plündern?
Offensichtlich. Wenn man die Phanthasiepreise auf ebay sieht, die kleine Conophyten zum Teil erzielen, möcht ich nicht wissen, was die für einen alten Lopho hinlegen.
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Beitrag  Cristatahunter am Fr 15 März 2019, 07:36

Die Conophyten werden wild gesammelt?
So viel ich weiss, wachsen in Thailand die Kakteen wie Radieschen.

Escobaria abdita, Aztekium valdezii und Mammillarie bertholdi findet man doch nur als gepfropfte Sämlinge und meistens nicht, zu hohen Preisen an den Börsen.

Wo ist da die kriminelle Energie? Das ist doch nicht lohnenswert.
Menschenhandel, Schleusertum, Drogen, unregistrierte Waffen, Zuhälterei, ilegales Fischen, Nashornhandel, Organhandel, Raubkunst, Artefaktenhandel usw. ist doch 1000x lukrativer und erst noch weniger mit Arbeit, Schmutz und Schweiss verbunden.

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Beitrag  Nopal am Fr 15 März 2019, 10:45

Hi Stefan, der Pflanzenschmuggel ist auch heute noch leider ein sehr aktuelles Thema.
Auch mein Gedanke war lange das dies doch heute nicht mehr nötig ist pflanzen im Habitat zu entwenden, leider ein falscher Gedanke wie ich immer wieder feststellen muss.

In diesem Artikel sind es wirklich Asiaten.  ( Video Spielt Automatisch ab )
https://www.mercurynews.com/2018/04/20/busting-plant-smugglers-along-californias-coast/

Aber auch die deutschsprachigen Länder werden hier erwähnt, in einem anderen post habe ich es ja bereits erwähnt das von einer Organisation in Texas erfahren habe das diese nach der zusammenarbeite mit deutschen bei einem einen Koffer voll mit Ariocarpus beschlagnahmt haben, dies ist erst vor wenigen Jahren passiert.
https://www.theguardian.com/environment/2019/feb/20/to-catch-a-cactus-thief-national-parks-fight-a-thorny-problem

Eine andere Geschichte geht über Russen die explizit zum schmuggeln in die USA gekommen sind, dank NSA oder was auch immer wurden diese Pläne ausspioniert und am ende der reise wurden am Flughafen ebenfalls viele sehr seltene und Geschütze pflanzen beschlagnahmt, die strafe waren 500$ und ein lebenslanges Einreiseverbot für die USA, nun sieht man diesen Mann unter anderem vor seltenen Kakteen in Mexiko posieren ( Wird in dem Artikel nicht gezeigt ).
https://blog.nature.org/science/2016/05/23/cactus-smuggling-desert-plants-extinction-endangered-climate/

Selbst die Kanadischen Naturschutzbunde machen sich sorgen um den bestand von Escobaria vivipara, da viele Sammler anscheinend pflanzen ausgegraben haben.
In einem  Artikel ( kann ihn gerade nicht  mehr finden ) stand damals das sich die Kanadischen Behörden nicht verstehen können das diese pflanzen in Kanada entwendet wurden, weit ab jeglicher typischer Kakteen Standorte.
Auserdem würde es südlich in den USA ja viel mehr Escobaria vivipara geben und der unterschied einer kanadischen und einer amerikanischen Escobaria vivipara sei nicht vorhanden, naja hätten sie mal einen Sammler gefragt, wenn Kanada auf dem Etikett steht heißt es das diese Art sehr nördlich wächst und sehr robust sein muss.

Hier noch weitere Links:
https://www.bbc.com/news/magazine-33896138
https://www.theatlantic.com/science/archive/2016/02/cactus-thieves/470070/
Auch in Südamerika
https://www.mnn.com/your-home/organic-farming-gardening/stories/why-black-market-cacti-succulents-booming


Der Markt Boomt.

Beste Grüße
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Wie alt kann ein Ariocarpus werden? - Seite 3 Empty Re: Wie alt kann ein Ariocarpus werden?

Beitrag  Gymnocalycium am Fr 15 März 2019, 11:54

hallo
ich kenne die Pflanzen bei Karel Rys seit Mitte der 80-er Jahre und soweit ich mich erinnere waren seine großen Samenträger sehr tief gepfroft, sodaß man sie für wurzelecht halten konnte
VG
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Beitrag  Odessit am Fr 15 März 2019, 12:04

Die Frage nach dem Alter eines Ariocarpus bekommt für mich nach Euren Beiträgen einen anderen Hintergrund: kann ein Ariocarpus überhaupt sehr alt werden, ohne in seinem  langen Lebensdauer entdeckt, ausgebuddelt und geschmuggelt zu werden Rolling Eyes
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