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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest? Empty Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

Beitrag  Spickerer am Do 14 März 2019, 09:37

Hallo zusammen,
hier kommt ein großes Ups. Frostfest unter geeigneten Voraussetzungen? Es handelt sich hier um eine Pflanze, die ich vor vielen Jahren bei einer Kakteengärtnerei in Ostdeutschland erwarb. Sie trug damals den Namen Mediolobivia "Humkes Auslese". Sie entwickelte langsam neue Triebe und blühte jedes Jahr mehr oder weniger reichlich mit hübschen zweifarbigen Blüten. Bei Nachforschungen fand ich weitere Bezeichnungen: Rebutia mammillosa WR302, Rebutia spec. HJ516, Mediolobivia "Schweizer Mädel", HJ 512 Klon 2, Rebutia mamillosa WR302 ‚Rot Weiss‘, Swiss Mädi. Dabei ist mir zumindest nicht mehr klar ob hier ein und dieselbe Pflanze gemeint ist. Zusehen ist die Blüte in einem Beitrag von "Cristatahunter", den er am 22. Mai 2017 unter dem Titel Blütenfotos ohne Namen verfasste. Aber ich möchte ja auch anderes berichten.

Als ich gestern Nachmittag das Freiluftregal auf der Terrasse wieder sommertauglich herrichten wollte, bemerkte ich einen Kakteentopf mit Pflanze, der wohl abgestürzt war und zwischen Regal und Wand eingeklemmt, mit dem Kopf nach unten hing. Ich fischte ihn hervor und betrachtete die noch darin hängende Pflanze. Es war besagte Rebutia [Mediolobivia] mamillosa 'Humkes Auslese' – und sie sah dazu noch relativ gesund aus. Sie war also den ganzen Winter unabsichtlich draußen geblieben. Ich erinnere mich an drei, mehrere Tage andauernde, Frostphasen, von denen eine an -17° heran reichte. Zum Glück befindet sich über der Terrasse eine Balkondecke und es regnete und schneite nicht unmittelbar auf die Pflanze. Sprühregen, Schnee und Reif hat sie sicherlich auch mitbekommen, da es an dieser Stelle aus südwestlicher Richtung stets Winde gibt, die dafür sorgen. Dafür sieht sie jetzt immerhin noch recht lebendig aus. Sie hatte vor drei Jahren einen Spinnmilbenbefall, von dem sie sich leider nur recht langsam erholte. Das muss ich nochmal genauer nachprüfen. Mal sehen ob sie sich wieder aufrafft, blühen und wachsen wird. Auf jeden Fall scheint sie es wohl überstanden zu haben– hoffe ich jedenfalls. Ich habe sie sogleich ins Kakteenhaus geholt, wo sie erst einmal einige Tage an einem etwas kühleren Platz steht und vor allem auch trocken steht. Vielleicht habt ihr ähnliche Erfahrungen mit ihr gemacht.

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So sieht sie jetzt gerade aus.

Gruß, Spickerer
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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest? Empty Re: Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

Beitrag  Cristatahunter am Do 14 März 2019, 11:42

Ja das sind zähe Mädels. Ich habe auch eine bei den Frostharten stehen lassen.
Ich habe aber auch noch etwas anderes bemerkt. Wenn ich Kakteen mit nackten Wurzeln rumliegen lasse, halten die oft auch tiefere Temperaturen aus.
Ich würde deine von den Spinnen gezeichnete Rebutia oder Mediolobivia und wie die sonst noch heissen, verjüngen.
Die Triebe abschneiden und bewurzeln und den Stumpf stehen lassen bis er wieder austreibt. Dann hast du wieder schöne Pflanzen in Vorzeigequalität.
Es gibt von diesen rotweiss blühenden Kakteen ganz unterschiedliche Habiten. Manche sind eher rötlichbraun andere fast schwarz und auch die Dornen zeigen Unterschiede.
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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest? Empty Re: Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

Beitrag  Tarias am Do 14 März 2019, 11:54

Hallo Spickerer,

Glückwunsch zu der frostharten Aylostera mammillosa WR302 Wink
Aylosteren und Mediolobivien (die derzeit nomenklatorisch zu den Rebutien gezählt werden, mit denen sie genetisch aber nicht besonders nahe verwandt sind) halten schon was aus, bis - 5 Grad war mir aus eigener Erfahrung bekannt, tiefer habe ich nicht getestet. - 17 ist schon ganz schön ordentlich!
Die Aylostera mammillosa WR302 "Humkes Ausleses" ist übrigens nicht identisch mit der Aylostera supthutiana HJ516 (auch als "Swiss Mädi" im Umlauf). Das sind zwei völlig verschiedene Pflanzen, wer beide hat, sieht die Unterschiede in Körberform, -farbe, Bedornung und Blüte sehr deutlich.
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Beitrag  Spickerer am Do 14 März 2019, 16:02

Hallo ihr Beiden,
das sind interessante Mitteilungen. Also war doch eine gewisse Frostfestigkeit genetisch vorgegeben und gut zu wissen, dass es da doch echte Unterschiede gibt. Da habe ich ja Schwein gehabt. Very Happy

Gruß, Spickerer
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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest? Empty Re: Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

Beitrag  Msenilis am Sa 16 März 2019, 23:59

Hallo Bianca,
Tarias schrieb:Aylosteren und Mediolobivien (die derzeit nomenklatorisch zu den Rebutien gezählt werden, mit denen sie genetisch aber nicht besonders nahe verwandt sind) .
wer zählt sie denn "derzeit" zu den Rebutien?
War zwar immer mal wieder der Fall, aber aktuell, ist doch nach Lode u.a. Mediolobivia  zu  Aylostera eingezogen.
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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest? Empty Re: Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

Beitrag  Tarias am So 17 März 2019, 12:24

Hallo Manfred,

was Taxonomie anbelangt bin ich ziemlich ahnungslos, mir wurde nur vor kurzem von einem Taxonomie-Fetischisten vehement vorgeworfen, es "gäbe keine Aylostera, die gehören alle zu Rebutia".
Mein Wissensstand ist wie deiner: Genetisch gehören Aylostera und Mediolobivia zusammen (lassen sich ja auch teilweise kreuzen Wink ), Rebutia ist eine ganz andere Ecke.
Ob das taxonomisch schon umgesetzt wurde (wer bestimmt das eigentlich?) weiß ich nicht scratch . In Fachzeitschriften las ich bis dato immer nur von Rebutien wenn es tatsächlich um Mediolobivien und Aylostera geht.
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Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest? Empty Re: Rebutia [Mediolobivia] mamillosa Humkes Auslese frostfest?

Beitrag  Shamrock am So 17 März 2019, 22:43

Tarias schrieb:Ob das taxonomisch schon umgesetzt wurde (wer bestimmt das eigentlich?) weiß ich nicht
Wer das bestimmt ist doch ganz einfach: Du bzw. deine Meinung. Wenn du also Aylostera und Mediolobivia in einer Gattung siehst, dann ist es doch nicht verkehrt sie entsprechend anzureden. Sobald die Pflanze gültig mit diesem Namen beschrieben wurde, kann dir auch niemand was vorwerfen, wenn du diesen Namen benutzt, weil es eben deiner Meinung entspricht. Schließlich war es ja auch die Meinung des Beschreibers diesen Namen zu verwenden. Es gibt hier kein Richtig und kein Falsch.

Aber da wir das Thema ja schon so oft durchgekaut haben und es erst gestern mal wieder aktuell war, verweise ich jetzt einfach mal auf diesen Thread - ist schließlich 1 zu 1 übertragbar: https://www.kakteenforum.com/t32196-echinopsis-oder-lobivia#402614

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