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Frage zu Echinopsis

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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Re: Frage zu Echinopsis

Beitrag  Kaktusfreund81 am Sa 11 Mai 2019, 20:18

Bei guter Pflege und Ernährung können die in wenigen Jahren schon ordentlich an Höhe und Breite gewinnen. Im Vergleich zu anderen Kakteengattungen sind Echinopsen besonders wüchsige Pflanzen, die entweder solitär oder polster- bzw. gruppenbildend wachsen.

Inwiefern das Wachstum ausfällt ist genetisch bedingt, durch die lange Zeit in Kultur findet man selten noch wirklich "reine" oxygonas bzw. eyriesiis, weil die sich inzwischen bereits etliche Male miteinander gekreuzt haben, also miteinander z.B. durch Insekten bestäubt wurden. Sowas nennt man dann auch eine Multihybride; außer das Saatgut stammt wirklich aus Standortsamen oder von qualifizierten Gärtnereien, die nur Samen verwenden, dessen genetische Herkunft klar erkennbar ist.

Und auch Haage's Aufgabe ist es, wenn sie die Pflanzen mit richtigem Namen verkaufen wollen, bei der Aussaat eine Fremdbestäubung durch Abisolierung des frischen Pollens auszuschließen oder nur vegetatives Material (Stecklinge) von Pflanzen "aus sicheren Herkunfts(ländern)" zu nehmen, sonst könne man die südamerikanischen Migranten ja gleich mit erhobenem Finger zurückschicken! Very Happy

Noch ein Bild passend zur unterschiedlichen Tendenz zur Kindelbildung - wie man sieht, sind auch im ausgewachsenen Zustand nicht alle gleich kindelfreudig... Wink

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aufgenommen auf den Berliner Kakteentagen 2017
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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Re: Frage zu Echinopsis

Beitrag  daniel1981 am Sa 11 Mai 2019, 23:13

Na ich lasse mich mal überraschen. Habe mir direkt auch ein Tütchen Echinopsis-Samen schicken lassen. Hast du schon einmal ausgesät und kannst du mir vielleicht den ein oder anderen Tipp geben?
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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Re: Frage zu Echinopsis

Beitrag  Shamrock am Mo 13 Mai 2019, 10:23

Je nachdem wie du diese Echinopsis versorgst, kann sie auch richtig wuchern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kakteen wachsen diese Echinopsis oxygona und ihre Hybriden erfrischend schnell und die Gruppenbildung wird sich mit etwas Geduld von alleine geben.
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(Leider ein altes, schlechtes Foto...)

Zum Thema Aussaat darft du jetzt aber etwas Eigenintiative an den Tag legen (mir fehlt gerade etwas die Zeit zum Suchen...). Hier https://www.kakteenforum.com/f20-aussaat-vermehrung gibt es wunderbare, extrem ausführliche Aussaatbeschreibungen für Anfänger. Viel Erfolg dabei!

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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Re: Frage zu Echinopsis

Beitrag  plantsman am Mo 13 Mai 2019, 11:32

Moin,

ein starkes Kindeln von Echinopsis oxygona ist nicht arttypisch. Es entstand nur der Eindruck das dem so ist, weil man diesen Typ in Liebhaberkreisen deutlich besser weiter verteilen kann/konnte als z.B. weniger stark kindelnde Klone. Es kann also sein, dass deine Pflanze niemals so stark kindelt wie Du vielleicht erwartest weil es "nur" der "Cousin 2. Grades" des bekannten, stark kindelnden Klons ist. Das wird sich erst in Zukuft zeigen.

Bei Echinopsis bleiben die Blütenknospen gelegentlich auch mal stecken oder fallen von alleine ab, vor allem wenn sie Stress hatten. Ein Kartonversand ist Stress, also erwarte auch hier nicht unbedingt gleich Blütenpracht. Die Pflanze kann blühen, sei aber nicht enttäuscht, wenn sie sich lieber erstmal umgewöhnen möchte und deshalb die Knospen abwirft. Das ist ganz einfach Selbstschutz.
So verzichte ich, wenn ich eine neue Pflanze mit Blütenansatz bekomme, fast immer auf die Blüten und entferne sie teilweise sogar absichtlich. Sie sind es, die der Pflanze Energie "rauben" und nicht die Wurzeln. Wichtig ist für mich immer, das es erstmal der Pflanze gut geht und dann darf sie irgendwann blühen.

Die größte Priorität für eine Pflanze nehmen die Wurzeln ein. Diese sind für die Befestigung am Standort und für die Wasser- sowie Nährstoffaufnahme wichtig. Wenn eine Pflanze die Wurzeln verliert, verliert sie in vielen Fällen auch ihr Leben. Es gibt sicher genug Beispiele, bei dem Pflanzen nach einem Verlust ihre Wurzeln wieder ersetzen können, aber das ist nicht die Regel und setzt die richtigen Bedingungen voraus (genug eingespeicherte Energie in der Pflanze; Lebensraum feucht-warm usw.). Eine Pflanze wird also immer (!) ihre Energie zuerst in die Wurzelbildung investieren. Kleinere Töpfe sind zwar im Allgemeinen besser als zu große (!), wer eine Pflanze aber durch zu kleine Töpfe am Wurzelwachstum hindern möchte um Blüten zu sehen, der hat, meiner Meinung nach, Pflanzenpflege nicht ganz verstanden (Ausnahmen bestätigen die Regel z.B. viele Amaryllisgewächse, einige Orchideen).

So verzichte ich, wenn ich eine neue Pflanze bekomme, fast immer auf die Blüten und entferne sie teilweise sogar absichtlich. Sie sind es, die der Pflanze Energie "rauben" und nicht die Wurzeln. Wichtig ist für mich immer, das es erstmal der Pflanze gut geht und dann darf sie irgendwann blühen.

Auch wenn es immer wieder geschrieben wird, wird es nicht unbedingt richtiger, dass Humus mehr Nährstoffe enthält. Auch Humus kann sehr nährstoffarm sein, wenn er z.B. aus Torf, Nadelstreu oder Stroh entstanden ist, denn Humus ist nicht gleich Humus.
"Normale" Blumenerde enthält als Humus meist Torf. Nährstoffreich wird sie nur durch die Grunddüngung während der Herstellung. Torf ist nämlich nur ein relativ gut einzustellender Speicherstoff für die Zugabe von Pflanzen-Nährstoffen, er ist in seinen Prozessen ziemlich "berechenbar".
Auch bei Echinopsen würde ich nicht zu viel Humus, vor allem torfigen Ursprungs, einsetzen, höchstens 1/3 des Topfvolumens. Eine vernünftige, regelmäßige Nachdüngung mit einem stickstoffärmeren Mehrnährstoffdünger reicht völlig aus. Die sogenannten Tiefland-Echinopsen sind sicher etwas nährstoffbedürftiger als andere, vergleichbare Kakteen, das kann man aber mit mehr Humus nicht ausgleichen. Die Wurzelgesundheit wird es danken. Zur Veranschaulichung ein paar Standortaufnahmen: Echinopsis oxygona am Standort. Die Böden erscheinen eher lehmig-durchlässig mit geringeren Anteilen an Rohhumus durch Gräserreste.

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Beitrag  Dropselmops am Mo 13 Mai 2019, 13:28

Danke für den Link mit den Standort-Fotos, Stefan.
Ich hab jetzt aber dann doch eine Frage: die oxygona wächst ja offensichtlich in etwas wärmeren Gefilden. Wie kommt es denn, daß sie soviel Frost ab kann? Bei cacti.ch wird sie mit -14 gelistet und ich das kann ich durchaus bestätigen. Bei Llifle ist nur von -2 die Rede ... scratch
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Beitrag  plantsman am Mo 13 Mai 2019, 14:32

Moin Nicole,

so warm ist es im Herkunftsgebiet der Echinopsis oxygona im Winter gar nicht. Auch wenn sie hauptsächlich im Flachland vorkommt, zwischen dem 25. und 34. Breitengrad ist Südamerika im Winter schon nicht mehr richtig tropisch. Regelmäßige Nachtfröste können dort ohne Probleme auftauchen. Die Herkunft/Höhenlage spielt aber sicher eine Rolle, wie tief die Temperatur im Winter sinken darf. Die Herkünfte aus Nord-Argentinien im Bundesstaat Salta, der in Andennähe liegt und recht kontinentales Klima hat, dürften die Frosthärtesten sein, die aus Paraguay die empfindlichsten. Da heutzutage die ganzen Herkünfte seid der Einführung sicherlich vermischt wurden, hat sich wohl ein gewisser Mittelwert eingependelt der bei allgemein harter Kultur und guter Wintervorbereitung eine recht annehmbare Frosthärte hervorgebracht hat. Winterhart sind sie aber sicher nicht, da spielen dann noch ein paar weitere Faktoren eine Rolle.

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Beitrag  Dropselmops am Mo 13 Mai 2019, 18:41

Bei mir muß sie winters -5 abkönnen. Soviel hat es in meinem Folienhäuschen, wenn das Grablicht ausgeht .... Very Happy
Danke für Deine Einschätzung, Stefan!
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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Echinopsis Blütenknospen öffnen sich nicht

Beitrag  daniel1981 am Fr 16 Aug 2019, 11:33

Leider finde ich meinen eigenen Beitrag nicht mehr. Hatte mir vor rund 2 Monaten einen Oxygona bestellt. Der wurde auch mit Knospen geliefert.

Hier im Forum schrieb man ich solle abwarten. Nicht viel drehen auf der Fensterbank usw. Ein anderer schrieb er würde die Knospen entfernen bei einer neuen Pflanze.

Umgetopft hatte ich ihn bewusst deswegen nicht. Wobei ich finde, er sitzt sehr tief im Topf.

Nun ja, der Sommer ist ja nun bald vorbei. Lasse ich die Knospen einfach dran? Doch noch umsetzen?

Hat jemand den ein oder anderen Tipp?[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Re: Frage zu Echinopsis

Beitrag  danny80 am Fr 16 Aug 2019, 12:02

Hallo Daniel,

das gleiche hatte ich auch schonmal. Drei dieser unausgebildeten Knospen sind stagniert. Ich habe sie drangelassen und überwintert. Im nächsten Frühjahr passierte ersmal nichts, dann im Sommer haben sich zwei davon weiterentwickelt und geblüht. Diese wurden sogar von neuen Blüten zwischenzeitlich überholt. Eine blieb sogar eine Knospe noch einen weiteren Winter dran und hat dann im nächsten Jahr (nach insgesamt zei Jahren an der Pflanze) geblüht. Es waren bei mir Blüten aus der allerersten Blühphase. Alle nachkommenden Knospen haben sich ganz normal entwickelt und geblüht. Es ist also nicht nochmal passiert. Ich verzeichne das unter "Startschwierigkeiten" (oder pubertäre Probleme  Very Happy ).

Gruß
Danny
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Frage zu Echinopsis - Seite 2 Empty Re: Frage zu Echinopsis

Beitrag  daniel1981 am Fr 16 Aug 2019, 12:06

Ok. Dann lasse ich sie einfach dran. Wenn es nicht schadet. Sieht ja auch noch lustig aus dazu. Würdest du ihn denn noch in einen neuen Topf setzen? Oder echt bis zum Frühjahr warten?
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