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Ericaceae

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Ericaceae - Seite 4 Empty Re: Ericaceae

Beitrag  benni Mi 05 Mai 2021, 22:01

Hallo Stefan,
die ist aber auch schön ! die Kombination der Farben ist sehr harmonisch -
deshalb auch die starke Wirkung.
Danke Dir für die gelungenen Fotos.
Liebe Grüsse und bleib' gesund !
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Ericaceae - Seite 4 Empty Erica cerinthoides

Beitrag  plantsman Do 22 Jul 2021, 20:06

Moin,

von den südafrikanischen Heidearten ist Erica cerinthoides die am weitesten verbreitete Art. Hauptverbreitunsgebiet ist zwar das Kapgebiet zwischen Kapstadt und Port Elizabeth. Die Art kann aber an der Ostseite Südafrikas bis an die Grenze zu Mosambik gefunden werden. In diesem Verbreitungsgebiet ist die Art schon gut kenntlich, variiert aber trotzdem ganz ordentlich in einigen morphologischen und farblichen Merkmalen der Blätter und Blüten.

Besiedelt werden hauptsächlich Fynbos-Gesellschaften und die sauren Wiesen des Sommerregen-Gebietes, das sogenannte "Sourveld". Insgesamt sind ihre ökologischen Ansprüche aber nicht ganz so strikt wie bei einigen der lokalendemischen Arten des Kapgebietes. Wichtig ist nur Sonne und viel frische Luft. Eine Überwinterung im Kalthaus (winterliche Nachttemperaturen bis ca. 4° C) reicht aus und wenn sie im Sommer im Freien stehen kann, färben sich die Blüten noch deutlich stärker aus als unter Glas.

Auch wenn sie in der Natur recht Anspruchslos ist, empfehle ich für die Kultur eher gut durchlässige, leicht torfig-humose, nährstoffarme und saure bis höchstens neutrale Substrate sowie ein Giessen mit entsalztem oder Regenwasser. Wie so viele südafrikanische Heide ist sie empfindlich gegen Trockenheit und Staunässe, dabei hat sie eine leichte Tendenz um Winterwachstum. Vor allem wenn man nicht genau weiß, woher der gepflegte Klon ursprünglich stammt, ist es wichtig die Pflanze genau zu beobachten, um zu erkennen, wann sie wachsen will. Es ist auf jeden Fall nicht verkehrt, sie ganzjährig stets leicht feucht zu halten, ohne sie aber zu Vernässen, egal welchem Wuchstyp sie angehört.
Gedüngt wird in den Gruson-Gewächshäusern ganzjährig wöchentlich mit einem phosphatfreien Dünger (mit vielen Spurennährstoffen) in einer Konzentration von 0,1%, denke aber, das Erica cerinthoides auch die üblichen Blühpflanzendünger gut verträgt, wenn diese nicht zu stark dosiert sind.

In Südafrika wird sie auch "Feuer-Heide" genannt, weil sie eine der Arten ist, die nach einem Feuer aus einer unterirdischen Holzknolle, dem sogenannten Xylopodium, wieder austreiben kann. Diese Typen reagieren auch sehr positiv auf Rückschnitt. Dieser macht sie nämlich langlebiger und blühfreudiger. Nach der Blüte greife auch ich deshalb immer zur Schere und schneide die abgeblühten Äste auf ca. 1/5 zurück. Insgesamt gehört sie sowieso zu den langlebigeren Arten und eine gut gepflegte Erica cerinthoides kann auch im Kübel bis zu 1,5 Meter hoch werden.

Weitere Informationen und Sammlung von Standort-Fotos

Wer nicht so genau hinguckt, könnte sie auch für eine Aloe oder Kniphofia halten. Das liegt daran, dass sie, wie diese beiden Gattungen, von Nektar- und Honigvögeln bestäubt wird und die Vögel offenbar so eine Blütenform bevorzugen. Ein schönes Beispiel für Konvergenz.

Ericaceae - Seite 4 Erica_22

Ericaceae - Seite 4 Erica_21

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Ericaceae - Seite 4 Empty Re: Ericaceae

Beitrag  Gast Fr 23 Jul 2021, 00:47

Ich mag ja generell deine Pflanzenvorstellungen und die macht besonders neugierig - gibt´s zufällig in deinem Bestand auch ein Foto der Pflanze selbst? Also ohne großen Aufwand...
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Ericaceae - Seite 4 Empty Re: Ericaceae

Beitrag  plantsman Fr 23 Jul 2021, 17:38

Moin,

Shamrock schrieb:.......gibt´s zufällig in deinem Bestand auch ein Foto der Pflanze selbst?.....

noch nicht, das hatte ich mir aber für morgen vorgenommen.

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Ericaceae - Seite 4 Empty Re: Ericaceae

Beitrag  Gast Fr 23 Jul 2021, 21:31

danke
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Ericaceae - Seite 4 Empty Re: Ericaceae

Beitrag  plantsman Do 05 Aug 2021, 15:46

Moin,

dies ist das reichblütigste Exemplar hier in der Sammlung. Vom Wuchs ist eine andere jedoch schöner. Bei der sind die Triebe straff aufrecht und nicht so hin und her, sie ist aber nicht so blühfreudig. Von der sind aber die Blüten-Nahaufnahmen.

Ericaceae - Seite 4 Erica_23

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Beitrag  Gast Do 05 Aug 2021, 15:56

Man bekommt einen hervorragenden Eindruck - danke!
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Ericaceae - Seite 4 Empty Erica sparsa

Beitrag  plantsman Do 19 Aug 2021, 17:35

Moin,

fusselig geht es weiter.

Erica sparsa ist eine Art die in Küstennähe östlich der Stadt Mossel Bay wächst. Sie wächst dort in den typischen Fynbos-Gesellschaften des Flachlandes und bildet wohl oft größere Kolonien.

Vom Wuchs ist sie sehr "angenehm" und recht platzsparend, da ihre Äste ziemlich straff aufrecht wachsen. Dabei kann sie eine Höhe von ca. 1 m erreichen. Ein alter Name, der aber in der Synonymie verschwinden musste, ist Erica floribunda, die "reichblütige". So verhält sie sich auch, wie ihr am Foto sehen könnt, sie ist reichblütig. Die Blüten sind zwar nur knapp 2 mm lang, erscheinen aber in grossen Mengen und können einen Strauch vollkommen rosa erscheinen lassen.

Die Kultur ist so, wie ich es schon beschrieben hatte. Feststellen musste ich nur, dass sie auf Trockenheit mit stärkerem Blattfall reagiert und so relativ deutlich von unten aufkahlt. Bei ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit also wichtig für eine schön belaubte Pflanze. Da sie sich gut verzweigt, kann man nach der Blüte aber recht gut zurückschneiden, wenn man im Bereich der grünen Zweige bleibt. Bei mir werden diese feingliedrigen Heiden ca. um 1/2 zurückgeschnitten.

Ericaceae - Seite 4 Erica_26

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Ericaceae - Seite 4 Empty Erica brachialis

Beitrag  plantsman Sa 21 Aug 2021, 14:59

Moin,

tja, bisher hab ich bei Heide immer von "salzempfindlich" gesprochen. Es geht aber auch anders. Erica brachialis ist die Ausnahme von der Regel, denn sie wächst in natura nur in Küstennähe und dort an Standorten, die sogar von der aufpeitschenden Gischt ohne Probleme erreicht wird. Das bedeutet, diese Art wird manchmal mit Salzwasser "gegossen". Trotzdem hat sie sich unserer salzarmen Kultur ohne Probleme angepasst und gehört sogar zu den bisher blühfreudigsten Arten in der Sammlung der Gruson-Gewächshäuser.
Sie ist sicher nicht auf Salzwasser angewiesen, konnte sich an diesen Standorten aber gegen Konkurrenten wohl durchsetzen, weil sie besser an die Bedingungen vor Ort angepasst ist. Ausserdem werden diese Standorte selten von den wiederkehrenden Feuern erreicht. Sie gehört nämlich weder zu den "Versamern" noch den "Sprossern", hat also keine der charakteristischen Fynbos-Feuer-Überlebensstrategien entwickelt.

Auch von der Lebensdauer ist sie eine der wenigen Ausnahmen in der Gattung. Einige Exemplare in Südafrika sind wohl schon deutlich älter als 100 Jahre. Die Stämme haben teilweise Durchmesser von mehr als 15 cm und nur der ständige Wind verhindert, dass die Pflanzen größer werden. Aber auch an geschützteren Stellen wird die Art nur knapp 2 Meter hoch.

Die hellgrüne Blütenfarbe macht sie zwar zu einer der farblich unauffälligeren Arten, der Wuchs ist aber schon bei unseren jungen Exemplaren als knorrig zu bezeichnen. Mir bereiten sie auf jeden Fall viel Freude

Ericaceae - Seite 4 Erica_28

Ericaceae - Seite 4 Erica_27
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Ericaceae - Seite 4 Empty Cavendishia bracteata

Beitrag  plantsman Fr 22 Okt 2021, 18:10

Moin,

von den salzigen Küsten Südafrikas hopsen wir wieder in die kühlen Nebelwälder Mittel- und Südamerikas. Hier kommt Cavendishia bracteata von Süd-Mexiko bis nach Bolivien vor. Dabei bevorzugt sie die Höhenlagen um die 2000 m.
Eine Pflanze mit so einem riesigen Verbreitungsgebiet ist oft sehr variabel und da macht diese Cavendishia keine Ausnahme. Es gibt die unterschiedlichsten Blattgrößen und die Blütenstände können sehr auffällige oder auch nur recht blass gefärbte Tragblätter ("bracteata") ausbilden. Wie sich die bei uns blühende Jungpflanze in dieser Hinsicht weiter entwickelt, wird sich zeigen.

Als hauptsächlich epiphytisch wachsende Art bevorzugt sie ein sehr luftiges, humoses, feuchtehaltendes Substrat. Für die Zeit, in der es mal trockener ist, speichert die Pflanze in rübenartig verdickten, aber verholzten, Wurzeln Wasser. Am wohlsten fühlt sich die Art jedoch bei einer gleichmäßig guten Feuchte, mit leichter "Trockenzeit" im Winter und viel frischer Luft. Die Überwinterung des bis zu 4 m groß werdenden Strauchs kann im Kalthaus (Nachttemperaturen ca. 5° C) erfolgen und im Sommer findet sie es im Freien, halbschattig, auch super.

Ericaceae - Seite 4 Cavend14

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