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Igel gefunden - was nun?

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Igel gefunden - was nun? - Seite 2 Empty Re: Igel gefunden - was nun?

Beitrag  Sabine1109 am So 03 Nov 2019, 10:45

Dankeschön, Günther - das ist super Cool
Du könntest ihm auch eine Futterstelle einrichten - dazu eignet sich eigentlich jede beliebige Kiste. Umdrehen, einen Eingang von maximal 10 × 10 cm Größe schneiden/sägen und abends Rührei/Katzennassfutter o.ä. bereitstellen. Dann kommt er vielleicht regelmäßig und kann gesichert werden.

Was mir noch auffiel (und ich hoffe, ich nerve euch nicht)
Der viel beschriebene Hungerknick ist ein absolutes Alarmzeichen! Das zeigt der Kleine auch......
Ein Igel sollte eine völlig konturlose Figur haben, idealerweise in Birnenform. Ist er eine einheitliche "Wurst", ist er zu dünn. Und kurz vor dem Verhungern sieht man einen Knick hinter dem Kopf.
Der kleine Igel von Günther hat ihn (nicht so gut zu erkennen, weil er sich leicht einrollt):
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Kurz vor dem Verhungern sieht der Igel dann so aus:
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Seht ihr so einen Igel, ist es ein absoluter Notfall!

Ich freue mich über jeden von euch, der etwas genauer hinsieht. Danke im Namen der Igel! I love you
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Beitrag  Knufo am So 03 Nov 2019, 11:11


Hallo Sabine, danke

Du nervst mich auf keinen Fall. Denke die Anderen sehen das auch so!!
Vielen Dank für die nützlichen Informationen!!

_________________
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Igel gefunden - was nun? - Seite 2 Empty Re: Igel gefunden - was nun?

Beitrag  Rouge am So 03 Nov 2019, 11:31

Ich hab' das mal abgetrennt - das Thema ist doch sehr aktuell und geht ansonsten im Natur- und Tierthread unter Wink

_________________
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Igel gefunden - was nun? - Seite 2 Empty Re: Igel gefunden - was nun?

Beitrag  benni am So 03 Nov 2019, 17:53

Hallo Sabine,
danke Dir für Deinen aufschlussreichen Bericht.

Ich habe früher, als wir noch in Deutschland wohnten und am Wald ein grosses
Grundstück mit Obstbäumen hatten, auch oft junge, kleine Igel über den Winter
gebracht, in ständigem Kontakt mit unserem Tierarzt, besonders wegen der Lungen-
würmer. Die Kleinsten unter 45o Gramm hatten nur selten eine Chance zum Über-
leben, aber einige habe ich doch durchgebracht. Diese kleinsten wurden aber nie
richtig selbständig. Igelstationen gab es damals noch nicht, das Tierheim konnte
und wollte nicht so recht, sodass ich auf die Zusammenarbeit mit unserem Tierarzt
angewiesen war.
Wie Du schon schreibst, Sabine, ein kleiner Igel mit weniger als 45o g ist nicht
leicht durch den Winter zu bringen.
Heute leben wir in Spanien, hier bei uns in felsiger Landschaft gibt's keine Igel -
dafür aber andere Probleme.
Dem kleinen Kerlchen wünsche ich alle notwendige Hilfe und ein gesundes Überleben.
Liebe Grüsse
benni
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Igel gefunden - was nun? - Seite 2 Empty Re: Igel gefunden - was nun?

Beitrag  Sabine1109 am So 03 Nov 2019, 21:02

Hallo Benni! Danke für deinen Bericht von früher......
Ja, als ich ein Kind war päppelte auch eine unserer Nachbarinnen Igel in ihrem Keller.
Seitdem hat sich tatsächlich einiges verändert, man gewann an Know-how und Erfahrung dazu - dafür sind leider auch die Igel wesentlich kränker und unterernährter als früher.
Zum Beispiel werden die Zöglinge heute bei Erreichen des Winterschlafgewichts einfach später in den gesicherten Winterschlaf geschickt - auch noch im Februar. Man weiß, dass der Winterschlaf ungemein wichtig ist. Außerdem werden wesentlich mehr Insekten gefüttert und man übt das Jagen mit den Jungigeln - lustiges Heimchenfangen in der Waschwanne Very Happy
Nichtsdestotrotz ist und bleibt es eine Ersatzlösung und man darf nicht vergessen, dass die Entnahme eines geschützten Tieres aus der Natur nur erfolgen darf, wenn es echt ein Problem hat. Und man auch in der Natur nicht einfach so einer Mutter ihr Kind wegnimmt, auch nicht bei Igeln.
Wenn es aber sein muss, haben sie heute keine so schlechten Chancen mehr, werden auch selbstständig und ziehen dann selbst Junge groß.
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Beitrag  Pieks am So 03 Nov 2019, 21:37

Sabine1109 schrieb:Seht ihr so einen Igel, ist es ein absoluter Notfall!
War das Horst-Alf ganz zu Anfang? Oder einer von den Letztjährigen?

Schön zu sehen, dass Deine Bemühungen, Wärmflaschen-Nachtschichten und Raubtierfütterungen mit Schokoschaben so sichtbar von Erfolg gekrönt sind, kommst ganz sicher (auch) in den Igelhimmel.

Liebe Grüße!
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Beitrag  feldwiesel am Mo 04 Nov 2019, 10:38

Mut zur Igelpflege - mit ein ganz klein wenig Engagement geht das auch ohne "Igelstation".
Haben vor Jahren einen 180-Grammer ab November über Winter in Pflege genommen - Kiste mit Lappen, immer wenn er wach war gab's Igel-Spezialfutter aus dem Zoohandel - im Frühjahr dann mit 1050 Gramm ausgesetzt. Bloß keine Milch geben! Die werden richtig zahm, lassen sich nach kurzer Zeit sogar am Bauch kraulen - die "Bisse" sind Kontaktbisse und nicht schmerzhaft - keine Angst. Auf Flöhe achten, Zecken hast Du ja schon entfernt. Sauerei gab's auch keine. Evtl. macht eine Wurmkur gegen Lungenwürmer Sinn - holen die sich durch Schnecken.
Es ist ein wirkliches Erlebnis!
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Beitrag  Sabine1109 am Mo 04 Nov 2019, 21:14

@Tim: Nein, das war eine ausgewachsene Igelin - vermutlich nach der Geburt ihrer Jungen völlig ausgemergelt. Sie kam quasi um zu sterben, war zu schwach Crying or Very sad
Von Horst habe ich komischerweise keine Anfangsfotos gemacht, da war ich zu sehr beschäftigt, ihn am Leben zu erhalten.

@Feldwiesel: Es stimmt, ja - einen gesunden Igel kann man recht problemlos daheim päppeln.
Allerdings doch lieber mit Igelstation, die betreuen durchaus auch sehr gern ambulant (da sie eh völlig überfüllt sind!)
Ein wenig Know-how und Anleitung schaden nicht und Kot untersuchen die auch oft selbst oder haben ihren Tierarzt dafür.
Dafür gibt es mehrere Gründe: 1. Man entwurmt nicht prophylaktisch. Es kommen beim Igel verschiedenste Parasiten vor, die 4 verschiede Medikamente brauchen würden. D.h. man behandelt erst nach Untersuchen einer Sammelkotprobe (über 3 Tage), alles andere würde den Igel sehr stark belasten. Da aber fast jeder Igel unliebsame Mitbewohner hat, ist das sehr sinnvoll. Und bei Husten, Durchfall oder mangelnder Zunahme obligatorisch.
2. Die Fütterung. Das spezielle Igelfutter taugt häufig nicht viel. Igel gehören zu den ältesten Säugetieren auf dieser Welt, sie haben einen extrem kurzen Darm. Er ist darauf ausgelegt, Insekten zu verdauen, welche einen hohen Anteil Proteine enthalten. Mit Getreide kann er nichts bis wenig anfangen, davon wird er höchstens dick. Man füttert heute gutes Katzenfutter mit hohem Fleischanteil, frische Insekten, Rührei.....
Als Trockenfutter höchstens Katzentrockenfutter.
3. Sie gehen auch bei Päpplern noch in den Winterschlaf, sobald sie das entsprechende Gewicht erreicht haben und gesund sind. D.h. bei Jungigeln mit etwa 700 g.
Egal wann.......zur Not auch noch im Februar. Es ist wichtig für die Igel und kaum zu ersetzen. Zumal sie ab einem gewissen Punkt in Gefangenschaft auch einfach nur noch dick werden, Bewegung haben sie in so einer Kiste ja viel zu wenig.
Auch das Insektenjagen sollte man mit Jungigeln üben, das lernen sie sonst von der Mutter.
Ich muss dir aber beipflichten: Es macht riesigen Spaß!! sunny
Und man kann sich auch in die kleinen Stachelbälle sehr gut verlieben ........
Aber ob man selbst päppelt oder z.B. seinen Garten und ein Außengehege und die Bereitschaft zur Fütterung fürs Auswildern zur Verfügung stellt, da darf jeder das helfen, was er möchte und wie er kann. Alles ist toll *daumen*
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Beitrag  feldwiesel am Di 05 Nov 2019, 08:52

So "differenziert" wurde unserer nicht behandelt, Auslauf hatte er im Garten und wenn es kalt wurde ging's ab in den Keller. Das mit seiner Kiste hatte der gut verstanden, als wir ihn wieder ausgewildert haben, ging die mit - nach ein paar Tagen hat er sie nicht mehr besetzt. Seine Schlafperioden bestimmte er auch selbst, wenn er wach war hatte er Hunger. "Fett" war der auch nicht, aber kräftig. Das Jagen musste man dem nicht beibringen - der hat sich seine Kellerasseln und Tausendfüßler etc - soweit vorhanden - selbst gesucht. Bei allen (Wild-)Tieren die sich in unserer Obhut befanden war oberstes Prinzip den Überlebenswillen/-instinkt zu fordern. Wer nicht will scheitert eben - das kam bisher nur zweimal vor.
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Beitrag  Sabine1109 am Di 05 Nov 2019, 14:17

feldwiesel schrieb:Seine Schlafperioden bestimmte er auch selbst, wenn er wach war hatte er Hunger.
Igel sind nachtaktiv, warum sollte man sie wecken? Lediglich Igelsäuglinge bekommen auch noch tagsüber was von Mama. Und akut vor dem Verhungern befindliche Igelchen bekommen auch tagsüber immer wieder kleinere Portionen ins Mäulchen zugefüttert.

feldwiesel schrieb:Wer nicht will scheitert eben - das kam bisher nur zweimal vor.
Ist das nicht eh immer so? Ein Tier, das sich aufgegeben hat, kann man schwerlich retten.....Horst hätte ohne seine "Adoptivgeschwister" (erst Hilde, dann Mimi) auch nicht überlebt, denke ich. Auch für Igelbabies ist das Kuscheln wichtig, später sind sie Einzelgänger.
Ich würde nur eher sagen:"Wer nicht kann", denn wer will nicht leben? Manchmal sind sie einfach zu krank und sterben dann trotz allem Kümmern.
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