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Saat FEANOR's

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Saat FEANOR's - Seite 3 Empty Re: Saat FEANOR's

Beitrag  Shamrock am Mo 13 Jan 2020, 23:36

Ich hab zwar von Pfropfen keinen Schimmer, aber warum hast du bei so einer halben Notpfropfung nicht einfach auf die Schlumbi im Ganzen gepfropft, sondern erst Triebe abgemacht, welche nun wurzellos vorerst gar nicht weiter anschieben können? Die hängenden Triebspitzen hätte man doch auch einfach mit Stäbchen und Draht aufrecht fixieren können. Oder stell ich mir das grad viel zu naiv vor? scratch

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Beitrag  FEANOR am Di 14 Jan 2020, 00:39

Shamrock schrieb:Ich hab zwar von Pfropfen keinen Schimmer, aber warum hast du bei so einer halben Notpfropfung nicht einfach auf die Schlumbi im Ganzen gepfropft, sondern erst Triebe abgemacht, welche nun wurzellos vorerst gar nicht weiter anschieben können? Die hängenden Triebspitzen hätte man doch auch einfach mit Stäbchen und Draht aufrecht fixieren können. Oder stell ich mir das grad viel zu naiv vor? scratch

Der erste Schritt ist wohl das 'Fügen' der beiden Pflanze miteinander an der jeweiligen Schnittstelle. Die Propfexperten hier werden sagen können, ob angespannte Luft eine Voraussetzung für den 'Fügeprozess' ist oder nicht. Zumindest konstante Umgebungsbedingungen (Temperatur, relative Luftfeuchte, Luftdruck, Luftbewegung, Erschütterungsfreiheit) würde ich als sinnvoll betrachten. Die beiden Schlumbergeras, die ich noch ergattern konnte, haben einen Durchmesser von knapp 30 cm. Wenn man noch die trivialst mögliche Konstruktion zum Aufrechtstellen der hängenden Triebe berücksichtigt, fällt mir in unserer Wohnung kein Platz ein, wo ich Konstanz über die genannten Faktoren sicherstellen könnte.
Die Glieder stehen sicher eingebettet in feuchtem Substrat, im geschlossenen Minigewächshaus auf dem Heizkörper (der momentan nicht verstellt wird, aber die Pflanzen auch nicht zum Kochen bringt).

Ich denke, wenn die Sämlinge fest angedockt haben (prüfe ich am kommenden Samstag), geht es darum, dass auch die Unterlage anwurzelt. Beides läuft quasisimultan mit wohl höherer Prozessgeschwindigkeit beim Fügen.
Die Glieder wurden entsprechend selektiert: groß, fest, jedoch mit vielen Areolen an der Triebspitze. Dies lies aus meiner Sicht Triebwilligkeit erahnen. Zudem habe ich bei der Entnahme der Glieder einen Ratschlag befolgt, den ich hier im Forum gelesen hatte (ich meine von der ChrisG). Glieder zunächst ca. 180 drehen und dann axial abziehen. Das würde das Anwurzeln fördern.
Wenn die Glieder anwurzeln, treiben sie auch das Sämlingswachstum voran. Dies geschieht sicherlich etwas zeitversetzt im Vergleich zum Pfropfen auf ein bewurzeltes Schlumbergeraglied.
Mir ging es bei der Aktion primär darum Sämlinge generell zu retten (vor den gefräsigen Trauermückenlarven) und nicht darum ihnen so schnell wie möglich zu Größe und Blühte zu 'verhelfen'.  

Ein kurzer Blick durch die angelaufenen Wänder des Minigewächshauses hat gezeigt, dass alle Unterlagen noch stehen und 'knackig' aussehen. Bis auf eine, sitzen alle Sämlinge auch noch an ihrer angedachten Position.
Am Samstg weiß ich möglicherweise mehr... und ihr dann auch.

In diesem Sinne
Gute Nacht
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Beitrag  Shamrock am Di 14 Jan 2020, 11:40

Im Zweifelsfall hätte ich den Schlumbi auf handliche Kurztriebe zurückgestutzt und dann das fertige Werk inkl. der Pfröpflinge unter eine Plastiktüte zwecks Luftfeuchtigkeit gesteckt. Sowas sollte man doch immer irgendwie und irgendwo platztechnisch unterbekommen und die Pfröpflinge würden wegen laufender Versorgung sicher schneller anwachsen.
Es könnte auch ohne "gespannte" Luft funktionieren, aber desto höher die Luftfeuchtigkeit, desto geringer ist natürlich der Wasserverlust von Unterlage und Pfröpfling. Gerade in deinem Fall ohne Wurzeln kann das mitunter über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

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Beitrag  TobyasQ am Di 14 Jan 2020, 12:02

FEANOR schrieb:Wenn du da Tipps hast, wie man die Glieder am schnellsten dazu bewegt zu wurzeln, gern her damit. Smile

Ich stecke die Glieder direkt ins Substrat und stelle die Töpfe ins Anzuchtaquarium. Da ich meist mehrere Segmente einer Sorte habe, bewurzelt auch immer was.
Wen ich keine Zeit zum Topfen habe, stecke ich die Segmente ins Wasser. Dafür nehme ich undurchsichtige Gefäße und die stelle ich dann auf eine Steinfensterbank über einem Heizkörper.
Immer nach der Devise: dunkler warmer Fuß, heller Kopf.

Aber mit den Pfröpflingen drauf und jetzt im Winter ist es schon beschwerlicher.

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Thomas


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Beitrag  FEANOR am Di 14 Jan 2020, 22:17

Shamrock schrieb:Im Zweifelsfall hätte ich den Schlumbi auf handliche Kurztriebe zurückgestutzt und dann das fertige Werk inkl. der Pfröpflinge unter eine Plastiktüte zwecks Luftfeuchtigkeit gesteckt. Sowas sollte man doch immer irgendwie und irgendwo platztechnisch unterbekommen und die Pfröpflinge würden wegen laufender Versorgung sicher schneller anwachsen.
Es könnte auch ohne "gespannte" Luft funktionieren, aber desto höher die Luftfeuchtigkeit, desto geringer ist natürlich der Wasserverlust von Unterlage und Pfröpfling. Gerade in deinem Fall ohne Wurzeln kann das mitunter über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

Jap, deswegen bleiben sie jetzt 1 Woche unberührt in verschlossener Box und auf der Heizung. Drin ist viel Feuchtigkeit. Ein kleiner Spalt zwischen dem Kondensat erlaubt mir reinzuillern. Sie alles noch so aus wie es soll.

Der erste Gedanke war, mehrere kleinere Schlumbergera zu kaufen und genauso vorzugehen wie von dir beschrieben. Nur war bereits Schlumbergera-Ebbe (zumindest hier in den Märkten), da das Sortiment bereits erneuert wurde oder wie im Fall beim Hornbach noch ein paar "Ladenhüter" des alten Sortiments zu 50% unter den Hammer gekommen sind.
"Zurechtstutzen" wollte ich die beiden dann auch nicht, da sie sehr gut und gesund aussehen.

P.S.: Ich hätte mit der Tüten-Variante kein Problem. Aber frag mal meine Frau Laughing Laughing Laughing
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Beitrag  FEANOR am Di 14 Jan 2020, 22:21

TobyasQ schrieb:Ich stecke die Glieder direkt ins Substrat und stelle die Töpfe ins Anzuchtaquarium. Da ich meist mehrere Segmente einer Sorte habe, bewurzelt auch immer was.
Wen ich keine Zeit zum Topfen habe, stecke ich die Segmente ins Wasser. Dafür nehme ich undurchsichtige Gefäße und die stelle ich dann auf eine Steinfensterbank über einem Heizkörper.
Immer nach der Devise: dunkler warmer Fuß, heller Kopf.

Aber mit den Pfröpflingen drauf und jetzt im Winter ist es schon beschwerlicher.

Hast du mal einen Versuch gemacht, ob die Bewurzlung im opaken Gefäß besser / schneller funktioniert als im transparenten? Ansonsten starte ich mal einen.
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Beitrag  TobyasQ am Mi 15 Jan 2020, 10:47

FEANOR schrieb:Hast du mal einen Versuch gemacht, ob die Bewurzlung im opaken Gefäß besser / schneller funktioniert als im transparenten?

Versuch nein; das habe ich in einem alten Kakteenbuch gelesen und mir gemerkt. Aber ich bin schon der Meinung, daß ich erfolgreicher beim Bewurzeln bin.
Aktuell stecke ich die Segmente direkt ins Substrat. Davor lasse ich die Bruch- bzw. Schnittstelle 1zwei Tage trocknen und wenn ich dran denke, tupfe ich noch Clonex Rooting Gel auf's Leitbündel.
Diese Vorgehensweise wende ich nur bei Epiphyten an.

Wenn zur Hand kommt bei allen Bewurzelungsvorgängen auch mal Weizenbier in homöopathischer Dosis ins Gießwasser; d.h. lediglich die Bierflasche wird ausgespühlt.

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Saat FEANOR's - Seite 3 Empty Update Aussaat T+31 und T+11

Beitrag  FEANOR am So 19 Jan 2020, 01:12

Hallo Gemeinde,

heute gibt es wieder ein Update zur Aussaat vom 18.12.2019 (Tag 31) und 07.01.2020 (Tag 11).

Nachdem sich an der Dezember Saat zunächst Schimmel und anschließend Trauermücken kräftig bedient haben, stand heute Inventur an. Folgendes kann ich vermelden:

AUSSAAT vom 18.12.2019

  • 19 verschiedene Arten (13 Gattungen) wurde ausgesät
  • 15 Arten (10 Gattungen) haben gekeimt
  • 1 Art ist bisher komplett 'ausgelöscht' wurden (Trauermücken)
  • die höchste Keimquote liegt bei 132%  Cool (da wurde sehr großzügig abgepackt)
  • die geringste Keimquote liegt bei 7% (ohne die nichtgekeimten Arten)
  • bei den meisten Arten war die Keimung nach 20 Tagen abgeschlossen
  • Bei Ariocarpus trigonus, Astrophytum asterias, Pilosocereus fulvilanatus und Rebutia fulviseta sind innerhalb von 2 Tagen nach Installation einer Fußbodenheizung*** noch ein paar Samen gekeimt

Klick zur Keimquotenübersicht 1:

[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Klick Fußbodenheizung:

1,7 Liter Wasser im Wasserkocher auf 100°C erhitzt und in einen Topf gegeben. Auf den Topf eine Auflaufform gestülpt, mit Öffnung nach unten. Minigewächshaus oben drauf gestellt. Früh vor der Arbeit installiert und nach Feierabend nochmals erneuert. Hat zumindest ausgereicht im Minigewächshaus die Temperatur über Zimmertemperatur zu erwärmen. Gemessen habe ich nichts. Die erneute Kondensation im Minigewächshaus hat darauf hingedeutet

AUSSAAT vom 07.01.2020

  • 14 verschiedene Arten (11 Gattungen) wurde ausgesäht
  • alles hat gekeimt
  • die höchste Keimquote liegt bei 143%  Cool (da wurde noch großzügiger abgepackt)
  • die geringste Keimquote liegt bei 4%
  • die Saatschalen waren für 10 Tage mit Frischhaltefolie überzogen
  • unter dem Minigewächshaus war eine Fußbodenheizung*** installiert


Und nun noch ein paar Fotos:
Klick Fotos Teil 1:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Klick Fotos Teil 2:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Klick Fotos Teil 3:
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Klick Fotos Teil 4:
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Klick Fotos Teil 5:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Klick Fotos Teil 6:
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

So viel erst einmal zu der Saat.
Wenn ich es zeitlich schaffe, reiche ich morgen noch einen Bericht zu den Pfropfversuchen nach.

Viele Grüße und schönes Wochenende
Denny
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Saat FEANOR's - Seite 3 Empty Re: Saat FEANOR's

Beitrag  Echinopsis am So 19 Jan 2020, 07:04

Deine Berichte und vor allem die Statistik sind klasse Denny!
Ich drücke dir weiterhin die Daumen, auf dass sich die Sämlinge auch weiter gut entwickeln!

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Beitrag  FEANOR am So 19 Jan 2020, 12:44

Besten Dank! Ich hoffe auch, dass ich diesmal eine größere Anzahl durchbringen.

Weiß jemand, was die Lilafärbung des Mammillaria pectinifera Sämlings (Fotos Teil 6, rechts unten) zu bedeuten hat?

Schönen Sonntag
Denny
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