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DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen

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DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen - Seite 7 Empty Re: DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen

Beitrag  Cristatahunter am Sa 01 Aug 2020, 10:29

Poco schrieb:Guten Abend!

Eine meiner Lieblingsseiten ist „Cactus in Habitat“. Von zwei engagierten Italienern gemacht und wirklich sehr schön. Aber auch die beiden stricken sich anhand von Feldbeobachtungen und neuesten „Trends in der Kaktusszene“ ihre eigen Nomenklatur zurecht. Hier mal die neuesten „Echinopsen“:

Cipocereus (see Pilosocereus)
Cleistocactus (see Echinopsis)
Denmoza (see Echinopsis)
Haageocereus (see Echinopsis)
Harrisia (see Echinopsis)
Oreocereus (see Echinopsis)
Praecereus (see Cereus)
Vatricania (see Echinopsis)
Weberbauerocereus (see Echinopsis)

http://www.cactusinhabitat.org/index.php?p=generi&id_genere=49&show=specie

Fantastico! Molto bene! Alles Echinopsen! Wink

Als Echinopsenfreund sollte ich ja glücklich sein: hunderte neue „Echinopsen“ zum Sammeln. Aber eigentlich will ich das ganze andere „Kraut“ gar nicht! Wird eine Kuh zum Pferd, nur weil man sie in den Pferdestall stellt? Smile

Gute Nacht und keine Alpträume wünscht: Poco


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Beitrag  Cristatahunter am Sa 01 Aug 2020, 10:30

Andreas75 schrieb:Öhm, sorry, aber jetzt fall' ich echt grad' mal aus allen Wolken...
Flippere gerade durch llifle.com, kucke mir Echinopsis subdenudata an, und stoße drauf, dass die mit E. ancistrophora zusammen gezogen wurde. Und kucke dann ein bisschen tiefer, wo all das steht, was zu der Gruppe gerechnet wird, und da werden ehrlich sämtliche Varianten von Lobivia arachnacantha als zu E. ancistrophora zugehörig erklärt, und somit, dass Echinopsis subdenudata ja praktisch das gleiche wie Lobivia arachnacantha wäre, nur im weiteren Rahmen der Varietäten getrennt.

Jetzt ehrlich mal: Wer denkt sich denn so einen Quark aus Shocked ?!? Bin gerade ehrlich sprachlos ...

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Beitrag  Cristatahunter am Sa 01 Aug 2020, 10:54

nobby schrieb:
Die Namen sind für die Biologen am Schreibtisch.

Die meisten Namen kommen nicht von Biologen sondern von Händlern, die Pflanzen verkaufen wollen.

Ich finde es auch erstaunlich, dass Biologen sehr oft als "Schreibtischtäter" abqualifiziert werden.
Ich kenne/kannte einige von diesen Biologen und durfte feststellen, dass sie deutlich mehr Felderfahrung hatten, als viele meist wenig gereiste Liebhaber.
Drei oder vier Besuche im Habitat vermitteln noch keine Erfahrung sondern verfestigen Eindrücke.

Wie heist es so schön: Der erste Eindruck ist nicht immer richtig aber immer nachhaltig!

Nobby

PS: Für alle, die mal über den Tellerrand schauen wollen: A Cactus Odyssey von Mauseth. Kiesling, Ostolaza


Wo saugen sich die Spezialisten diese Namensänderungen aus den Fingern.
Stehen die am Standort, sehen eine Lobivia maximiliana, schauen sich an, schütteln die Köpfe und sagen zu einander, das ist doch eindeutig ein Echinopsis.

Oder sie merken das ein Cleistocactus sich mit einem Echinopsis gekreuzt hat. Schreien auf, jetzt haben wir es der Cleistocactus ist ein Echinopsis.

Es käme aber keinem Spezialisten in den Sinn Ferocacteen, Leuchtenbergia, Thelocactus und Echinocacteen zu einer Gattung zu vereinen.

Das hat nichts damit zu tun, ob man über den Tellerrand schauen mag.
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Beitrag  Cristatahunter am Sa 01 Aug 2020, 11:07

Ach ja ich zeige gleich noch meine Echinopsis Hybride aus dem Pfropfwettbewerb.
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Oder hier, eindeutig ein Echinopsis.
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Mag sein das die DNA Sonne in wesentlichen Teilen übereinstimmt. Aber, ob das einen Sinn ergibt?


Was würde wohl Carl von Linné dazu sagen.
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Beitrag  Rouge am Sa 01 Aug 2020, 11:32

Ich habe den Thread mal verschoben ... bei Pflanzenbestimmung ist er ja wohl mehr als fehl am Platze Wink

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Beitrag  OPUNTIO am Sa 01 Aug 2020, 14:40

Ach Leute

Wie mein Schweizer Namensvetter schon schrieb: " FREUT EUCH AN DEN PFLANZEN "

Ehrlich.

Sprache gab es schon vor der Schrift.
Musik gab es schon vor den Noten.

Und was die Verwandtschaftsgrade anbelangt !

Als ich neulich im Leipziger Zoo im Bongoland war und mir die Anwesenden vor und hinter den Glasscheiben so betrachtete, ich hätte nicht sagen können,
mit wem ich lieber verwandt bin.

Gruß Stefan
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Beitrag  Gymnocalycium am Sa 01 Aug 2020, 14:50

da hatte ich noch Glück an einem Standort auf der Westseite der Sierra de Velasco ( Nonogasta - La Puerta) 4 nahezu identische Jungpflanzen sah, die man so auf Anhieb nicht unter G. saglionis oder Pyrrhocactus bulbocalyx einordnen konnte; als Jungpflanzen kaum zu unterscheiden; der ärmste Pyrrho steht jetzt unter Eriosyce
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Beitrag  Rebutzki am Sa 01 Aug 2020, 17:51

Obwohl ich diesen Thread schon mehrfach durchgelesen habe, was mir teilweise sehr schwer gefallen ist, stellt sich mir die Frage, um WAS geht es eigentlich.
Wenn eine DNA-Analyse eine Flut neuer Namen ausgelöst hat, dann sollte auch Ross und Reiter genannt werden.
Wenn sich bei den Analysen herausstellt, dass die Gattungszugehörigkeit nicht ganz richtig ist, so ist eine Korrektur etwas ganz normales. Aber ein neuer Name wird daraus nicht.
Nehmen wir das Beispiel Rebutia muscula. Ritter hat die Ordnung von Backeberg einfach nicht anerkannt.
Hat aber seine Pflanzen ( Rebutia ) in sogenannte Linien mit Leitarten unterteilt was in etwa der Bckbg Ordnung entspricht.
Also ist Aylostera muscula in Ordnung
Auch Cardenas hat 2 Sulcorebutien als Rebutia beschrieben.
Es hat jeder, ich sage mal Insider; gesehen, dass das nicht richtig war doch die endgültige Klärung war das Resultat einer DNA-Untersuchung. Neuer Name ?
Das Alles liegt wie so Vieles im Auge des Betrachters.
Schon Britton & Roses müssen Anfang 1900 gesehen haben, dass es bei Rebutia deutliche Unterschiede gegegeben hat und trotzdem alles unter dem Namen publiziert. Und die Insel hält nach wie vor daran fest, siehe auch Mottram.
Allein diese Richtigstellung ist ein Erfolg der DNA-Analyse. Aber neue Namen generiert ?
Aber diese sog. Flut der Namen wurde/und wird durch die vielen Umkombinatioen erzeugt.
Zu dem Bereich ECHINOPSIS / LOBIVIA u.A. sollte man sich die Arbeit von W.Rausch verinnerlichen. Die DNA-Analyse von Prof. Schlumpberger bringt auch da einiges an Klärung.
Aus der Sicht eines Rebutianers
Leo
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DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen - Seite 7 Empty Re: DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen

Beitrag  DonVincent am Sa 01 Aug 2020, 18:37

Rebutzki schrieb:...
Auch Cardenas hat 2 Sulcorebutien als Rebutia beschrieben...

Ich komme beim ersten groben Durchzählen schon auf 11 Beschreibungen Wink

Kann man die DNA-Analyse von Prof. Schlumpberger irgendwo im Netz herunterladen/nachlesen?
Edit: habe es gefunden: Schlumpberger, B.O. & Renner S.S. 2012. Molecular phylogenetics of Echinopsis (Cactaceae): Polyphyly at all levels and convergent evolution of pollination modes and growth forms. American Journal of Botany. 99: 1335-1349. PDF
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DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen - Seite 7 Empty Re: DNA-Analyse sinnvoll? Flut neuer Namen

Beitrag  Gymnocalycium am Mo 03 Aug 2020, 12:32

ein wunderbarer Artikel zum Thema:
https://ri.conicet.gov.ar/handle/11336/38879

durch Pablo Demaio u.a. arbeitet am Laboratorio de Biologia Molecular in Cordoba Argentinien; speziel der 2. Teil ist sehr interessant
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