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Kakteen wachsen sehr dünn trotz ausreichend Licht

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Kakteen wachsen sehr dünn trotz ausreichend Licht - Seite 2 Empty Re: Kakteen wachsen sehr dünn trotz ausreichend Licht

Beitrag  J.K. Growling Mo 15 Feb 2021, 08:27

Shamrock schrieb:So oder so kann kein Growzelt die Sonne auch nur annähernd ersetzen. Zumindest nicht bei so extrem lichthungrigen Pflanzen wie Kakteen. Eine gesunde, artgerechte Kultur sieht jedenfalls anders aus.

Dem würde ich stark widersprechen. Wenn die richtigen Bedingungen herrschen, erzielt man heutzutage bei allen Pflanzen unter Kunstlicht bessere Ergebnisse. Man kann in einer Growbox eben für optimale Rahmenbedingungen der Pflanze sorgen. Die LED-Technologie bietet eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Lichtspektren, Farbtemperaturen etc. Die Technologie ist schon so weit, dass Profis in einer Growbox Sonnenaufgang, Mittagssonne und Sonnenuntergang mit unterschiedlichen Lichtspektren (inkl. Infrarot- und UV-Licht) nahezu perfekt simulieren. Da ist für jede Pflanze und für jedes Pflanzenstadium die richtige Beleuchtung dabei. Dazu kommt der riesige Vorteil, dass man jeden Parameter (Belichtungszeit, Farbtemperatur, Lichtstrom, Spektrum) präzise steuern kann. Es steht nur immer die Frage im Raum, wie sinnvoll bzw. wie effizient es ist, eine Pflanze unter Kunstlicht anzubauen. Im Moment ist der Anbau unter Kunstlicht zwar noch eine Randerscheinung von Menschen, die einfach "alles aus der Pflanze rausholen wollen", aber der Fortschritt geht weiter und wir stehen kurz davor, dass auch im kommerziellen Bereich Lebensmittel unter Kunstlicht erzeugt werden. Ich persönlich nutze meine Growboxen auch, um schon im Februar Tomatenpflanzen vorzuziehen, die ich dann nach den Eisheiligen raussetze. Und auch Universitäten nutzen in der biologischen Forschung Kunstlicht, weil man alle Störvariablen im Anbau eliminieren kann.

Mehr Infos zum Indoor-Anbau in der wissenschaftlichen Forschung: https://www.gemuese-online.de/Ein-neues-Forschungszentrum-entsteht,QUlEPTY3NjQxOTkmTUlEPTEyMzM.html
Mehr Infos zum Indoor-Anbau von Gemüse: https://hausfarm.de/gaertnern/indoor-anbau/

Shamrock schrieb:Eine gesunde, artgerechte Kultur sieht jedenfalls anders aus.

Kakteen kommen, wie du sagst, aus Regionen, in denen sehr viel Sonne scheint. Deshalb sind es ja auch so lichthungrige Planzen. Was ist denn dann in der aktuellen, dunklen Jahreszeit artgerechter? Eine Growbox, in der die Pflanzen mit enorm viel Licht versorgt werden oder ein deutscher Wintergarten, in dem sie praktisch gar kein Licht abkriegen?
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Beitrag  Shamrock Mo 15 Feb 2021, 09:40

Ich sehe da viele Vergleiche massiv hinken! Tomaten sind normalerweise ein- oder zweijährig, an meinen Kakteen möchte zumindest ich länger Freude haben. Es kommt doch darauf an, ob man aus kommerziellen Gründen möglichst schnell den maximalen Ernteertrag rausholen will, oder ob man nachhaltig gesunde, widerstandsfähige Pflanzen möchte. Würden wir Kakteensammler möglichst schnell große Pflanzen haben wollen, würden wir es machen wie die Holländer in ihren Gewächshäusern - inkl. Torf und Mast.

Ja, und was ist artgerechter? Eine vernünftige, kalte und trockene Winterruhe in welcher das Licht völlig sekundär ist weil sowieso kein Wachstum herrscht oder unter künstlichen Bedingungen durchkultivieren? Meine Kakteen blühen zumindest alljährlich munter und dankbar.

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Beitrag  Henning Mo 15 Feb 2021, 09:51

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Beitrag  Tenellus Mo 15 Feb 2021, 10:03

J.K. Growling schrieb:
Cristatahunter schrieb:Der Lophophora hat den grössten Topf bekommen. Warum?
Ja, das war zugegeben etwas dumm. Very Happy Ich werde ihn aber eh früher oder später zum Aufpropfen verwenden.

Hallo,
wozu das denn?
Ciao, Mario.
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Beitrag  Odessit Mo 15 Feb 2021, 11:02

Vermutlich um möglichst schnell eine saftige grüne Tomate groß zu ziehen, ohne nutzlose Rübe Very Happy
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Beitrag  Tenellus Mo 15 Feb 2021, 11:36

Hallo,
OK, dass klingt plausibel Very Happy .
Ciao, Mario.
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Beitrag  plantsman Mo 15 Feb 2021, 12:52

Moin,

J.K. Growling schrieb:......Dem würde ich stark widersprechen. Wenn die richtigen Bedingungen herrschen, erzielt man heutzutage bei allen Pflanzen unter Kunstlicht bessere Ergebnisse. Man kann in einer Growbox eben für optimale Rahmenbedingungen der Pflanze sorgen. Die LED-Technologie bietet eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Lichtspektren, Farbtemperaturen etc. Die Technologie ist schon so weit, dass Profis in einer Growbox Sonnenaufgang, Mittagssonne und Sonnenuntergang mit unterschiedlichen Lichtspektren (inkl. Infrarot- und UV-Licht) nahezu perfekt simulieren. Da ist für jede Pflanze und für jedes Pflanzenstadium die richtige Beleuchtung dabei. Dazu kommt der riesige Vorteil, dass man jeden Parameter (Belichtungszeit, Farbtemperatur, Lichtstrom, Spektrum) präzise steuern kann. Es steht nur immer die Frage im Raum, wie sinnvoll bzw. wie effizient es ist, eine Pflanze unter Kunstlicht anzubauen. Im Moment ist der Anbau unter Kunstlicht zwar noch eine Randerscheinung von Menschen, die einfach "alles aus der Pflanze rausholen wollen", aber der Fortschritt geht weiter und wir stehen kurz davor, dass auch im kommerziellen Bereich Lebensmittel unter Kunstlicht erzeugt werden. Ich persönlich nutze meine Growboxen auch, um schon im Februar Tomatenpflanzen vorzuziehen, die ich dann nach den Eisheiligen raussetze. Und auch Universitäten nutzen in der biologischen Forschung Kunstlicht, weil man alle Störvariablen im Anbau eliminieren kann.

wie in vielen gartenbaulichen Dingen, sind in Bezug auf die Ansprüche bisher nur die Arten gut erforscht worden, die wirtschaftlich von Interesse sind. Deshalb ist die Aussage "alle Pflanzen" kaum zutreffend. Z.B. ist der Weihnachtsstern eine der gartenbaulich am Besten erforschten Pflanzenarten überhaupt und trotzdem bekommen die Versuchsanstalten immer noch reichlich Anfragen von Produzenten dieser Art, die kulturtechnische Details behandeln. Das sind zwar nur noch Feinjustierungen, aber es gibt immer wieder Fragen. So bin ich mir sicher, das man höchstens für einen Bruchteil von einem Bruchteil der bekannten Pflanzenarten Bedingungen schaffen kann, die ihren artspezifischen, teilweise sogar individuellen, Ansprüchen tatsächlich gerecht werden.

Für diese "richtigen Bedingungen" müsste man an die natürlichen Standorte der Pflanzen reisen und dort in Langzeitversuchen von vielen Jahren versuchen herauszufinden, welche das sind...... und damit meine ich nur die abiotischen Faktoren wie Licht, Wasser, Luft und Boden. Wenn man dann noch die gegenseitige Beeinflussung der dort vorhandenen Tier-, Pilz- und Pflanzenwelt dazunimmt, kommt man mit einem Menschenleben wahrscheinlich nicht aus.
Da Pflanzen in der Natur jedoch fast immer an suboptimalen Standorten wachsen, wohin sie von stärkeren Konkurrenten verdrängt wurden, kann man diese Erkenntnisse schlussendlich nur als Anhaltspunkt für weitere Forschung ex Situ nutzen. Wie am Beispiel Weihnachtsstern gezeigt, kann es dann wieder längere Zeit dauern, bis man an das Optimum herangekommen ist. Ob das je eine Institution für einen "unwichtigen" Kaktus bezahlen wollte, ist sehr fraglich.

Nicht vergessen darf man dabei, das selbst einzelne Klone unterschiedliche Ansprüche haben können. Jedes aus einem Samenkorn geschlüpfte Exemplar ist genetisch ein klein wenig anders ausgestattet als sein Geschwisterchen und kann deshalb auf einzelne Wuchsfaktoren schon wieder ein klein wenig anders reagieren.

Deshalb kommt es meiner Meinung darauf an, wie man "bessere Ergebnisse" definiert. Bei Pflanzen wie Salat, Tomaten, Gurken und einigen anderen Gemüsepflanzen, die ebenfalls schon sehr gut erforscht sind, weil sie dem Menschen wichtig sind, mag das uneingeschränkt gelten. Aber bis man z.B. eine Lophophora, eine Parodia oder eine Echeveria unter den Bedingungen einer Klimakammer so hinbekommt wie ein Liebhaber mit vielen Jahren Erfahrung in seinem Gewächshaus....... da wird sicher noch viel Wasser den Rhein herabfliessen.

Interessant wäre, wenn man systematische Vergleichsversuche anstellen könnte mit Pflanzen die alle aus einer Frucht/Kreuzung stammen und am selben Tag ausgesät werden. Ein Teil davon wird in einer (Deiner  Wink ) "Klimakammer" und die anderen an unterschiedlichen Orten in Deutschland in einem Gewächshaus unter den jeweiligen Bedingungen/Routinen gepflegt. Zum Schluss müsste man sie dann, ohne zu wissen, welche Pflanze wie kultiviert wurde, "blind" bewerten lassen.

In diesem Zusammenhang will ich auch auf Deinen Anfangspost zurückkommen:
........Hier mal ein Bild: Links einer der Trichoc. Bridgesii, der vor kurzem umgetopft wurde. Rechts ein Trichoc. Peruvianus, der im selben Growzelt unter den exakt gleichen Bedingungen wuchs.
Beide Pflanzen wachsen zwar im selben Growzelt, aber die Bedingungen sind tatsächlich nicht exakt gleich. Alleine die Töpfe sind schon unterschiedlich, denn Ton und Plastik unterscheiden sich in ihren Eigenschaften deutlich.

Solche Versuche wie die Deinen finde ich immer spannend und die Pflanzen sehen offensichtlich gut aus, Du machst also vieles richtig. Aber leider sind einige Aussagen dazu viel zu pauschal/verallgemeinernd gehalten und die Schlussfolgerungen deshalb so nicht haltbar.


Zuletzt von plantsman am Mo 15 Feb 2021, 14:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Beitrag  TobyasQ Mo 15 Feb 2021, 14:02

J.K. Growling schrieb:
Shamrock schrieb:Eine gesunde, artgerechte Kultur sieht jedenfalls anders aus.

Kakteen kommen, wie du sagst, aus Regionen, in denen sehr viel Sonne scheint. Deshalb sind es ja auch so lichthungrige Planzen. Was ist denn dann in der aktuellen, dunklen Jahreszeit artgerechter? Eine Growbox, in der die Pflanzen mit enorm viel Licht versorgt werden oder ein deutscher Wintergarten, in dem sie praktisch gar kein Licht abkriegen?

Für die Anzucht kann ich bei einer/einem Growbox/-zelt ja noch einen Sinn erkennen. Aber ich möchte meine Lieblinge sehen und nicht auf so eine Kiste starren; abgesehen vom Platz der benötigt wird, so ein Ding aufzustellen. Noch schlimmer wird's bei Schädlingsbefall diese Dinger in den vielen kleinen Ecken wieder sauber zu bekommen. Die Belüftung sorgt natürlich dafür, dass der Befall auch jeden Insassen erreicht. Rolling Eyes

Ich bräuchte mindestens 6 von den Teilen. Dabei hab ich teils mit 3 Etagen-Unterbringung, die garnicht möglich ist, überschlagen. 3 allein für meine Säulen und die Epiphyten in den Ampeln und die Winter- und Frostharten garnicht mitgerechnet. Da wäre ein Growroom angebrachter. Aber der Aufwand lohnt nur, wenn man keine Blüten haben will. Suspect

Mein Fazit: Der reinste Schwachsinn für Kakteenliebhaber die sich immer am Anblick ihrer Lieblinge erfreuen wollen und öfter mal einen Topf nicht nur zur Kontrolle in die Hand nehmen.
Also lass die Dinger den Cannabis-Kleinst-Erzeugern.

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Viele Grüße
Thomas


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Beitrag  plantsman Mo 15 Feb 2021, 14:18

Moin,

die Entscheidung, die Pflanzen so zu kultivieren, bleibt J.K. Growling vorbehalten.

Man kann sich natürlich über das Für und Wider austauschen und auch seine Meinung dazu kundtun.

........ Also lass die Dinger den Cannabis-Kleinst-Erzeugern.

Wenn er es jedoch so möchte, dann sollte er es auch so machen. Wir sind ja nicht gezwungen, unsere Pflanzen genau so zu kultivieren.

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Beitrag  Pieks Mo 15 Feb 2021, 14:23

plantsman schrieb:Solche Versuche wie die Deinen finde ich immer spannend und die Pflanzen sehen offensichtlich gut aus, Du machst also vieles richtig.
Vielen, vielen Dank, das spricht mir wirklich aus dem Herzen.

Ohne umfangreich darauf einzugehen, ein paar eigene Gedanken / Erfahrungen ins Unreine geschrieben:

Man trifft immer wieder auf generationenweit kultivierte Vorurteile, die Schublade mit den psychoaktiven / ethnobotanischen Pflanzen ist eine der am meisten bemühten. Ich habe auch unterschiedliche pachanoi-Klone (meinen ersten habe ich noch von Karl-Heinz Uhlig persönlich bekommen, den Rest im Netz zusammengetragen), in jeglicher Größe - von kaum 10cm großen Pfropfunterlagen bis hin zum armdicken 2-Meter-Kerl. Und im Laufe der Jahrzehnte haben sich unaufgefordert auch ein paar Lophos dazugesellt, allesamt Geschenke, unter anderem auch von ebay-Verkäufern. Es hat viele Jahre gebraucht, bis ich überhaupt mitbekommen habe, dass diese Pflanzen eine besondere Aufmerksamkeit erfahren, wegen irgendwelcher Alkaloide. Das tat mir sehr leid für jene, die beim Anblick lediglich Magen- oder Hirnknurren bekommen - ich finde sie einfach nur schön und bilde mir nach wie vor ein, dass ich es irgendwann schon noch schaffen werde, einen von ihnen zur Blüte bewegen zu können, falls nicht vorher das SEK einreitet. Vielleicht kennst Du Patrick Noll, der hat sogar ein ganzes Buch über "San-Pedro-Kakteen" geschrieben, ich möchte gar nicht wissen, wie oft der sich schon dieses Drogen-Blabla anhören musste. Erinnernt mich daran, dass ich als Karohemden-Träger und Langhaariger (Bombenleger!) immer auf Verwunderung treffe, wenn ich eben KEINE Harley fahre, NICHT 25 Stunden am Tag verzerrte Stromgitarrenmusik höre und auch keine ofenrohrdicken Matterhörner rauche (dünne auch nicht.... Rolling Eyes )

Von daher finde bitte weiter schön, was immer Du auch schön findest und mach bitte so engagiert und neugierig weiter Deine Erfahrungen und teile sie bitte auch. Ich könnte Dir aus dem hohlen Bauch mindestens 12 befreundete Züchter nennen, die längst nicht nur unter 865er T8 LSR ihre Aussaaten in die Spur schicken, sondern in den unterschiedlichsten Konfigurationen, inzwischen meist auf Basis der CXB3590, über Winter durchkultivieren, Erstblüten und Befruchtungen erzielen oder im Sinne der Gemeinschaft über Winter vermehren, damit in kürzester Zeit natürlich gewachsenes / bedorntes Vermehrungsmaterial für viele Neugierige zur Verfügung steht. Erstaunlich, dass hier noch nicht die Kosten oder gleich "Geldverschwendung" angeprangert wurde... Insofern immer alles eine Frage des Blickwinkels, je nach dem, was man erreichen oder herausfinden will. Sympathisch war mir an Dir von Anfang an die Ehrlichkeit und der Mut, Fehler zu erkennen und zu benennen. Weiter so!

Herzliche Grüße,
Tim
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