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Aussaat von Echinocactus grusonii

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Beitrag  Pieks Do 15 Jan 2015, 14:10

Schöner Ansatz!
sm7
Natriumhypochlorit zur anfänglichen Sterilisation/Desinfektion? Wie lange bei welcher Konzentration? Gibts vergleichende Versuche/Ergebnisse mit anderen Kakteenarten? Es wäre sehr interessant zu erfahren, ob die verwendete Chlorbleichlauge bei entsprechendem Arbeitsschutz eine probate Nassbeize für Aussaaten wäre. Vielleicht gibt es ja nicht nur Erkenntnisse über die Verträglichkeit bei verschiedenen Arten, auch eine Überlebensrate im vergleich zur ungebeizten Kontrollprobe wäre interessant. Also wieviel Korn vertragen diese Behandlung prozentual nicht.

Mich würde außerdem die Zusammensetzung des Mediums interessieren, Agar-Agar ist hierbei ja nur das Geliermittel, um aus dem Medium ein Gallert zu bilden. Nimmt man nur einen Volldünger mit Spurenelementen und kocht mit destilliertem Wasser und Agar entsprechenden Futterpudding? Was bedeutet der Ethanol-Vermerk auf dem Deckel? Gabs zur bestandenen Keimung etwa ein Likörchen???
*Süchtig*

Liebe Grüße!
Tim
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Aussaat von Echinocactus grusonii - Seite 2 Empty Re: Aussaat von Echinocactus grusonii

Beitrag  nikko Do 15 Jan 2015, 14:32

Moin,
interessanter Bericht! Aber was sind das für grüne Pfützen auf dem letzen Bild von Bericht #4?

@Pieks: das Natriumhypochochlorid wird z.B. auch zur Sterilisation von Orchideensamen verwendet. Der ist staubfein und sehr empfindlich. Ich vermute also, Kakteensamen kann man bedenkenlos damit beizen. (Kommt natürlich auf die Konzentration an... ich denke dabei an so etwas wie 3%)
Bei Orchideennährböden sind neben Agar-Agar auch immer Zucker und Spurenelemente dabei. Oft auch Vitamine oder Vorstufen von Vitaminen. Ist hier ja vielleicht ähnlich???  

LG,
Nils


Zuletzt von nikko am Do 15 Jan 2015, 14:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Rechtschreibung)
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Aussaat von Echinocactus grusonii - Seite 2 Empty Re: Aussaat von Echinocactus grusonii

Beitrag  sensei66 Do 15 Jan 2015, 15:38

Echinopsis schrieb:[size=18]Anmerkung meinerseits aus Julia`s Kommentaren: Es handelt sich um ein Nährmedium mit Agar.
Kleine Korrektur meinerseits: Agar ist nur das Gelierungsmittel, das eigentliche Nährmedium ist die Flüssigkeit, die damit geliert wird. Besteht meist aus verschiedenen Salzen, Glucose etc. Und genau das wäre interessant zu wissen, weil die Wahl des Mediums häufig über Erfolg oder Mißerfolg entscheidet. Des weiteren würden mich die sonstigen Bedingungen interessieren (Belichtung, Temperatur etc.) Schöner Versuch, wenn auch nichts wirklich Neues.
Desinfizieren kann man mit Hypochlorit schon (von Sterilisation würde ich bei unserer Heimwerkerchemie nie reden...). Aber es riecht, und nach dem Waschen ist das Hypochlorit weg und die Keime können wieder von vorne anfangen. Deswegen bevorzuge ich Kaliumpermanganat; der entstehende Braunstein setzt sich auf dem Samenkorn ab und schützt dieses möglicherweise (da nur schwaches Oxidationsmittel) vor neuer Keimbildung. Echtes Beizen ist das natürlich auch nicht, da wird das Korn mit einem fungiziden/bakteriziden Wirkstoff überzogen.

ciao
Stefan

edit: sehe gerade, Pieks-Tim hat die Geschichte mit dem Agar auch schon angemerkt...
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Beitrag  julia2005 Do 15 Jan 2015, 16:39

Hallo zusammen.

Der Versuch ist von mir und ich beantworte gerne ein paar Fragen. Zuallererst ich durfte das in der Arbeit ausprobieren, also kann ich da leider nicht allzu viel anderes noch ausprobieren, außerdem bin ich nur noch bis Julis dort. :-)
Da wir dort auch ein paar Drosera invitro haben, wollte ich es einfach versuchen. Drosera stirbt beim sterilisieren mit Na-Hypochlorit und hat große Ausfälle bei Ethanol.

Bei den Echinocactus-Samen war kein Unterschied. Da ich nicht wusste ob sie Na-Hypchl. aushalten (übrigens eine eine 25%-ige Lösung), habe ich 3 Methoden ausprobiert.

1. Nur mit sterilem Wasser waschen.
2. Mit sterilem Wasser, Ethanol 30sek
3. Mit sterilem Wasser, Ethanol 30sek ubd 2 1/2 min in Nahypochlorit

(Die 3.methode verwenden wir für die Kartoffelsamen)

Bei allen Methoden wird anschließend mit Wasser nochmal abgespült und dann auf die Petrischalen mit MS-Medium gelegt.
Das Medium enthält Zucker, Nährstoffe und alles was die Pflanzen zum Wachsen brauchen (in dem Fall für Kartoffeln; bestimmt könnte man ein perfektes Medium für Kakteen herstellen und noch bessere Ergebnisse erzielen)
Das Auflaufen der Samen dauerte deutlich länger als normal, aber das Wachstum war sehr viel schneller.

Die Schalen und mittlerweile Gläser wurden dann im Klimaraum bei 18℃ mit einer Beleuchtungsdauer von 8 Stunden untergebracht.

Ich hoffe ich habe eure Antworten soweit erstmal beantwortet. Aber wie gesagt, dass ist nur ein Experiment für mich, das ich aber gerne mit anderen teile, aber leider auch nicht mehr. So ne stelle zu haben, wäre toll. Da gäbs noch ne Menge auszuprobieren. Protoplastenfusion wäre ja echt toll z.B. :-)

Lg Julia
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Beitrag  julia2005 Do 15 Jan 2015, 16:46

Achja. Noch eine Richtigstellung. Bei Methode eins starben einige ganz junge Sämlinge durch Pilzinfektion, weil sie nicht steril genug waren, bei Methode 2 auch, aber deutlich weniger und Methode 3 wurde durch Na-hypochl. verschont.

Die Luftkeime wachsen auf dem Medium natürlich schneller als alles andere.

Ich habe ein paar der infizierten gerettet. Sie haben Bakterien. Diese sind aber nur halb so groß, wie die anderen. Auch die Wurzeln sind sehr schlecht ausgebildet. Dass man die Wurzeln so gut sieht ist natürlich sehr praktisch in diesem Medium. :-)
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Beitrag  sensei66 Do 15 Jan 2015, 20:37

Hallo Julia,

danke für die Aufklärung. Bin sehr gespannt wie es weitergeht. Willst du das Experiment weiterführen? Irgendwann musst du ja versuchen, vom Medium auf herkömmliches Substrat zu wechseln. Das stelle ich mir nochmal knifflig vor.
Wenn die sowas interessiert, ist das vielleicht etwas für dich: http://www.succulent-tissue-culture.com/EN
Wahrscheinlich kennst du es schon...
julia2005 schrieb:Die Schalen und mittlerweile Gläser wurden dann im Klimaraum bei 18℃ mit einer Beleuchtungsdauer von 8 Stunden untergebracht.
Das mag ein Grund für die lange Keimdauer sein. Der gemeine Kaktus hats gerne wärmer.

ciao
Stefan
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Beitrag  chico Do 15 Jan 2015, 21:14

Was bringt das ?
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Beitrag  Waldschrat Fr 16 Jan 2015, 14:13

Hallo,

interessant wäre die genaue Zusammensetzung des Nährmediums schon. Kann man so etwas fertig kaufen?

Gruß

Ulli
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Beitrag  sensei66 Fr 16 Jan 2015, 15:11

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Aussaat von Echinocactus grusonii - Seite 2 Empty Re: Aussaat von Echinocactus grusonii

Beitrag  julia2005 Sa 17 Jan 2015, 02:01

Hallo.

Das Medium ist in meinem Fall nicht für Kakteen konzipiziert. Das müsste man natürlich anpassen. Aber der gepostete Link gibt da schon ein Beispiel dafür. Bei uns sind es insg. etwa 50 Zusatzstoffe. Das ist aber perfekt auf das Wachstum der Kartoffeln abgestimmt.

Ja ich werde versuchen die Kakteen noch auf normales Substrat zu setzen. Einige werde ich aber in vitro belassen.:-)


Stefan die Seite kenne ich. Ist wirklich sehr interessant.

Viele Grüße
julia2005
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