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Fragen zu Vorteilen versch. Pfropfunterlagen und zum handwerklichen Vorgehen.

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Fragen zu Vorteilen versch. Pfropfunterlagen und zum handwerklichen Vorgehen. Empty Fragen zu Vorteilen versch. Pfropfunterlagen und zum handwerklichen Vorgehen.

Beitrag  Wurmfutter So 10 Okt 2021, 11:55

Guten Tag!

Ich hoffe meine Frage gehört hier bereits hin, ich liebäugelte auch mit dem Anfängerforum - aber auch wenn ich Anfänger bin habe ich mich bereits über das Thema informiert, und nun einige Fragen die mehr oder weniger speziell meine persönliche Situation betreffen.

Kurz: wenns falsch ist, bitte verschieben. Ich gelobe Besserung.

Aktuell besitze ich zwei Trichocereus pachanoi, sowie einen T. peruvianus. Auch einen Myrtillocactus geometrizans würde ich ggfs. noch zum Pfropfen anschaffen. Ich habe bereits gemerkt, dass der T. pachanoi scheinbar am häufigsten zum Pfropfen gewählt wird.

Aus dem Baumbereich ist mir bekannt, dass verschiedene Unterlagen auch verschiedene Vorteile bieten können. So scheint bei der Kombination Lophophora williamsii + Unterlage, die mir derzeit als erstes vorschwebt, auch Pereskiopsis eine Möglichkeit zu sein - da gefällt mir das optische Ergebnis aber überhaupt nicht.

Dies führt mich zu meiner ersten Frage:
- ist von den möglichen Unterlagen die eine oder andere für bestimmte Zwecke zu bevorzugen? Beispielsweise nässeresistenteren Wurzelstock vs. schnelleres Wachstum? Ist Trichocereus pachanoi bereits die beste Alternative?

Nun habe ich bei meinen Recherchen gelernt, dass sich "nur" die Wachstumsringe überlappen müssen und ansonsten egal ist, wo ich den Wurzelspender abschneide. Dachte ich jedenfalls, bis ich las dass man nur im Bereich der Spitze aufpfropfen kann. Was ist korrekt?

Auch die Winterruhe sei zu beachten. Ist es fürs Pfropfen dieses Jahr eventuell schon zu spät?


Mein ursprünglicher Plan war,  den weniger schönen (etwas krumm) T. pachanoi etwa auf halber Höhe zu kappen, die Rippen anzuschrägen, den LW von seinem Wurzelstock zu trennen und mit einem Nylonsöckchen leicht versetzt auf dem TP zu fixieren, indem ich das Söckchen über den ganzen Kladderadatsch stülpe und an den nach unten ausgerichteten Dornen des TP verankere.

Das abgeschnittene Stück TP würde ich mit Zimt desinfizieren und in einem Monat oder so wieder einpflanzen.

Soweit MEIN Plan - und jetzt bitte Eure konstruktive Kritik, wo ich noch was verbessern kann oder sogar muss.

Vielen Dank!

P.S.:
Am liebsten möchte ich natürlich winterharte, staunässe liebende Kakteen die in einer Woche ausgewachsen sind. Ich vermute aber, das wird so nicht gehen. Im Zweifel würde ich eine Unterlage bevorzugen, die meine LW unanfälliger gegen Pflegefehler macht, auch wenn sie dann nicht so schnell wachsen wie bei einer anderen Unterlage.


Zuletzt von Wurmfutter am So 10 Okt 2021, 12:03 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : genaue Artbezeichnung nachgetragen)
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Beitrag  Shamrock So 10 Okt 2021, 12:20

Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!

Es kommt immer darauf an, was man will. Eine Hochpfropfung funktioniert genauso wie tief pfropfen. Es gibt hier unzählige Threads zu dem Thema, viel Spaß beim Stöbern.

Ansonsten sollte man sich vor jeder Pfropfung die Frage stellen, warum man überhaupt pfropfen will und daraus ergeben sich dann die Antworten. Notpfropfungen, schnelle Vermehrung seltener Arten oder der Erhalt extrem heikler Arten sind natürlich ein eigener Fall.
a) warum nicht der Natur den gewollten Lauf lassen und wurzelecht kultivierten?
b) für möglichst schnelles Wachstum empfehlen sich schnell wachsende, treibende Unterlagen (was aus dem Pfröpfling aber auch eine aufgeblasene Wassermelone machen kann)
c) für den Erhalt eines möglichst Art typischen Aussehens sollte man natürlich eine langsam wachsende Unterlage wählen - oder eben gleich auf's Pfropfen verzichten
d) das Zusammenführen möglichst nahe verwandter Gattungen/Arten ist natürlich immer vorzuziehen
Pfropfen um des Propfens Willen ist Blödsinn. Die allermeisten Kakteenfreunde werden ihre Lieblinge wohl immer möglichst wurzelecht kultivieren.

Eine Lophophora braucht man nicht pfropfen und gepfropft wird natürlich (außer in dringenden Notfällen), wenn die Kakteen voll im Trieb stehen und nicht, wenn sie schon mit einem Bein Winterruhe halten.

Für die technische Vorgehensweise empfehle ich die zahlreichen Threads der Pfropfprofis hier und/oder entsprechende Literatur.

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Beitrag  Wurmfutter So 10 Okt 2021, 13:10

a) warum nicht der Natur den gewollten Lauf lassen und wurzelecht kultivierten?

Das tue ich bereits anderweitig. Absichtlich habe ich auch einen T. pachanoi mehr gekauft, der unverändert bleiben soll. Auch von Lophophora williamsii, decipiens und diffusa halte ich jeweils ein unverändertes Exemplar vor, diese versuche ich gleichzeitig auch aus Samen zu vermehren.

b) für möglichst schnelles Wachstum empfehlen sich schnell wachsende, treibende Unterlagen (was aus dem Pfröpfling aber auch eine aufgeblasene Wassermelone machen kann)

Ja, soweit hatte ich das Prinzip verstanden; aber welche Unterlage ist das (namentlich)? Pereskiopsis? Oder T. pachanoi? Oder T. peruvianus?

c) für den Erhalt eines möglichst Art typischen Aussehens sollte man natürlich eine langsam wachsende Unterlage wählen - oder eben gleich auf's Pfropfen verzichten

Das spielt bei meinen Überlegungen zum Pfropfen keinerlei Rolle; dafür halte ich unveränderte Exemplare in meiner Sammlung vor.

d) das Zusammenführen möglichst nahe verwandter Gattungen/Arten ist natürlich immer vorzuziehen
Pfropfen um des Propfens Willen ist Blödsinn. Die allermeisten Kakteenfreunde werden ihre Lieblinge wohl immer möglichst wurzelecht kultivieren.

Ich pfropfe nicht um des Pfropfens Willen, es sei denn meine Lernbegierde und Neugierde sowie das Ziel, eine möglichst vielfältige Sammlung mit verschiedenen Anschauungsobjekten zu haben spielt für Dich keinerlei Rolle.


Ich danke Dir für deine Rückmeldung, kann aber für mich konkret da jetzt nichts mitnehmen. Hast Du vielleicht noch mehr Informationen für mich, die mich bei meiner Suche nach einer geeigneten Unterlage unterstützen?

Ich hätte beispielsweise aus Platzgründen überlegt, ob es sinnvoller wäre einen Myrtillocactus anzuschaffen der bereits verzweigter ist und auch Platz für andere Lophophoras bietet.

Dein Hinweis auf die Suchfunktion ist nachvollziehbar, dort habe ich aber bereits geschaut - genau genommen führte meine Recherche mich überhaupt erst zu meiner Anmeldung hier. Jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich das Gelernte gerne mit erfahreneren Züchtern durchsprechen und ggfs. auch Verständnisprobleme beseitigen möchte, die ich *wahrscheinlich* auch bei einem erneuten Durchlesen wieder hätte.

Nicht zuletzt möchte ich auch die soziale Komponente genießen, die ein direkter Austausch mit anderen Menschen bietet, und die ich von der Suchfunktion nicht bekomme.

Sollte mein Thread hier unangemessen sein, weil ich noch zu viele Anfängerfragen habe (was ja durchaus meine Befürchtung war), begrüße ich ausdrücklich eine Verschiebung in den richtigen Bereich.
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