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Flauschig mit Dornen

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Flauschig mit Dornen Empty Flauschig mit Dornen

Beitrag  Tuska Mi 29 Dez 2021, 17:52

Guten Tag,

Habe ich hier einen der beiden frostharten Oreocereus erwischt?

Sind 2 Stück.

LG Tuska
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Beitrag  plantsman Mi 29 Dez 2021, 18:27

Moin Tuska,

ja, bei Frost sind auch diese Pflanzen hart Wink .

Im Ernst, wenn Du es schaffst, dass sie nachts etwas frostig und tagsüber wieder bei mindestens 14° C stehen, und das täglich (!), dann sind sie recht frostverträglich. Frostige Nächte und Tagestemperaturen nur knapp über 6° C würden jedoch nicht reichen. Dann sind die Pflanzen recht schnell Matsch. In den Hochlagen der Anden betragen die täglichen Temperatur-Unterschiede von Nacht auf Tag im Schnitt 18°. In der hiesigen Kultur würde ich es auf sowas jedenfalls nicht ankommen lassen.

Die ersten beiden Bilder sind ein Oreocereus, das letzte zeigt aber eine Espostoa.

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Beitrag  Kaktusfreund81 Do 30 Dez 2021, 15:33

plantsman schrieb:Die ersten beiden Bilder sind ein Oreocereus, das letzte zeigt aber eine Espostoa.
Ich würde Letztere eher als Espostoopsis dybowskii ansprechen, der einzige Vertreter der monotypischen Gattung Espostoopsis.
Die vielen "zarten", nadelartigen Mitteldornen sind recht charakteristisch.

Die Kulturmethode, die Du beschreibst Stefan, kommt zwar sehr gut an die Verhältnisse am Standort heran, ist aber für Pfleger ohne Gewächshaus kaum realisierbar. Überwinterung auf der unbeheizten Fensterbank wäre zu konstant warm und draußen überdacht zu konstant kalt. Wink Um die Schwankung zu erzielen, wäre ein gedämmtes und je nach Außentemperatur schwach oder nicht beheiztes GWH ideal, das möglichst sonnig platziert wird. So heizt es sich tagsüber bei passendem Wetter auf die gewünschten 15°-20°C auf und kühlt sich nachts (wenn auch verzögert) wieder ab.

Auf jeden Fall sollten die Pflanzen alsbald vom Torf befreit werden und nach Wurzelkontrolle auf Schädlinge & Säuberung ein Substrat mit hohem mineralischen Anteil bekommen. Bis zum Frühjahr trocken und kühl halten, sofern keine andere passende Kulturmöglichkeit zur Verfügung steht. Ständig rausstellen und reinholen würde ich die Pflanzen nicht, da wäre die Temperaturdifferenz zu heftig (und plötzlich).
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Beitrag  plantsman Do 30 Dez 2021, 19:41

Moin,

Kaktusfreund81 schrieb:Ich würde Letztere eher als Espostoopsis dybowskii ansprechen, der einzige Vertreter der monotypischen Gattung Espostoopsis.
Die vielen "zarten", nadelartigen Mitteldornen sind recht charakteristisch.

Darüber hab ich auch nachgedacht, war mir bei dem Alter der Pflanzen aber gar nicht so sicher ob man sie schon gut unterscheiden kann. Espostoopsis bedeutet ja "sieht aus wie Espostoa"  Wink . Da hab ich mich für eins entschieden. Kälte, geschweige denn Fröste mögen sie aber beide nicht.

Kaktusfreund81 schrieb:Die Kulturmethode, die Du beschreibst Stefan, kommt zwar sehr gut an die Verhältnisse am Standort heran, ist aber für Pfleger ohne Gewächshaus kaum realisierbar. Überwinterung auf der unbeheizten Fensterbank wäre zu konstant warm und draußen überdacht zu konstant kalt. Wink Um die Schwankung zu erzielen, wäre ein gedämmtes und je nach Außentemperatur schwach oder nicht beheiztes GWH ideal, das möglichst sonnig platziert wird. So heizt es sich tagsüber bei passendem Wetter auf die gewünschten 15°-20°C auf und kühlt sich nachts (wenn auch verzögert) wieder ab.

Auf jeden Fall sollten die Pflanzen alsbald vom Torf befreit werden und nach Wurzelkontrolle auf Schädlinge & Säuberung ein Substrat mit hohem mineralischen Anteil bekommen. Bis zum Frühjahr trocken und kühl halten, sofern keine andere passende Kulturmöglichkeit zur Verfügung steht. Ständig rausstellen und reinholen würde ich die Pflanzen nicht, da wäre die Temperaturdifferenz zu heftig (und plötzlich).

Ja, das ist richtig. Es ging auch nur mir um eine Antwort auf die Frage nach "frostharten" Oreocereus. Die Bedingungen am Heimat-Standort sind in der hiesigen Kultur definitiv schwieriger herzustellen und auch nicht unbedingt förderlich. Auch wenn ein Oreocereus am Standort nachts sicher mal reichlich Minusgrade abbekommt, sorgen andere Parameter dafür, dass das tagsüber alles wieder ausgeglichen wird. Aber das haben wir hier im Forum ja schon sehr oft unter die Lupe genommen.

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Beitrag  Tuska Do 30 Dez 2021, 20:25

Danke Plantsman und Kaktusfreund für eure Bestimmungen.

Tja, mit der Espostoa oder Espostoopsis hatte ich wohl Unglück, Bahia (Espostoopsis) hört sich nach Volltropen an, den werde ich wohl sehr warm überwintern müssen, naja, Fensterbank hat noch Platz.

Über den Oreocereus freue ich mich, sollte es ein trolli oder gar celsianus sein, der als besonders hart gilt, werde ich seinen Einsatz im bald zu eröffnenden Kakteenbeet abwägen.
Aber darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn das steht, aktuell sammel ich nur Kandidaten, will dort aber halt mehr als Escobaria und Echinocereus haben. Wird auch eine Überdachung kriegen und eventuell Heizkabel, muss ich dann gucken.

LG Tuska
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