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Echinopsis und Bims ...

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Andreas75
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Echinopsis und Bims ...  Empty Echinopsis und Bims ...

Beitrag  Randolph Do 20 Okt 2022, 16:01

Hallo, liebe Erfahrene,

in wenigen Tagen erwarte ich eine Bestellung bunter Echinopsis-Hybriden, die meine drei ersten - siehe
Avatar-Bild - ergänzen. Das bedeutet topfen ... Bimkies 0-10 mm zum Mischen des Substrats ist bestellt.

NUR jetzt las ist, dass Echinopsen eher einen schwach sauren pH bevorzugen, der Bims aber immerhin
einen von pH 8 - 8,5 hat. Also eher weniger Bims, dafür stattdessen doch lieber (den von mir so ungeliebten
Lava-Bruch???

Viele Grüße, Rudi
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Beitrag  Tapeloop Do 20 Okt 2022, 16:36

Hallo Rudi,

Ohne jetzt ein echinopsis oder Substrat Experte zu sein denke ich dass das nicht so schlimm sein wird. Die Erde Puffer ja auch etwas ab. Ich hab ein paar echinopsen und die stehen alle in reinem vulkatec und blühen und wachsen. Da ist ja auch viel bims drin.
Ich habe auch mal gelesen dass es bims mit hohem und mit niedrigen ph gibt…
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Beitrag  Andreas75 Do 20 Okt 2022, 17:23

Mein Rat: Hole Dir von Haage das Mineralische Substrat No.2

Ich habe ab 2020 tierisch mit Bims gemischt, über 25 Kilo verbraten, mit dem Ergebnis, dass ich selbst nach dem megafeuchten Jahr 2021 dies Jahr massiv Wurzelläuse hatte. So schlimm, wie noch nie in den zehn Jahren, die meine Sammlung nun hier im Westerwald steht. Etliche Pflanzen sind mir im Winter 20/ 21 verreckt, und diesen Sommer hatte ich durch die Wurzelläuse ungeheuer viele Steckenbleiber. Es waren durchweg Pflanzen mit Bimsanteil im Substrat, und ich hatte die Nase derart gestrichen voll, dass ich alles in die braune Tonne geknallt habe, was mir von Blüte oder indivuellem Wuchs/ Bedornung sowieso nicht (mehr) gefiel. Den Rest in Bi58 gebadet, seit späterem Sommer '21 nur noch mit genanntem Mineralsubstrat entweder pur oder in Mischung umgetopft, und mit diesen Pflanzen geht das auch.

Bims wird meiner Ansicht nach maßlos überschätzt und viel zu häufig eingesetzt. Ist zwar relativ billig, aber viel zu alkalisch, und damit nur für relativ wenige Arten/ Gattungen geeignet. Wenn man die Mischung so macht, dass das restliche Substrat den Bims abpuffert, dann ist da auch gleich so wenig drin, dass es auch keinen Unterschied mehr macht. Meine Meinung, und ich verwende auf jeden Fall niemals mehr reinen Bims (oder relativ viel), weil die Pflanzen, außer an die Chemie angepasste, darin schlicht nicht befriedigend gedeihen. Sehr viele Echinopsen (ich nehme die jetzt im üblichen weit gefassten Gattungssinn) sehen schlicht mickrig und verhungert aus, wenn zu viel Bims im Substrat ist, oder sie gar in purem stehen. Kann man natürlich gegen andüngen, aber warum so ein Umstand, wenn es viel einfacher auch ginge/ geht?
So bekam ich mal eine Lobivia 'Blaze' in purem Bims. Da ließ ich die zwei Jahre drin, und die wuchs nie richtig, blühte nie richtig, sprosste nicht. Sah eher immer irgendwie vermagert aus.
Und dann topfte ich sie in meine Mischung um- und was ging das arme, bis dahin völlig verhungerte Mäuschen, wie ich dann erkannte ab! In einem Jahr das an Wuchs drauf gepackt, was sie bislang im Bims gebracht hatte, sprosste, blühte viel reicher. Und die Kindel von ihr, die sind in meinem Substrat nun binnen zwei Jahren so groß, und dabei weder mastig noch schlecht bedornt, wie es die Mutterpflanze auf Bims in wer weiß wie vielen Jahren geworden war, die ich damals auch als "alte Pflanze" gekauft hatte. Und die nichts anderes als Bims in den Wurzeln hatte, also wohl nie in anderem Substrat stand.

Genanntes Substrat da ganz oben, das befriedigt mich in der Mischung wie auch pur. Darin habe ich einen wurzelechten Sclerocactus mesae- verdae, und den habe ich damit selbst über das unsägliche Jahr 2021 gebracht. Und der lebt auch jetzt noch, wächst zwar superlangsam, aber gerade die Art gilt als wurzelecht plusminus kaum kultivierbar. Und natürlich hat sein bisheriges Gedeihen trotz Wurzelechtheit auch mit der Kulturführung zu tun, aber ich gebe dem Substrat (plus etwas Gips drin, wie sie es am Standort haben) entscheidenden Anteil da dran.

Dies ist leider einer der kniffligeren Aspekte der Kakteenkultur, der sich aber im Interesse optimaler Kulturergebnisse absolut lohnt- zu jeder Pflanze (also Gattung im groben) das passende Substrat! Ist mindestens ebenso wichtig wie die entsprechende Kulturführung! Und auch sehr reizvoll, wie ich zugeben muss, denn dann weiß man ob man inzwischen ganz gut ist, oder bislang nur aufgrund toleranter Pflanzen so gut davon kam. Ich bilde mir nix drauf ein, an Glandulicactus uncinatus scheitere ich nach wie vor, die verlieren scheinbar ihre Wurzeln, sowie sie mich sehen, und diese Art gedeiht bei vielen hier wurzelecht problemlos. Das zeigt aber auch wie wichtig es ist, die jeweils besten Bedingungen zu bieten.
Wie gesagt also: Vergiss den Bims, außer für Arten und Gattungen, die die Härte brauchen (Echinopsen gehören definitiv nicht dazu!), und hole dir eine der mineralischen Mischungen vom Erfurter Traditionsgärtner (nein, ich kriege keine Tantiemen!). Balanciere mit den Mischungen, und dann viel Erfolg Smile!
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Beitrag  Randolph Do 20 Okt 2022, 18:40

Tapeloop schrieb:Ich habe auch mal gelesen dass es bims mit hohem und mit niedrigen ph gibt…

Hallo Johannes, derjenige, den ich erwarte, kommt aus unserem schönen Lande und damit den etwas höheren ...

Viel Grüße, Rudi
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Beitrag  Randolph Do 20 Okt 2022, 18:52

Andreas75 schrieb:Dies ist leider einer der kniffligeren Aspekte der Kakteenkultur, der sich aber im Interesse
optimaler Kulturergebnisse absolut lohnt - zu jeder Pflanze (also Gattung im groben) das passende Substrat!

Andreas, superspannend ... und ich habe es mir mit dem Lesen dieses Hinweises fast gedacht! Eine Pflanze,
die den Kalk nicht abkann, kümmert sofort (genau wie umgekehrt). Und ich wollte die Luftigkeit und Wasser-
speicherfähigkeit schon mit Bims erreichen (dann noch gröberer Flusssand und etwas Kleiboden vom Deich
(Maulswurfshügel) dazu). Das wäre nach hinten losgegangen!

Und etwas Knobeln und Experimentieren, ja, das mach den Spaß aus, absolut! =) Nur, man muss ja nicht gleich
über die ersten Hürden fiese stürzen ... ,-)

Besten Dank!

Rudi
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Beitrag  OPUNTIO Do 20 Okt 2022, 19:32

Woher kommt denn dein Bims?
Deutscher Eifelbims liegt bei ca.7 ph.
Meine Echinopsen stehen in zwei Drittel Vulcatec Premium,bzw. Lechuza Pon bzw. Rotopor und einem Drittel Humus. Eachsen, blühen und gedeihen ungezieferfrei.
Gruß Stefan
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Beitrag  Randolph Do 20 Okt 2022, 20:04

Er kommt aus der Eifel … das Gebinde 25 kg 0-10 mm (Laacher See). Ich würde die feinste Fraktion aussieben und ohne Probleme für anderes verwenden, ggf. eben auch alles (für Kabschia- und Engleria-Saxifraga!).

Naja, und über diesen Bims habe ich den pH von 8,5 gefunden.

Viele Grüße, Rudi
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Beitrag  Randolph Do 20 Okt 2022, 20:23

OPUNTIO schrieb:Vulcatec Premium, bzw. Lechuza Pon bzw. Rotopor …
… Deine Substrate erhalten tatsächlich alle (Wasch-)Bims! Ich meine, Bims ist ein absolut übliches Substrat in der Kakteenkultur, sonst wäre ich gar nicht darauf gekommen. Aber speziell bei den Echinopsen, die für mich bestimmt genau richtig sind, werde ich mich mit meinem Rohbims doch etwas zurückhalten. Lavagries und Zeolith und weiteres reichen auch, und überdecken werde ich das Ganze mit einfachen Kieseln vom Wanderweg … denke ich.

Viele Grüße!!!
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Beitrag  Cristatahunter Do 20 Okt 2022, 20:50

Reiner Bims ist verwende ich nur in der Aussaat.

Zur Versorgung erwachsener oder heranwachsender Kakteen eignet sich ein Mischsubstrat aus verschiedenen Komponenten besser.
Reiner Bims hat ungefähr gleichviel Nährwert wie reiner Blähton oder Seramis.

Bei mir hat Bims einen Anteil von 20%
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Beitrag  Cristatahunter Do 20 Okt 2022, 20:55

Mein Echinopsis Substrat besteht aus 20% Bims, 20% Lava, 20% Quarz, 20% Lauberde, 20% Weisstorf in der Körnung von 1-8mm
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