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Mineralisches Muss

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Beitrag  papamatzi am Fr 20 Jan 2012, 00:28

Ich weiß, die Substratfrage ist eine Weltanschauung.
Und ich weiß, etliche Kakteenfreunde setzen ALLE ihre Pflanzen in mineralisches Substrat...
Mich würde aber interessieren, welche Pflanzen UNBEDINGT mineralisches Substrat erhalten sollten.

Ich denke mal Ariokarpen gehören sicherlich dazu. Bestimmt auch die eine oder andere Mammillarienart, insb. die mit den Rübenwurzeln, oder? Uebelmanias fallen mir noch ein...

Bisher hatte ich ja alles in eine, je nach Art, mehr oder weniger humose Substratmischung getopft, bei Pflanzen mit empfindlichen Wurzeln ist mir das aber zu heikel.

Könntet Ihr mir helfen, einen "Fahrplan" aufzustellen, welche Gattungen/Arten unbedingt mineralisches Substrat erhalten sollten?
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Beitrag  turbini1 am Fr 20 Jan 2012, 06:04

Hallo Matthias,
wie du schon schreibst ist die Erdmischung ein Weltanschauung. Diese Weltanschauung wird aber zusätzlich noch beeinflusst von den Kulturmöglichkeiten die den Pflanzen geboten werden. Meine Pflanzen stehen alle (Arios, Obregonia, Strombo, Aztekium, Turbini, Mamm. usw.) mit einem drittel Composana Blumenerde in der Mischung in einem großen, hohen Gewächshaus. Bei einer Unterbringung in einem kleinen, niedrigen Gewächshaus, Frühbeetkasten, Fensterbrett, Balkon oder Freiland (im Sommer) sieht die Sache ev. schon wieder gaaaaanz anders aus.
LG
Stefan
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Beitrag  Wühlmaus am Fr 20 Jan 2012, 08:11

Hallo Matthias,

du sagst es ja schon, eine Weltanschauung.

Bei mir stehen alle Pflanzen, die im weitesten Sinne zu Echinopsis zu zählen sind, in einer Mischung aus rein-mineralischem Substrat (einschl. Lehmanteil) und etwas humoser Erde.

Alle anderen, auch die Lobivien, bekommen nur rein-mineralische Erde.

Das beantwortet Deine Frage wahrscheinlich nur zum Teil. Ich finde aber, das es so herum einfacher zu beantworten ist. Laughing

LG ELke




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Beitrag  turbini1 am Fr 20 Jan 2012, 08:17

Hallo Elke,
wundert mich das du Echinopsis eher mager hälst. Wie kultivierst du Fensterbrett, Gewächshaus... ?
LG
Stefan
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Beitrag  Shamrock am Fr 20 Jan 2012, 09:39

Und warum gerade Uebelmannias in rein mineralisches Substrat? Das ist eine der wenigen Gattungen, welchen ich auch etwas Humus gönne.

Andersrum: Man kann übrigens auch alle Kakteen in reinem Humus erfolgreich halten. Wenn man´s kann halt. Ist deutlich schwieriger aber es geht. Rein mineralisch erleichtert die Kakteenhaltung also tu ich mir (und meinen Pflanzen) einen Gefallen damit.

Wie du schon festgestellt hast, ein schwieriges Thema... Sammel ruhig hier weiter die Meinungen anderer und am Ende bildest du dir durch deine Erfahrungen deine eigene Meinung. Das ist immer das Beste! Wink

Viele Grüße vom anderen Matthias

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Beitrag  Wühlmaus am Fr 20 Jan 2012, 10:58

turbini1 schrieb:Hallo Elke,
wundert mich das du Echinopsis eher mager hälst. Wie kultivierst du Fensterbrett, Gewächshaus... ?
LG
Stefan

Hallo Stefan,

sagen wir, sie bekommen so halbe/halbe. Und die Hälfte mit der Blumenerde (wird ja wohl eher Torf sein) ist ja auch nch mit Blähschiefer, Perlite und dergleichen durchsetzt. Ich dünge halt regelmäßig.

Ich kultiviere draußen im Frühbeet bzw. auf Regalen. NOCH, ich hoffe, Ende des Jahres sagen zu können, dass ich im GH kultiviere. Wink

LG Elke

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Beitrag  karlchen am Fr 20 Jan 2012, 11:00

Erstmal solltest du dich auch informieren welche physikalischen und chemischen Eigenschaften die verschiedenen Substratzuschlagstoffe haben (können). Dann wirst du ganz schnell feststellen, dass die verschiedenen Weltanschauungen alle zum selben Gott beten, um es mal metaphorisch auszudrücken.

@turbini: mager halten, kann man einen Echinopsis auch mit Torfkultursubstrat, denn von Natur aus beinhaltet Torf keine Pflanzennährstoffe. Erst die richtige Düngung macht aus einem mageren Substrat ein fettes. Bei Kompost sieht das natürlich anders aus, aber wer macht hier schon Kompost in sein Substrat!?
Die KAK* von mineralischen Substraten kann man übrigens durch Zugabe von Ton, (Lehm) stark erhöhen, da dieser eine ähnliche KAK hat, wie Torf.
Torf kann halt mehr Wasser und Nährstoffe speichern als mineralische Zuschlagstoffe, das macht ihn berechenbarer in der Kultur.


*(Kationenaustauschkapazität, gibt an welche Menge an Kationen (Ca, Mg, K, Na, H, Al, NH4, Fe, Mn, Cu, Zn) austauschbar an etwas gebunden werden kann)
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Beitrag  turbini1 am Fr 20 Jan 2012, 11:24

karlchen schrieb:
@turbini: mager halten, kann man einen Echinopsis auch mit Torfkultursubstrat, denn von Natur aus beinhaltet Torf keine Pflanzennährstoffe. Erst die richtige Düngung macht aus einem mageren Substrat ein fettes.

Hatte ich irgendwo von TKS geschrieben? Die von mir genutzte Composana Blumenerde enthält mal abgesehen won den Nährstoffen im Humus sogar noch eine Startdüngung.
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Beitrag  karlchen am Fr 20 Jan 2012, 12:37

@turbini: Nee, tut mir Leid, haste nich.

Aber die Grundrezeptur von Composana ist nunmal ein TKS. Kann man drehen und wenden wie man will.
Ob es dann fett oder mager ist, hängt dann natürlich von der Startdüngung und dem Anteil von Kompost und Rindenhumus ab. (zugegeben: Composana ist immer fett Laughing )
Wenn die Nährstoffe der Startdüngung aufgebraucht sind, sind auch keine mehr drin. Es sei denn man düngt nach.
Im Torf selber waren nie signifikante Mengen Nährstoffe drin. Der kann aber gut speichern (wegen der Huminsäuren).
Wenn Rindenhumus oder Kompost drin ist, waren welche drin. Die werden aber auch mit der Zeit aufgebraucht oder sind fest gebunden.

Das Substrat ist halt nur eine Matrix. Die kann man über die Zugabe verschiedener Komponenten, Dünger, Säuren, Basen,etc. steuern.


Na gut, egal. Der TE wollte sicher nicht tiefer gehen, also belass ich es jetzt dabei.
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Beitrag  Prof.Muthandi am Fr 20 Jan 2012, 13:00

Je nach Kulturmöglichkeiten ist sicher immer ein etwas anderes Substrat gefragt.
Grundsätzlich versuche ich (bei nordmexikanischen Kleingattungen) ein möglichst einheitliches Substrat zu verwenden um mit dem Giessrhytmus nicht so sehr aufpassen zu müssen.
Der Humuszusatz ist m.A. dabei eine nicht ganz unwichtige Komponente. Wenn die Mischung stimmt wachsen sie meinen Beobachtungen nach einfach natürlich schön gleichmässig langsam weiter.
Ich halte es so das ich meinem mineralischen Substrat bis zu 1/4 Humus bei Sämlingspflanzen die um die 3 Jahre im Topf stehen bis zur nächsten Umtopfaktion beigebe. Haben die Pflanzen das Erwachsenenstadium erreicht kommen sie in eine rein mineralische Mischung und werden entsprechend nachgedüngt. Ich bin der Meinung das Humuszusatz bei sehr langen Standzeiten nichts bringt weil er sich wie ja schon erwähnt verbraucht und dann eine Grundlage für schädliche Pilze etc. eher gegeben ist.

Grüsse und schönes Substratmischen!
Marc




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