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Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  karlchen am Fr 17 Jun 2011, 10:59

Also 30 min. könnte fast schon zuviel des guten sein, 10 min werden locker reichen. Du solltest die Samen danach wieder abspülen weil du sonst sehr viel Natrium und Chlorid mit den Samen einträgst und ausserdem soll die Wirkung ja gestoppt werden, um den Samen nicht zu schädigen, denn irgendwann dringt das Chlor bis zum Embryo durch. Zum abspülen solltest du dann wiederum weitgehend steriles Wasser benutzen, also vorher abkochen. Am besten im Schnellkochtopf. Sonst überträgt man ja wieder Keime auf den Samen. Man könnte auch mit 60-80%igem Alkohol abspülen, denn durch die kurze Einwirkzeit wird der Sämling dadurch nicht geschädigt, Mikroorganismen haben aber in dieser Mischung keine Chance. Dann halt mehrmals Spülen denn dieses NaOCl ist hartnäckig. Na ja, ist ne ziemliche Fummelarbeit das ganze und ich denke, dass man es für den Hausgebrauch auch nicht übertreiben muss, da sowieso die wenigsten eine Sterilbox zuhause haben Wink .
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Scarifiezieren/Beizen mit Wasserstoffperoxid

Beitrag  davissi am So 07 Aug 2011, 18:32

Hallo,

Ich bekam von einem User hier den Tipp zum Beizen und Scarifiezieren Wasserstoffperoxid zu verwenden. Ich habe mir in der Apotheke jetzt 3% Wasserstoffperoxid bestellt, auch durch einen Tipp dieses Users (Wink). Habt ihr Erfahrungen/Wissen zum Beizen/Scarifiezieren mit Wasserstoffperoxid?

Ich freue mich auf eure Antworten(gerne auch auf wissenschaftlicher Basis) Wink! Very Happy
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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  Asterias am Mo 08 Aug 2011, 14:50

Hi David,
Das habe ich mich Ende Juni auch mal gefragt. Ich habe das hier: http://www.exoten-forum.de/vb/archive/index.php/t-1146.html Als Antoss genommen.
Im Astrophytumforum habe ich vor einigen Wochen mal einen Versuch dazu gestartet. Nichts wissenschaftliches einfach nur ein normaler Test halt.
Asterias schrieb:An anderer Stelle (finde nicht mehr wo Sad ) hatten wir ja darüber diskutiert, das alle wirklich gut funktionierenden Beizmittel abgelaufen und oder verboten wurden.
Ich war dazu im Netz auf H2O2 als Beizmittel gestoßen. Also ab in die Apotheke und 100ml gekauft. Die im Netz empfohlenen 24h Einwirkzeit erschienen mir aber erheblich zu lange.
Ich entschied mich für 1h. Ich habe 35 Samen ASCAP x SK aus dem vorletztem Jahr eingeweicht, ansonsten alles wie immer bei der Fleischermethode beibehalten.
Als Vergleich habe ich 35 der selben Samen ganz normal mit einem allerletzten Rest Atiram behandelt.
Nach 5 Tagen sah es so aus als würde es nix: H2O2 5 gekeimt; Atiram 11 gekeimt.
gestern hat sich nach 16 Tagen folgendes Bild gezeigt: beide 29x gekeimt und keinerlei Anzeichen irgendeines Pilzes.
Ich denke ich werde das mal in der Richtung weiter verfolgen.

Gekeimt ist seither nichts mehr. Die kleinen sind mitlerweile auch nicht mehr im Beutel, da ich das laufende Öffnen und Wiederverschließen der Beutel leid war. Wink
Das weitere Wachstum ist "normal", im Vergleich mit anderen Aussaaten.
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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  davissi am Mo 08 Aug 2011, 15:01

Hallo Asterias,

Danke für deinen Beitrag! Ich will das hauptsächlich zum schnelleren Keimen & zum Schutz vor Pilzen die an den Samen haften verwenden. Die 12-24h Einwirkzeit hat mir der User der mir den Tipp mit dem Wasserstofperoxid verraten hat, gesagt. Ich werde demnächst damit anfangen, ich muss aber erst noch das Wasserstoffperoxid(3%) besorgen. Aatiram kenne ich nur vom Namen her, weiß aber das es verboten wurde...
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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  sensei66 am Di 09 Aug 2011, 01:35

Ich kann die Beobachtungen von Asterias bestätigen. H2O2 kann man durchaus als Flüssigbeizmittel verwenden. Im Gegensatz zu dem vielgepriesenen Aatiram (das ich selbst noch nie ausprobiert habe) und das selektiv (?) giftig gegen Pilze wirkt, ist H2O2 einfach nur ein Oxidationsmittel, das an der Oberfläche des Samens haftendes organisches Material zerstört. Also Pilze, Bakterien etc. Einen anschließenden Schutz vor Wiederinfektion gibt es nicht. Wenn also nach dem Beizen nicht sauber gearbeitet wird, ist eine erneute Pilzinfektion möglich. Demgegenüber haften Substanzen wie Aatiram am Samen und hemmen das Pilzwachstum längerfristig.
Als Alternative bietet sich auch Kaliumpermanganat an. Wirkt ebenso als Oxidationsmittel, hinterlässt keine juckenden weißen Flecken auf der Haut, sondern braune... Der bei dieser Variante entstehende Braunstein ist unlöslich, bleibt auf der Oberfäche des Samenkorns haften und stellt angeblich (ich habe dazu keine Quellen und auch keine eigenen Vergleichswerte) auch einen geringfügigen Schutz vor einer erneuten Infektion dar. Und es geht schneller (5 min)
Im Zusammenhang mit diesen Mitteln würde ich aber nicht von "Scarifizieren" reden. Das ist etwas anderes und dazu braucht es heftigere Leckereien wie Schwefelsäure.

ciao
Stefan
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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  Asterias am Mi 10 Aug 2011, 16:39

Kaliumpermanganat hat mich dazu geführt H2O2 zu testen. In den umliegenden Apotheken führen sie das nicht mehr ( oder wollen nicht ? ). Der Aufwand ist zu groß. Es muss Buch darüber geführt werden wie viel, an wen, wofür abgegeben wurde. Das scheint die meisten wohl abzuschrecken, es überhaupt noch anzubieten. Crying or Very sad
Es ist halt leider möglich, sich daraus eine Bombe zu basteln. Deshalb die Meldepflicht beim verkauf.
Sphinx beizt mit Kaliumpermanganat, eventuell kann er was dazu berichten.
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normales Fungizid aus dem Weinbau -

Beitrag  Gast am Mo 15 Aug 2011, 07:30

hab ich vor Jahren einige wenige Körner mit in die Samentüte - gut durchschütteln
und ausgesät
Pilze - Fremdwort.
Der Samen war aber auch gut trocken und manuell - "abgerubbelt"
Grus Manfred

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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  devilbuddy am Fr 19 Aug 2011, 23:30

Kaktus855 schrieb:Fungizid aus dem Weinbau [...]
Das ist aber sicher wieder etwas was nur an Landwirte bzw. Weinbauern abgegeben wird... Oder?


Wie ist es eig. mit dem H2O2 nach dem beizen. Samen trocknen lassen oder direkt so aufs Substrat?
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Fungizid - ich denke das der Name des Mittels zweitrangig ist -

Beitrag  Gast am Sa 20 Aug 2011, 06:52

es muß Pilze verhindert - es gibt auch Mittel frei erhältlich.

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Re: Beizen mit Aatiram oder alternativen Mitteln

Beitrag  davissi am Mi 04 Jan 2012, 20:58

Hallo zusammen,

da ich bei meiner letzten Aussaat (siehe "davissi's Aussaaten 2011 und 2012") Pilze am Saatgut auftraten, möchte ich das hier nochmal hochholen.

Ich habe ACM-Samen ca. 20h mit H2O2 gebeizt, dabei ist allerdings nichts gekeimt (außer ein Samenkorn dass sehr bald eingegangen ist).

Mein "Plan" für die nächste Aussaat sieht wie folgt aus (allerdings nur für "normalgroße" Samen):

Saatgut in ein Reagenzglas "füllen", dann das 3%-ige H202 bis das Saatgut "bedeckt" ist eingießen, kurz das Reagenzglas "schütteln" und eine Stunde "einwirken" lassen. Nach einer Stunde wird dann die Säure ausgegoßen, vorher wird allerdings ein Filterpapier o.ä. auf das Reagenzglas gelegt damit das Saatgut nicht verlustig geht... Dann wird das Saatgut im Reagenzglas mit Wasser aufgegoßen, dann kommt gleich wieder das Filterpapier drauf und das Wasser wird abgegoßen. Danach wird das Saatgut ausgesäet.

Was haltet ihr davon?
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