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Beitrag  Brauner Daumen am Di 13 März 2012, 10:43

Hallo liebe Pflanzenfreunde,

wie mein Benutzername vielleicht vermuten lässt, habe ich mich hier angemeldet weil ich dringend Hilfe brauche: Unser „Lebensbaum“ ist offensichtlich sehr krank.
Ich habe vor ziemlich genau 25 Jahren bei einem Umzug auf dem Kleiderschrank meiner damaligen neuen Freundin und heutigen Frau einen ca. 20 cm großen Kaktus gefunden, der scheinbar völlig ausgetrocknet war. Jedenfalls war er steinhart und dunkelbraun. Diesen Kaktus habe ich dann „reanimiert“, indem ich ihn sporadisch gegossen habe. Erstaunlicherweise hat diese Pflanze in den folgenden Jahren alle „Misshandlungen“, Umzüge, vermutlich sträflich falsche Umtopfungen usw. geduldig ertragen und ist trotz allem prächtig gediehen und bis auf eine Größe von 2,5 m angewachsen. Die letzten Jahre war er bei gleichem Standort und auch ansonsten unveränderten Bedingungen in Seramis in einen Tontopf eingepflanzt. Vor ca. zwei Jahren begann der Kaktus ohne ersichtlichen Grund das erste Mal zu schwächeln, was sich dadurch bemerkbar machte, dass seine „Arme“ irgendwie weich wurden und teilweise nach unten abknickten. Wir haben die abgeknickten Teile entfernt, das Seramis ausgetauscht und reichlich gedüngt, weil wir vermuteten, dass sich ein Schimmel oder ein Pilz breitgemacht hatte. Diese Maßnahme zeigte zwar vorübergehend Wirkung, aber seit ca. einem Jahr geht es nun wieder rapide abwärts. Der Kaktus, der im Moment wegen Renovierungsarbeiten ins Gästezimmer umziehen musste, kann nicht mehr stehen, lehnt lustlos und traurig in der Ecke, wie auf dem Foto zu sehen, und lässt sich komplett hängen. Es ist ein herzzerreißender Anblick!

Gibt es hier eine Spezialistin oder einen Spezialisten, die oder der helfen kann? Ist es möglich, dass nicht nur das Seramis „verseucht“ war, sondern auch der Tontopf? Besteht noch Hoffnung? Ich fürchte, es eilt!

Für geeignete Therapievorschläge wäre ich wirklich sehr dankbar, denn irgendwie verknüpfen meine Frau und ich unsere Beziehung gedanklich mit dieser Pflanze, auch wenn uns natürlich beiden klar ist, dass so etwas eigentlich Quatsch ist. Aber der Mensch ist eben nicht immer rational, zum Glück!

Viele Grüße vom Braunen Daumen und schon mal danke für Eure Hilfe!

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Beitrag  DieterR am Di 13 März 2012, 12:25

Eine total vergeilte Euphorbia trigona.

Steht höchstwahrscheinlich zu dunkel und wird dann auch möglicherweise noch im Winter gegossen.

Eigentlich hilft da nur radikal kürzen und besser pflegen.

Aufpassen, der Milchsaft ist giftig. Daher Gummi-Handschuhe oder alte Arbeitshandschuhe, die dann entsorgt werden können,
anziehen.

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Beitrag  Shamrock am Di 13 März 2012, 12:27

Hmh, sieht nicht gut aus. Aber mal der Reihe nach: Es ist eine Euphorbia und kein Kaktus. Vielleicht lehnt sie ja auch deshalb so lustlos in der Ecke rum, weil ihr sie immer falsch angesprochen habt? Oder sie leidet unter Burn Out - ist ja momentan sehr modern. Wink

Okay, nun mal im Ernst: Ich kann nachvollziehen, dass diese Euphorbia gewissermassen ein Symbol für euere Beziehung ist. Auf jeden Fall macht es Sinn, Triebstücke von ihr (der Euphorbia, nicht von euerer Beziehung!) zu Bewurzeln. So habt ihr zumindest die Gene der Pflanze noch lange lebend unter euch. Die Bewurzeln wirklich einfach nur sollte man mit dem austretenden Milchsaft sehr vorsichtig sein. Bitte nicht ins Auge schmieren oder Ähnliches!

Ansonsten vermute ich mal, dass euere Euphorbia und chronischen Lichtmangel leidet. Dafür sprechen eben diese langen, dünnen und instabilen Triebe. Das Zeug wächst zwar auch bei genügend Licht unglaublich schnell aber verholzt dafür an der Basis. Die Basis wird dann nicht mehr zur Photosynthese benötigt sondern als stabilisierendes Element gebraucht. Auf deinem Foto ist diese wichtige Verholzung aber nur ansatzweise erkennbar.

Waren die besagten weichen Triebe richtig weich/matschig? Dies wäre ein extrem schlechtes Zeichen. Wenn du mal so einen Trieb entfernst, dann guck ihn dir mal von innen an. Gesundes, grünes Gewebe = gut. Braun, verfärbt und muffelig = schlecht! Auch bei der empfohlenen Bewurzelung nur wirklich gesunde Triebe ohne Verfärbungen verwenden.

Ansonsten würde ich so aus der Ferne mal keinen Infekt/keine Krankheit vermuten (was aber natürlich nicht auszuschließen ist). Also stützen, mal richtig durchdringend Gießen (und nicht nur tröpfchenweise) und an einen richtig hellen Ort stellen. Im Sommer sogar gerne raus in die Prallsonne (anfangs erstmal leicht schatieren sonst gibt´s noch einen bösen Sonnenbrand).

Ansonsten Toi! Toi! Toi! und viel Erfolg! Sowohl mit der Euphorbia wie auch mit euerer Beziehung.

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Beitrag  Brauner Daumen am Di 13 März 2012, 14:01

Wow, das ging aber schnell! Vielen Dank @DieterR und @Shamrock!

Beim Lesen der Antwort von DieterR bin ich zunächst errötet und habe gedacht: „Wie, vergeilt? Unser Lebensbaum? Ich muss doch sehr bitten!“ Aber dann habe ich mal nachgelesen, ist ja ein vielschichtiger Begriff… Im Winter haben wir natürlich nur mit Glühwein gegossen - so blöd sind wir ja auch wieder nicht!

@Shamrock: Also Burn Out stünde ja in einem gewissen Widerspruch zum vermuteten Lichtmangel. Es dürfte also an der falschen Ansprache liegen, zumindest auch, und das werden wir natürlich ab sofort besser machen.

Im Ernst: Die Euphorbia steht seit acht Jahren auf einer Galerie in einer Ecke, in der Nähe von zwei Dachfenstern, die die Umgebung zwar hell machen, die aber keine direkte Sonneneinstrahlung zulassen. Zu Beginn ist sie stark gewachsen, was wir für ein gutes Zeichen hielten. Aber wie ich ja inzwischen gelernt habe, kann das ja auch bei Pflanzen ein Symptom der Vergeilung sein. Außerdem ist der Wurzelstock im Vergleich zur Gesamtgröße wirklich ziemlich mickrig. Das würde ja auch passen. Eventuell hat ihr der letzte, eher bescheidene Sommer den Rest gegeben, während es sich die Jahre zuvor lichtmäßig gerade noch irgendwie ausgegangen ist.

Wir würden unseren Lebensbaum nach der Renovierung gerne wieder dort oben hinstellen (rein optisch der ideale Platz, zumindest nach der geplanten Reha wieder - hoffentlich), sind aber natürlich gerne bereit weder Kosten noch Mühen zu scheuen, um ihm sein Leben erträglicher zu machen. Deshalb folgende Fragen eines Laien:

- Würde dem Kaktus, äh der Euphorbia eine spezielle Metalldampflampe mit Zeitschaltuhr helfen?

- Kann sie in dem Seramis und dem Tontopf bleiben?

- Zum Thema Genaufbewahrung: Es scheint ja wirklich nichts zu geben, was nicht auch bei Pflanzen in Frage käme! Wie „bewurzele“ ich denn für den Fall der Fälle richtig? Muss das Zeug dann in flüssigen Stickstoff?

- Müssen wir sie wirklich kurz schneiden, eventuell sogar wieder auf 20 cm? Und wenn ja, wirkt sich das dann auch auf unsere Beziehung entsprechend aus, mit allen Vor- und Nachteilen? Oder sollen wir es mit Stützen/Stehhilfen versuchen (da müsste man wahrscheinlich eine Art Käfig bauen, mit einem Stock oder einer Tablette wäre es wahrscheinlich nicht getan)?

- Sollen wir jetzt düngen?

Ich weiß, Fragen über Fragen, und noch dazu wahrscheinlich ziemlich blöde…

Ich hoffe trotzdem nochmal auf Eure Hilfe. Besten Dank im Voraus!

Viele Grüße
Brauner Daumen

PS: Dass meine Gnädigste nicht nur eine stachelige, sondern auch noch eine giftige Pflanze auf ihrem Schrank hatte, erklärt für mich rückblickend jedenfalls so einiges!
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Beitrag  kaktussnake am Di 13 März 2012, 14:40

ein lampe mit für pflanzen"sichtbarem licht" hilft pflanzen in dunklen ecken immer.

da die pflanze allerdings sehr unkonvertionell gewachsen ist, ihr eigenes gewicht kaum tragen kann solltet ihr die "runderneuern"

dazu ein ca schönes, 20cm langes stück abschneiden und neu bewurzeln. da es sich aber um eine euphorbie handelt, bin ich nicht sicher wie das genau gemacht wird, weil die "bluten" ja - die milch ist auch giftig!

so einen neuen baum - gezogen aus dem alten, kann man dann mit genügend (kunst)licht in eine vernünftige form bringen.

wie - das sagen euch hoffentich die euphorbia-experten

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Beitrag  Kakteenfreund67 am Di 13 März 2012, 16:45

Hallo,
die Pflanze muß gerettet ... erneuert ... werden!
Und das geht kaum einfacher als bei der Art!
Könnte jetzt eine lange Anleitung schreiben, aber dafür gibt's eine Seite ... genauer kann man's eh nicht erklären!
Schaut mal HIER rein und da unter "Die Kultivierung / Stecklinge, Rettung faulender Pflanzen"!
Hab mir selbst aus 20cm Stecklingen einen, inzwischen auch schon fast wieder 2m großen, "Strauch" gezogen!

Und noch einen Tip! Für die neuen "Pflänzchen" würde ich kein Seramis nehmen! Das Zeug hält für eine Sukkulente zu lange Feuchtigkeit. Nehmt Kakteenerde, am besten eine gute torffreie, und mischt die mit mineralischen Bestandteilen: Blähtonbruch, Lavagranulat, Quarzkies o.ä. Ausserdem wenig gießen - das Substrat immer gut austrocknen lassen - erst dann wieder!

Gruß
Jürgen
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Beitrag  migo am Di 13 März 2012, 17:42

Hallo,

wenn ihr Stücke abschneidet, wird auf jeden Fall weißer Milchsaft austreten - wie hier ja schon gesagt.

Ich hänge oder stelle das abgeschnittene Stück dann immer mit der Schnittstelle nach oben in die Fensterbank und warte so zwei, drei Tage bis zum Eintopfen. In dieser Zeit ist die Schnittstelle auf jeden Fall gut abgetrocknet.

Die Schnittstelle am verwurzelten Stück hört normalerweise schon nach kurzer Zeit auch von selbst auf zu bluten, aber ich mache doch immer eine Art Pflaster aus einem Stückchen Küchenrolle drauf. Kann ja sein, dass ich mich damit eher selbst beruhige Rolling Eyes , aber ich meine doch, dass es dann eher abtrocknet.
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Beitrag  davissi am Di 13 März 2012, 17:48

Hallo,

schau mal hier:
http://euphorbia.de/
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Beitrag  Shamrock am Di 13 März 2012, 20:45

Brauner Daumen schrieb:
- Müssen wir sie wirklich kurz schneiden, eventuell sogar wieder auf 20 cm? Und wenn ja, wirkt sich das dann auch auf unsere Beziehung entsprechend aus, mit allen Vor- und Nachteilen? Oder sollen wir es mit Stützen/Stehhilfen versuchen (da müsste man wahrscheinlich eine Art Käfig bauen, mit einem Stock oder einer Tablette wäre es wahrscheinlich nicht getan)?
Rollator! Den Topf vorne in den Korb und an den Griffen festknoten, damit sie nicht umfällt. Böse Zungen behaupten übrigens, dass dies in manchen Altersheimen ähnlich mit Rentnern gehandhabt wird.

Ansonsten rate ich vom flüssigen Stickstoff ab. Dies würde zu bösen Unterkühlungen führen, welche für das optische Gesamterscheinungsbild euerer symbolträchtigen Pflanze auch nicht gerade fördlich sind.
Und stimmt, Burn Out steht nicht so richtig im Kontext zu Lichtmangel. Da war ich wohl leicht unkonzentriert. Sorry!

Ähem, ansonsten wurde ja alle deine Fragen beantwortet, oder? Sollte für dich noch irgendetwas offen geblieben sein, dann immer her damit. Wir helfen doch stets gerne!

Ich würde lediglich die Schnittstücke NICHT mit der Schnittstelle nach oben zum Trocknen aufhängen. Schließlich sollen ja da UNTEN irgendwann die Wurzeln rauskommen und auch Pflanzen wissen was Schwerkraft bedeutet.
Keine Sorge, diese Euphorbia bewurzelt wirklich ganz einfach. Im Zweifelsfall reicht es auch vollkommen die Stecklinge, nach ein paar Tage trocknen lassen, ins fertige Substrat zu stecken. Der Rest gibt sich von alleine (Selbsterhaltungstrieb und günstige Hormonverteilung machen es möglich). Das ist kein Hexenwerk.

Viele Grüße (auch an die Gnädigste) sowie viel Erfolg - Shamrock (aka Matthias)

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Beitrag  Brauner Daumen am Mi 14 März 2012, 12:25

Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für die vielen guten Ratschläge!

Die mehrfach empfohlene Seite euphorbia.de habe ich inzwischen aufmerksam studiert, insbesondere habe ich auch die Hinweise zur „Giftigkeit des Milchsaftes“ und den Abschnitt „Ein Unfall mit Euphorbiensaft“ gelesen. Es scheint sich ja um wahres Höllengewächs zu handeln. Sie ist angeblich höchst gefährlich! Falls ein Kind was von dem Saft abbekommt, soll man sofort den Notruf anrufen! Es ist sogar die Telefonnummer angegeben (112)! Wenn man Kinder hat, ist es vielleicht sowieso die falsche Pflanze! Was mache ich jetzt? Kann jemand zwei Söhne brauchen? Bei Erwachsenen sind typische Beschwerden starke, brennende Schmerzen an Schleimhäuten oder empfindlichen Körperstellen, wie Lippen, Nase und - man beachte - Intimbereich!!! Was machen die Leute eigentlich so alles mit ihren Pflanzen?

Also ich kann uns jedenfalls nur gratulieren, da haben wir uns ja einen feinen Lebensbaum ausgesucht. Ich frage mich schon die ganze Zeit, wer die größere Schuld trägt, meine Frau, weil sie das Ding mit in unsere Beziehung gebracht hat, oder ich, weil ich das Teufelsding damals ins Leben zurückgeholt habe. Aber es hilft alles nichts, nun ist die Lage nun mal so wie sie ist und die Pflanze muss gerettet werden, wie @Kakteenfreund67/Jürgen so treffend festgestellt hat.

Ein Glück, dass ich meine ABC-Schutzausrüstung damals nicht weggeworfen habe, denn damit habe ich mich inzwischen heldenartig getraut, eine nähere Untersuchung der Pflanze vorzunehmen. Ergebnis: Verfault ist/war sie nicht, an keiner einzigen Stelle irgendeines Arms…

Nein, im Ernst, ich habe einen herunterhängenden Arm abgeschnitten und diesen untersucht. Er war vollkommen „frisch“, jedenfalls keineswegs braun/verfault. Ich habe eher den Eindruck, die Pflanze hat insgesamt viel zu viel Wasser aufgenommen. Die weiße Soße spritzte geradezu heraus. Wahrscheinlich haben wir die Sukkulente total übergossen, als sie begann, schlechter auszusehen. Ich werde das abgeschnittene Stück der Euphorbia trigona bewurzeln, damit es mein erster Steckling werden kann (das Vokabular habe ich so langsam voll drauf, oder?).

Auf jeden Fall werde ich nun vorsichtshalber mehrgleisig fahren. Ich werde versuchen einige Stecklinge zu bewurzeln, wie auf euphorbia.de beschrieben. Parallel dazu werde ich die Mutterpflanze etwas stutzen und ihr dann eine „Floralumen-F“ spendieren. Mal sehen ob das was bringt. Das mit dem Stutzen wird leider sein müssen, weil die von @Shamrock/Matthias vorgeschlagene Nummer mit dem Rollator wohl nicht funktionieren wird. Die Arme der Pflanze sind zwar relativ weich, aber ich bin schon bei dem Versuch gescheitert, einen dieser weichen Arme probeweise um den Arm meiner Frau zu knoten. Also wird das mit dem Festknoten an den Griffen des Rollators erst Recht nicht funktionieren.

Wenn ich es nicht vergesse, werde ich zu gegebener Zeit an dieser Stelle von meinen hoffentlich großartigen Erfolgen berichten. Falls das Ding eingeht und wir uns scheiden lassen, werde ich es Euch natürlich ebenfalls wissen lassen.

Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich für alle Kommentare und melde mich erst mal ab. Ich habe ja jetzt zu tun.

Hoffnungsvolle Grüße
Brauner Daumen

PS: Ach ja, bei Interesse an meinen Jungs, bitte eine PN senden, falls es sowas hier gibt. Danke!

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