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Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

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Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Travelbear am Mo 18 Jan 2010, 13:07

Hallo zusammen,
ich hab zur Zeit ein gewisses Problem mit meinen D. horstiis. Seit ca. 2 bis drei Monaten beobachte ich, daß mir so alle 2 bis 3 Wochen ein Sämling eingeht. Es sieht eigentlich alles immer ganz ok aus. Die Pflänzchen machen alle einen gesunden Eindruck. Aber dann ist plötzlich, fast von einem Tag auf den anderen ist eines völlig verschrumpelt und ausgetrocknet. Die Pflanze wird dabei weder matschig noch glasig noch zeigt sie sonst eine pathogene Veränderung. Auf dem vertrockneten Körper ist unter einer Lupe auch nichts außergewöhnliches zu sehen (keine Pilzfruckkörper etc). Mich würde schon mal interessieren, was für ein Pilz das ist, der die Aussaatschale belastet. Weiß da jemand Bescheid?
Eine Pflanze ist mal etwas weicher geworden, was aber auf den starken Dehyrdierungszustand zurückzuführen war. Bei einem Querschnitt zeigten sich in den Leitbündeln keine ungesunden Veränderungen, so daß dies mir auch nicht weiterhelfen konnte.

Gruß Peter
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Egger am Mo 18 Jan 2010, 18:08

Hallo Peter,

Leider kenne ich mich in Pilzkrankheiten nicht aus und kann Dir da auch nicht weiterhelfen.
Wenn ich das Problem hätte dann würde ich das Substrat mit mykorrhiza impfen. Wenn der gute Pilz mal drin ist lässt er keine anderen mehr zu.
Das war halt mein erster Gedanke der mir da durch den Kopf ging. Mich würde mal interessieren ob der Horstii überhaupt kein Humus verträgt oder ob ich wenn ich sie mal pikiere auch ein wenig Humus mit beimischen könnte.

Aber genau das gleiche habe ich mal bei einer Ariocarpen Aussaat gehabt. Nach und nach sind die Sämlinge einfach eingeschrumpelt und eingegangen. Auch wie bei Dir kein Matschiges oder sonstwas zu finden.
Ich habe nurmal etwas von einem Trockenpilz gehört.
Ob es der sein kann ?

viele Grüße Egger!
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Travelbear am Mo 18 Jan 2010, 18:28

Hallo Egger,

das mit dem Animpfen kam mir auch schon in den Sinn, aber dazu muß im Substrat etwas da sein, was den Pilz wachsen läßt. Da dies aber nicht der Fall ist, bringt das nichts, da er sofort eingehen würde. Ein Fütterungsmittel ist gerade für mich schwierig zu beschaffen....

Was Du meinst ist die Trockefäule, bei der Kartoffel wird sie durch Phytophora-Stämme hervorgerufen. Bei anderen Pflanzen sie es andere Pilzgattungen. Die Mittel die es dagegen gibt wirken sehr spezifisch. Ich hatte einmal Aliette bei einer anderen, ähnlichen Angelegenheit ausgetrage. Der Erfolg war aber eher bescheiden.

Danke aber trotzdem!

Gruß Peter
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Gast am Mo 18 Jan 2010, 19:13

Hi Peter und alle Infiziertenn
Ist ein heikeles Thema,da viele der Stoffe nicht mehr zulässing sind und auch SCHWER zu bekommen sind .
Würde da mal abwarten was die Zukumpft bringt.
Es ist dann für alle besser auch im Forumwesen ::
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Travelbear am Di 19 Jan 2010, 00:25

Ctenoides schrieb:.....Würde da mal abwarten was die Zukunft bringt.
Es ist dann für alle besser auch im Forumwesen ::

...nur hab ich dann wahrscheinlich keine Pflanzen mehr, wenn das so weitergeht. Das kann es natürlich auch nicht sein!!! Mad Mad Mad

Und das letzte habe ich nicht so richtig verstanden, was Du damit meinst.... scratch

Gruß Peter
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Gast am Di 19 Jan 2010, 09:33

Hallo Peter,

da ich hier auch nur Vermutungen anstellen kann, bezüglich einer Infektion deiner Sämlinge. So würde ich es erst einmal mit Chinosol versuchen. Dies bekommst du ja in allen Apotheken in Tablettenfrom zu kaufen. Hiervon nimmst Du eine halbe Tablette, löst diese ineinen 1/2 Liter handwarmen Wasser auf, und besprühst die Sämlinge solange damit, bis das Substrat auch gut durchfeuchtet ist. Probiere es aber erst einmal aus, villt nur an einer Schale danach kannst Du nur warten und hoffen.

Sonst kannst Du das ganze villt auch noch einmal mit dem guten Altem Beizmittel Aatiram versuchen, nur ob dies wirlich Erfolge bringt kann ich Dir nicht Vorhersage!

PS: wenn es sich bei Dir um einen Pilz handelt so ist er damit sicher weg!

Eine frage noch, die Wurzelwerke der kleinen sind dabei aber völlig ok? (Nemathoden?!!)

Gruss Olaf
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Travelbear am Di 19 Jan 2010, 11:10

Hallo Olaf,

danke für Deinen Tip! Daß ich Nematoden bei den Kleinen habe halte ich für äußerst unwahrscheinlich, denn woher sollen die kommen. Das Substrat ist selbst gemischt und zweimal für mind 30 min auf 250° erhitzt. Auch hatte ich noch nie Nematoden in meiner Sammlung. Das Wurzelwerk der augenscheinlich gesunden Pflanzen scheint ok, denn wenn sie etwas Wasser bekommen, dann kommen sie sich innerhalb von 24 h alle aus dem Boden heraus. Das war auch bei den Pflanzen so, die im Laufe der Zeit eingegangen ist. Der Tod tritt übrigens recht unspezifisch ein. Nicht etwa wenn frisch gegossen wurde. Eher, wenn das Substrat wieder am Abtrocknen ist. Der letzte Sämling der eingegangen ist, stand ca. 3 Wochen trocken, sah aber auch nicht dehydriert aus, bevor er das zeitliche gesegnet hatte.
Mit Aatriram hab ich übrigens auch schon die Erfahrung gemacht, daß es gegen den einen oder anderen Pilz wirkungslos ist. Ich hab durchaus schon einige Samenkörner gehabt, die sahen rosa vom Aatriram aus, und darauf hatte ein Pilz sich niedergelassen und seine Fruchtkörper ausgebildet. Auch bei Chinosol bis 2g/l hatte ich schon eine fröhliche Verbreitung eines Pilzes beobachtet. Chinosol hat eine gute Keimhemmung für Pilzsporen, wenn er aber dann gekeimt ist. scheint es wirkungslos zu sein.
Sollange ich keinen Hinweis habe, wer der Schädling sein könnte macht der Einsatz von Fungizid wenig Sinn, oder ich müßte einen Vielfachmix gegen alles denkbare einsetzten.
Ich habe mir überlegt, daß meine nächste Aktion das Animpfen mit Mykorrhiza ist. Die Pilze gekämpfen auch Kongurrenzpilze jedlicher Art. Nur dazu darf ich dann natürlich den Boden nicht mit Fungizid vollpumpen. Ich muß mir aber erst noch ein Fütterungsmittel für den Myk-Pilz kaufen, damit der eine Lebensgrundlage hat. in rein meinem rein mineralischen Substrat würde er sich nicht lange halten.

Danke Olaf für Deinen Beitrag!
Da das Problem ja noch nicht gelöst ist, bin ich weiterhin offenen Ohres.

Gruß Peter
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Re: Wer kennt sich in Pilzkrankheiten gut aus?

Beitrag  Gast am Di 19 Jan 2010, 20:29

Hallo Peter,

Na das liest sich ja doch auch erst einmal gut, das Du keine Nematoden hast bzw. hattest.
Zu diesem Pilz den Du dir da holen willst, :study: bei Haage gibt es eine Art Beize // seedpro fluid FBZ24 (R) // wo auch solche (Schutz-Pilze ) enthalten sind, nur ob die dir wirklich helfen können weiß ich nicht!
Ich habe was das angeht, bedingt aus mangelnder Gelegenheit, nie solche Mittel einsetzten müssen.
Da bei mir alle Pflanzen ohne Ausnahmen behandelt werden, außer bei den höheren Überwinterungstemperaturen für die Melocacteen & Uebelmannis bekommen alles das gleiche Futter und die selben Stärkungsmittel.
Mehr mache ich auch bei meiner Aussaat nicht.

PS: Für mich sind weder Nematoden, Thrips o.ä. Schädlinge fremd, nur habe ich so was einfach nicht in meinem Bestand....warum auch immer.
Bei mir fallen schon eher ganze Aussaaten aus, weil ich nicht daheim bin zum lüften o.ä.
So sind mir letztes Jahr gute 3/4 meiner Jahresaussaat verbrannt Twisted Evil .

Gruss Olaf
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