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Moos im Aussaatbehälter

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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  CO2 am Mo 02 März 2020, 19:46

Liebe Kakteenfreunde,

bezüglich Moos hätte ich auch einmal eine Frage bzw. Bitte um Einschätzung.

Aber zunächst etwas Gebrabbel von mir:

A) Für epiphytische Kakteen habe ich nicht so ein Händchen. Vor kurzer Zeit habe ich diese in Orchideenerde gepflanzt und sie oben mit Terrarien-Moos abgedeckt mit gutem Erfolg (d. h. sie sehen nicht mehr aus wie kurz vor dem Abnippeln).

B) Gelegentlich säe ich auch aus. Ich bediene mich aber keiner Hilfsmittel. Insbesondere letzten Sommer hatte ich ein Problem mit der Feuchtigkeit: die Töpfchen trockneten zu schnell wieder aus. Zudem keimten eigentlich nur solche Samen, die völlig im Schatten standen.

=> Ich habe daher vor, für die kommende Aussaat die Töpfchen mit dem Terrarien-Moos abzudecken und die Samen einfach in das Moos fallen zu lassen. Dadurch bleiben sie feuchter, und gekeimt sind sie ja vorher im Schatten auch.

Jetzt die Frage:

Hat damit jemand von euch Erfahrung?

Da das Moos auch für die Eiablage der Tiere geeignet ist, nehme ich an, dass es für Pflanzen auch nicht schädlich ist.

Viele Grüße,
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  TobyasQ am Di 03 März 2020, 15:39

Hallo Jens,
solange die Aussaatbox verschlossen ist, könnte das funktionieren. Aber das feuchte Moos finden Trauermücken äußerst anziehend und Sämlinge sind ein willkommenes Futter für die Larven.
Da hilft auch Kieselgur im Substrat nix.
Probier es mal mit Vermiculite im Substrat, das hält die Feuchtigkeit länger. Das kann man auch pur für Aussaaten nehmen oder Epiphyten-Stecklinge darin bewurzeln, weil es meinem Eindruck nach die Verdunstung verzögert. Ich habe es auch meinem Substrat beigemischt, entsprechend musste ich mein Gießverhalten anpassen; aber es hilft viel bei längerer Abwesenheit.

Du solltest Dich nicht von einem Versuch abhalten lassen. Ich würde es aber nicht mit so wertvollem Saatgut probieren. Wink

Edit:
Du meinst Sphagnummoos. Das trocknet schnell aus wenn es keinen steten Kontakt mit Wasser hat, also nur auf Oberflächen liegt und nimmt nur langsam wieder Wasser auf. Einen Ziegel weicht man mindestens über Nacht ein, damit er verwendbar wird.
Darum enttorft man ja schließlich auch Bau- und Gartenmarkt-Kakteen.

_________________
Viele Grüße
Thomas


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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  Dietmar am Di 03 März 2020, 17:47

Hallo Jens,

ich bin immer froh, wenn kein Moos in den Aussaatschalen wächst. Je mehr organisches Material in Verbindung mit Feuchtigkeit vorliegt, desto größer ist die Gefahr, dass die Sämlinge von Pilzen dahingerafft werden. Eigentlich möchtest Du ja nur verhindern, dass das Substrat zu schnell austrocknet. Das ist auch schlecht für die Keimung. Zimmergewächshäuser sind für die Anzucht gut geeignet. Das Wasser verdunstet darin extrem langsam. Moos, etc. bildet sich darin nach einiger Zeit meist von selbst. Deshalb sterilisiere ich das Substrat in der Mikrowelle. Dann gibt es bei entsprechender Abdeckung auch keine Probleme mit Trauermücken.

Gruß

Dietmar
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  Litho am Di 03 März 2020, 18:13

Dietmar,

kannst Du uns die Mikrowellenbehandlung näher erläutern? Also Watt, Dauer und Stufe. Und wieviel Substrat Du jeweils bestrahlst!!
Danke im voraus!
Litho
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  CO2 am Di 03 März 2020, 21:12

Lieber Thomas, lieber Dietmar

vielen Dank für eure Einschätzungen! An etwaige Schädlinge hatte ich nicht gedacht. Da ich bisher sehr luftig Samen zog, hatte ich mit Pilzen keine Probleme. Ich sollte aber meine archaische Methode mit einem Zimmergewächshaus aufpeppen Wink (Meine bisherige "Methode" entspringt einer verqueren Vorstellung von Natürlichkeit).
Ich denke, ich werde bei ein oder zwei Töpfchen das Moos ausprobieren und es ansonsten sein lassen. Vermiculite werde ich auch ausprobieren.

Falls die Aussaat mit dem Moos etwas Positives bringt, werde ich es hier erwähnen (und das Scheitern in Scham verschweigen).

Die Moosart kenne ich übrigens nicht, denn sie ist nicht auf der Packung angegeben.

@Litho
Letzten Frühling sind in gekaufter Blumenerde, die ich als Beimischung verwendete, kleine Würmchen gewachsen und haben mir meine Semperviven zerfressen; Mücken hatten da ebenfalls ihre Eier drin. Ich habe daraufhin die Erde in einem Sieb über einem Kochtopf ca. 15 Minuten gedämpft. Das hat gereicht, um die Tiere zu töten; ist aber sicher nicht die eleganteste Lösung.

Viele Grüße,
Jens
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  Litho am Di 03 März 2020, 21:27

Danke, Jens. Nun warten wir noch auf Diemars Tipps.
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  oldieh am Mi 04 März 2020, 10:41

Hallo Jens, warum muss man sich für's Scheitern schämen?
Ist halt eine Erfahrung. Und selbst wenn es mit dem Moos nicht funktioniert, solltes Du davon berichten.
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  Dietmar am Mi 04 März 2020, 11:18

Litho schrieb:Dietmar,

kannst Du uns die Mikrowellenbehandlung näher erläutern? Also Watt, Dauer und Stufe. Und wieviel Substrat Du jeweils bestrahlst!!
Danke im voraus!

Hallo Mike,

ich fülle das feuchte Substrat in eine Schale (Durchmesser 22 cm, Höhe ca. 12 cm) und und stelle die Mikrowelle für 10 Minuten auf die höchste Stufe. Die Leistung kenne ich leider nicht, aber das Substrat muß komplett durchgeheizt werden. Anschließend fülle ich das Substrat in das Zimmergewächshaus (ggf. etwas abkühlen lassen, damit der Kunststoff sich nicht verzieht). Das Substrat tränke ich danach mit abgekochtem Regenwasser. Das ganze muß nun unbedingt abkühlen, bevor die Samen ausgebracht werden, schließlich wollen wir diese nicht mit sterilisieren. Zum Schluß übersprühe ich die Samen nochmal kräftig mit kaltem, abgekochtem Regenwasser, um für einen guten Kontakt mit dem Substrat zu sorgen. Größere Opuntiensamen drückt man besser mit einer Pinzette leicht in die Erde.

Gruß

Dietmar
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  Litho am Mi 04 März 2020, 18:51

Vielen Dank, Dietmar! So werde ich es auch machen.
Dank auch an Jens.
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Moos im Aussaatbehälter - Seite 3 Empty Re: Moos im Aussaatbehälter

Beitrag  CO2 am Mi 04 März 2020, 23:25

oldieh schrieb:Hallo Jens, warum muss man sich für's Scheitern schämen?
Ist halt eine Erfahrung. Und selbst wenn es mit dem Moos nicht funktioniert, solltes Du davon berichten.

Lieber Eberhard,

die Sache mit der Scham war auch nicht ganz ernst gemeint. Ich bin schon so oft gescheitert, würde ich mich da immer schämen, hätte ich keine Zeit mehr für andere Gefühle Laughing

Ich werde daher berichten.

Viele Grüße,
Jens
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