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Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

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Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  espina am Di 24 Jul 2012, 10:04

... hab ich ausprobiert und für gut befunden.

Dieses Frühjahr hatte ich erstmalig Wollläuse, ganz ganz viele und ich habe sie auch erst sehr spät entdeckt. Besonders 2 kleine Astrophytum ornatum sahen ganz gruselig aus. Da ich kein Freund der chemischen Keule bin, und das abbürsten der Pflänzchen nicht wirklich half, habe ich Urgesteinsmehl auf die Kolonie gepulvert - ne dicke fette Schicht. Weil meine Pflanzen, sobald es die Temperaturen zulassen, draussen stehen und auch ordentlich Regen abbekommen, habe ich das Gesteinsmehl dem Regen & Wind überlassen. Dabei sollte man evt. bedenken, dass Gesteinsmehle häufig alkalisch sind; das meinige hat einen pH-Wert von ca. 8,5. Inzwischen sind wohl etwas mehr als 2 Monate vergangen. Die Wollläuse sind längs passé und die hässlichen besorgniserregenden schwarzen Flecken auf der Epidermis sind nur noch marginal vorhanden. Ich bin es zufrieden, vielleicht ist es ja ein Tipp für den ein oder anderen unter Euch.

nachlesen kann man u.a. hier:
http://www.bio-gaertner.de/pflanzenkrankheiten/Blattlaeuse
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  kaktusgerd am Di 24 Jul 2012, 10:53

Hallo Andrea,
das ist aber m.E. ganz normal, dass Kakteen im Freien kaum oder gar nicht von Schädlingen befallen werden. Außer Schnecken - die aber ja nicht als Kakteenschädlinge anzusehen sind - macht sich niemand
an meinen Freilandpflanzen "zu schaffen", nicht mal Läuse! (und das schon über Jahre hinweg).
Ich glaube deshalb auch nicht, dass das Gesteinsmehl deine Wollläuse vertrieben hat, sondern eher das wechselhafte Wetter. Diese niedlichen kleinen weißen Plagegeister "arbeiten" lieber im Schutze von Gewächshaus oder sonstigen trockenen Räumen. Von Freilandaufenthalten sind sie nicht so angetan.

Gruß
Gerd
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  espina am Di 24 Jul 2012, 11:34

Hallo Gerd,

ich denke auch, dass Kakteen, die im Freien stehen weniger von Viehchern heimgesucht werden. Allerdings bin ich (noch) nicht der Meinung, dass ausschließlich die "frische Luft" dafür sorgt, dass sie verschwinden. Ich finde immer noch einige "Nachzügler" auf Pflanzen, auf denen vorher nichts zu erkennen war. Deshalb denke ich, dass die Steinmehlbestäubung sehr wohl geholfen hat den Drecksviehchern einen qualvollen Erstickungstod zu bereiten (das ist ein Witz!), denn da wo Steinmehl war, sind keine Läuse mehr. Da ich vorher ja noch nie Läuse hatte, ist mein Beitrag bestimmt nicht als empirische Studien zu verstehen, sondern als Überlegung für denjenigen, der gern mal ein "Biomittel" ausprobieren möchte.
Ich gehe mal davon aus, dass Du über einen Garten verfügst und damit Deinen dornigen Gesellen ganz bestimmt deutlich bessere Verhältnisse bieten kannst, als ich mit meinem kleinen Balkon. Gesündere Pflanzen haben meist weniger mit "Schädlingen" zu kämpfen.
In diesem Sinne: jedem Tierchen sein Plaisierchen und den Wollläusen eine schöne Wiese weit weg von unseren Kakteen!
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  Prof.Muthandi am Di 24 Jul 2012, 12:00

ich habe mit Steinmehl auch schon mit Erfolg gegen verschiedene Arten von Läusen gekämpft.
- Spinnmilben ersticken übrigens auch dabei Twisted Evil
Allerdings lachen sich die Tiere im Substrat eins und "arbeiten" im Substrat und an unzugänglichen Stellen munter weiter...
Daher sollte man besser diese Methode mit einem (natürlichen) systemischen Mittel (z.B. Neem) kombinieren.
Es gibt bereits kleine Gerätchen mit denen man das Steinmehl einfach über den Pflanzen verstäuben kann.
Sieht bei Kakteen nebenbei bemerkt schön wüstenmässig/standortgerecht aus wenn sie ab und an mit Gesteinsmehl überhaucht sind Cool

Gruss
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  espina am Di 24 Jul 2012, 13:42

aaah, das mit dem Neem merk ich mir!
Da ich umgetopft hatte, waren die Tierchen dann wohl nicht mehr im Substrat, doch wer weiss...

Danke für den guten Tipp, my dearest Professor!
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  kaktusgerd am Di 24 Jul 2012, 19:19

Hallo Andrea,
deine Bekämpfungsmethode in Ehren, aber die funktioniert wohl nur, wenn der Befall gering und an die Plagegeister gut heranzukommen ist.
Ich stelle mir Wollläuse an dichtbedornten Kakteen vor , wie z.B. Sclerocacteen, Echinocacteen, Mamillarien u.u.u.
Da läßt sich deine Methode wohl kaum anwenden, denn wie will man an die in den Axillen einer Mamillarie versteckten Tierchen herankommen und sie ersticken. Ein Ding der Unmöglichkeit!
Genauso schwierig beim Befall von hakenbedornten Sclerocacteen zum Beispiel. Da hat man schon Probleme mit einem Holzstäbchen bis an die Epidermis zu gelangen und dann auch noch gezielt Wollläuse mit Gesteinsmehl einpudern? Halt ich auch für ausgeschlossen, das darausetwas wird!
Wie gesagt, bei kleinem Befall mag deine Methode zwar greifen, aber einem Befall größeren Ausmasses kann wohl nur mit anderen Mitteln begegnet werden.

Gruß
Gerd

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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  espina am Mi 25 Jul 2012, 10:53

Lieber Gerd,
bezüglich dieses Themas werden wir zwei wohl keinen Konsens erreichen... und das ist ja eigentlich auch ganz gut so, denn so hat jeder der diesen Beitrag lesen mag, die Möglichkeit sich seine eigenen Gedanken zu machen.

Ich denke schon, dass man mit Gesteinsmehl, das ca. die Korngröße von Schluff hat, recht viele Stellen erreichen kann. Doch wird man , wie Du bereits sagtes, wohl bei sehr dicht bedornten Arten evt. an die Grenzen stossen (sollte ich - hoffentlich nicht! - die Gelegenheit haben, probiere ich es aus). Zudem sollte man auch Prof. Muthandis Anmerkung berücksichtigen.

Bei der Anwendung von Bio-Mitteln scheiden sich nun sowieso die Geister. Gerade das Biogärtner wird ja auch von einem ideologischen Ansinnen begleitet, was nicht zwangsläufig jedermans Sache sein muss. De gustibus non est disputandum!
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  Reinhard am Mi 25 Jul 2012, 11:07

Bei meinen Pflanzen ziehe ich tödlichere Waffen vor.
Gegen Wollläuse und andere Viecher benutze ich Confidor - darf man leider nicht einfach so
kaufen - einmaliges Gießen und man hat sehr lange Ruhe.

Gruß,
Reinhard
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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  kaktusgerd am Mi 25 Jul 2012, 14:41

Hallo Andrea,
ist doch gut, dass es zu allem und jedem Pro und auch Contra gibt. Nicht der Konsens ist das Problem, sondern die Vorgehensweise. Und da sind die Meinungen recht unterschiedlich. Ich bin grundsätzlich kein Gegner der biologischen Schädlingsbekämpfung, denn ich hab in den Jahrzehnten meiner Sammelleidenschaft schon gegen das gesamte Spektrum von Schädlingen ankämpfen müssen. Entsprechend variantenreich fielen auch meine Methoden aus. Ob Spiritus, Brennesselbrühe oder Knoblauchsud, alles das habe ich auch schon ausprobiert, aber nie den durchschlagenden Erfolg damit erzielt. Nun, ich besitze eine etwas größere Sammlung, in der sich, wenn mal Schädlingsbefall herrscht, die Übeltäter rasant vermehren. (Ist bei Monokulturen nun mal so, wie wir das ja aus anderen Bereichen auch kennen!!).
Ich bin aus Erfahrung klug geworden und warte erst gar nicht mehr ab, bis sich ein Schädling blicken lässt. Meine Pflanzen bekommen prophylaktisch ihren Portion eines Insektizides, womit sie für mindestens eine Vegetationsperiode vor feindlichen tierischen Angriffen geschützt sind.
Diese Methode ist sicherlich nur was für Gewächshausbesitzer und sollte auf keinen Fall in der Wohnung und/oder auf dem Balkon angewendet werden.
Letztendlich muss aber jeder selbst wissen, was für ihn am geeignetsten erscheint.

Gruß
Gerd




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Re: Wollläuse killen mit Gesteinsmehl

Beitrag  Reinhard am Mi 25 Jul 2012, 15:10

kaktusgerd schrieb:... Meine Pflanzen bekommen prophylaktisch ihren Portion eines Insektizides, womit sie für mindestens eine Vegetationsperiode vor feindlichen tierischen Angriffen geschützt sind.
Hallo Gerd
was verabreichst du deinen Pflanzen?

Gruß,
Reinhard
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