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Aussaat unter LED Kunstlicht

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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Jogler am Di 03 Jan 2017, 17:59

Hallo,

ich habe die Standard-LED-Lichtleisten auch schon zur Aussaat ausprobiert, für die Keimung reicht es, zu mehr aber nicht.
Ich empfehle LED-Lampen, die speziell für das Pflanzenwachstum konstruiert sind (mit LEDs für blaues, rotes und UV-Licht), die sind mittlerweile auch nicht mehr so teuer wie noch vor 3 Jahren und haben sich schon gut bewährt.

hier ein Bsp.:

https://www.amazon.de/Lumin-Tekco-Wachstumslampe-Wasserpflanzen-Zimmerpflanzen/dp/B00YQQO58C/ref=sr_1_5?ie=UTF8&qid=1483462275&sr=8-5&keywords=led+pflanzenlampe

LG

Jo
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Stachelforum am Mi 17 Okt 2018, 13:18

Habt ihr denn schon neuere Erfahrungen mit LED gemacht?
Die letzten Beiträge sind ja schon etwas älter.
Wer kann LED empfehlen die jetzt angeboten werden ?
Gruß Uwe
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Dropselmops am Mi 17 Okt 2018, 13:30

Hi Uwe,

ich hab letzten November wie auch im Februar mit einer ähnlichen Lampe wie oben ausgesät. Kannste hier nachlesen, wenn Du magst.
Mittlerweile teile ich die Meinung, daß die Lampe beim Keimen hilft, nicht aber beim eigentlichen Wachstum. Ich würde nie wieder im November aussäen, einfach, weil ich keine anderen/besseren Bedingungen bieten kann, als in meinem Thread beschrieben. Ich würde eher wieder im Februar aussäen, denn dann kann man die Sämlinge relativ bald mit ordentlich Licht und Luft versorgen.
Ich hoffe, das hilft Dir irgendwie weiter Very Happy
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  sukkulüdi am Mi 17 Okt 2018, 14:24

Hallo,

Ich verwende eine Megaman MM154 für ca 30 x 30 cm. Leistung 8,5 Watt. und wird einfach in eine normale E27 Fassung gedreht. Ideal für kleine Flächen. Kostet so 30 Euro.
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Klaus aus Leingarten am Mi 17 Okt 2018, 16:53

Ich bin kein Physik-Fachmann, bin aber der Meinung, dass die Pflanzen
in der freien Natur auch kein farbiges Licht haben und lehne daher die farbigen Pflanzenstrahler
als unnatürlich und unnötig teuer ab.
Das Tageslicht ist knallhart und reinweiß. Seit etwa 40 Jahre arbeite ich damit bei den Kakteen, und als
ehemaliger Freiberuflicher Betriebs- und Verwaltungsberater bei der Einrichtung
von Werkstatt- und Büroarbeitsplätzen. In den 80er Jahren kamen aus Amerika die ersten sogenannten
Tageslichtröhren mit etwa 4000 Kelvin (Kelvin = Lichtfarbe). Dann entwickelten die deutschen Lichtfirmen die sogenannten
Lumilux-Röhren, die schon bis zu 6000 Kelvin hatten. Heute ist man in der Entwicklung der Beleuchtungskörper
bei max. 6500 Kelvin (Kaltweiß), und das kommt dem Tageslicht schon sehr nahe. Und mit den angebotenen
LED Beleuchtungskörper spart man viel Strom.
Für meinen Aussaatkasten (190 x 90 cm) habe ich 2 LED Röhren 150 cm mit Reflektor.
In einer Höhe von 40 cm über der Substratoberfläche kann ich zusammen mit dem Tageslicht Vom Fenster Südseite
10.000 bis 15.000 Lux erreichen. Und das ist eine optimale Lichtstärke für die Pflanzen.Zum Vergleich : OP-Beleuchtung
im Krankenhaus ca. 20.000 Lux. - Tageslicht draußen im Sommer, Sonne im Zenit und strahlend blauer Himmel ca. 90.000 Lux.

Kosten der kompletten Lampe 48,00 Euro. Die Lichtstärke Lux hängt mit der Lichtintensität Lumen zusammen.
Und diese nimmt mit wachsenden Abstand zwischen Lichtquelle und Reflextionsebene stark ab.
Deshalb so nahe wie möglich an den Pflanzen ran. Und auf der Reflektionsebene (nicht in Richtung Lichtquelle !!!).
kann man dann mit einem einfachen Lux-Meter die Lichtstärke messen. Das exakte messen von Lumen
ist nur im Labor möglich.

Für kleinere Flächen gibt es die LED Panele in jeder Form und Größe.
Allerdings sind diese erheblich teurer als die LED-Röhren. Diese gibt es von 60 bis 150 cm Länge.

Grüßle
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Fred Zimt am Mi 17 Okt 2018, 18:43

Das Tageslicht ist knallhart und reinweiß. Seit etwa 40 Jahre arbeite ich damit bei den Kakteen, und als
ehemaliger Freiberuflicher Betriebs- und Verwaltungsberater bei der Einrichtung
von Werkstatt- und Büroarbeitsplätzen.
Mein Onkel hat schon gleich nach dem Krieg als selbstständiger Gärtner mit knallhartem Tageslicht gearbeitet und zum Beispiel Geranien gezogen.scratch


Heute ist man in der Entwicklung der Beleuchtungskörper bei max. 6500 Kelvin (Kaltweiß)....
Aber nein.
Es gibt Leuchtstofflampen mit 8000K,  die nennen sich zum Beispiel "skywhite", fürs Meerwasseraquarium auch mit 10 000K.
LEDs sowieso.




Die Lichtstärke Lux hängt mit der Lichtintensität Lumen zusammen.

1lx= 1lm/m2

Und diese nimmt mit wachsenden Abstand zwischen Lichtquelle und Reflextionsebene stark ab.
Quadratisch. Doppelter Abstand heißt nur noch 1/4 der Beleuchtungsstärke(lx)

Und mit den angebotenen LED Beleuchtungskörper spart man viel Strom.
Das kommt darauf an. Es gibt viele LED- Produkte, die keinen höheren Wirkungsgrad als Leuchsstofflampen haben.
Wenn Du damit nach dem Austausch weniger Strom verbrauchst,  sparst Du auch Lichtstrom für deine Pflanzen.
Ob eine Anzuchtstation 50 oder 100 Watt hat, sie wird die Hobbykasse anteilsmässig nicht allzusehr belasten.

Ich bin kein Physik-Fachmann, bin aber der Meinung, dass die Pflanzen
in der freien Natur... und lehne daher ....
als unnatürlich und unnötig teuer ab.

Ich widerum bin kein Frisör und lehne aus den oben genannten Gründen Fensterbänke, Gießkannen und Blumentöpfe ab.
Sicherheitshalber. Cool

Beste Grüße

Fred
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Klaus aus Leingarten am Do 18 Okt 2018, 07:52

Guten Morgen Fred,
vielen Dank für Deine wertvollen Ergänzungen.
Das mit den höheren Kelvin-Werten war mir neu.
Und daran bin ich natürlich interessiert.
Kannst Du mir dafür Bezugsquellen und Preise nennen ?

Nur das mit dem Frisör habe ich nicht verstanden.

Grüßle
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  sensei66 am Do 18 Okt 2018, 12:35

Klaus aus Leingarten schrieb:Ich bin kein Physik-Fachmann, bin aber der Meinung, dass die Pflanzen
in der freien Natur auch kein farbiges Licht haben und lehne daher die farbigen Pflanzenstrahler
als unnatürlich und unnötig teuer ab.
Das Tageslicht ist knallhart und reinweiß.
Den ersten Satzteil bestätigst du mit den folgenden... Cool
Sonnenlicht ist nicht "weiß". Vielmehr ist es ein Gemisch aller Wellenlängen (=Farben), das wir nur als weiß wahrnehmen. Farben kommen wiederum zu stande, in dem Gegenstände manche dieser Wellenlängen absorbieren und die übrigen reflektieren. Das reflektierte Licht nehmen wir dann als Farbe wahr. Chlorophyll z.B. absorbiert Licht im roten und blauen Farbspektrum, grün bleibt übrig (wird als nicht "gebraucht"). Theoretisch reicht es also, wenn Pflanzen mit rotem und blauem Licht bestrahlt werden.
Auch "weißes" Licht aus einer Leuchtstoffröhre ist "unnatürlich".
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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  Fred Zimt am Do 18 Okt 2018, 12:36

Hallo Klaus,
damit keine Missverständnisse entstehen: Ein hoher Kelvin-Wert heißt nicht, daß das Licht ein besonders tageslichtähnliches Spektrum hat.
Überhalb von-sagenwirmal- 7000K wirds schon ziemlich bläulich.
Links kommen heut Abend, bin grad beim schaffe. Wink

erhellende Grüße

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Re: Aussaat unter LED Kunstlicht

Beitrag  chrisg am Do 18 Okt 2018, 18:37

Fred Zimt schrieb:Es gibt Leuchtstofflampen mit 8000K,  die nennen sich zum Beispiel "skywhite", fürs Meerwasseraquarium auch mit 10 000K.
LEDs sowieso.

Die Aquaristischen Leuchtstoffröhre gehen schon weit über 10.000 K hinaus. Meine halten 18.000 K. Diese sind etwas bläulich in der Ausbeute im Vergleich zu Tageslichtröhren. Ich ziehe jedoch die ersteren vor, denn ich möchte nicht nur Grünpflanzen im Aquarium aufziehen sondern diese auch optisch als grün erkennen. Rote Farben sind auch schwierig naturgetreu zu zeigen (wer mag denn braune Barsche wenn sie eigentlich rot sind?), diese Röhre können das aber am besten. Von Fotografieren ganz zu schweigen. Die am meisten optimale Kombination scheint 3:1 zu sein, das gilt übrigends auch für LED. Drei mit kaltem weiss und eine mit warmweiss oder tageslicht-typ (4.200 - 6.700 K).

Die Budgetvariante: Ähnliches Farbspektrum (naja 6.500 K) haben Röhre mit Farbnummern 765 - 865 - 965 usw., zumindest was das menschliche Auge betrifft Der Unterschied ist, die letztere ist ein vierfarb-rohr und die erstgenannten ältere dreifarb-röhre (preiswert aber überholt). Für das Auge vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, für Pflanzen im Preis-Ausbeuteverhältniss günstig. Man kann damit verschiedenes an Pflanzen gut über den Winter bringen. Im Büro etwas zu grünstichig aber im Operationssaal OK.

Bei Aussaat von Kakteen, Hippeastrum, Orchideen, Pelargonien uvm habe ich quasi die Schalen in leere Becken gestellt, ist dabei auch schön zugfrei. Mal auch im Streulicht unmittelbar neben ein laufendes Becken, das hat irgendwie auch gereicht. Bei Aquarien mit Flutlichter stelle ich die Aussat einfach oben drauf. Die Wärme von unten ist dabei super.

Die neueste Forschung zeigt allerdings das die Farben der Röhre nicht überbewertet werden sollten. Frühe Versuche wurden an einzelnen Blättern von Pflanzen in nicht naturgetreuen Umgebungen durchgeführt. Bei neueren Versuchen an kompletten, wachsenden Pflanzen unter mehr natürlichen Bedingungen hat man festgestellt das solange genügend Lichtintensität vorhanden ist, eine vermeintlich bessere Farbqualität nicht viel verbessern kann. Oder wie FredZimt es so schön erklärt hat: "Je heller umso wurschter"

Es muss also keine Bordellbeleuchtung her, solange die Intensität zu Wachstum anregt.

/ CG

PS
Die speziellen Pflanzenröhre der Aquaristik halten 2.800 K oder ähnliche Werte, zB Flora-Glo von Hagen. Diese verwende ich kaum, da die Lichtausbeute und das Farbspektrum mir bei den sämtlig obig genannten besser gefallen (für Pflanzen sowie Aquarien).
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