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Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo

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Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo - Seite 3 Empty Re: Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo

Beitrag  sensei66 Mo 22 Okt 2012, 13:19

So, keine Substratdiskussion ohne mich... Razz
kaktusfreundin01 schrieb:Ich hatte letzte Woche bei Obi 10 l Cactea Kakteenerde von Compo gekauft und in einen Eimer mit Deckel umgefüllt. Gestern wollte ich etwas pflanzen, aber als ich Schimmel auf der Erde sah, habe ich das lieber gelassen.

Luftausschluss verbessert die Lebensbedingungen mancher Pilze ungemein... ohne Umfüllen in den Eimer mit Deckel wäre dir wahrscheinlich nie etwas aufgefallen. Es wurde ja schon mehrmals gesagt, dass Pilzsporen allgegenwärtig sind und normalerweise auch keine Probleme verursachen, dem stimme ich auch unumwunden zu. Ich würde die obere verschimmelte Schicht abkratzen und die Erde erstmal durchtrocknen lassen, dann verschwindet der (sichtbare) Pilz und du kannst sie verwenden. Vielleicht nicht ungedämpft bei Sämlingen oder irgendwie geschwächten Pflanzen, aber als Beimischung im "normalen" Substrat. Und wenn die Erde nicht dauerfeucht gehalten wird (was bei unseren Pflanzen hoffentlich selten vorkommt), solltest du auch keine Probleme mehr bekommen.

Liet Kynes schrieb:In dem Fall dieser Compo-Erde wäre aber schon eine große Hitze und lange Backzeit nötig, damit das Holz darin auch wirklich weitgehend zu Kohle wird.Sonst gibt es weiter Nährboden für Pilze und Fäulnis.Deshalb macht es wohl Sinn,die groben organischen Bestandteile vor der Erhitzung aus zu sortieren.
Eine weitere Möglichkeit ist, solche Erden über längere Zeiträume weiter verrotten zu lassen.Das macht wenig Mühe, erfordert aber Geduld.

Die Aussage verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Wenn überhaupt geht es doch um Sterilisieren, also abtöten lebender Mikroorganismen, und nicht um Pyrolyse, damit nur noch Kohle übrigbleibt. Dann kann man sich den Kram sparen und rein mineralisches Substrat verwenden. Aussortieren bringt wohl auch nichts, da die Compo-Erde zu geschätzten 95% aus Torf besteht. Es würde 5% Sand übrigbleiben, also wieder rein mineralisch...
Und was das Verrotten betrifft: das dauert bei Torf, Kokosfaser oder wasauchimmer recht lange, funktioniert mit den "bösen" Mikroorganismen und übrig bleibt weiterhin organisches Material, welches sicher auch nicht steril ist.

Ralla schrieb:Substrat in welches ich aussäen will oder in welches ich Flaschenkinder aus vormals steriler Umgebung setzen will, wird vorher immer in der Mikrowelle behandelt. Allerdings muss man aufpassen, dass man es nicht zu lange behandelt, wenn organische Bestandteile darin enthalten sind. Bei recht trockenen Substrat kann es auch in der Mikrowelle anfangen zu brennen. Pilze plättet es sicher.

Ob Backofen oder Mikrowelle ist eigentlich egal. Wichtig beim Sterilisieren ist, dass das Substrat feucht genug ist, da nicht die Hitze allein sterilisiert, sondern der heiße Wasserdampf. Trockene Hitze stecken viele Mikroorganismen, besonders Pilzsporen, locker weg. Und besonders in der Mikrowelle ist trockenes Substrat reine Energieverschwendung, da die Mikrowellen nur Wasser erhitzen.

ciao
Stefan
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Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo - Seite 3 Empty Re: Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo

Beitrag  boophane Mo 22 Okt 2012, 14:41

sensei66 schrieb:
Trockene Hitze stecken viele Mikroorganismen, besonders Pilzsporen, locker weg.

ciao
Stefan

Das stimmt so nicht, trockene Hitze sterilisiert auch; es dauert nur erheblich länger (z.B. bei 160° und Normaldruck etwa 2 Stunden) als mit heißem Wasserdampf (120°C, 2 bar, etwa 10 Minuten). Wenn Du Blumenerde mit feuchter Hitze sterilisieren wolltest, ginge das weder in der Mikrowelle noch im Backofen, da die Sterilität erst erreicht ist, wenn die Erde längst trocken ist. Dafür bräuchte es dann doch einen Druckkochtopf oder einen Autoklaven.

VG, Elmar.
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Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo - Seite 3 Empty Re: Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo

Beitrag  Liet Kynes Mo 22 Okt 2012, 17:44

sensei66 schrieb:
Die Aussage verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Wenn überhaupt geht es doch um Sterilisieren, also abtöten lebender Mikroorganismen, und nicht um Pyrolyse, damit nur noch Kohle übrigbleibt. Dann kann man sich den Kram sparen und rein mineralisches Substrat verwenden. Aussortieren bringt wohl auch nichts, da die Compo-Erde zu geschätzten 95% aus Torf besteht. Es würde 5% Sand übrigbleiben, also wieder rein mineralisch...
Und was das Verrotten betrifft: das dauert bei Torf, Kokosfaser oder wasauchimmer recht lange, funktioniert mit den "bösen" Mikroorganismen und übrig bleibt weiterhin organisches Material, welches sicher auch nicht steril ist.
Stefan

Bei sowas würde es mir nicht ums Sterilisieren gehen. Es ginge mir darum,die zu wenig verwitterten Bestandteile entsprechend nach zu behandeln. Ich gehe schon davon aus,dass eine danach zusätzlich mit mineral. Zuschlägen gestreckte Compo-Erde besser geeignet wäre, als das Ausgangsmaterial. Mehr erwarte ich davon aber nicht. Grüße !
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Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo - Seite 3 Empty Re: Schimmel auf Cactea Kakteenerde von Compo

Beitrag  Shamrock Mo 22 Okt 2012, 20:37

sensei66 schrieb:Aussortieren bringt wohl auch nichts, da die Compo-Erde zu geschätzten 95% aus Torf besteht. Es würde 5% Sand übrigbleiben, also wieder rein mineralisch...
Hey! Klasse Idee! Wenn mir also mal das mineralische Substrat ausgeht, weiß ich nun wie ich unkompliziert an Nachschub komme!

Ansonsten aber wieder mal ein profunder, wertvoller Substratbeitrag von unserem Chemie-Beauftragten Stefan! Danke für die tiefergehenden Hintergründe.

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Beitrag  sensei66 Di 23 Okt 2012, 22:48

boophane schrieb:
sensei66 schrieb:
Trockene Hitze stecken viele Mikroorganismen, besonders Pilzsporen, locker weg.

ciao
Stefan

Das stimmt so nicht, trockene Hitze sterilisiert auch; es dauert nur erheblich länger (z.B. bei 160° und Normaldruck etwa 2 Stunden) als mit heißem Wasserdampf (120°C, 2 bar, etwa 10 Minuten). Wenn Du Blumenerde mit feuchter Hitze sterilisieren wolltest, ginge das weder in der Mikrowelle noch im Backofen, da die Sterilität erst erreicht ist, wenn die Erde längst trocken ist. Dafür bräuchte es dann doch einen Druckkochtopf oder einen Autoklaven.

VG, Elmar.

Du hast Recht, ich hätte besser schreiben sollen "stecken trockene Hitze wesentlich besser weg als feuchte Hitze"...
Und grundsätzlich gebe ich dir auch Recht was die Sterilität betrifft, aber wer hat schon einen Autoklaven zu Hause? (Du bringst mich da auf ne Idee, im Frühjahr besuche ich wohl mal ne befreundete Arbeitsgruppe mit einem Beutelchen voll Erde... ) Aber immerhin beseitigt die Backofen-Methode genug Mikroorganismen, dass mir bei meinen Aussaten noch nie größere Ausfälle passiert sind, auch bei der Fleischer-Methode nicht.

ciao
Stefan

@Matthias: danke für die Blumen Embarassed
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