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Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  davissi am Fr 07 Dez 2012, 16:08

Hallo zusammen,


ich habe das Thema mal abgetrennt - ich denke, die Informationen sollten nicht im Nirwana verschwinden!
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  Liet Kynes am Fr 07 Dez 2012, 17:18

@ Peter : Danke für den guten Rat, ich halte ihn für eine,gerade in meinem Fall, ideale Idee.Wenn es dann doch mal unter die -10°C geht, habe ich zur Noteinquartierung dann ja noch Platz im Mexikaner-Kasten.Ansonsten habe ich aber so die Möglichkeit,mancher Art/Gattung auch mal milde Minusgrade zu ermöglichen. So sollten sie nicht verweichlichen und ich komme den Idealbedingungen für die Individualfälle eventuell noch näher.

@ David : Gut gemacht

Gruß,Tim
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Idee

Beitrag  Dr.Leskow am Fr 07 Dez 2012, 17:31

Hallo, an Alle,
ich mache mal folgenden Vorschlag damit nicht alles nur Theorie und Spekulation bleibt. Das könnte auch hier geschehen, es wäre aber einfacher auf meiner HP, da es dann zusammenhängend bleibt, und die Infos schneller und geordneter gefunden werden können. Ich werde meine Anlage in sehr kurzen Abständen fotografieren (nach Bedarf tage-spätestens wochenweise fotografieren und die aktuellen Wetterdaten dh. Temp., Regen/Schneemenge dazu protokollieren. Wenn dieses Procedere so etwa Ende Mai abgeschlossen ist, kann man absolut objektiv sehen, was diese Kakteen aushalten und was nicht. Vor allem kann dann jeder diese Daten mit seinen eigenen Verhältnissen vergleichen!!!!!!!. Danach könnte man das ganze mal sammeln und mehr oder weniger statistisch auswerten. Diskussionen hätten dann eine konkrete Grundlage. Ich habe ja schon damit angefangen, heute aber noch nicht fotografiert, bzw. aktualisiert.
Aktuelle Temperatur um 17 Uhr (auf 1 Grad C gerundet): + 1, Schnee seit 14 Uhr ca 1 cm, jetzt kein Schnee mehr. Später können noch die auf das Beet fallenden Sonnenstunden dazu kommen.
Spezies: Ech. Triglochidiatus-"Gruppe", Ech. reichenbachii/Baileyi-"Gruppe", Esc. missouriensis, Esc. vivipara (diverse Subspezies). Die ohnehin unprobematischen Opuntien müssen wir ja nicht detailiert beobachten. Kann das evtl. weiter helfen?
Gruß Peter
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mit Krätschmer schon diskutiert und finde seine Kultur völlig im Freien und ohne jeden Schutz toll- aber er kann das nicht(wie er es ja tut) behaupte

Beitrag  Dr.Leskow am Fr 07 Dez 2012, 18:20

Hallo, Tephropan,
schau doch auf der HP von Krätschmer nochmal nach. Ich habe guten Kontakt mit ihm und meine, dass er auch auf das "Weinbergklima" verweist. Ich persönlich (das ist aber völlig unverbindlich) würde mir unter Einbeziehung der Optimierung des Kleinklimas absolut noch mehr zutrauen. Ich werde das Gefühl einfach nicht los, dass das Substrat die sensiblere Stelle ist, da kann der kleinste übersehene Fehler sich fatal auswirken. Wie ich hier schon schrieb, ein absolutes no go sind Eisregen und größere Hagelkörner. Ich behaupte einfach: Weder die sommerlichen Temperaturen, noch die winterlichen Tiefsttemperaturen spielen eine besondere Rolle. Und wenn die Sonne vor allem im Frühjahr seltener scheint, dann ist der Unterschied zu meiner Anlage nur folgender: Bei mir reichen eben 6-7 MÖGLICHE Sonnenstunden/Tag. Als Ausgleich würde ich die Forderung stellen "Vollsonnig" und dann stimmt es wieder.
Und zum winterlichen "Matschwetter". Das ist auch hier nicht vermeidbar. Kann das Substrat zwischendurch wieder abtrocknen, dann ist das auch kein Thema. Rein physikalisch entsteht wohl Staunässe durch ein zu dichtes Substrat, d.h. die Poren für den Abfluss sind durch "Feinschlamm" verstopft. Hier reicht leider wieder der Platz nicht um diese durchaus nicht einfachen Verhältnisse detailiert zu diskutieren. Ich habe mir mal die Datei eines Experten, bezüglich der Chemie und der Physik von Mineralien im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt von Substratgemischen und Pfanzenwachstum durchgelesen. Da war ich auch sprachlos, was man da gutgläubig alles falsch machen kann. Daraus vernünftige Konsequenzen zu ziehen ist echte Schwerarbeit, und selbst dann braucht man immer noch etwas Glück. Denk auch mal über meinen Vorschag eines Langzeitprotokolls nach. Da fällt mir noch eine Ergänzung zum "Feinschlamm" ein. Wenn der die Wurzeln nahtlos fest umschließt und der Frost dringt bis dahin vor, das sind ja nur wenige cm, dann werden durch die Eisbildung die Wurzeln zerquetscht. Das wäre an sich nicht tragisch, die würden im Frühjahr wieder neu treiben. Leider entsteht so aber ein Schlupfloch für die auf der Lauer liegenden Pilzchen.
Gruß Peter
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  kaktussnake am Fr 07 Dez 2012, 19:35

bei uns in der gegend ist doch der viele nebel, einhergehend mit hoher luftfeuchte ein grosses problem. besoders, wenn er bei tiefen minusgraden tagelang rumhängt. besonders die gymnocalycium und ec fendleri haben sich da als empfindlich erwiesen, den viridiforus und escobarien scheint das weniger auszumachen. auch die pedios sind relativ imun dagegen. 1 sclero hat die grosse klälte mit nebel letztes jahr nicht überlebt.
allerdings sieht man es manchen pflanzen an, dass wenn die temperaturen unter -15° gehen, für sie das nicht mehr optimal ist - die epidermis verändert sich dann - meist in grau - und ein teil dieser pflanzen treibt dann auch nicht mehr aus.

sämlinge die diese tortouren überleben, lass ich blühen und samen ansetzten - die pflazen daraus sind dann schon etwas kälteresisdenter. man muss natürlich mehrmals selectieren, um ein befriedigendes ergebnis zu erhalten.

bei den verschiedenen substraten hab ich noch keinen unterschied bemerkt - auch leichte feuchtigkeit im substrat schadet - nach meiner erfahrung-den meisten nicht.

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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  volker am Fr 07 Dez 2012, 19:36

Hallo

das von Peter gesagte über die Temperaturen im Sommer kann ich nur bestätigen. Das beste Wachstum zeigen die Kakteen bei Temperaturen unter 30 Grad und nächtlicher abkühlung. Bei extremer Hitze stellen sie es ein und man sollte da auch nicht giesen. Die Pflanzen nehmen die Feuchtigkeit nicht auf und durch die hohe Bodentemperatur vermehren sich Pilze und anderen Schädlinge extrem was zu extremen Schädigungen und Ausfällen der Pflanzen führen kann.
Bei der Auswahl der Pflanzen muss sehr auf ihren Heimatstandort geachtet werden. Ich habe zB. bei meiner ungeheizten GWH Kultur im Grundbeet sehr gute Erfahrungen mit den Standort Brewster und Big Bend Nationalpark gemacht obwohl das eigentlich nicht die kältesten Ecken sind. Bedingung dabei ist natürlich absolute Trockenheit!!!
Liet , bei einer Kultur im Frühbeet musst du unbedingt darauf achten das kein Tropfwasser im Winter auf die Pflanzen kommt. Notfalls die Pflanzen mit weisen Tomatenvlies bei starken Frösten mit Sonnenschein am Tag abdecken. Ich mache das im GH auch wenn die Nachttemperaturen unter - 12 Grad gehen. Die Scheiben frieren von innen und bei Sonnenschein taut es und das Wasser tropft auf die Pflanzen. Weiterhin habe ich festgestellt das bei einigen Arten Frostschäden am Scheitel entstehen können so wie es mir im ersten Winter passiert ist. Wenn du das beachtest kannst du etliche Sorten im GWH oder Frühbeet kultivieren. Ich habe zB. Gymnocalysium baldianum + andreae , Chamacereus sylvestrie Naturform , versch. Mammilarien , Thelocactus bicolor v. flabispinus , Ferocactus wislizenii , versch. Pterocacten im GWH.
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  tephrofan am Fr 07 Dez 2012, 19:57

es gibt sehr wohl ettliche Ecer. dasyacanthen, aber auch ctenoides, pectinatus... Formen, die erhebliche
Fröste (auch Dauer-) bis unter -15°C aushalten- trocken stehend versteht sich. Den Tipp mit dem Aquarium
möchte ich noch etwas "restaurieren". Du hast noch unendlich mehr Möglichkeiten, wenn sich der Kasten Tags
über wieder aufheizen kann, was besonders für die Südamerikanischen Problem-Frostharten wie Gymnos, Lobivien,
Sulcos, Mediolobivien, Pyrrh... überlebenswichtig ist. Ich experimentiere selber viel, habe schließlich gutes
Potential, und bin selber immer wieder erstaunt, wie zäh doch manche Sorten bei mir im unbeheizten Gewächshaus
sind. Ganz wichtig die Tagerwärmung auch für Südafrikanische Sukkis wie z.B. Aloinopsis, Titanopsis, Nananthus...
Ich denke, wenn man ein Gewächshaus auf -10°C "beheizen" würde, wären die dafür geeigneten Arten fast unaus-
schöpflich. es gehen da fast alle Gattungen,selbst Astrophytum, Ariocarpus, Epthelantha (sowieso, die hab ich
mit Frost noch nicht umbringen können..)....wie gesagt, Freilandanlagen sind bei uns wegen des Hagels /Eisregen,
Graupel nicht möglich, es ist led. eine Frage der Zeit, wann der nächste Golfball von oben kommt...
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  Liet Kynes am Fr 07 Dez 2012, 20:23

Spezielle und direkt auf meine Planungen/Bedingungen ausgelegte Ratschläge sind mir natürlich besonders willkommen.Im aktuellen Kasten für Mexikaner u.Ä habe ich aktuell in der Luft 4,5°C und am Boden 8°C.Es bildet sich nur mäßig Feuchtigeit unter der Deckelscheibe,die nach kurzem Lüften schnell ab zieht.Für die Zukunftsplanung des Frostharten-Kastens weiß ich dann aber umso eher Bescheid.Kann man denn z.B auch Luftpolsterfolie über den Pflanzen auslegen,sofern das Wasser wirklich nur von der Scheibe kommt ? Ich überlege auch gerade,ob eventuell Silikat-Katzenstreu, oder diese sonst neuen Schuhen beigelegten Päckchen, bei solchen Themen wie Feuchtigkeitsbindung Gegenstände für sinnvolle Experimente sein könnten. Ansonsten auch vielen Dank @ Volker & Michael.
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  volker am Fr 07 Dez 2012, 20:56

Hallo Liet

Luftpolsterfolie geht natürlich auch , isoliert gleich noch von oben. Wie muss ich mir das vorstellen mit den Frühbeet? Steht das direkt wie beim Gemüse auf der Erde?
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  Liet Kynes am Fr 07 Dez 2012, 21:23

https://www.kakteenforum.com/t8930-fruhbeet-mobil -Hier das für Mexikaner und ähnliche.Ich weiß jetzt allerdings nicht, ob später z.B die Pectinaten aus Mexiko (Bei mir noch Sämlinge) auch zu den Frostharten kommen können.Wenn ich die Beiträge hier aber richtig deute, dürfte das bedingt so sein. Für definitiv Frostharte würde ich dann irgendwann gerne jedenfalls etwas günstiger weg kommen. Kann man denn auch sagen,dass es die richtig Winterharten auch gut dort aushalten,wo die "nur" Frostharten klar kommen ? Gruß, Tim
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