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Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  OPUNTIO am Sa 08 Dez 2012, 16:47

Hallo Peter
Deine langjährige Erfahrung un deine Reisen zu den Standorten in allen Ehren.
Aber deine Seite erweckt bei einem unbedarften Leser den Eindruck als könne man überall in Deutschland winterharte Kakteen ohne Schutz pflanzen, wenn man sich nur an gewisse Regeln hält.
Ich brauche auch weiter nichts zu schreiben, weil meine Vorposter das schon in meinem Sinne getan haben.
Nur eines.
Versuch mal hier im Fichtelgebirge winterharte Kakteen nach deinen Vorstellungen ohne Schutz zu pflegen. Du würdest dein persönliches Waterloo erleben.
Selbst die von dir als unproblematischer angesehenen Opuntien haben hier ohne Regenschutz von Oktober bis Mitte März dauerhaft gesehen keine Chance.
Ich halte winterharte Kakteen seit dreizehn Jahren. Seit 11 Jahren auch in Freibeeten. Fünf an der Zahl, aber mittlerweile nur noch zwei davon ( die mit winterlichem Regenschutz) dauerhaft mit Kakteen besetzt.
Und ich sage dir:
Ohne Dach im Herbst und Frühjahr geht hier dauerhaft NICHTS!
Gruß Stefan
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OPUNTIO
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Ich vermute, dass der Begriff "Pseudowissenschaft" mit "Angewandte Wissenschaft" verwechselt wurde.

Beitrag  Dr.Leskow am Sa 08 Dez 2012, 17:00

Hallo Hardy,
allerbesten Dank für deine erstens faire, zweitens vollkommen korrekte Antwort. Ich habe auch volles Verständnis für böse Seitenhiebe anderer Mitglieder. Also hier kann man nicht nur sein Wissen über Kakteen erweitern,sondern auch noch andere nützliche Dinge dazu lernen, wie Z.B. notwendige Selbstkritik. Bleiben wir also in Zukunft enger und neutraler am eigentlichen Thema.
Gruß Peter
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Deine langjährige Erfahrung un deine Reisen zu den Standorten in allen Ehren.

Beitrag  Dr.Leskow am Sa 08 Dez 2012, 17:20

Hallo Opuntio,
ich kann dir nicht widersprechen. Wahrscheinlich bin ich durch meine Dauererfolge doch etwas übermütig geworden. Das Klima bei dir scheint allerdings echt extrem, aber könnte an anderen Orten nicht manchmal etwas mehr, evtl. sogar ohne Schutz gehen, jedenfalls doch deutlich mehr als noch vor 20 Jahren. Sind alle Möglichkeiten an allen Orten auch wirklich ausgereizt? Ich habe hier auch schon von Problemen gehört bei Klimazonen wo ich doch etwas mehr erwartet hätte. Zu möglichen Gründen hatte ich ja zumindest schon SPEKULIERT (z.B. genetische Auslese, zu hohe Feinstaubanteile im Substrat..... Es sollte sich doch lohnen durch Ursachenforschung, zumindest in klimatichen Grenzgebieten, bei Misserfolgen etwas herauszuholen und sich nicht vorwiegend auf das Makroklima zu beschränken. Evtl. gibt ja mein offizeller, für jeden einsehbarer Test, der von sofort bis zum Frühsommer laufen soll zumindest ein paar Hinweise. Kann ich mir selbst und evtl auch anderen Mitgliedern damit helfen, Hinweise geben?
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  oile am Sa 08 Dez 2012, 17:46

Ich experimentiere im Moment, allerdings mit Opuntien, die ich nicht benennen kann. Ich habe im Herbst einen Schwung geschenkt bekommen, die sonst auf dem Kompost gelandet wären. Die habe ich vor eine Ligusterhecke gepflanzt, bei der zumindest im Sommer das Substrat sehr, sehr trocken ist (ich gärtnere auf Sandboden). Zwei andere Opuntien, leider auch namenlos, erhielt ich vor Jahren von einem Freund, der sie nie abdeckte, sondern nur erhöht ausgepflanzt hatte. Sie stehen jetzt unter dem Dachüberstand in einem Streifen von sehr sandigem Boden, nicht völlig regenfrei. Zusätzlich habe ich noch die Verglasung eine alten Tür drübergezogen, die aber auch nur einen Teil der Feuchtigkeit abhält. Eine der beiden Pflanzen, die exponiertere, faulte bis auf ein Glied ab und erholte sich aber wieder, die andere wächst langsam vor sich hin. Ich muss mal suchen, ob ich Fotos davon habe...
Ach ja: am selben Ort wachsen eine Orostachys spinosa und seit letztem Jahr auch Pelargonium endlicherianum.
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  Uwe am Sa 08 Dez 2012, 18:03

Hallo

Daher zum Start: Mein Beet heute: 08.12.12; 8 Uhr, minus 5, 11 Uhr 0, also beginnendes Tauwetter. Auf dem E. coccineus sieht man schon Schmelzwasser, das in der kommenden Nacht gefrieren wird. Das ist ja genau das, was als inkompatibel mit einer erfolgreichen Freilandkultur gilt, kurz Matschwetter, und das ist charakteristisch für diese Region.
Lassen wir uns überraschen und dann auf einer konkreten Basis diskutieren.

Nun, das erlebe ich hier auf 600m bei 1000mm Jahresniederschlag jeden Winter mehrere Dutzend Mal. Das ist eigentlich auch kein Problem für einen harten Kaktus. Sonst hätten sich bei mir die ungeschützten Freilandkakteen schon längst alle verabschiedet. Ich habe immerhin gegen 100 Stk. ohne Schutz: Opuntien, Cylinderopuntien, Echinoceren, Escobarien und sogar 2 Agaven. Die heikleren Arten sind hingegen überdacht.

Stimmen die Rahmenbedingungen und hat man harte, wenn möglich selbst aufgezogenene Exemplare, macht auch ein wechselhafter Winter den Kakteen meist nichts aus. Aber es gibt eben immer wieder mal extreme Wetterlagen mit starkem Kahlfrost, abrupten Wechseln, Spätfrösten oder sonst extremen Wetterlagen. Da kann es dann auch mal zu Ausfällen kommen.

Man schaue sich nur die Oliven- oder Citrusplantagen am Mittelmeerraum an. Da sind letzten Winter tausende von Olivenbäumen zu Grunde gegangen, wobei einige Exemplare schon sehr alt waren.

Gruss, Uwe
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Start desTests

Beitrag  Dr.Leskow am Sa 08 Dez 2012, 18:17

Hallo,
hier das aktuelle Beispiel wie ich mir das vorstelle. Nach einiger Zeit wird jeder seine Schlüsse auf der Basis von Fakten und mal nicht nur aus theoretischen Diskussionen ziehen können. Geht es diesmal (glaube ich nicht) schief, dann entschuldige ich mich bei den Skeptikern und ziehe reumütig meine überzogenen Vorstellungen zurück. Es geht jetzt konkret darum Vergleiche mit den eigenen Gegebenheiten zu ziehen und daraus nachvollziehbare Aussagen zu entwickeln.
Gruß Peter[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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gegen 100 Stk. ohne Schutz: Opuntien, Cylinderopuntien, Echinoceren, Escobarien und sogar 2 Agaven.

Beitrag  Dr.Leskow am Sa 08 Dez 2012, 18:33

Hallo, Uwe, das ist ja endlich mal Wasser auch auf meine Mühlen. Deshalb bin ich dir für deinen Beitrag besonders dankbar. Das heißt doch im Klartext:
Auch für Echinocereen & co,geht es selbst auf 600 m Höhe noch ohne Schutz. Nun fürchtest du längere KAHLFRÖSTE. Mit denen hatte ich es in den vergangenen beiden Wintern auch hier zu tun,(wahrhaftig nicht nur moderaten), auch mit sehr wechselhaftem "Schmoddelwetter". Da lohnt es sich doch weiter nach Ursachen für Misserfolge und "Rezepten" für Dauererfolge zu suchen.Da müssen doch auch andere nicht beleidigt sein, wenn sie auf mögliche??? Schwachstellen hingewiesen werden. Wir haben hier Anfänger ebenso wie leicht als auch weiter Fortgeschrittene, und zu welcher Kategorie hier jemand gehört ist doch nicht für jeden auf den ersten Blick erkennbar, vor allem wenn er neu im Forum ist.
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  kaktusgerd am Sa 08 Dez 2012, 20:13

Wo ist das Wasser auf deine Mühlen, Peter?

Auch bei Uwe geht nicht alles! Ich liege mit meinen, mittlerweile auch fast 30-jährigen Erkenntnissen in der Haltung winterharter Kakteen, ganz nahe bei den Aussagen von "Opuntio" (wohne zufällig auch nicht weit entfernt), der da schreibt, dass selbst Opuntien in unseren Breiten Schwierigkeiten machen. Ich stellte es vergangenen Jahr sogar bei O. engelmannii fest, die im Frühjahr trostlos aussah und sich sommers erst wieder einigermassen erholte. Den stärker bedornten habe ich längst "Freiland-Entzug" verpaßt, da sie mir Winter auf Winter hops gegangen sind. Es "funktionieren" bei mir lediglich Ec. coccineus inermis, ein paar triglichidiaten besonderer Standorte u. eine Standortform des Ec. coccineus. Alle anderen Echinocereen sind nur unter Regenschutz zu halten. Bei den Opuntien haben sich bisher lediglich O. fragilis und Cylindropuntia imbricata wacker gehalten, obwohl sogar da zwischendurch mal Ausfälle zu beklagen waren. An anderen Gattungen gar wie Escobaria oder Pediocacteen brauche ich erst gar keinen Gedanken zu verschwenden. Da geht bei mir nichts, absolut nichts!!
Ja, das war alles, was ich so bei mir als "winterhart" bezeichnen könnte. Wie du siehst, geht doch nicht überall alles, und deswegen habe ich immer mein Problem mit diesen ewigen Verallgemeinerungen.
Und damit will ich es für meinen Teil auch belassen , denn ich sehe keinen großen Sinn mehr darin, dieses Thema weiter zu diskutieren. Jeder hat so seine eigenen Erfahrungen gemacht, die, wie festzustellen ist, nicht unterschiedlicher sein könnten. Entsprechend muß jeder das Beste daraus machen, wobei eines jedenfalls glasklar zu sein scheint: Es gibt kein Patentrezept dafür , wie "winterhatte Kakteen" zu halten sind. Und dass eine bestimmte Substratzusammenstellung und- mischung das Mass aller Dinge sein soll, darüber kann ich nur lächeln!!

Gruß
Gerd
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  oile am Sa 08 Dez 2012, 20:27

oile schrieb: Zwei andere Opuntien, leider auch namenlos, erhielt ich vor Jahren von einem Freund, der sie nie abdeckte, sondern nur erhöht ausgepflanzt hatte. Sie stehen jetzt unter dem Dachüberstand in einem Streifen von sehr sandigem Boden, nicht völlig regenfrei. Zusätzlich habe ich noch die Verglasung eine alten Tür drübergezogen, die aber auch nur einen Teil der Feuchtigkeit abhält. Eine der beiden Pflanzen, die exponiertere, faulte bis auf ein Glied ab und erholte sich aber wieder
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die andere wächst langsam vor sich hin
und blühte auch: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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Re: Was ist ausschlaggebend für die Kultur?

Beitrag  Hardy_whv am Sa 08 Dez 2012, 22:11

oile schrieb:[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]

Das dürfte eine Opuntia humifusa sein. Gehört mit zu den Frosthärtesten unter den Opuntien.


Gruß,

Hardy [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
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