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noch ein paar Anfängerfragen

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noch ein paar Anfängerfragen - Seite 3 Empty Re: noch ein paar Anfängerfragen

Beitrag  Liet Kynes Mi 12 Dez 2012, 17:14

karlchen schrieb:Auch können mineralische Substrate die Nährstoffe die ihnen zugeführt werden, meist nicht gut speichern und machen damit eine häufige Nachdüngung nötig (Ausnahme Ton).

Trifft diese Eigenschaft nicht auch auf Zeolith zu ? Ansonsten ist das definitiv ein Fachbeitrag, der hier noch in die Verewigung aufgenomen wird. Hat auch mir wieder sehr geholfen und kommt zufällig zur richtigen Zeit : Habe gerade mein rein mineralisches Substrat für die kommende Umtopf-Session komponiert und wurde soeben meiner letzten Fragen und Zweifel (bezüglich ausreichender Nährstoffmengen) entledigt.Inzwischen frage ich mich schon eher,ob mein Substrat nicht sogar zu hohe Dosen der Nährstoffe enthält...Gruß,Tim
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noch ein paar Anfängerfragen - Seite 3 Empty Man kann also sehr gut sehen, dass man bei den Begriffen mineralisch und organisch vorsichtig mit Pauschalisierungen sein sollte.

Beitrag  Dr.Leskow Mi 12 Dez 2012, 18:39

Hallo Karlchen,
endlich hat du mal ein Thema aufgerollt, das ich bislang etwas vermisst habe, und das sicher noch vertieft werden sollte. Bislang ging es insbesondere bei den winterharten Kakteen immer mehr darum ob die individuellen klimatischen Bedingungen das hergeben. Zum Substrat gab es praktische keine erwähnenswerten Kommentare, keine Antworten auf meine Hinweise. Teilweise wurde diese Thema auch als eher zweitranging eingestuft. Der Teil Nährstoffe, Nährstoffbereitstelliung, Speicherkapazität ist schon mal von der Basis her in Verbindung mit Davids Beitrag sehr gut und verständlich bgedeckt. Hier könnte man aber noch ergänzen, nämlich:
optimale Korngröße der genannten Komponenten und pH-Wert. Beides hat einen absolut nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf Erfolg/Misserfolg. Sollten wir noch auf diese ergänzenden Themen konkret eingehen, oder reicht das bisherige, was ich schon mal als gute Basis ansehe? Ich möchte mir nämlich nicht die Finger wund schreiben, wenn es da keinen Bedarf mehr gibt.
Das mit der Korngröße wurde ja schon angedeutet, aber ist es auch allen aufgefallen?

z.B.Urgestein
Wenn es um das klassische angebotene Ugesteinsmehl geht, dann haben wir ja schon den geschilderten Endzustand der Verwitterung, der auch nach meiner Meinung bei entsprechendem Überschuss, fehlender Auswaschung zum "Ersticken" der Wurzeln führen kann. Ein ähnliches Problem ergibt sich bei Zugabe von Bentonit"mehl" bei Überdosierung, usw.......
Da gibt es durchaus Möglichkeiten das in den Griff zu bekommen. Im Klartext: Je nach individueller Basissubstratmixtur sollte man schon da ein paar Tricks kennen, um die richtige Dosierung zu finden.
Gruß Peter
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noch ein paar Anfängerfragen - Seite 3 Empty Re: noch ein paar Anfängerfragen

Beitrag  Liet Kynes Mi 12 Dez 2012, 18:45

@ Peter : Ab welchem Mengenverhältnis hältst du Bentonit-/Urgesteinsmehl für wahrscheinlich überdosiert ? Da mache ich mir gerade einen Kopf. Gruß,Tim
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noch ein paar Anfängerfragen - Seite 3 Empty Re: noch ein paar Anfängerfragen

Beitrag  karlchen Mi 12 Dez 2012, 20:12

Hallo,

Zeolith hat natürlich auch eine gewisse Speicherkapazität.

@Peter: Dieses Thema habe ich eigentlich schon oft versucht anzureißen, das Problem ist nur, dass viele Leute denken hier handele es sich um Philosophie. Da kommen immer die dollsten Substratdiskussionen bei raus Rolling Eyes
Es ist einfach schwierig dem Ottonormalkakteenfreund zu vermitteln was pH-Wert ist, was Kationenaustauschkapazität ist, welche Funktionen die einzelnen Nährstoffe haben....
Viele wollen das auch einfach nicht wissen. Die wollen nur eine einfache Anleitung, ohne darüber nachdenken zu müssen. Ist zumindest mein Gefühl.

Desweiteren beinhaltet das gleich drei Wissenschaftszweige, welche auch noch Fachübergreifend und ineinanderfließend sind. Nämlich Bodenwissenschaften, Pflanzenernährung und Pflanzenphysiologie und das entweder aus der Sicht der Biologie, der Geologie, den Agrarwissenschaften oder den Gartenbauwissenschaften. Ich hab hier jeweils mindestens 4 Bücher zu jedem Thema zu stehen und wüsste nicht wie man alle Zusammenhänge kurz und verständlich darstellen könnte, wenn man davon ausgehen muss, dass der Leser keine Grundlagen dazu hat.

Wenn man sich dafür interessiert, kommt man um das intensive Selbststudium nicht herum. Das kann man im Forum nicht abhandeln. Da verweise ich doch immer gern auf Google, das ist einfacher Wink (Ist meine Meinung. sorry )

@ ich fahr mal dazwischen:
Das Problem bei Bentonit/Urgesteinsmehl ist meiner Meinung nach: 1. die Feine Sruktur - diese lässt den Wurzeln keine Luft zum Atmen, wenn man es übertreibt. 2. der pH-Wert: Häufig haben Urgesteinsmehle einen hohen pH-Wert, da sie entweder aus Lavagestein, Kalkgestein oder Ton/Schiefergestein hergestellt werden. Hier kann es zu Festlegungen von Nährstoffen kommen (d.h. mit metallischen Kationen bilden sich Carbonate oder Hydroxide, welche wasserunlöslich sind und nicht durch die Pflanzen aufgenommen werden können). Das Kuriose ist dann, dass das Urgesteinsmehl zwar voller Spurennährstoffe ist, aber aufgrund der hohen Konzentration liegt der pH-Wert dann in einem ungünstigen Bereich. -> Ergo: nicht überdosieren um den Gesamt-pH-Wert des Substrates nicht zu hoch zu heben. -> Ich würds nicht mehr als 5 Vol. % einmischen (wie bei Ton).
(Mist, schon wieder soviel geschrieben Wink )
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Beitrag  Hygrophila Mi 12 Dez 2012, 20:49

Hi,

ich finde es sehr spannend danke

Noch mal eine DAU-Frage: In meine Aquarien gebe ich Tonkugel (nicht gebrannt) mit Stickstoffdünger bei Starkzehrern.
Wie bekommt man Ton in das "mineralische" Substrat? Das ist nämlich genau das, was ich suche.
Hab auch schon mit Bentonit geliebäugelt, aber das zerfällt ja auch ganz leicht und und setzt das Substrat zu?

LG
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Beitrag  Hygrophila Mi 12 Dez 2012, 22:26

Sorry,

mir ist da noch was durch den Kopf gegangen.

Wenn Ihr doch zum Gießen abgestandenes Regenwasser nutzt, müsste der pH Wert niedriger sein, wg. gelöstem Kohlendioxid?

LG
Ute

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Beitrag  Fred Zimt Mi 12 Dez 2012, 23:23

Hi Ute,
niedriger als was?

Mein Regenwasser ist immer leicht sauer,
Ich hab mir nie die Mühe gemacht rauszufinden
obs am CO2 oder mehr am sauren Regen oder an den Blättern von Nachbars Eichen und Erlen liegt,
die ab und an ein paar Blätter in die Tonne werfen.

Gut Nacht Wink
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Beitrag  Hygrophila Do 13 Dez 2012, 06:45

Hi,

ich meinte niedriger als neutral (pH 7)(sorry, hab da was vorrausgesetzt)
Regenwasser und destilliertes Wasser sind neutral.

Natürlich senken Eichenlaub und Erlenzapfen den pH Wert, davon brauchst Du dann aber jede Menge. Gewässer streben eine natürliche CO2 Sättigung an und dann sinkt der pH Wert.

Manche Aquarianer belüften dann, damit der pH Wert nicht zu tief sinkt. Oder härten auf. (geben Mineralstoffe/Härtebildner zu)

Mir ging es eigentlich darum, dass das Gießwasser ja auch ein Einfluss hat auf den pH-Wert oder die Löslichkeit von Stoffen im Substrat.

VG
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Beitrag  Fred Zimt Do 13 Dez 2012, 12:43

G'Morsche,
neutrales Regenwasser hab ich noch nie auffangen können, ich nehm mal an, die Regentropfen nehmen schon im Fallen entsprechende Mengen CO2 oder gar sonstwas auf.

Ich mische dem Regenwasser in vollendeter Ottonormalkakteenfreundtechnik einen guten Schluck von unserem bockharten Leitungswasser bei, da in Flüssigdüngern keine nennenswerten Kalzium- und Magnesiummengen drin sind.

Grüßle
Fred
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Beitrag  karlchen Do 13 Dez 2012, 14:45

Annahme ist richtig: Regenwasser wird, zumindest in Mitteleuropa durch das CO2 leicht sauer. Durch bessere Filteranlagen in den Kohlekraftwerken ist der saure Regen durch SO2 ja so gut wie verschwunden.
Und ja, das Gießwasser hat einen großen Einfluss auf den pH-Wert des Substrates und auf damit auf die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Aber nicht direkt über den eigenen pH-Wert, sondern über die Karbonathärte.

Die Meere werden übrigens auch immer saurer durch den steigenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre.
karlchen
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