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Aquariumkies/ -sand

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Beitrag  Stachelkumpel Fr 14 Dez 2012, 17:36

Hallo,

nun, die Suche nach dem Betreff hat keine Ergebnisse gebracht. Daher meine Frage:
Ist Aquariumkies generell für die Kakteenkultur empfehlenswert? Und wenn die Körnung entsprechend klein ist, ist das vergleichbar mit Quarzsand? Oder gibt es da doch qualitative Unterschiede? Als Zuschlagstoff kann ich es mir vorstellen. Kann man es auch als reines Grundsubstrat verwenden für Pflanzen, die es eher kiesig mögen? Oder gar als Aussaatsubstrat?

Gruß Stachelkumpel
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Beitrag  Alex H. Fr 14 Dez 2012, 19:20

Oje, eine Substratfrage - da wirst Du ein paar kontroverse Antworten erhalten. Ich mach' mal den Anfang:
Ich hab' früher sowohl Aquarienkies als auch groben Aquariensand in meinen Substratmischungen gehabt. Heute verwende ich ihn praktisch nicht mehr.
Dieser Quarzkies nimmt kein Wasser auf, keine Nährstoffe und keine Luft. Er lockert das Substrat nicht auf und macht es nicht durchlässiger, auch wenn das immer wieder geglaubt und verbreitet wird. Genau so wenig wie alle anderen unporigen Gesteine. Wenn Du Quarzkies ins Substrat gibst verkleinert der lediglich das von der Pflanze nutzbare Topfvolumen. Stattdessen könntest Du auch eine dicke Glasmurmel auf den Topfboden legen, der Effekt wäre der selbe.
Sinnvoll ist Quarzkies oder anderer Kies - der ja relativ schwer und fest ist - aber dann wenn hohe kopflastige Pflanzen getopft werden, die eine gewisse Stabilität benötigen die sie in einer lockereren Mischung vielleicht nicht haben.

Grüße
Alex
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Beitrag  Igelchen Fr 14 Dez 2012, 21:23

Wieso willst du den teuren Aquarienkis benutzen? Ich nehm immer schon scharfen gelben Bausand ( Körnung so etwa bis 5mm). Mit besten Ergebnissen.
Sehr gut eignet sich auch Quarzsand der Bundesbahn. Die nehmen das zum Abstreuen der Gleise im Winter und liegt oft viel neben der Abfüllanlage rum und wird sowieso nur breitgetreten. Einfach mal in einem BBW Deiner Nähe nachfragen. Wenn Du den Jungs einen Kaffee spendierst, bekommst Du ein paar Eimer voll. Der ist sehr fein und eignet sich auch hervorragend zum Aussäen und Bewurzeln. Meine Mischungen bekommen ca 30% Sand.
Sand gibt sicher auch Mineralien ab. Wasser speichert er an seiner Oberfläche. Als nicht humosen Wasserspeicherstoff nehme ich Abfallziegelsteine( gibts´ auf Baustellen, die mit den vielen Löchern, aber keine Hartbrannt für Schornsteine). Jetzt im Winter mit Wasser vollsaugen lassen und bei starkem Frost rausstellen. Da zerbröseln sie fast von selbst den Rest mit einem Vorschlaghammer zerkleinern. Auf jedenfall billiger als Blähton, Bims und all den anderen Zuschlagstoffen, die es zu meiner Zeit in der DDR nicht gab und von denen ich erst hier im Forum erfahren habe. Gewachsen sind unsere Pflanzen auch ohne den Designer-schickimicki Pflanzszusatztoffen. Wer das teure Zeugs nehmen möchte, bitte. Es muß ja auch Leute geben, die kaufen wofür Werbung gemacht wird. Ich jedenfalls bin da Purist, und bleibe bei den einfachen simplen Mitteln die schon immer funktioniert haben und preisgünstig (umsonst) zu beschaffen sind. Lehm, Lauberde, erdiger Kompost, Bausand, Ziegelsteine etwas Torf. Dann alles je nach Pflanzenbedürfnissen zusammen mischen und fertig.
Das soll keine Verurteilung von neuartigen Substraten sein! Sonst hagelt es hier gleich wieder Dauerschelte von allen Seiten. Es gibt ja auch ein par Chemiker hier unter uns die auf sowas schwören. Wenns` was bringt bitte weiterbenutzen.
Bis die Tage
Andreas
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Beitrag  soufian870 Fr 14 Dez 2012, 21:28

Was verstehst du unter Lauberde ? *mal dümmlich frag*
Sowas wie Graberde ?
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Beitrag  Igelchen Fr 14 Dez 2012, 21:42

soufian870 schrieb:Was verstehst du unter Lauberde ? *mal dümmlich frag*
Sowas wie Graberde ?

In der Literatur von Haage DDR wird das beschrieben. Das ist erdig gut verottetes Laub(2-3 Jahre) von zB. Buchen, Eichen, Laub aus Parkanlagen etc.. Nicht im Wald klauen! Förster fragen, sonst gibts´ Ärger. Das macht das Substrat leicht Sauer. Ist ein Ersatz für Hochmoortorf, den es damals auch nicht gab.
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Beitrag  william-sii Fr 14 Dez 2012, 23:10

Also Igelchen,
dein Purismus in Ehren, aber was du da vorschlägst ist schon viele Jahre überholt, so wie die DDR. Und mittlerweile gibt's auch in den neuen Bundesländern Bims.
- An Sandkörnern haftet das Wasser außen => die Wurzeln bekommen das Wasser voll mit => Fäulnisgefahr.
- Ziegelsplit hat einen pH-Wert von weit über 7 und ist damit basisch => höchstens für einige wenige kalkliebende Kakteen geeignet, für die meisten Kakteen auf Dauer sehr ungesund. Außerdem ist er scharfkantig => Verletzungsgefahr der Wurzeln beim Umtopfen.
- Kompost und Lauberde: 2-3 Jahre Verrottung reichen meist nicht, so schleppst du dir alle möglichen Pilze und Viecher ein. Eichenlaub ist auch wegen des hohen Gerbstoffanteil völlig ungeeignet.
- Lehm und Gartenerde: Viel zu dicht => Fäulnisgefahr.

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Beitrag  soufian870 Fr 14 Dez 2012, 23:26

Fazit: Kakteenerde mit Bims, Perlite und Kieselgur mischen ?
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Beitrag  william-sii Sa 15 Dez 2012, 00:04

soufian870 schrieb:Fazit: Kakteenerde mit Bims, Perlite und Kieselgur mischen ?
Hallo Katrin,
die einfachste Mischung (außer für Kakteen die Kalk lieben oder rein mineralisches Substrat bevorzugen) ist Bims mit 10-20% Blumen- oder Graberde. Eventuell noch ca. 10% Perlite dazu (außer bei hohen, kopflastigen Kakteen), das fördert die Wurzelbildung.
Einzelheiten zu den verschiedenen Substraten siehe hier: https://www.kakteenforum.com/t5782-tipps-zu-aussaatsubstrat-und-aussaat
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Beitrag  Aheike Sa 15 Dez 2012, 09:00

william-sii schrieb:Also Igelchen,
dein Purismus in Ehren, aber was du da vorschlägst ist schon viele Jahre überholt, so wie die DDR.



Nur komischerweise sind Dinge, die wir in der DDR hatten und dann unbedingt wegmußten, doch gut gewesen, sonst wären sie nicht doch wieder an den Tag gekommen. Aber: man hat ja das Rad neu erfunden!!
Das soll aber nicht das Kernthema sein, mußte ich nur mal loswerden!!!!

Aber Ernst, Du hast natürlich dahingehend recht, daß sich auch in der Kultur von Kakteen allerhand getan. Was "bei uns" gut und richtig war, ist mittlerweile überholt und man sollte schon bei der Wahl des richtigen Substrates auch auf deren Zusammensetzung und ob sich dies günstig auf die einzelnen Pflanzen auswirkt, achten! Wink Auch die Erfahrung der schon langjährigen Liebhaber sollte man nicht außeracht lassen! Wink Was dann jeder Einzelne selbst darausmacht, bleibt natürlich ihm überlassen!


Zuletzt von Aheike am Sa 15 Dez 2012, 10:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag  Alex H. Sa 15 Dez 2012, 09:52

Hallo miteinander,

genau das habe ich mit kontrovers gemeint Wink

Ich musste gerade an die vielseitigen, üppig wachsenden und vor Kraft und Schönheit nur so strotzenden Kakteen- und Sukkulentensammlungen in Tschechien und der Slowakei denken, die teilweise in reiner Gartenerde kultiviert werden Shocked

Grüße
Alex
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