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Aussaatanleitung nach der Fleischermethode in Tüten

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Aussaatanleitung nach der Fleischermethode in Tüten Empty Aussaatanleitung nach der Fleischermethode in Tüten

Beitrag  Echinopsis 2012-12-21, 17:10

Text und Bilder Copyright by Michael Kiessling

(Nach einem Auszug vom Thema "Samen von Ludwig Bercht angekommen" )

...die keimten am besten frisch, also nach 1 Jahr. Leider bekommt man mittlerweile
meist nur noch alte Restbestände. Ich hatte einmal bei einer renomierten Samengärtnerei
welchen bestellt, der sehr gut keimte... Jahre später bei selbiger Firma- nicht 1 Korn-
und wichtig bei Tephros- die brauchen unbedingt Hitze zum keimen. Ich lasse meine für
ca. 3-4 Tage an heißen Frühsommertagen im Freien in den Tüten stehen- da kochts förmlich.
Selbige Prozedur bekommen auch Echinocactus, Echinomastus und manache Coryphanthen.
("In den Tüten" bedeutet die abgewandelte Fleischermethode, also die Aussaattöpfchen in
dicht verschlossenen Tüten stehend für mehrere Monate mit etwas Flüssigkeit mit drinn..)
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das Aussaatsubstrat aussieben

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die Töpfe locker füllen und kurz aufstoßen, damit ein deutlicher Rand übrig bleibt

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ich lasse etwa 1cm vom Rand frei, welches mit nicht zu feinem (!) Quarzsand, oder (besser)
gewaschenem feinem Bims abdecke

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dann von unten mit einer Pilzmittellösung angestaut (Chinosol, Previcur, Fonganil...was halt noch
im Handel ist)

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die gereinigten, getrockneten Samen werden trocken gebeizt (Aatiram, Orthocid (oder anderes Mittel mit
dem Wirkstoff Captan) bzw. Malvin oder andere gebräuchliche Pülverchen.. für diesen Zweck haben sich
kleine Teesiebkugeln bestens bewährt!! alles überschüssige kann zu 100% zurück geführt werden

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direkt aus dem Teesieb geht es in die vorbereitetetn Aussaattöpfchen

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ab in die Tüten! es können auch 2 oder mehrere Töpfe in einer größeren Tüte gepackt werden

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noch ein Schuß Stärkungsbrühe dazu (mit Vitanal oder ganz wenig Dünger angereichert, sowie Pilzhemmendes
Fungizid, in meinem Fall Fonganil gold) kann auch vorher geschehen, bevor die Töpfe in die Tüten kommen

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mit einem Draht zusammengebunden, wenngleich ich mittlerweile die viel praktischeren Zipp-Tüten
verwende, die bereits einen Verschluß integriert haben, sind zwar teuer aber dafür viel stabiler.
Man sollte überhaupt unbedingt stabile, Farblose Tüten verwenden, da durch das Kondeswasser gerne
die Tüten zusammen sacken und ggf. die Aussaat erdrücken/ersticken

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in Reih und Glied sauber im Halbschatten aufgehängt (oder auch gestellt, dann aber unbedingt stabilere
Tüten wählen wegen des Einsackens..)

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fertig! Und bei sauberen, sachgemäßen Arbeiten sind Ausfälle ziemlich unwahrscheinlich- die Tüten
bleiben für mehrere Monate so hängen und es fallen keinerlei Folgearbeiten an! Das verfärben der
Grundbrühe ist normal und nicht schädlich. Auch Algen/Moose können auftreten, macht aber auch nichts

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Etwa Ende August werden die Tüten geöffnet und die Sämlinge langsam abgehärtet, das ist wichtig- auf
keinen Fall bereits in die pralle Sonne stellen.

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bei optimalen Standortverhältnissen können die Sämlinge bereits überdurchschnittlich groß sein

_________________
lG,
Daniel

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