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Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

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Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht - Seite 5 Empty Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  william-sii am Do 22 Okt 2015, 19:56

Was gibt's denn mehr hier in Deutschland: Leute die Neonicotinoide anwenden (zumal die momentan fast alle einem Anwendungsverbot unterliegen), oder Leute die Diesel fahren (eventuell sogar VW)?
Vielleicht wäre eine Diskussion in diese Richtung mal sinnvoller.
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Beitrag  chico am Do 22 Okt 2015, 20:16

Es läuft doch gerade ein Test über 3Jahre wo die Bienen mit dem Mittel gefüttert werden.
Also abwarten.
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Beitrag  Reinhard am Do 22 Okt 2015, 20:26

Nur mal so am Rande ... auf einer Kakteenbörse kam ich dieses Jahr ins Gespräch mit 3 Verkäufern.
Auf die Frage hin, welche Mittel an Insektiziden sie den so einsetzen, sagten sagten alle 3: Confidor!
Einer sagte er spritze sogar damit - wirkt auch gegen Spinnmilben.
"Ich dachte, das gibt es nicht mehr und sei verboten" - sagte ich.
"Ach was! - gibt doch zu kaufen!"

... ich glaube nicht, dass diese älteren Herren, die ich dort traf, sich von diesem Ausführungen hier beeindrucken lassen,
waren wohl keine Imker.
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Beitrag  Cristatahunter am Do 22 Okt 2015, 20:46

Confidor wird weitläufig in den Kakteensammlungen verwendet. Viele der Kollegen in unserer OG  haben noch Vorräte die wohl noch bis 2020 ausreichen.
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Beitrag  Fred Zimt am Do 22 Okt 2015, 20:59

Ich besuchte mal bei einem Vortrag der die Uni Hohenheim, 
da gings um Pflanzenschutz für Kleingärten und Nebenerwerbslandwirtschaft.
Ein älterer Herr in der Reihe vor mir raunte seinem Nachbarn zu:
"Ha no-die Studentle. I han no DDT in'd Schiure, des langet mr no bis zom End" 
Shocked
Unterdessen:
Ich ess kein Brot, ich sing kein Lied, ich fahr keinen Diesel.
Ich les' aber manchmal Datenblätter und Beipackzettel.
Richard schrieb:1 Gramm der Neonicotinoide ist genauso giftig wie 1 kg DDT.

Woher kommt denn nun dieser Vergleich?
Wikipedia entnehme ich Folgendes:

Mittlere lethale Dosis bei Ratten, oral verabreicht:
DDT               113 mg·kg−1

Imidacloprid       410 mg·kg−1

Wegen der auftretenden Resistenzen ist man gezwungen den Weg zu immer giftigeren Mitteln zu gehen.
Nein.
Erinnert sich zum Beispiel noch jemand an Bleihydrogearsenat, 
was in Obst und Weinbau bis Mitte letzten Jahrhunderts verwendet 
und welches dann von DDT abgelöst wurde?

Danke mal zwischendurch an den karlchen, den geduldigen.
Deine Beiträge haben stets Hand und Fuß.  *daumen*


Grüße


Fred
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Beitrag  Dornenwolf am Do 22 Okt 2015, 21:21

@Fred: habe für Deinen Betrag leider keinen "Gefällt-mir-Button" gefunden.

Gruß Wolfgang
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Beitrag  Cactophil am Do 22 Okt 2015, 21:31

Hartmut schrieb:Übrigens gibt es 2 Petitionen zum Einstellen der Anwendung und Herstellung dieses Coctails.
Bayer

An die EU-Kommission

Bitte diese Petitionen unterzeichnen!

Grade eben unterzeichnet!
Das ist ein Problem, welches scheinbar nicht so wirklich in's öffentliche Bewußtsein eindringt, hab ich das Gefühl. Und mir ist auch unwohl bei der Sache, denn wenn die Menschheit so bleibt wie sie ist, wird es erst zum großen Katzenjammer kommen, wenn es bereits zu spät ist. Beunruhigende Parallelen zum Thema Klimawandel... und JA, ich glaub sehr wohl daß es den gibt Rolling Eyes
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Beitrag  karlchen am Do 22 Okt 2015, 21:39

Richard schrieb:Bei der Entwicklung immer neuer Insektizide ist man vor etlichen Jahren bei der
Gruppe der Neonicotinoide angelangt. Diese Gifte sind mittlerweile 1000 mal giftiger als DDT, d.h. 1 Gramm der Neonicotinoide ist genauso giftig wie 1 kg DDT.

Wegen der auftretenden Resistenzen ist man gezwungen den Weg zu immer giftigeren Mitteln zu gehen.
Übrigens stehen Neonicotinoide nicht nur unter großem Verdacht, die Beweislage ist erdrückend. Bayer hat mittlerweile auch Entschädigungen an Imker in Baden-Würtemberg für den Verlust von tausenden Bienenvölkern bezahlt.
Das was ich von dem Bienengift geschrieben habe ist kein unbewiesenes Geschwafel sondern kann jeder Imker bestätigen, so steht es in jedem Bienen-Lehrbuch,
und wenn man im Internet recherschiert kann man sicherlich auch dort eine Bestätigung finden.

Richard, ich würde mir jetzt wünschen, dass du nur eine dieser Aussagen mit einer seriösen Quelle belegst.Gern auch mit einer Quellenangabe aus einem allgemein anerkannten Bienenlehrbuch (bitte möglichst aktuell).

Dass Bienen sterben, wenn Sie direkt mit ausreichend Insektiziden in Kontakt kommen musst du mir übrigens nicht belegen. Das weiß ich auch so Wink
Ich weiß übrigens auch, dass Schäden am häufigsten durch Anwendungsfehler bzw. durch menschliche Fehler entstehen (z.B. spritzen während der Blüte,...). Da ist dann aber nicht per se das Insektizid schuld, sondern der Anwender.

Petitionen sind übrigens auch keine Beweise dafür, dass etwas der Wahrheit entspricht oder dass jemand im Recht ist. Genauso wie es nicht heißen muss, dass nur weil viele Leute irgendeine Meinung vetreten, irgendetwas der Wahrheit entspricht. Es gibt im WWW Unsinnspetitionen gegen jeden möglichen Sachverhalt. z.B.:
https://www.change.org/p/wir-fordern-den-r%C3%BCcktritt-der-bundeskanzlerin-dr-a-merkel-und-sofortige-neuwahl-der-bundesregierung-resignation-of-the-german-chancellor-dr-a-merkel-and-immediate-reelection-of-the-german-government


Ach und noch was, ich habe bisher an keiner Stelle Partei für PSM ergriffen, sondern für den sachlichen Umgang mit der Thematik.
Zum sachlichen Umgang gehört auch, dass man keine unbelegten Behauptungen, Hörensagen oder aus dem Zusammenhang gerissene Teilsachverhalte propagieren sollte.
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Beitrag  Tarias am Do 22 Okt 2015, 22:02

Ich kann karlchen schon recht gut verstehen.
Angesichst der Emotionalität, mit der das Thema Neonicotinoide und Bienen geführt wird, bleibt doch recht häufig die Realität auf der Strecke.
Es trägt zwar nichts zur Diskussion bei, aber ich mag das so nicht stehen lassen:
Der Spruch "Wenn die Bienen sterben stirbt wenige Jahre später der Mensch" ist zwar ein guter Slogan für die Bienen und gegen Pestizide, er ist aber inhaltlich nicht korrekt. Abgesehen davon ist meines Wissens nicht einmal die Quellenangabe (Albert Einstein) wirklich bewiesen.
Honigbienen verdrängen andere Blütenbestäuber, von denen es in einem einigermaßen intakten Ökosystem sehr viele verschiedene gibt. Ein Ausfall der Honigbiene ist für uns nur deshalb so einschneidend, weil wir es den vielen anderen Blütenbestäubern mittlerweile in unserer Kulturlandschaft extrem schwer machen.
Der Grund, warum Honigbienen für die "feldmäßige" Bestäubung so begehrt sind, ist ihre Blütentreue - wenn sie morgens anfängt, an Kirschenblüten zu sammeln, sammelt sie weiter an Kirschblüten, bis das Nektarangebot für den Tag beendet ist.
Hummeln und andere Wildbienen sind da flatterhafter und machen zwischendurch auch Abstecher zu anderen Blütenangeboten.
Dennoch könnten der Ausfall der Honigbienen durch andere Wildbienenarten recht gut aufgefangen werden, wenn wir Menschen nicht so dämlich wären.
Mittlerweile schaffen wir es ja, die Honigbienen außer durch Neonicotinoide auch durch Varroa, Faulbrut, Beutenkäfer und andere, oft "im Namen der Wissenschaft" eingeschleppte Erreger und Schädlinge zu schwächen. Von der wirtschaftlich geprägten, wenig artgerechten Haltung einmal ganz zu schweigen.

Was die ständige Behauptung betrifft, Bienen würden ihr Leben hergeben, indem sie Feinde stechen, so ist das evolutionär bedingt nicht vorgesehen, sondern viel eher ein Versehen. Bienengift ist tödlich, insbesondere für die natürlichen Feinde der Bienen - andere Insekten.
Diese werden von den Bienen gestochen, OHNE dass sie ihren Stachel verlieren. Einmal konnte ich miterleben, wie Bienen eine Wespenkönigin in ihrem Bau zu Tode gestochen haben - keine einzige Biene ist gestorben.
Dass sie in Menschenhaut ihren Stachel und damit ihr Leben verlieren, liegt an der Haut der Menschen. Sie sind im Feindeschema der Bienen nicht vorgesehen. Dazu waren Menschen oder auch Bären im Laufe der Evolution wohl einfach zu selten als Räuber im Bienenstock unterwegs, als dass es sich gelohnt hätte, gegen diese seltenen Feinde auch noch aufzurüsten.
Bienen "opfern" also nicht ihr Leben, sie legen sich schlicht mit dem falschen Feind an.

Und ja, ich bin froh, dass Neonicotinoide verboten werden/sind.
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Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht - Seite 5 Empty Re: Neonicotinoide stehen unter grossem Verdacht

Beitrag  sensei66 am Do 22 Okt 2015, 22:17

Karlchen, meine Hochachtung, wie du hier reagierst.
Ich hatte mir jetzt gerade eine Weile Gedanken gemacht, wie ich mit derart haltloser Polemik umgehen würde. Ich hatte mich dabei auch an diesen ganzen Verleumdungsschwachsinn a la Facebook erinnert gefühlt (du wohl auch, denn sonst wärst du nicht auf die schwachsinnige besorgte-Bürger-Petition gekommen). Da muss man nur lauter Brüllen und das Gegenüber schlechtreden, dann brauch ich so etwas wie Belege nicht...

Bianca, danke für das sachliche Statement.
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