Hallo Gemeinde,
heute möchte ich eine für meine Begriffe sehr schöne Frostharte Art und ihre Formen vorstellen.
Der Formenkreis um Pediocactus simpsonii zählt zu den härtesten und ausdauerndsten frostharten Kakteen die ich kenne. Pflanzen dieser Art habe ich seit 1984 in frostiger Kultur, die Verluste seit dieser Zeit, halten sich sehr in Grenzen und wurden niemals durch die winterliche Witterung verursacht. Den überwiegenden Teil meiner Pflanzen habe ich selbst ausgesäht, die Samen dazu bezog ich von Mesa Garden aber auch von Fritz Hochstätter.
Im Gegensatz zu Sclerocacteen, Navajoa, Toumeya aber auch Formen um P. bradyi keimt P. simpsonii und Varietäten recht willig. Zwar setze ich bereits die Samen Frost aus aber ich glaube nicht das dies unbedingt notwendig ist. Die Keimlinge sind recht gross und bilden binnen weniger Tage sehr lange Primärwurzeln aus, findet diese nicht in den Boden hilft man mit einem Zahnstocher oder ähnlichem nach. Bereits im ersten Winter ist es kein Problem die Sämlinge im ungeheizten Gewächshaus zu belassen, dies vertragen sie besser als eine warme Überwinterug in der Wohnung.
Entsprechend ihrer Heimat in den Rockie´s im Westen der USA, beginnt die Vegitationszeit mit der Schneeschmelze. Bei uns in Kultur kann man, je nach Witterung, die Pflanzen ab mitte März wässern. Innerhalb weniger Tage saugen sich die Körper der Pedios voll und beginnen, die bereits im Herbst angelegten Knospen durchzuschieben. Kaltes nasses Wetter macht Ihnen zu dieser Zeit nichts aus, im Gegeteil, wird es bereits im April sehr warm, ziehen vor allem Formen um Pediocactus simp. v. robustior und v. nigrispinus die Knospen wieder ein. Ein gut durchlüftetes Gewächshaus ist daher für eine reiche Blütenflor wichtig. Gegen Mitte April öffnen die ersten Blühten und die Pflanzen stehen nun im vollen Wachstum, dies sollte man mit Düngergaben fördern. Die Wachstumszeit der Pedios, ist wie in ihrer Heimat, auch bei uns sehr kurz und endet mit dem Monat Mai. Wenn es nun sommerlich heiß wird stellen die Pflanzen das Wachstum ein, und es sollte nicht mehr gegossen werden. Während dieser Zeit verlieren die Pedios (gilt besonder für P. bradyi-Formen) bei Nässe gerne ihre Wurzeln. Die Monate Juni bis August verbringen sie in den Topf zurückgezogen in einer Art Sommerruhe, wobei es nichts ausmacht wenn sie ab und an einen Spritzer Wasser bekommen (versehentlich natürlich). Ende August bis in den September werden sie nochmals gewässert, in dieser Zeit legen sie bereits die Knospen für das nächste Frühjahr an.
Als Kultursubstrat dienen nur rein mineralische Bestandteile wie z. B. Granitgruß, Bimskies, unbehandeltes Katzenstreu und ein gewisser Lehmanteil. Alkalisch reagierende Minerale sind nicht notwendig.
Verluste an Pflanzen gibt es leider immer wieder, um dies möglichst zu vermeiden noch einige Tipps.
- Pflanzen nach dem Umtopfen mindestens eine Woche nicht wässern, damit Verletzungen an den Wurzeln abheilen können.
- Bei schwül-warmen Wetter auf gute Durchlüftung achten und keinesfalls gießen.
- Immer wieder einmal auf Wurzelläuse kontrollieren, selbst bei frostharten Kakteen finden sich solche ein. Nicht nur Pediocacteen bringen sie bei starkem Befall den Verlust der
Pflanze.
- Trotz mehrmaligem Befall meiner Sammlung mit Spinnenmilben habe ich solche an den Pediocacteen noch nicht beobachten können, aber auch hier ist Vorsicht geboten denn
die Pflanzen sind recht weichfleischig.
Nachfolgend möchte ich einige Formen und Varianten im Bild vorstellen.
Pediocactus simpsonii v. minor SB 873 Saguache Co. Colo.


P. simpsonii v minor SB 874 Albany Co. Wy.


P. simpsonii SB 738 White Pine Co. Nv.


P. simpsonii SB 203 Bernalillo Co. NM


P. simpsonii SB gelbblühend Mesa Co. Colo.

P. simpsonii SB 586 Wayne Co. Ut.

P. simpsonii SB 199

P. simpsonii AL weisse Dornen, magenta Bl.

P. simpsonii v. robustior FH weisse Bl.


P. simpsoii v. robustior SB Yakima Co. Wash. magenta Bl.


Im Übrigen wurden die Formen von P. simpsonii von F. Hochstätter neu bearbeitet, dazu sind auch eine Reihe von Büchern erschienen die für jene die sich näher damit beschäftigen möchten sehr zu empfehlen sind. Ausserdem findet sich die neue Nomenklatura auch auf einer Homepage von o. g. Autor, ich habe ihr noch nicht folgen können deshalb sind die hier abgebildeten Pflanzen nach der in den 90er Jahren gültigen Nomenklatur beschrieben.
also bis bald und Grüsse
komtom
heute möchte ich eine für meine Begriffe sehr schöne Frostharte Art und ihre Formen vorstellen.
Der Formenkreis um Pediocactus simpsonii zählt zu den härtesten und ausdauerndsten frostharten Kakteen die ich kenne. Pflanzen dieser Art habe ich seit 1984 in frostiger Kultur, die Verluste seit dieser Zeit, halten sich sehr in Grenzen und wurden niemals durch die winterliche Witterung verursacht. Den überwiegenden Teil meiner Pflanzen habe ich selbst ausgesäht, die Samen dazu bezog ich von Mesa Garden aber auch von Fritz Hochstätter.
Im Gegensatz zu Sclerocacteen, Navajoa, Toumeya aber auch Formen um P. bradyi keimt P. simpsonii und Varietäten recht willig. Zwar setze ich bereits die Samen Frost aus aber ich glaube nicht das dies unbedingt notwendig ist. Die Keimlinge sind recht gross und bilden binnen weniger Tage sehr lange Primärwurzeln aus, findet diese nicht in den Boden hilft man mit einem Zahnstocher oder ähnlichem nach. Bereits im ersten Winter ist es kein Problem die Sämlinge im ungeheizten Gewächshaus zu belassen, dies vertragen sie besser als eine warme Überwinterug in der Wohnung.
Entsprechend ihrer Heimat in den Rockie´s im Westen der USA, beginnt die Vegitationszeit mit der Schneeschmelze. Bei uns in Kultur kann man, je nach Witterung, die Pflanzen ab mitte März wässern. Innerhalb weniger Tage saugen sich die Körper der Pedios voll und beginnen, die bereits im Herbst angelegten Knospen durchzuschieben. Kaltes nasses Wetter macht Ihnen zu dieser Zeit nichts aus, im Gegeteil, wird es bereits im April sehr warm, ziehen vor allem Formen um Pediocactus simp. v. robustior und v. nigrispinus die Knospen wieder ein. Ein gut durchlüftetes Gewächshaus ist daher für eine reiche Blütenflor wichtig. Gegen Mitte April öffnen die ersten Blühten und die Pflanzen stehen nun im vollen Wachstum, dies sollte man mit Düngergaben fördern. Die Wachstumszeit der Pedios, ist wie in ihrer Heimat, auch bei uns sehr kurz und endet mit dem Monat Mai. Wenn es nun sommerlich heiß wird stellen die Pflanzen das Wachstum ein, und es sollte nicht mehr gegossen werden. Während dieser Zeit verlieren die Pedios (gilt besonder für P. bradyi-Formen) bei Nässe gerne ihre Wurzeln. Die Monate Juni bis August verbringen sie in den Topf zurückgezogen in einer Art Sommerruhe, wobei es nichts ausmacht wenn sie ab und an einen Spritzer Wasser bekommen (versehentlich natürlich). Ende August bis in den September werden sie nochmals gewässert, in dieser Zeit legen sie bereits die Knospen für das nächste Frühjahr an.
Als Kultursubstrat dienen nur rein mineralische Bestandteile wie z. B. Granitgruß, Bimskies, unbehandeltes Katzenstreu und ein gewisser Lehmanteil. Alkalisch reagierende Minerale sind nicht notwendig.
Verluste an Pflanzen gibt es leider immer wieder, um dies möglichst zu vermeiden noch einige Tipps.
- Pflanzen nach dem Umtopfen mindestens eine Woche nicht wässern, damit Verletzungen an den Wurzeln abheilen können.
- Bei schwül-warmen Wetter auf gute Durchlüftung achten und keinesfalls gießen.
- Immer wieder einmal auf Wurzelläuse kontrollieren, selbst bei frostharten Kakteen finden sich solche ein. Nicht nur Pediocacteen bringen sie bei starkem Befall den Verlust der
Pflanze.
- Trotz mehrmaligem Befall meiner Sammlung mit Spinnenmilben habe ich solche an den Pediocacteen noch nicht beobachten können, aber auch hier ist Vorsicht geboten denn
die Pflanzen sind recht weichfleischig.
Nachfolgend möchte ich einige Formen und Varianten im Bild vorstellen.
Pediocactus simpsonii v. minor SB 873 Saguache Co. Colo.


P. simpsonii v minor SB 874 Albany Co. Wy.


P. simpsonii SB 738 White Pine Co. Nv.


P. simpsonii SB 203 Bernalillo Co. NM


P. simpsonii SB gelbblühend Mesa Co. Colo.

P. simpsonii SB 586 Wayne Co. Ut.

P. simpsonii SB 199

P. simpsonii AL weisse Dornen, magenta Bl.

P. simpsonii v. robustior FH weisse Bl.


P. simpsoii v. robustior SB Yakima Co. Wash. magenta Bl.


Im Übrigen wurden die Formen von P. simpsonii von F. Hochstätter neu bearbeitet, dazu sind auch eine Reihe von Büchern erschienen die für jene die sich näher damit beschäftigen möchten sehr zu empfehlen sind. Ausserdem findet sich die neue Nomenklatura auch auf einer Homepage von o. g. Autor, ich habe ihr noch nicht folgen können deshalb sind die hier abgebildeten Pflanzen nach der in den 90er Jahren gültigen Nomenklatur beschrieben.
also bis bald und Grüsse
komtom






