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Degrafting astrophytum - the australian way...

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Degrafting astrophytum - the australian way... Empty Degrafting astrophytum - the australian way...

Beitrag  Torro am Mi 07 Mai 2014, 16:37

Zu deutsch: Astrophytum bewurzeln - auf die australische Art.

Habe ich neulich gelesen. Hanazono tut dies so. Er ist ein großartiger Astrophytenzüchter
und Pfropfant.  Wink 

Die Besonderheit: Es ging um gepfropfte Astros auf Hylocereus. Noch dazu diese ollen grünen Teile.
(Variegate müssen ja umgepfropft werden - mangels Chlorophyll.)
Hylos sind echt gute Unterlagen. Sie haben aber einen Nachteil. Sie faulen gerne, besonders wenn
es zu kühl und dabei zu viel Wasser vorhanden ist.
Es fault gewöhnlich nur die äußere Hülle des Hylos, der hölzerne Kern wird dabei nicht unbedingt in
Mitleidenschaft gezogen.
Daraus folgt folgende Vorgehensweise:
- Astro mit einem Stück der Unterlage abschneiden
- weiches grünes Zeug abschaben
- abtrocknen lassen
- eintopfen und vorsichtig bewurzeln

Hier die Bilder zur Erläuterung.  Razz 
Hässlicher Astro auf Hylo - selbiger fault
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Schöner Astro, der muß aber umgepfropft werden. (Später einmal)  Wink 
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Zweiter Kandidat zum bewurzeln
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So weit abgeschnitten und wartet auf die Behandlung
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Beide Patienten nach der Behandlung. Sie müssen jetzt abtrocknen und werden dann bewurzelt.  Rauchen 
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Beitrag  Astronomer am Do 08 Mai 2014, 07:57

Hallo, Frank !

Wieder eine tolle Idee, die du umsetzen kannst !  Very Happy 

Und über die Erfolge bitte berichten !

Ein wunderbares Wort: Pfropfant ! jubelnn 

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Beitrag  Torro am Do 08 Mai 2014, 08:06

Ein wunderbares Wort: Pfropfant !
Manchmal knallt meine Fantasie mit mir durch....  Very Happy

Nur zur Ergänzung: Bei Pereskiopsis lässt Hanazono einfach 2 cm stehen.
Der bewurzelt dann und verschwindet in der Erde. Geht gut, habe ich schon
ausprobiert.

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Beitrag  prosopis am Do 08 Mai 2014, 13:15

Da bin ich auch mal auf Ergebnisse gespannt. Hatte ich früher öfter mal, aber nur unabsichtlich so entstanden. Wenn die Peres- oder Hylo-Unterlage sich verabschiedet hatte, dann hatte man ebensolche Gebilde in der Hand. Je nach Pröpfling gab's mal Wurzeln und mal nicht. Bei Blossfeldia war stets Fehlanzeige; die wollten einfach nicht. Bei anderen hat's manchmal geklappt, aber der Leitbündelrest, war nie daran beteiligt. Der Pröpfling hat es da immer alleine schaffen müssen. Vielleicht geht es besser, wenn man gut im Saft stehende Pflanzen hat, oder halt noch was vom Gewebe der Unterlage da ist. Denn nach dem Vertrocknen der Unterlage ist ja oft vorher schon wenig Kraft in den Pröpfling geflossen.
Bitte weiter berichten.
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Beitrag  Torro am Do 08 Mai 2014, 17:09

Wolfgang,

noch einmal zum Verständnis: Es geht nicht um Vodoo. Keine Erweckung von Toten.
Es geht um lebendige Unterlagen.

Sind die Unterlagen hinüber, dann schneidet man sie weg und versucht (meist erfolgreich) die
Pfröpflinge zu bewurzeln. Das dauert aber länger - bei Blossfeldia stelle ich mir das auch als ziemlich
unmöglich vor.
Die Methode von Hanazono lässt einfach ca. 2 cm Unterlage dran. Die Unterlage bewurzelt ziemlich rasch und ist
damit auch verschwunden.
Das habe ich mit einem knappen Dutzen Astro asterias (und Hybriden), sowie auch Pelecyphora aseliformis und
Austrocphalocereus dybowskii auf Pereskiopsis erfolgreich getestet.

Nur das Problem des Hylocereus, dessen weiches Gewebe gerne wegfault, wird bei der oben vorgestellten Methode umgangen.
Das ist jetzt der aktuelle Test. Bin auch gespannt.

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Beitrag  prosopis am Do 08 Mai 2014, 18:56

Schon klar. Bin neugierig und auf Fotos gespannt.
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Beitrag  1965mick am Do 08 Mai 2014, 21:21

Interessantes Thema.

Vor etwa 3 Jahren habe ich ca. 120 sogenannte "cutings", das sind auf Hylocereus gepfropfte Kakteen ohne Wurzeln, gekauft.

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Anfangs habe ich versucht, die Hylos zu bewurzeln. Bei den meisten ist mir das auch gelungen, aber der Hylo ist in unseren Breiten keine Unterlage für lange Zeit (heute stehen nur noch 5 von 120 auf der Originalunterlage). Wenn es dann Probleme gab, habe ich bei vielen der Pflanzen versucht, den Hylo inclusive Leitbündel komplett zu entfernen. Dies hinterlässt jedoch sehr große Wunden, welche immer wieder Ausgangspunkt von Pilzinfektionen waren und zu Verlusten führten. Später habe ich dann auch mit der von Torro gezeigten Methode gearbeitet, Die Bewurzelung funktioniert ganz gut, wobei ich der Meinung bin, das nicht der Hylo sondern der Pfröpfling die Wurzeln schiebt.

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Das abgestorbene Leitbündel führte  im weiteren Kulturverlauf jedoch immer wieder zu Fäulnis, die dann oft auch auf den Pfröpfling übergriff und zum Verlust der ganzen Pflanze führte. Insgesamt habe ich von den Pflanzen etwa 40% Verlust gehabt. Vor allem die größten (ab etwa 10 cm Durchmesser) Pflanzen haben es nicht geschafft. Auch in diesem Frühjahr gab es wieder einige, die schrumpften und nicht in Trieb kamen. Bei kleineren Pflanzen greife ich heute einfach zur Klinge und pfropfe auf Echinopsis. Meiner Meinung nach die sicherste Methode der "Entpfropfung" von Hylocereus und Pereskiopsis.
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Degrafting astrophytum - the australian way... Empty Re: Degrafting astrophytum - the australian way...

Beitrag  Torro am Fr 09 Mai 2014, 07:27

Matthias,

die Cuttings waren aus Asien? (Vermute ich jetzt einmal)

Meine Erfahrung (wobei ich nur ein paar einzelne solche Importe habe) ist,
solange die
- den ersten Winter überstanden haben und
- warm überwintert werden (über 12 Grad oder wirklich im warmen, etwa im Büro am Fenster)
sind die überhaupt kein Problem.

Dann kommt noch ein weiteres Problem bei dieser Massenware dazu:
Vieles davon ist mit Viren verseucht. Damit gehen die sofort ein, wenn man von ihren optimalen Bedingungen
abweicht. Das ist in unseren Breiten grundsätzlich der Fall.
Spätestens wenn man die pfropfen will.

Hier 3 Beispiele (das grüne Ding bitte ignorieren  Wink  ): Der mittlere steht schon ein paar Jahre bei mir, im Winter bei min 12 Grad. Kein Problem.
Die anderen beiden habe ich vorsichtshalber umgepfropft. Bewurzeln ist da für mich keine Option.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]
Links die Ableger am myriostigma sind auf Heinz Kindelpaste zurück zu führen.

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Beitrag  Astronomer am Fr 09 Mai 2014, 09:07

Oh, Frank - schon wieder was Neues für mich:

Heinz Kindelpaste  Shocked Shocked 

Was ist denn das ?

LG Dieter
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Degrafting astrophytum - the australian way... Empty Re: Degrafting astrophytum - the australian way...

Beitrag  Torro am Fr 09 Mai 2014, 09:17

Dieter,

formulieren wir es vorsichtig: Der Heinz hat mal eine Paste zum testen verteilt, die die Kindelbildung anregen sollte.
Das Ergebnis war nicht so doll. Es gab eher Faulstellen als Kindel. In wenigen Fällen hat es funktioniert.
Eben dort im Bild.

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