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Beitrag  Brachystelma Fr 06 Mai 2022, 22:20

Liebe Alle,

leider kann ich in der Suchfunktion nichts zu dem Thema finden, daher mache ich mal ein neues auf.

Bei den Orchideenpflegern sind die Seiten voll von Hinweisen, wieviel man düngen soll und die Düngermenge kann man ganz gut durch relativ billige Leitfähigkeitsmessgeräte feststellen. Für Orchideen bewegt sich das so im 200 bis 800 mikroSiemens/cm Bereich für kontinuierliche Düngung bei jedem Gießen.
Auch im (hydroponischen) Erwerbsgartenbau wird die Düngermenge genau durch Leitfähigkeitsmessungen eingestellt bzw. nachgedüngt, was die Pflanzen entnommen haben. Salat in hydroponischer Kultur wächst z.B. in ca. 2000 mikroSiemens/cm Düngerlösung.

Jetzt würde ich gerne mal wissen, ob jemand auch seine Kakteen nach Leitfähigkeit düngt. Klar, jeder hat da so sein Spezialrezept und nimmt die 2/7 der empfohlenen Menge dieses oder jenes Düngers, aber hat das schon mal jemand gemessen? Das hätte den Charme, dass man dann jeden Dünger auf ähnliche Konzentration einstellen kann (ja, ich weiß um die NPK-Spurenelemente Zusammensetzung, aber das sei erst mal hintan gestellt. Hier geht es um die Konzentration der Hauptbestandteile).

Für ein paar Tipps wäre ich echt dankbar. Die mineralischen Substrate selber sind doch größtenteils düngerfrei und ich denke da müsste man ganz ordentlich aufdüngen können.

LG
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Beitrag  Brachystelma Fr 06 Mai 2022, 22:21

...sorry ein Tippfehler. Es sollte natürlich Leitfähigkeit heißen. Vielleicht kann das ein Moderator ändern...
Danke
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Beitrag  Hauyn Sa 07 Mai 2022, 01:32

Leitfähigkeit? Interessante Orientierungsbasis. Hatte unser max hartes Leitungswasser langjährig mit verdünnter Salpetersäure, jüngst mit Zitronensäure aufbereitet. Allerdings, zum Nebeln war das nicht gut. Kakteen mögen keine mineralischen Trocknungsflecken. Und für Tillandsien ist sowas sehr schnell tödlich.

Beim Stöbern wurde ich auf Osmosewasser aufmerksam. Das gibt es sehr günstig (günstigst wohl bei dm). Zum nebeln ist das top. Eine Probe-Tillandsie spricht gut an. Bei ausgiebigem Tauchen füllt sie sich wieder prall. Kakteen agieren positiv. Ungewollte zu luftfeuchte Endwinter-Triebhaftigkeit geht in der freien noch kühlen Sommerstand-Frischluft  zurück, leichter Frühjahrstrieb beginnt. Vereinztelt treiben Knospen. - @Shamrock, Bestätigung, Delosperma hatte sich nach dem Gießen weitgehend entrötet. Sie zeigt nun Trieb, rötete aber wieder stärker. Habe sie erst mal nicht gewässert, nur mit dem Kakteen gemeinsam genebelt. Die Rötung ging sofort sehr weitgehend zurück. Delosperma reagieren also direkt erkennbar auf Stress mit Rötung. -

Aber nun meldet sich die Übergangsfrage. Hydroponische Gesichtspunkte werden bei Osmose-Gießwasser wichtig. Dank @Brachystelma, deine Angabe zu den Orchideen bringt sicher schon mal einen guten Ansatz auch für Kakteen. Zumindest für die erste Gießphase wird das + eine leicht höhere Einstellung erst mal OK sein. Vielleicht kennt jemand Erkundungs- Forschungswerte?
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Beitrag  Gast Sa 07 Mai 2022, 01:36

Hauyn schrieb:@Shamrock, Bestätigung, Delosperma hatte sich nach dem Gießen weitgehend entrötet.
Sag ich doch. Mein Tomaten-Delosperma hat sich nach dem vielen Regen auch flott wieder in Spinat verwandelt. Wink

So, nun aber gleich zurück zur Leid- -äh- Leitfähigkeit.
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Beitrag  Hauyn Sa 07 Mai 2022, 02:05

Oh ja. Für SI fand ich jetzt kein Messgerät. Zur Wasserqualität gibt es sehr günstige Geräte für PPM bzw. TDS. Sollte kein Problem sein, man müsste die Umrechnung kennen.
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Beitrag  Tapeloop Sa 07 Mai 2022, 08:53

Hallo,

Ich habe eine osmoseanlage weil ich Aquarien habe und unser Leitungswasser ziemlich hart ist. Für viele Fische und auch die Wasserpflanzen ist aber weicheres Wasser besser. Daher habe ich Zugang zu „unbegrenz“ weichem Wasser und nutze es auch für meine Orchideen und Kakteen, weil ich kein Regenwasser habe.
Bei den Orchideen dünge ich tatsächlich so auf 300-400 ms auf. Gieße aber auch mal ohne. Das ist ganz gut um zu viel Salze wieder rauszuwaschen.

Ich kann jetzt nicht sagen dass die Kakteen besser wachsen als mit Leitungswasser, aber es scheint gut zu funktionieren so. Die Kakteen dünge ich nit Wuxal, Messe den Leitwerk dabei aber nicht.
Halte mit natürlich an die Anleitung.
Es gibt ja einige Kakteen, die empfindlich auf zu viel Dünger reagieren, daher dünge ich eher sparsam. Bisher wachsen sie ganz gut. Und manchmal, wenn ich gerade kein frisches osomosewasser habe nehme ich aquarienwasser, das natürlich recht nahrhaft ist, da die Fische ordentlich Mist machen und so.

Was ich damit sagen will: man hat die volle Kontrolle, wenn man osmose/Regen nutzt und vermeidet mögliche Verunreinigungen im Leitungswasser (damit hatte ich aber noch nie Probleme). Aber man muss dann auf jeden Fall das Düngen richtig machen. Sonst haben die Pflanzen nix zu essen :-)
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Beitrag  Hauyn Sa 07 Mai 2022, 14:19

Oh oh, in https://www.wasser.de/aktuell/forum/index.pl?job=thema&tnr=100000000001825 sind einige Ansichten zur Umrechnung zu lesen. EBS = Es bleibt schwierig. kaktus3 

Ich denke, als Fazit wird sich für mich ergeben: Spare die Kosten für ein Messgerät und bereite Reinstwasser mit der angegebenen Düngermenge zu Gießwasser auf. Da sich Dünge-Empfehlungen auf nicht definiertes Leitungswasser beziehen, wird sich für Reinstwasser eine eher milde, gut Kakteen-verträgliche Salzkonzentration ergeben.
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Beitrag  sensei66 Mo 09 Mai 2022, 13:37

Hauyn schrieb: Hatte unser max hartes Leitungswasser langjährig mit verdünnter Salpetersäure, jüngst mit Zitronensäure aufbereitet.

Damit erhöhst du die Leitfähigkeit, aber an der Gesamthärte ändert sich nix Wink

Leitfähigkeit messen kann man, muss aber nicht. Ich glaube auch nicht, dass deine Vergleiche besonders geeignet sind. Orchideen sind weitaus sensibler gegenüber Düngern als Kakteen das sind. Und im Erwerbsgartenbau gehts um Geld, also um maximales Wachstum in möglichst kurzer Zeit. Aber natürlich kann man die LF-Messung heranziehen, wenn man gewisse Dinge berücksichtigt:
Man sollte z.B. konsequenterweise immer mit (weitgehend) entionisiertem Wasser arbeiten ("Osmosewasser"), um Rückschlüsse zwischen Düngerkonzentration und LF zu erlauben. Oder man kennt die (konstante?) LF des Leitungswassers und rechnet sie mit ein. Außerdem ist die LF stark temperaturabhängig, das muss auch berücksichtigt werden. Oder man schafft sich ein Messgerät mit Temperatursensor und automatischer Korrektur an. Schließlich muss man sich bewusst sein, dass unterschiedliche Dünger mit gleichen NPK-Werten zu verschiedenen Leitfähigkeiten führen können (das hängt in erster Linie von den für den N-Anteil verwendeten Stoffen ab).

Letztendlich solltest du wissen, was damit erreicht werden soll. Für eine möglichst schnell wachsende Monokultur sicher ein vernünftiger Ansatz. Für eine bunt gemischte Kakteensammlung mit durchaus unterschiedlichen Ansprüchen an die Nährstoffversorgung (und schlimmstenfalls in verschiedenen Substraten mit unterschiedlichen Ionenaustauschkapazitäten) wohl eher eine theoretische Spielerei.
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Beitrag  Brachystelma Mo 09 Mai 2022, 14:45

sensei66 schrieb: theoretische Spielerei.

Schon, aber eine interessante. Ich weiß z.B. dass in so manchem bot. Garten die Sukkulenten mit 2mS/cm alle 2 Wochen gedüngt werden. Auch wenn Deine Einwände wissenschaftlich gesehen richtig sind, so lässt sich doch aus dem Leitfähigkeitswert ein praktischer Nutzen ableiten. (Die meisten Leitfähigkeitsgeräte sind übrigens temperaturkompensiert. Für ca. 30 Euro bekommt man da schon brauchbare).

Offensichtlich hat noch niemand aus der Kakteenecke damit Erfahrung gemacht. Das ist ja auch schon mal gut zu Wissen. Vielen Dank für die Kommentare bisher.

Viele Grüße
Robert
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Beitrag  Hauyn Mo 09 Mai 2022, 15:48

Dank sensei66. Klar, mit Säure- Lauge- Zugabe verändert man den PH-Wert, nicht die Gesamthärte. Durch Düngerzugabe ändert sich der PH-Wert dto. Reinstwasser reagiert da konsequenterweise viel deutlicher als (hartes) Leitungswasser. PH-Teststreifen geben die benötigte Auskunft.

Dass Leitwertmessung für übliche Hobby-Kakteensammlungen keinen Sinn ergibt, nur Werte ohne brauchbare Aussagekraft liefern kann, war mir beim Lesen das verlinkten Threads klar. Ergo, die Kunst des Weglassens üben, die bewährten PH-Teststreifen liefern auch bei Nutzung von Reinstwasser die benötigten Werte.

Bleibt nur die Frage, mit welchen Salze-Mengen Reinstwasser zum Gießen bzw. Nebeln von Orchidee / Tillandsien ... aufbereitet werden soll. Die Basis ist definiert, es geht nur um die benötigten Gewichts- Volumenmengen. Eine Waage bzw. ein Hohlmaß wird benötigt. Kritisch bleibt es beim Tauchen / Nebeln von Tillandsien. Verkleben die Schuppen, sind die Tage der Pflanzen gezählt. ich irritiert, dass ich bisher noch keine konkreten Aufbereitungs-Empfehlungen lesen konnte. Die pure Nutzung von Osmosewasser zeigte mir jedenfalls nur Erhaltung des bestehenden Wasserbedarfs, keine Optimierung. Nach der Zugabe "einer Prise" Düngerlösung stellte sich nun nach stundenlangem Tauchen der benötigte Effekt ein. Aber "eine Prise" will auf Dauer keine gute Lösung sein.
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