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Schwarzfäule? bei Ascleps

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Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Doodelchen am Do 04 Okt 2018, 11:48

Vor ein paar Tagen hatte es schon zwei Stapelias und eine Orbea erwischt. Die sind praktisch über Nacht in sich zusammengefallen.
Dann war tagelang Ruhe, ich habe jeden Abend alle Pflanzen genauestens auf irgendwelche Spuren abgesucht. Auch gestern und nichts gefunden.
Heute morgen lagen nun 4 von 5 Trieben einer hirsuta- Hybride flach.

Das Wurzelwerk sieht völlig gesund aus.
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Direkt über der Erdoberfläche gehts los, die Triebe haben nur noch eine papierdünne braune Haut und innen ist nur schwarzer Matsch
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Der letzte verbliebene Trieb sieht noch gesund aus, ist auch fest. Aber das waren die anderen gestern auch noch.
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Das ist jetzt die vierte von fünf Pflanzen, die ich aus einer Gärtnerei habe. Nach den ersten Fällen hatte ich die auch alle in Quarantäne gesetzt.
Bei Ankunft (Wurzelnackt und trocken) sahen die alle fit aus.

Alle anderen sehen nach wie vor frisch und gesund aus, die sind aber von anderen Bezugsquellen.

Hier mal drei Beispiele
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Nach langer Sucherei habe ich in einer alten KuaS von 1974 einen Artikel gefunden  wo die Sache erwähnt wird und da steht, daß man in solchen Fällen auch die Töpfe nie wieder für Ascleps nehmen soll. Also habe ich jetzt Pötte samt Resten (auch Pflanze Nr. 5, auch wenns weh tat) in meinem Lieblingsdesinfektionsmittel Virkon S ertränkt und gut verpackt in der Restmülltonne versenkt.
Den "Quarantäneraum "(das Gästebad) hab ich gleich mit desinfiziert.

Nun hab ich so meine Sorgen, ob sich da bei den restlichen Pflanzen eventuell doch noch was eingenistet hat. Leider sieht man ja keine Anzeichen vorher, die sind von jetzt auf gleich Matsch. Und ne Weile standen sie mit den anderen zusammen.
Wie sich das verbreitet und wie lange die Inkubationszeit ist, konnte ich nirgend wo lesen. Wenns Pilze sind, dann wohl vermutlich durch Sporen.

Meint ihr, das macht Sinn, komplett alle Töpfe samt Substrat auszutauschen, also alle in neue Pötte umtopfen? Stellflächen und jetzige Pötte von außen habe ich heute morgen schon großzügig mit Virkon behandelt. Das wirkt ja gegen ziemlich alle Bakterien, Viren und Pilze.

Wenigstens scheint sich die Erkrankung aber auf Ascleps zu beschränken, falls es die ist. So dürften im schlimmsten Fall die restlichen Kakteen und Sukkus verschont bleiben.
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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  frosthart am Do 04 Okt 2018, 12:36

Ich bin er Meinung es ist der bei Ascleps auftretende sogn. "Schwarze Tod".
Es ist ein Pilz und nennt sich "Schwarzer Tod". Er befällt vorwiegend Stapelien und Konsorten; man sagt, wenn
man die schwarzen Flecken sieht ist die Pflanze verloren.
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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  thx-tom am Fr 05 Okt 2018, 09:58

Moin,

der schwarze Tod kann bei Ascleps immer mal auftreten, ist aber in der Regel kein Grund in Panik zu geraten. Der Pilz breitet sich über die Leitungsbahnen in der ganzen Pflanze aus. Das kann man auch sehen. Sie werden schwarz. Also so lange schneiden bis es gesund aussieht. Messer nach jedem Schnitt desinfizieren.
Nach meiner Erfahrung wird der Pilz von niedrigen Temperaturen und zu hoher Luftfeuchtigkeit begünstigt. Wärmere Überwinterung und gießen mit Chinosol kann helfen. Chinosol ist allerdings immer schwieriger zu bekommen.

Viele Grüße
Tom
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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Avicularia am Fr 05 Okt 2018, 10:13

Hallo Angela,

Das ist wirklich etwas sehr Mysteriöses was sich deine Ascleps da eingefangen haben. Ich würde auch erst mal an den schwarzen Tod denken. Aber eigentlich ist es egal wie sich die Seuche nennt. Offensichtlich ist es ansteckend und sehr tödlich. Dass der Krankheitsverlauf aber so schnell voranschreitet, ist echt erschreckend.

Ich hatte sowas zum Glück noch nie und kann dir deshalb leider auch keine Tipps geben. Aber mehr als separieren und auf Sauberkeit achten kannst du eh nicht machen und das tust du ja schon. Insofern bleibt nur noch die Daumen zu drücken dass es das mit deinem letzten Verlust jetzt war und dein restlicher Bestand verschont bleibt.

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Viele Grüße
Sabine


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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Dropselmops am Fr 05 Okt 2018, 12:07

Wenn wir vom schwarzen Tod reden, reden wir von Aspergillus niger, oder?
Auch dieser Pilz kommt eigentlich nicht in eine intakte Pflanze rein, der tritt nur über Schwachstellen ein, z.B. Verletzungen.
Über die Sporen braucht man sich keine Gedanken machen, die sind eh überall ...
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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Asclepidarium am Sa 06 Okt 2018, 09:16

Hallo Angela und alle anderen,

der sogenannt Schwarze Tod bei Ascleps ist und kann alles mögliche sein. Der Begriff kommt daher, weil Ascleps beim Absterben fast immer dunkel oder schwarz werden.
Was deine Pfanzen wirklich getroffen hat, ist kaum mit Sicherheit festzustellen. Die Geschwindigkeit der Infektion und das sich völlige Auflösen des Gewebes deutet eigentlich auf eine Bakterieninfektion und nicht auf einen Pilz hin.
Wenn ich es richtig verstehe, stammen auch alle Pflanzen aus der selben Quelle? Wenn ja, deutet das auf eine Infektion durch den Versender hin.

Allerding sieht auch dein Wurzelwerk schon stark geschädigt aus und nicht gesund, wie du vermutest. So wie es aussieht, stehen die Pflanzen auch in einer Humusmischung. Bei Ascleps nicht unbedingt förderlich, sondern häufig die Quelle des Problems. Pilze und Bakterien kommen i.d.R. über den Humus.
Was natürlich auch noch möglich ist, ist Kälte oder heftige Sonneneinstrahlung in Verbindung mit einem Standortswechsel der Pflanzen. Kälte kann schon ausreichen, wenn sie über den Fensterrahmen an die Pflanzen hinzieht, was bei den letzten kalten Nächten durchaus möglich wäre. Eine Nacht kann da schon ausreichen. Sonneneinstrahlung kann im Frühjahr und Herbst zu unerwarteten Wirkungen führen, wenn der Sonnenstand einen bestimmten Winkel über-/unterschreitet und so relativ plötzlich erheblich mehr Licht und damit Wärme durch die Scheibe kommt. V. a. Kälte ist in Verbindung mit Wasser i.d.R. ein gefährliches Problem
Was auch auffällt, deine Pflanzen sind sehr grün, was vermutlich auf relativ wenig Licht zurückzuführen ist. Hierdurch sind die Pflanzen natürlich anfälliger.

Wegwerfen ist sicher die richtige Option. Die Töpfe, sofern Kunsstoff, muss man allerdings nicht wegwerfen. Hier reicht spülen und ab in die Spülmaschine. Das Wegwerfen bezieht sich mit ziemlicher Sicherheit noch auf die alten Tontöpfe, die man tatsächlich nur schwer steril bekommt.

Viele Grüße
Uli


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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Doodelchen am Sa 06 Okt 2018, 10:20

Erstmal vielen Dank für die Antworten.

Also die Ascleps stehen bei mir zum Teil in Vulcatec, zum Teil in dieser Mischung
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Befallen waren zwei Pflanzen in Vulcatec und eine im Mischsubstrat.

Aber wenn die Ascleps lieber rein mineralisch wohnen wollen, dann setz ich sie um.

So hellgrün sind die eigentlich nicht, das täuscht sicher, weil ich mit Blitz fotografiert hatte.
Die sind schon dunkler.

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Die Pflanzen stehen in der Wohnung, in einem Regal vor dem Fenster. Abstand zur Scheibe ca 15cm.
Zugluft ist da nicht, das hab ich getestet.
Sie bekommen die erste Morgensonne bin zum MIttag, danach ist es aber immer noch sehr hell, weil genau gegenüber auch ein Fenster ist, wo dann den ganzen nachmittag die Sonne von der anderen Seite reinscheint.
Sicher nicht ganz optimal, aber ich bin davon ausgegangen, daß es reicht.
Hier sind mal ein paar Kollegen aus dem selben Regal, die auch schon wesentlich länger da stehen. Meiner Meinung nach sehen die nicht nach Lichtmangel aus, aber als Laie kann mich das natürlich auch täuschen.

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Kakteen und Sukkulenten sind doch recht kompliziert, vielleicht sollte ich wieder zu Monstera und Co zurückkehren. Very Happy
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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Shamrock am Sa 06 Okt 2018, 22:04

Doodelchen schrieb:Kakteen und Sukkulenten sind doch recht kompliziert, vielleicht sollte ich wieder zu Monstera und Co zurückkehren. Very Happy
Quatsch, gar nicht. Fall es dich tröstet: Bei Ascleps gehen bei mir auch nur die einfachsten Anfängerpflanzen - Kakteen dagegen haben sich noch nie beschwert. Wink

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Re: Schwarzfäule? bei Ascleps

Beitrag  Avicularia am So 07 Okt 2018, 06:44

Vielen Dank Uli @Asclepidarium für die ausführliche Antwort. Das war für mich jetzt sehr interessant. Ich habe schon so viele Leute gefragt was der schwarze Tod eigentlich ist, aber es konnte mir niemand wirklich erklären. Also handelt es sich dabei auch nicht wirklich um eine definierte Erkrankung.

Angela lass dich jetzt durch deine unglückliche Erfahrung nicht entmutigen. Du hast offensichtlich einfach Pech gehabt. Dein Restbestand wird hoffentlich im Frühjahr gut wachsen und dir mit besonderen Blüten Freude bereiten!

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Viele Grüße
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