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Aztekium valdezii

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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Cristatahunter am Mi 25 Dez 2013, 13:08

So wie ich das sehe ist es nicht das Cites 1 oder 2 das uns sorgen machen kann. Die Cites Liste hinkt der Gegenwart hinterher. Weder Astrophytum caput-medusae, Escobaria abdita, Aztekium valdezii, Strombocactus corregidorae und pulcherimus sind auf dieser Liste.
Wie Stefan schon bemerkt hat, geht es darum das Mexico ein generelles Ausfuhrverbot für Wildkakteen und deren Erzeugnisse erlassen hat. Darunter fallen auch die Samen. Nur was zu wissenschaftlichen Zwecke ausgeführt wird und eine Ausfuhrerlaubnis erhalten hat ist legal in Europa.
Jetzt ist es aber so, das künstlich vermehrte Pflanzen aus Mexico einen anderen "grauen" Stellenwert haben. Ein Mexikanischer Biologe hat mich mal über die mexikanische Rechtslage aufgeklärt.
Also würde sich jeder Strafbar machen der ein ACM, ein E. abdita, ein A. valdezii usw. hat. Aber dann sind auch Ariocarpen, Turbinicarpen, Pelecyphoren fragwürdig und könnten auch eine Bestrafung zur Folge haben.
Im internationalen Völkerrecht ist die Unschuldsvermutung ein wichtiges Recht. Das Gesetz verbietet keinen Besitz von Pflanzen. Strafbar macht sich nur wer ein und ausführt.
Vergleichen wir es mal mit einer Krokoledertasche. Nicht der Besitz ist Strafbar aber die Ein- und Ausfuhr. Es gibt keinen mir bekannten Fall wo jemand nur des Besitzes wegen bestraft wurde. Wird aber jemand an der Grenze kontrolliert und führt illegal Pflanzen aus oder ein. Dann besteht ein berechtigter Tatverdacht. Dann muss davon ausgegangen werden das die Pflanzen zu unrecht in dessen Besitz befinden und können konfisziert werden.
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Fred Zimt am Mi 25 Dez 2013, 13:57

Hardy,
vielen Dank für die Information und nette Worte.

Die legalen Konsequenzen mag ich garnicht beurteilen, ich frage mich aber was jetzt weiter passiert?
Die Unbedarften, Mutigen und Zwielichtigen organisieren sich Samen und sorgen dafür daß die Pflanze
mittelfristig Einzug in unsere Sammlungen hält?
Die Vorsichtigen, Korrekten, Geduldigen warten noch ein paar Jahre zu, sagen sich jetzt is' eh wurscht
und legen dann nach?
Für mich steht da die moralische Frage im Vordergrund- kann man sich richtig oder falsch verhalten?

Es führt eventuell zu weit vomThema weg, aber wie hat sich das denn
beispielsweise bei Astrophytum caput-medusae zugetragen?




Stefan schrieb:Jetzt ist es aber so, das künstlich vermehrte Pflanzen aus Mexico einen anderen "grauen" Stellenwert haben.
Was muß man sich denn darunter vorstellen?




fragt sich der

Fred
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Andi am Mi 25 Dez 2013, 15:26

Hallo zusammen,
Es ist immer dasselbe, da wird eine neue Art entdeckt, die Ausfuhr von Samen und Pflanzen aus Mexiko ist aber illegal. Trotzdem dauert es nur einige wenige Jahre, bis neu entdeckte Arten in den Sammlungen weit verbreitet sind. All diese Pflanzen bleiben illegal, solange die Mexikaner keine Ausfuhrgenehmigungen erteilen.

Verbote und Repressionen greifen da einfach nicht. Auch Aztekium valdezii wurde schon mehrfach angeboten, nicht nur als Samen, auch als Pflanzen. Das wird auch bei zukünftigen Neuentdeckungen so sein. Warum organisiert die mexikanische Naturschutzbehörde denn nicht einen geordneten Export von Samen neu entdeckter Arten? Diese könnten an Cites-zertifizierte Betrieben in der ganzen Welt verkauft werden. So könnten sehr schnell Kulturen der Pflanzen aufgebaut werden. Damit würde der Druck auf die natürlichen Populationen massiv abnehmen.

Aber wie sagte mir eine Mitarbeiterin unserer nationalen Cites-Behörde telefonsich, es geht bei der ganzen Cites Geschichte schon lange nicht mehr um Artenschutz, es geht vielmehr um Bürokratie... Vielleicht sollte man sich mal wieder an die Wurzeln und die ursprüngliche Idee der ganzen Artenschutvorschriften erinnern...
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Hardy_whv am Mi 25 Dez 2013, 15:34

Liet Kynes schrieb:Letztere wären,dass Unwissenheit vor Strafe nicht schützt und ...

Wie gesagt, gibt es ein Vermarktungsverbot. Es gibt aber kein Besitzverbot. D.h. der Anbieter muss sicherstellen, dass er gesetzeskonform handelt. Wenn du bei deutschen Kakteengärtnereien kaufst, erhältst du ja auch kein Zertifikat, dass die Pflanzen gesetzeskonform in Umlauf gebracht wurden. Muss man vom Käufer dann erwarten, dass er ein solches von einem tschechischen Händler einfordert?

Liet Kynes schrieb:-ob man für noch nicht genau zugeordnete Pfanzen (es besteht noch die Frage nach eventueller Hybridisierung,oder? ) als Rechtsvertreter überhaupt schon Schutzgesetze beanspruchen kann.

Im Fall der Kakteen einfach zu beantworten, da die gesamte Familie der Cactaceae unter Schutz steht. Insofern dürfte man für eine neu entdeckte Pflanze in jedem Fall den Schutz einer Anhang-II-Art zubilligen müssen. Natur-Hybriden sind von diesem Schutz nicht ausgeschlossen.


Liet Kynes schrieb:- Wer in solchen Fällen i.d Regel überhaupt die Anzeigen macht und ob diese aus moralischer oder doch eher geschäftlicher Motivation gemacht wurden.

Ein Staatsanwalt kann auch von sich aus tätig werden. Oder auf Anstoß durch das Bundesamt für Naturschutz.


Fred Zimt schrieb:Die Unbedarften, Mutigen und Zwielichtigen organisieren sich Samen und sorgen dafür daß die Pflanze
mittelfristig Einzug in unsere Sammlungen hält?
Die Vorsichtigen, Korrekten, Geduldigen warten noch ein paar Jahre zu, sagen sich jetzt is' eh wurscht
und legen dann nach?

M.E. hat CITES einen entscheidenden Nachteil: Es verhindert den Handel und übt damit Druck auf den Wildbestände aus. M.E. müsste man die Handels-Regularien durch aktive Bemühungen ergänzen, diese Pflanzen zu vermehren und durch (hierzu autorisierte) Gärtnereien aktiv in den Sammlungen zu verbreiten. Dann lohnt es sich für einen Händer/Sammler/Kriminellen auch nicht mehr, diese Pflanzen aus der Natur zu entnehmen, da niemand mehr horrende Preise für die Pflanzen zahlt. Sie wären dann ja auf legalem Wege erhältlich. Und die Einnahmen daraus könnte man für aktiven Habitatschutz verwenden. Was hilft es, wenn Mexiko ein generelles Aussfuhrverbot erlässt, aber für Straßenbauten, Minen-Erschließungen und Hotelbauten regelmäßig und autorisiert Habitat unwiderruflich zerstört wird?

Edit: Andi ist mir zuvorgekommen ...


Gruß,

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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Cristatahunter am Mi 25 Dez 2013, 15:58





Stefan schrieb:Jetzt ist es aber so, das künstlich vermehrte Pflanzen aus Mexico einen anderen "grauen" Stellenwert haben.
Was muß man sich denn darunter vorstellen?




fragt sich der

Fred[/quote]



Kakteen aus mexikanischen Gärtnereien die künstlich vermehrt sind werden nach USA exportiert. Wie bei uns die Holländischen, Spanischen oder Ligurischen. Woher die Samen stammen ist eher nebensächlich. Die könnten auch der Natur entnommen sein.
Was ist mit den vielen Standortsamen die angeboten werden? ZB. bei Köhres gibt es viele Samen mit Standortangaben. Die sind wohl nicht durch künstliche Vermehrung entstanden.
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Cristatahunter am Mi 25 Dez 2013, 16:08

Äh.... Zurück zum Thema. Aztekium valdezii. Was ist daran so besonders? Warum müssen wir den haben? Ist ja keine besondere Schönheit oder? OK. am Standort sehen diese Sterne schon Hammermässig aus. Aber die Exemplare in den Töpfen hauen mich nicht vom Hocker.
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Fred Zimt am Mi 25 Dez 2013, 16:30

Na, ist doch schon ein hübsches Pflänzlein, oder?


Warum müssen wir den haben?

Weil die Nachricht, daß etwas spektakulär Neues zu haben ist, einem sogar den Satzbau zerhauen kann?
Beitrag 45
 grinsen2 

Mal im Ernst, warum wollen haben? Ich selber bin da ja etwas unempfindlich.

Grüße

Fred
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Liet Kynes am Mi 25 Dez 2013, 17:17

Es ist ja gerade für manche dann die Herausforderung in Kultur eine Pflanze mit natürlicher Optik zu ziehen.Es dürfte (we) 10-20 Jahre dauern können,bis die Merkmale alle auch in Proportion entsprechend ausgebildet sind.
Ich denke schon,dass A. valdezii sich dann gerade optisch genügend von den anderen Arten unterscheidet, um durch seinen Schmuckwert alleine schon als sammlungswürdig eingestuft werden zu können.
Wenn man vergleicht auf welche Nuancen bei Astrophytum-Kultivaren schon geachtet wird...
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A. valdezii

Beitrag  phu-Melo am Mi 25 Dez 2013, 19:51

Hi,

Ich halte von Verurteilungen der Samenhändler aus CZ im Generellen nichts. Ich gehe davon aus, dass die Samen die Gerardo im Angebot hatte von Kulturpflanzen stammen und keine Naturentnahmen sind. Bekanntlich gibt es ja in CZ seit einiger Zeit Kulturpflanzen von A. valdezii. Gerardo hatte nur Samen in kleinen Portionen und begrenzt verkauft. Er hat wohl auch nicht generell jeden beliefert sondern nur solche Kunden die bei ihm Stammkunden sind.

Meine Samenlieferung von Gerardo wurde vom Zoll geöffnet und dann ausgeliefert. Alle Samenportionen waren eindeutig und klar leserlich beschriftet. Beim Zoll gab es da offensichtlich nichts auszusetzen - sonst hätte ich hier auf jeden Fall eine Antwort bekommen.

Meine Meinung dazu: Klar Stellung gegen Naturentnahmen beziehen aber keine generellen Verurteilungen von Händlern und keine Rundumschläge. Versuchen wir uns doch etwas zu überlegen wie wir Valdez in seinem Kampf, A. valdezii in der Natur zu beschützen, unterstützen können. (z.B. Spenden um ihn bei der Vermehrung in Kultur zu unterstützen ....)

Weihnachtliche Grüße

Peter
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Re: Aztekium valdezii

Beitrag  Cristatahunter am Do 26 Dez 2013, 08:28

Fred Zimt schrieb:Na, ist doch schon ein hübsches Pflänzlein, oder?


Warum müssen wir den haben?

Weil die Nachricht, daß etwas spektakulär Neues zu haben ist, einem sogar den Satzbau zerhauen kann?
Beitrag 45
 grinsen2 

Mal im Ernst, warum wollen haben? Ich selber bin da ja etwas unempfindlich.

Grüße



Fred


War ja auch ironisch mit einem Augenzwinker gedacht.
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